Frage von Mandilicouse, 85

Rückgaberecht bei einem Hund?

Hallo, ich stelle mal eine Frage für eine Freundin !
Meine Freundin hat einen Welpen verkauft an eine  Freundin , es wurde ein Vertrag festgesetzt das sie den Hund wohl innerhalb 2 Monaten zurück geben kann falls dieser schwerwiegende Krankheiten oder ähnliches hat außerdem wurde eine Anzahlung von 50€ genommen und der Käuferin zur Liebe eine Ratenzahlung festgehalten ! Zu dem Problem : die Käuferin rief nun mach 2 Wochen an und sagte sie will den Hund Weiterverkaufen da ihr Kind Angst hätte ,hat den Hund aber nicht verkauft bekommen ,meine Freundin hat nun den Hund für die Käuferin weitervermittelt an eine andere Person , mündlich wurde jetzt abgemacht das die Käuferin den Hund nicht komplett bezahlen muss sondern nur noch 100€ statt abgemachte 400€! Nun will sie aber nicht zahlen da sie meint sie hatte den Hund ja nur 2 Wochen ! Ist das so rechtens ?

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von dsupper, Community-Experte für Hund, 27

Hallo,

so sieht das wohl immer wieder bei Hundeverkäufen von Vermehrern aus.

Da der Verkäufer mehr als froh ist, seine Welpe überhaupt loszuwerden, werden sie unter allen möglichen und unmöglichen Absprachen abgegeben.

Wenn einem die eigenen Welpen doch lieb sind - wie kann man sie dann an jemanden verkaufen, der noch nicht einmal 400 Euro für den Kauf hat? Da ist doch schon vorprogrammiert, dass der Hund erstens nicht Vernünftiges zu fressen bekommt (denn qualitatives Futter ist teuer) und zweitens sicher auch nicht zum TA gebracht wird, wenn es notwendig ist.

Deine Freudin hat den Hund doch weiterverkauft - also doch wohl von dem neuen Käufer Geld bekommen. Warum soll jetzt der ehemalige Käufer auch noch bezahlen?

Und was will sie machen, wenn dieser nicht bezahlt? Für 100 Euro zum Anwalt gehen? Diesen Betrag gerichtlich einklagen? Und dann auf wesentlich höheren Anwalts- und Gerichtskosten sitzenbleiben? Kann sie ja machen, anders wird sie sicher nicht an das Geld kommen.

Immer wieder entsetzlich traurig, wie verantwortungslos kleine Hunde auf die Welt gebracht werden und wie sie dann schon im jüngsten Alter von einer Hand in die andere gehen!

Hoffentlich ist deiner Freundin das eine Lehre und sie wird nie wieder derart verantwortungslos Hunde vermehren.

Kommentar von Mandilicouse ,

Sie vermehrt die nicht

Kommentar von dsupper ,

Aha - du willst also behaupten, dass sie als seriöser Züchter im VDH züchtet? Lass mich nicht lachen - dann würden die Hunde mehr als 400 Euro kosten! Und so ein "Kauf" würde einem Züchter niemals passieren.

Kommentar von Mandilicouse ,

Von dem neuen Käufer gab es kein Geld , sie hat den nur weitervermittelt damit er es nun gut hat !

Kommentar von dsupper ,

Das hätte sie sich früher überlegen müssen - da bleibt nur der teure Klageweg.

Kommentar von dsupper ,

Außerdem: war die Käuferin denn mit dieser kostenfreien Weitervermittlung überhaupt wirklich einverstanden? Alles ein wenig suspekt und wenig durchschaubar ....

Kommentar von Mandilicouse ,

Meine Freundin züchtet nicht !!!! Die Käuferin wollte ihn an irgendwelche x beliebigen Leute für nen Apple und nen Ei weiter verkaufen , meine Freundin hat angeboten ihm dann an eine zuverlässige Person weiterzuvermitteln ,das war der ausdrücklicher Wunsch der Käuferin ! 100€ sollte die 1 Käuferin zahlen damit meine Freundin nicht komplett auf den Kosten sitzen bleibt ! Ganz ehrlich , sie fragte mich ob ich hier das mal ins Forum schreiben kann , ich selbst habe von diesen ganzen Aktionen nie was gehalten , ich habe selbst einen Hund ,seit 11 Jahren und wenn ich das alles so höre tut mir der Welpe auch mega leid !

Kommentar von dsupper ,

Deine Freundin hat doch einen Welpen verkauft?? Wo kommt der denn her? Der ist doch nicht vom Himmel gefallen?

Also hat sie sinnlos und verantwortungslos Hunde vermehrt - natürlich nicht gezüchtet!

Dann hat sie - wie ich dir oben schon schrieb - den Welpen an Leute abgegeben, die noch nicht mal den Kaufpreis leisten konnten - auch das war verantwortungslos.

Und ein vernünftiger Kaufvertrag wurde scheinbar ja auch nicht gemacht, denn dann hätte dort alles zur einer Rückgabe/Rücknahme stehen müssen und auch ein Eigentumsvorbehalt bis zur vollständigen Bezahlung.

Selbst wenn sie das Recht auf das Geld hätte - wenn die Käuferin das nicht freiwillig zahlt, bleibt ihr nur der Klageweg. Und kein Rechtsanwalt wird einen Finger krumm machen, wenn es um einen Betrag von 50 EUR geht (50 hat die Freundin ja schon erhalten).

Wie gesagt, mir wäre das alles schrecklich egal, ginge es um ein Handy, ein Auto oder Schuhe. Aber so ist mal wieder ein armer kleiner Hund involviert (vllt. sogar noch mehr?), der so einen sehr schwierigen Start ins Leben hat - das tut mir einfach so leid.

Antwort
von CharaKardia, 45

Wie kann man sich bei sowas denn ums Geld streiten?! Wenn sie den Hund zurücknimmt, weiß sie wenigstens wo er ist und zu wem er kommt.

Man kann einen Hund doch nicht mit Ratenzahlung "verkaufen" - wenn man schon kein Geld fürs Tier hat, wie soll man denn da eine Tierarztrechnung bezahlen können?

Kommentar von Mandilicouse ,

Das waren auch meine Aussagen zudem die Käuferin ein Kleinkind hat von einem Jahr und arbeitet , mir war klar das es nicht funktionieren würde ein Welpe brauch nunmal seine Zeit ! Sie hat den Welpen nicht an irgendeine Person weitervermittelt sonder an ein vertrauenswürdiges Familienmitglied !

Kommentar von Mandilicouse ,

Die Frage nun ob sie ein Recht auf das Geld hat oder nicht ?

Kommentar von CharaKardia ,

Da sie einen Kaufvertrag geschlossen hat, hat sie Anrecht auf die vollen 400€ und darf den Hund weitergeben, an wen sie will (unabhängig davon, was im Vertrag steht). Da sie den "Vertragsgegenstand" aber weitervermittelt hat und er von der ursprünglichen Käuferin, auf den Verkäufer auf eine Dritte übergegangen ist, kanns auch 0:0 ausgehen.

Kommentar von JollySwgm ,

So brutal das jetzt klingt, aber rein rechtlich ist ein Haustier nur eine Sache. Also gilt mehr oder weniger das selbe wie wenn du eine DVD verkaufst.

Antwort
von JollySwgm, 28

Blöde Situation.

Es kommt jetzt darauf an, wie sie das geregelt haben. Wenn deine Freundin lediglich den Namen etc. des neuen Besitzers weiter gereicht hat, muss die erste Käuferin des Hundes erst mal den vollen Preis bezahlen. Für wie viel Geld sie dann den Hund weiter verkauft ist ihre Sache.

Wenn deine Freundin aber das Geschäft getätigt hat und den Hund praktisch in ihrem Namen weiter verkauft hat, könnte es sogar sein das sie von der ersten Verkäuferin gar nichts bekommen muss. Wenn sie also praktisch den Hund zurück genommen hat müsste sie eigentlich das schon bezahlte Geld an die erste Besitzerin zurück zahlen. Dafür bekommt sie allerdings den Kaufpreis der aktuellen Besitzerin.

Kommentar von Mandilicouse ,

Zurückgenommen in dem Sinne hat sie ihn nicht , warum auch ? Gab ja nie einen richtigen Grund sie hat lediglich geholfen bei der weiter Vermittlung , da sie wollte das der Hund jetzt dahin kann wo er es gut hat .

Kommentar von JollySwgm ,

Dann ist es für mich zumindest recht eindeutig. Es besteht ein gültiger Kaufvertrag zwischen der Züchterin und der 1. Besitzerin. Und den muss sie nun erfüllen.

Beispiel:
Ich kaufe ein Auto für 20.000,-€ auf Raten. Wenn ich das Auto nach zwei Monaten wieder weiter verkaufe und dafür 10.000,-€ kriege kann ich das Geld ja auch nicht der Bank geben und sagen: "Damit sind die 20.000,-€ getilgt."

Kommentar von dsupper ,

@JollySwgm - dein Vergleich hinkt nur ein wenig. Denn in deinem Vergleich hätte der Käufer das Auto ans Autohaus zurückgegeben und dieses hätte sich dann um den Wiederverkauf gekümmert. Das ist schon eine andere Rechtsgrundlage.

Kommentar von JollySwgm ,

@dsupper: das Auto(Hund) würde ja nicht an das Autohaus (Züchter) zurück gegeben sondern an einen Dritten verkauft.
Von daher passt der Vergleich ja doch wieder etwas besser.
Wobei Vergleiche ja grundsätzlich ganz schlecht laufen können, also immer mehr oder weniger hinken. ;-)

Kommentar von dsupper ,

Aber die Vermehrerin hat den Hund ja weitervermittelt, nicht die Käuferin ....

Kommentar von JollySwgm ,

Ok, ich habe es genau andersrum verstanden. Da hat die Züchterin der Käuferin einfach nur gesagt, das da jemand wäre der Interesse an dem Hund hat, dann Name und Nummer raus gegeben hat und mehr nicht.

Kommentar von dsupper ,

lol - ist ja eigentlich auch völlig egal - schlimm nur, dass mal wieder ein armer kleiner Hund leiden muss .... der hin- und hergereicht wird und jetzt schon ein Wanderpokal ist

Antwort
von LLaayyllaa, 3

Wenn es nur eine Müdliche Absprache war, kann man da nix machen. Lasst es einfach. Es wird sich wohl nicht lohnen, gerade weil ihr es ihr nicht nachweisen könnt, das das so abgesprochen war.

Aber zu deiner Frage: Fair ist das natürlich nicht.

Kommentar von Mandilicouse ,

Ja leider kann man nichts machen , wenigstens ist der Hund jetzt gut aufgehoben

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