Mittlerweile kann man Weinflaschen mit Naturkorken, Kunstoffkorken und Schraubverschluß kaufen. Ich habe letztens einen wirklich guten Grauburgunder mit Schraubverschluß gehabt und ich wurde von meiner Freundin erst einmal komisch angeguckt, wo ich dann so einen Wein her habe. Sie war aber dann positiv überrascht. Sagt der Korken etwas über die Qualität des Weines aus?
Leider nicht mehr. Früher war der Naturkorken auch das Qualitätskennzeichen und der Schraubverschluß war halt Fusel. Da anscheinend gerade das Ausland lieber einen Schraubverschluß wünscht gerät der Naturkorken immer mehr ins Hintertreffen.
Eigentlich hat die Verschlussart keine Bedeutung. Dennoch werden die billigen und minderwertigen Weine meist mit Schraubverschluss ausgeliefert. Ich tendiere zu Kuststoff- oder Glaskorken. Der Naturkorken kann leicht mit dem Wein reagieren, so dass der Wein (in der Regel jede 10. Flasche) nach Kork schmeckt und den Wein ungenießbar macht.
Viele Frankenweine (und da weiß der Kenner, dass die was taugen) werden mit Schraubverschluss geliefert. Ich denke Korken sind nicht mehr das Non plus ultra für Weinflaschen.
Ich habe mich seit ca. 6 Jahren intensiv mit Weinflaschenverschlüssen auseinander gesetzt. In erster Linie sagt der Weinverschluss nichts über die Qualität des Weines aus, allerdings über das Wissen des Erzeuger/Abfüllers. Naturkorken galt über Jahrhunderte als der Weinflaschenverschluss, guter Kork ist gasdicht, neutral und passt sich an unterschiedliche (Fertigungstoleranzen) Flaschenmündungen sehr gut an. Allerdings gibt es für Wein besserer Verschlüsse. Der beste Verschluss für Wein ist die Kronenkapsel und der Schraubverschluss, es tut mir leid wenn ich damit dem einen oder anderem seine kleine Weinwelt zerstöre, aber das ist Fakt und wird auch von keinem Sachverständigen angezweifelt. Die hier beschriebenen anderen Alternativen wie Kunststoffkorken, diese sind nicht Gasdicht daher ist keine mehrjährige Lagerung möglich und der Glasstopfen der keine hohe Gasdichtigkeit aufweist, weil hier nicht wie einige naive Zeitgenossen meinen Glas auf Glas dichtet, sondern ein eingesetzter Kunststoffring als Dichtung fungiert, stellen keine optimale Lösung dar (zumindesten beim Glasstopfen noch nicht).

Ich bin immer noch für Naturkorken, weil er die richtige Lagerung des Weins "erzwingt" und damit für Qualität spricht!