Frage von JuteLaune94, 104

Sachverständiger einschalten, Miete kürzen, schneller ausziehen?

Hallo zusammen, ich wohne seit 4 Monaten mit meinem Kollegen in einer WG (Doppelhaushälfte) nun ist es so, dass wir dort ordentlich renoviert haben (Laminat verlegt / Tapeziert) . Wir haben die Wohnung nun gekündigt und die letzte Miete ist am 03.03.2016 fällig. Nun ist es so, dass kurz vor dem Einzug dort die Wände neu gemacht worden sind und das anscheinend nicht gerade von professionellen Arbeitern sondern eher von den Günstigsten. Die Wände sind immer Ar*** kalt, die Fenster sind undicht, die Wände werden schon Gelb, Schwarzer Schimmel verbreitet sich schnell. (Ist schon mehrfach vorhanden) Wenn man über Nacht die Heizung nicht einschaltet dann friert man sich Morgens sonst was ab und das ist so absolut kein Zustand. Wir haben unseren Vermieter darauf angesprochen und er sagte : Das Schimmelbefall dazu führt wenn man nicht genug heizt (tun wir) und Nasse Wäsche aufhängt (haben wir immer direkt vor der Heizung stehen damit Sie schnell trocken wird und wir sind 2 Personen daher ist es nicht viel Wäsche) und wenn man nicht genug lüftet (machen wir auch). Nun ist meine Frage ... gibt es eine Möglichkeit, dass man eher dort rauskommt oder sollte man ein Sachverständiger einschalten ? Natürlich gibt der Vermieter uns die Schuld dafür aber der langjährige Nachbar (hatte vorher dort gewohnt) sagte, dass beim Bau gepfuscht worden ist. (Nicht genug gedämmt) Vielen Dank im voraus.

Antwort
von schelm1, 37

Nun sitzen Sie mal Ihre Kündigungsfrist schön aus, sparen sich das Geld für den Sachverständigen, der Ihnen in einem angestterbten Verfahren ohnehin nichts bringt, wenn der nicht vom Gericht bestellt wird, heizen Sie vernünftig, wie der Vermieter Ihnen das sagt und trocknen Sie nasse Wäsche im Trockenraum und nicht in der Wohnung.

Mit ihren geschilderten Methoden verschimmeln Sie die nächste Wohnung, insbesondere eine supergedämmte Wohnung, zwangsläufig auch wieder.

Vielleicht klären Sie, ob Sie den von Ihnen mehr oder weniger fachmännisch eingebauten Laminatboden wieder ausbauen und den Ursprungszustand wieder herzustellen haben oder der Boden in der Wohnbung verbleiben darf!?!

Antwort
von Rockuser, 66

Das Geld für den Sachverständigen, kann man sich schenken. Wenn ihr in gut 2 Monaten Raus seit, kann man da nichts mehr beschleunigen. Bis So ein Fall geklärt ist, vergehen Monate, wenn nicht Jahre.

Kommentar von pharao1961 ,

Naja... das Geld für einen Sachverständigen sollte der Fragesteller ggf. schon investieren, damit er weiß ob es sich um einen Lüftungsmangel oder um einen Baumangel handelt, damit er weiß, wohin im schlimmsten Falle "die Reise geht". Der Vermieter kann ihn nämlich auf Schadenersatz wegen Schimmel verklagen, wenn es ein Lüftungsmangel ist und das wird teuer! Da denkt nur der Fragesteller jetzt noch nicht dran... :-)

Kommentar von Rockuser ,

Wenn man seine Wäsche in der Wohnung Trocknet, hat man aber schlechte Karten. In den meisten Mietverträgen steht extra eine Klausel, das das Trocknen der Wäsche in den Wohnräumen untersagt ist. Das führt zwangsläufig zu Kondensaktionswasser an Wänden und Kältebrücken.

Kommentar von pharao1961 ,

So isses.

Antwort
von napoloni, 27

Unbedingt im Internet schlau machen, wie man vernünftig lüftet und heizt! Sonst wird die nächste Wohnung auch zugeschimmelt.

Mehrfach lüften, jeweils kurzzeitig lüften und nicht über Nacht die Heizung abschalten und über morgentliche Feuchtigkeit wundern.

Wenn der Sachverständige für euch lüftet, schaltet den ruhig ein.

Antwort
von md2208, 60

Hört sich danach an, als könntest das in schlimmsten Fall vors Gericht kommen. Ich würde ein wenig Geld in einen Sachverständigen investieren.

Antwort
von pharao1961, 60

Leider ist keine Info enthalten, auf wieviel Grad geheizt wird und wie und wie oft gelüftet wird (genaue Beschreibung des Lüftungsvorganges). Wäsche sollte man nicht in der Wohnung trocknen, weiß man...

Ist es ein Neubau (mit welcher Wärmedämmung? Was sagt der Energiepass?) oder ein Altbau?

Kommentar von JuteLaune94 ,

Ich kann dazu sagen, dass wir die Heizung in der Stube (dort wir die Wäsche auch getrocknet - keine andere Möglichkeit vorhanden) immer auf 3-4 gedreht / gestellt haben.
Es handelt sich um ein Altbau. 
Gelüftet wird jeden morgen für max ne Stunde damit ordentlich Luft reinkommt. 

Kommentar von ronnyarmin ,

Eine Stunde zu lüften reicht nicht für den ganzen Tag aus.

Und wo die Wäsche zum Trocknen hängt, spielt keine Rolle. Wenn sie trocken ist, befindet sich die Feuchtigkeit in der Raumluft. Da müsste schon während des gesamten Trockenvorgangs gelüftet werden, damit die Feuchtigkeit aus dem Raum entweichen kann.

Das scheint aber hier nicht der Fall zu sein.

Kommentar von pharao1961 ,

ronnyarmin sagte es ja bereits schon...

"Heizung auf 3 - 4" nutzt mich nix, ich kenne die Raumtemperatur dennoch nicht. Wenn der Thermostatknopf locker aufgeschraubt ist und der Heizkörper groß ist und die Vorlauftemperatur hoch ist, sind es dort vielleicht dann 23°. Ist der Heizkörper zu klein und/oder die Vorlauftemperatur zu niedrig, dann sind es vielleicht nur 17° bei dieser Stufe.

Richtig lüftet man, indem man 3x täglich für ca. 5 Minuten das Fenster GANZ öffnet (NICHT auf Kipp) und immer wieder auf Raumtemperatur aufheizt, da nur warme Luft in der Lage ist, Feuchtigkeit aufzunehmen, die man dann wieder rauslüften kann.

Antwort
von dietar, 24

Die Antwort zeigt, dass du von dem, was sich wasserdampmäßig in Wohnungen abspielt, keine Ahnung hast. Wahrscheilich bist du auch auf das Märchen von der Stoßlüftung hereingefallen, Nur wenn das Wetter günstig ist, ist es überhaupt theoretisch möglich bei einer Stoßlüftung von sechs mal 30 Minuten, die Feuchtigkeit loszuzwerden, die beim normalen Wohnen entsteht. Soviel kannst du im Winter gar nicht lüften.

Kommentar von napoloni ,

Hallo Dietar, mir sind bei deiner Antwort ein paar Fehler aufgefallen.

Stoßlüftung ist natürlich gut. Das Wetter ist meistens günstig, weil es draußen einfach kälter sein muss als drinnen.

Eine Stoßlüftung darf natürlich niemals 30 Minuten lang sein.

Übrigens kann man auch nicht pauschalieren, wie oft jemand lüften muss. Das hängt nämlich vom Raumvolumen, der Innentemperatur, der Außentemperatur, den Wänden, den jeweiligen Luftfeuchtigkeiten sowie natürlich von der entstehenden Feuchtigkeit ab.

Es freut mich, dass ich dir helfen konnte. Wenn du Fragen hast, gerne an mich. Du findest aber auch Anleitungen im Internet, die dir helfen können!

Kommentar von IGEL999 ,

Ergänzung zu den Faktoren: Überbelgung einer Wohnung, offenes Aquarium, offene Türen von nicht beheizten/ unbeheizten Zmmern, Pflanzen,.....

Antwort
von dietar, 32

Schimmelbefall ist eine Frage der Luftfeuchtigkeit und damit der Lüftung. Man kann deiner Frage entnehmen, dass ihr die Wäsche vor der Heizung trocknet. In solchem Fall kann man mit keiner, öhnehin problematischen Fensterlüftung die Feuchtigkeit aus der WVohnung bringen.Man kann ohne Risiko keine Wäsche in der Wohnung trocknen. Wenn man das will oder muss, bitte mit einem Ablufttrockner arbeiten. Das als guten Rat für die Zukunft. Bei der Kürze der Mietzeit,lohnt sich ein Gutachter nicht mehr.

Kommentar von napoloni ,

ICH KANN ohne Risiko in meiner Wohnung die Wäsche trocknen und  ich trockne sie auch in meiner Wohnung. Weil ich weiß, wie man vernünftig lüftet.

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