Rückzug von zugesagtem Verkauf. Habe ich Schadensersatzansprüche?

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3 Antworten

Da ihr übereingekommen seid die Besichtigung der Kücheabzuwarten und dann erst das Kaufangebot durch Dich abzugeben, kam mMn noch kein wirksamer Kaufvertrag durch die Vorabreden per mail zustande.

Der Fall läge anders wenn Du die Küche bereits besichtigt und dann mit dem Verkäufer einen festen Kaufpreis vereinbart hast. Dann wäre ein wirksamer Kaufvertrag entstanden.

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Kommentar von 22question
13.11.2015, 18:34

danke für die Antwort, aber auch hier verwirrtmich der Paragraph 145 Bgb....das Angebot war ja vorhanden...durch meine Annahme käme ein Vertrag zustande...aber ich muß es doch nicht annehmen,damit der Verkäufer gebunden ist....ich meine, ich kann doch nicht einfach sagen, jemand dürfe mein Haus kaufen, wenn es ihm gefällt, wenn ich es dann doch nicht verkaufen will...ggf sind doch für den potenziellen Käufer Kosten der Anfahrt und Opportunitätskosten angefallen

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Herausgabe? Nein, du hast ja nichts bezahlt. Der Verkäufer hat dir lediglich angeboten, die Küche zu besichtigen und wenn ihr euch dann einig seid, sie zu kaufen. Das ist noch kein Vertrag.

Stelle dir vor, nach eurer Korrespondenz hättest du die Küche besichtigt und sie nicht kaufen wollen. Hätte der Verkäufer dich dann auf Zahlung des Preises (der wohl noch gar nicht feststand) verklagen oder Schadenersatz von ihm fordern können? Nein, auch nicht.

Ihr habe korrespondiert und er hat sich anders entschieden. Das ist zwar ärgerlich für dich, läßt sich aber nicht ändern.

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Kommentar von 22question
13.11.2015, 18:32

Hallo und Danke für die schnelle Antwort. Ich habe jetzt noch einmal nachgesehen. Paragraph 145BGB besagt, dass ein Vertragsangebot bindend sei....genau das ist doch hier der Fall....es lag ein Angebot vor, an das der Verkäufer gebunden sein muß

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Wenn der Verkäufer Dir nicht eplizit ( schriftlich ) zugesagte, dass DU die Küche bekommst, so hast Du auch keinen Anspruch auf Herausgabe. ( und danach klingt es laut Deiner Formulierung )

Und daran gekoppelt würde sich auch ein möglicher Anspruch auf Schadenersatz in Luft auflösen. Zumal Du dann auch belegen müsstest, in wie weit Dir welcher Schaden durch den fehlgeschlagenen Kauf überhaupt entstanden sein könnte.

Lasse die Sache einfach auf sich beruhen und erspare Dir unnötigen Ärger und ggf. auch rausgeworfenes Geld für einen Anwalt und Gerichts- /Verfahrenskosten.

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