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Samstag/Sonnabend wieso 2 Bezeichnungen?

gefragt von DiscoopaDiscoopa am 08.06.2007 um 15:27 Uhr

Für alle anderen Wochentage gibt es nur eine Bezeichnung.

Warum für diesen zwei unterschiedliche?

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Wochentage x 26

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SandraBerlin
beantwortet von SandraBerlin am 8. Juni 2007 15:34
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Hilfreichste Antwort

Ich glaube mich zu erinnern das es was mit den Abkürzungen zu tun hat! Es heißt ja normalerweise Sonnabend und wenn man so die Woche abkürzen würde, sieht es so aus: Mo, Di, Mi, Do, Fr, So und So. Kann man also nicht mehr unterscheiden zwischen Sonnabend und Sonntag. Deswegen Samstag!


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pooky
beantwortet von pooky am 8. Juni 2007 15:34
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Der Tag hat im hochdeutschen Sprachbereich zwei Bezeichnungen, die regional unterschiedlich teilweise fast ausschließlich, teilweise parallel, verwendet werden, in jüngster Zeit ist allerdings eine Tendenz hin zum Samstag feststellbar.

Der Name Samstag, althochdeutsch sambaztac, kommt von einer erschlossenen vulgärgriechischen Form *sambaton des griechischen Wortes sabbaton, das letztlich auf hebräisch Schabbat zurückgeht. Er verbreitete sich mit der Missionierung des süddeutschen Sprachraums donauaufwärts und herrscht heute noch in Süd- und Westdeutschland vor. Vor allem in der jüdischen Religion und in der christlichen Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten gilt er als Feiertag (siehe auch Sabbat). Die romanischen Sprachen gehen einheitlich darauf zurück: franz. le samedi, ital. il sabato, span. el sábado.

Wissenschaftlich sehr umstritten, obwohl sprachlich plausibel klingend, ist die alternative Deutung, dass die althochdeutsche Form 'S'ambeztac auf S'Ambeths Tag zurückzuführen sei, also auf einen Tag zu Ehren der norisch-keltischen Erdgöttin Ambeth (eine der drei Bethen) [1][2]. Diese These könnte zwar die geographische Verbreitung in Österreich und Süddeutschland unter Umständen besser erklären als die Missionierungstheorie, aber die tatsächliche Existenz der Bethen als heidnische Göttinnentrinität basiert nur auf den sprachwissenschaftlich zweifelhaften Deutungen von Hans Christoph Schöll (1936: "Die drei Ewigen") und Richard Fester (1962: "Sprache der Eiszeit").

Sonnabend (althochdeutsch: sunnunaband, altenglisch sunnanæfen) war ursprünglich nur Vorabend (die Zeit nach der Vesper), später dagegen Vortag des Sonntags (vgl. Heiligabend als Benennung ebenfalls des ganzen Tages vor dem Weihnachtsfest). Die Bezeichnung kam mit der angelsächsischen Missionierung (Bonifatius) in die ahd. Sprache, womit man die Erinnerung an vorchristliche Gottheiten (lat. Saturni Dies; engl. Saturday von altengl. Sæterdæg; nd. Saterdag - s.u.) wie beim Begriff Mittwoch vermied. Er wird vor allem in Norddeutschland und im Mitteldeutschen verwendet. „Sonnabend“ war in der DDR (entsprechend der vorherrschenden regionalen Verbreitung) die offizielle Bezeichnung. In deutschen Gesetzestexten (u. a. BGB §193 oder Ladenschlussgesetz) wird der Begriff Sonnabend verwendet.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnabend



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