Frage von HPBaxxxxxxxter, 38

Rürup-Rente: Zusäzliche abschließen oder lieber Sonderzahlungen leisten?

Hallo an alle Versicherungsexperten!

Ich bin selbstständig und habe u.a. eine Rürup-Rentenversicherung bei der ALTEN LEIPZIGER.

Da ich gerne noch mehr in die Vorsorge investieren möchte, wäre meine Frage, was mehr Sinn macht: Einmal pro Jahr die Möglichkeit einer Sonderzahlung zu nutzen oder den entsprechenden Betrag in eine weitere Rürup-Rentenversicherung zu investieren?

Ich vermute ersteres, da dann keine zusätzlichen Abschlussgebühren fällig sind. Oder werden Sonderzahlungen irgendwie ungünstiger verzinst?

Danke!

Hinweis: Ich weiß, dass es zig andere Anlage- und Vorsorgemöglichkeiten gibt. Von daher bitte ich von "warum machst Du nicht dies und jenes" Ratschlägen abzusehen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von marcussummer, 26

Deine Vermutung mit den Abschlusskosten ist der zutreffende Denkansatz. Bei einem Neuvertrag fallen neue Abschlusskosten an - die natürlich aus den Beiträgen bezahlt werden. Wenn du schon einen laufenden Vertrag hast, ist die zusätzliche freiwillige Einzahlung sinnvoller, die Anlage (wahrscheinlich nicht Festverzinsung, sondern Anlage in Fonds u.ä.!) erfolgt genauso wie die monatlichen Raten. Nur wenn der bestehende Vertrag keine weiteren Einzahlungen zulassen sollte (sehr unwahrscheinlich...), könnte man einen Neuvertrag in Erwägung ziehen.

Antwort
von kevin1905, 16

Ein zweiter Vertrag würde wieder Kosten auslösen.

Allerdings würde der Abschlussvermittler auch für Sondereinzahlungen natürlich eine Vergütung bekommen.

Aber ich würde mal schätzen es handelt sich um einen Altvertrag, der nicht fondsbegunden ist, also von einem höheren Rechsnungszins profitiert. Dies hättest du bei einem Neuabschluss natürlich nicht.

Hast du mal mit deinem Vermittler bzw. -makler gesprochen?

Antwort
von constein, 20

Hallo, kostengünstiger ist immer die freiwillige Zuzahlung einmal im Jahr mit einen ratierlichen Vertrag mit Mindestbeitrag. Dabei wird nur das eingezahlte Geld mit Abschlusskosten belastet. Bei ratierlich wird immer der Beitrag auf die gesamte Laufzeit voll einbezogen und den ersten 5 Jahren die Kosten entzogen. Aber ein Vertrag in verzinster Anlage ist es egal. Es kommt so oder so nicht das raus was du möchtest... . Auch Fondspolicen sind durch die Garantieaussagen und Niedrigzins kaum noch gewinnbringend für die Kunden. Auch wenn du es nicht lesen willst, lass dich mal unabhängig beraten und der Berater sollte dir alle Möglichkeiten direkt auf dich bezogen darstellen.  Die Abschlusskosten sind das kleinste Problem in den Verträgen. Die Anlage des Geldes und die Verwendung des Beitrages um die Gearantie darzustellen ist das große Problem der Anbieter. Was dann Netto für den Kunden raus kommt und noch versteuert werden muss, hat nichts mit mehr Geld im Alter zu tun. Viel glück! constein

Antwort
von Detlef32, 14

Von den Abschlusskosten ist es egal. Wenn Du einmalig als 10.000 Euro Sonderzahlung in den alten Vertrag einzahlst fallen die gleichen Abschlusskosten an als wenn Du einen Einmalvertrag über 10.000 Euro abschliesst. 

Anders ist es wenn Du ratierlich (also monatlich oder jährlich) zahlst. Dann fallen bei einem Neuabschluss die Kosten für den gesamten Vertrag an (also Anzahl der Jahre mal Jahresbeitrag) an. Bei einem bestehenden Vertrag nur die Summe die Du halt in dem Moment zuzahlst.

Und dann ist noch die Frage der Vertragsbedingungen bzw. Geldanlage zu beachten.

Wenn es sich um einen Vertrag mit Anlage im Deckungsstock handelt ist die Zuzahlung in den alten Vertrag auf jeden Fall besser weil der Garantiezins bei alten Verträgen deutlich höher ist.

Bei Verträgen mit Fondsanlage könnte ein Neuvertrag besser sein wenn Du die zugrunde liegenden Fonds austauschen willst.

Antwort
von DerMakler, 13

Hallo HPBaxxxxxxxxxxxter,

im Grunde genommen hast Du Dir, denke ich , die Frage schon selber richtig beantwortet . Kevin1905stützt deine These mit der richtigen Antwort dazu .

Ich glaube aber ,das einer der wichtigsten Grundlage einer Rürup Rente für die Möglichkeit der Sonderzahlung spricht, zumal wir über einen Vertrag nach alten Recht sprechen :


Seit 2015 ist der Höchstbetrag der Rürup-Rente
an den Maximalbetrag der knappschaftlichen Rentenversicherung
gekoppelt. Dieser orientiert sich wiederum am aktuellen Beitragssatz,
der im kommenden Jahr 24,8 Prozent beträgt, und der
Beitragsbemessungsgrenze. Diese erhöht sich 2016 um 200 Euro pro Monat.

Statt 89.400 Euro liegt sie bei 91.800 Euro pro Jahr. Dementsprechend
steigt der Rürup-Rente Höchstbetrag von 22.172 Euro auf 22.766 €.

Der maximale Beitrag, der steuerlich angerechnet werden kann, wächst demzufolge auf 18.668 Euro an (2015: 17.738 Euro). Verheiratete können sogar die doppelte Summe einzahlen, die in der Steuererklärung berücksichtigt wird. Sie können
bis zu 37.336 Euro von der Steuer absetzen.

Besser kann es nicht erklärt werden ...auch in Hinsicht ob nun ratierlich oder nicht ! Schau in deinen Vertrag und wähle anhand daran was sinnvoller ist..

In diesem Sinne

HG DerMakler

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