Frage von Mandyxxx, 110

Rückzahlung Fortbildungskosten bei eigener Kündigung?

Hallo zusammen, Folgender Fall: Ich habe von November 15 bis März 16 eine Fortbildung am Abend neben der Arbeit gemacht. Das ganze wurde vom Arbeitgeber bezahlt: 1300€ . Ich musste nie irgendetwas von Rückzahlung unterschreiben das ganze hat die Dame die dafür zuständig ist versäumt. Wir hatten mal bevor die Fortbildung damals begonnen hatte darüber gesprochen das man im Fall der Kündigung das zahlen muss und ich was unterschreiben muss.... Ist aber nie erfolgt. Nun habe ich zum Ende Mai gekündigt. Jetzt gestern 3 Tage bevor ich gehe kam die Dame an und meinte ob Chefin mir das schon mit der Rückzahlung gesagt hat und das des ja in der Akte ist .... Erst dann merkte sie das nichts in der Akte ist ... Muss ich das ganze Zahlen ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Funfroc, 62

Keine Vereinbarung, kein Anspruch.

Antwort
von emily2001, 68

Hallo,

so ist es vorgesehen, daß man bei frühzeitiger Kündigung nach der Fortbildungsmaßnahme, die Kosten an den AG erstatten muß:

http://www.fernstudium-informatik.net/arbeitnehmer-mussen-bei-fruhzeitiger-kundi...

Emmy

Kommentar von Maximilian112 ,

Du solltest nicht nur die Überschrift in Deinem Link lesen :-)

Kommentar von Teddy42 ,

Dort steht vor dem Ende der Weiterbildung und es muss sich um eine Weiterbildung handeln die mind. 1j läuft .Hier waren es "nur" 4 Monate.

Kommentar von Funfroc ,

Und du kannst auch nicht richtig lesen... wo steht hier was von 2 Tagen? Die Weiterbildung ging über 5 Monate.

Trotzdem trifft der Link natürlich hier nicht zu, weil sie ja nicht während der Weiterbildung kündigt.

Edit: ah, Fehler wurde bemerkt.

Kommentar von emily2001 ,

Siehe dies.

"Das Bundesarbeitsgericht arbeitet in seiner Entscheidung zur Beurteilung der Wirksamkeit von Klauseln zur Rückzahlung von Aus- und Fortbildungskosten zugleich folgendes als Richtschnur heraus:

Nimmt der Arbeitnehmer unter Fortzahlung des Lohns eine Fortbildung bis zu einem Monat Zeit in Anspruch, so ist eine Bindungsdauer von bis zu 6 Monaten möglich; eine einjährige Bindung ist bei der Dauer der Fortbildungsmaßnahme von bis zu zwei Monaten möglich; eine zweijährige Bindung bei einer Fortbildungsdauer von 3 bis 4 Monaten; bei einer Fortbildungsdauer von 6 bis 12 Monaten keine längere Bindung als bis zu 3 Jahren sowie bei einer mehr als zweijährigen Dauer eine Bindung von bis zu 5 Jahren (Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15.09.2009 - Az.: 3 AZR 173/08). he"

Aus.

Emmy

Kommentar von Maximilian112 ,

Und an welcher Stelle in der Frage liest Du, das eine Bindungsdauer vereinbart wurde?

Eine Bindungsdauer die das Bundesarbeitsgericht als möglich bezeichnet!

Antwort
von Teddy42, 60

Da nichts schriftliches vorliegt würde ich mal ganz klar nein sagen.

Antwort
von meini77, 22

Sag' der Dame / Chefin einfach, daß hierzu nichts vereinbart wurde und Du deshalb die Kosten nicht zurückzahlst.

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