Rückzahlung einer zu recht geminderten Miete an Vermieter?

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9 Antworten

Nun gibt es eine neue Hausverwaltung, die sich um das Haus und den Garten kümmert. Diese möchte jetzt von uns Tausende von Euros zurück, da die Mietminderung um 50% nicht rechtens gewesen sei, sondern nur 15%. Wie verhalten wir uns jetzt am Besten? Ich sehe nicht ein, die volle Summe zu bezahlen.

Wendet Euch an den Anwalt der kann entsprechend auf die Forderung reagieren.

Wobei ich finde, dass die 50% zu hoch gegriffen waren.

Entweder die Verwaltung verzichtet auf Forderungen, wenn Du einen Anwalt einschaltest oder es kommt zu einem außergerichtlichem Vergleich oder es kommt zu einem Verfahren, wo dann ein Richter den Prozentsatz festlegt.

Ich sehe nicht ein, die volle Summe zu bezahlen.

Du musst ja höchsten die Differenz zurückzahlen.

MfG

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Ich sehe hier auch eine zu hohe Minderungsquote. Wenn zeitweise Trocknergeräte mit intensiver Lärmbelästigung zum Einsatz kamen, wäre während dieser Zeit bei ununterbrochenem Einsatz allerdings eine Minderung von sogar 100% angmessen zu sehen.

ABER:

Du hast die Miete über exakt zwei Jahre bzw. 24 Monate um 50% gemindert und der Eigentümer hat darauf nicht reagiert, obwohl er dir längst hätte fristloskünden dürfen, das bereits im Mai 2014. Das hat er aber nicht, er hat überhaupt nichts unternommen, nicht mahl abgemahnt. Demzufolge durftest du drauf vertrauen, dass deine Mietminderung in dieser Höhe von ihm als rechtmäßig angesehen ist bzw. akzeptiert wurde. Nach zwei Jahren will nun plötzlich eine neue HV, dass du die Minderung mit eine Quote von 35% nachzahlst für 24 Monate , da jetzt plötzlich diese als rechtens angesehen wird. Ich meine, dass ein Richter hier zu deinen Gunsten urteilen würde.

Da du einen RA bereits hast, sollte dieser dieser These folgen und vor Gericht  so Sachvortrag halten.

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Kommentar von forrestkid
09.02.2016, 10:12

Diese Intuition hatte ich auch und hoffe auf einen empathische(n) Richter/rin.

Ich wollte es halt aussergerichtlich klären, aber das scheint nicht zu gehen. Dann eben dieser Weg. Anstrengend.

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Ihr sollt ja auch nicht die volle Summe, sondern nur die Differenz zahlen.

Die 50 % Minderung waren ganz sicher zu viel.

Der Vermieter hat 2 Jahre! nicht reagiert, obwohl mehrere Emails und immer wieder Emails an ihn gesandt wurden.

Wichtige Korrespondenz erledigt man besser, möglichst nachweisbar, per Post. 

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Die Hausverwaltung hat gewechselt. Gibt es auch einen neuen Eigentümer?

Die Forderung der HV kann durchaus passen. Unberechtigte Mietkürzungen sind Mietschulden. Sind die Mietschulden in ihrer Summe größer als 2 Monatsmieten, wird auch eine fristlose Kündigung in Aussicht stehen, wenn ihr den Forderungen nicht nachkommt.

Dem euch beratenden Anwalt habt ihr hoffentlich ein Mandat übertragen. Nun konfrontiert den Anwalt mit der Forderung der Hausverwaltung und fordert die kostengünstige Regulierung des Schadens, eventuell auch über seine Rechtsanwaltversicherung.

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Da ihr die Miete um 50% gemindert habt müßt ihr auch nachweisen, daß die Mietminderung in der vorgenommenen Höhe berechtigt war. Hier seid ihr als Mieter in vollem Umfang beweispflichtig. Da ihr einen Rechtsanwalt mit der Frage der Höhe der Mietminderung betraut habt, habt ihr sicherlich auch das übliche Prozedere eingehalten, so z.B. dem Vermieter eine Frist gesetzt und auch die Höhe der Mietminderung nachweisbar schriftlich (per Einwurfeinschreiben) also z.B. nicht nur per email angekündigt. (Eine email wird vor Gericht selten als Beweismittel anerkannt und entspricht nicht der Schriftform, sondern nur der Textform).

Sollte tatsächlich nur der Flur mit dem "Wasserhochstand" betroffen gewesen sein, könnte die vorgenommene Mietminderung tatsächlich zu hoch gegriffen worden sein. Ich denke nicht, daß der Flur insgesamt 50% der Wohnfläche ausmacht.

Die Gefahr liegt für Euch darin, daß zu hoch vorgenommene Mietminderungen als Mietrückstände zu werten sind. Da die Mietminderung 2 Jahre lang vorgenommen wurde, besteht die Möglichkeit, daß Euch der neue Vermieter fristlos die Wohnung kündigt.


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Dann solltet Ihr den Anwalt fragen, der Euch die Mietminderung empfohlen hat, wie Ihr reagieren sollt. Hier erhaltet Ihr keine rechtlich bindende Beratung! Das geht nur bei einem zugelassenen Anwalt! Also macht Euch die Mühe und fragt den Anwalt was Ihr tun könnt. Viel Glück und Erfolg!

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Dafür hattet ihr doch den Rechtsanwalt.

Eine 50 % Minderung der Miete war auch nicht gerechtfertigt. Um einen solchen Schaden zu suchen, gibt es Spezialfirmen. Eine solche hättet ihr nach schriftlicher Terminsetzung beauftragen können. Solche Kosten hättet ihr dann zu 100 % von der Miete kürzen können.

Vielleicht war es euch  ja auch ganz recht, dass ihr für die halbe Miete da wohnen konntet.

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Wannn trat das Problem auf? Wer hat es wann beseitigt? Wer hat die Beseitigung beauftragt? Wann und für welchen Zeitraum wurde die Miete gemindert? Gab es eine schriftliche Information an den Vermieter mit Fristsetzung?

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Kommentar von forrestkid
06.02.2016, 15:06

Das Problem trat im November 2013 auf. Es gab ca. 5-10 Emails (da Briefe schon gleich gar nicht beantwortet wurden).

Herbst 2015 hat der Eigentümer endlich eine HV beauftragt, sich um das Objekt zu kümmern.

Dieser teilte ich erneut das Problem mit. Sie hat sofort reagiert und die Reparatur des Wasseranschlusses veranlasst und den Flurboden ausgetauscht (Parkett). Das war im Dezember fertig.

Danach kam die Forderung. Die Miete habe ich auf Anrat des Anwaltes auf 50 % gemindert von Jan.2014 bis Dez.2015.

Es gab eine schriftliche Ankündigung der Mietminderung mit Fristsetzung (davon gibt es zwei sogar). Es hieße aber, Emails seien genaus so verbindlich übrigens.

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Das könnte schwierig werden. Am besten wendet ihr euch an den Rechtsanwalt, der euch zu dieser hohen Mietminderung geraten hat!

Die Miete einfach um die Hälfte zu mindern ist schon etwas riskant. Man muß vorher so einiges beachten.

Wenn Mängel an der Mietsache bestehen schreibt man übrigens keine E-mails, sondern Einschreiben mit Rückschein! Man setzt Fristen und kündigt die Mietminderung rechtzeitig an.Das weiß ich aus eigener Erfahrung! Auf jeden Fall ist anwaltlicher Beistand nötig.



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