Frage von DieimmerLacht, 94

Rückfallquote bei Kiffer nach stationäre Therapie?

Ein guter Freund von mir kifft. Wir haben eben über seine Sucht gesprochen (da er schon 10 Jahre durchweg täglich Kifft). Er selber schätzt es so ein, dass er ohne Fremde Hilfe (Therapie o.ä.) nicht mehr aufhören kann. Mich würde es jetzt aber mal sehr interessieren, wie hoch die Rückfallquote ist, bei denen die wegen "kiff-Sucht" eine Therapie gemacht haben.

Antwort
von Quelkox, 48

Wenn man beachtet das so eine Therapie auch das Soziale Wesen an sich ändert ist eine in diesem Bezug gesprochene rückfall Zahl nicht besonders relevant da das kiffen bzw. Konsumieren meist nicht besonders gefährlich ist machen die meisten Menschen sehr oft und auch sehr lange einen sehr großen Bogen um eine solche Therapieeinrichtung weil das wegkommen oder sein lassen schwer ist deswegen besteht auch ein Risiko das die Suchtverlagerung auf andere Drogen/Substanzen größer ist als man Denkt.
Auf jedenfall kann so ein schritt nur von einen selbst aus kommen da die Motivation oft auch mal größer ist wie man erwartet.

Antwort
von BlackDoor12, 67

Es kommt auf den Menschen und auch auf sein Umfeld an.

Manche Menschen gehen anders mit der Sucht um und sind stärker, andere kommen wieder leicht in Versuchung durch falschen Umgang.

Nach einer Therapie hält man sich am besten von dem alten Umfeld fern, meidet Leute die kiffen.

Manchmal ist auch ein Umzug das beste was man in Betracht ziehen kann um wirklich Abstand von den alten bisherigen Freunden zu haben.

Nach einer Therapie sollte man sich auch einen Psyschologen aufsuchen wo man regelmäßig zur Gesprächstherapie geht um weitere Rückfälle zu vermeiden.

Antwort
von xo0ox, 29

Da eine ''Kiff-sucht'' nur Psychisch von statten geht, ist es relativ einfach davon loszukommen, solange man Ablenkung hat.

Ich weiss ehrlich gesagt nicht mal ob man eine stationäre Therapie machen kann wenn man ''nur'' vom Kiffen abhängig ist.

Antwort
von aXXLJ, 29

Es gibt keine "Kiffsucht". Informiere Dich, welche Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein müssen, um medizinisch als "süchtig" (= abhängig) diagnostiziert zu werden.

Oftmals reichen Ortswechsel, Szenewechsel oder ein neuer Freund/eine neue Freundin aus, um den eigenen Cannabisgebrauch für längere Zeit zu unterbrechen.

Nur weil man etwas, was man als positiv empfindet, über längere Zeit wiederholt, ist noch keine Sucht gegeben. Ähnliches gilt für Atmen, Essen, Sexualität, Schlafen, Träumen etc... 

Cannabistherapien sind eher für Gebraucher, die im Kopf noch Kind sind und normale pubertäre Entwicklungen unter therapeutischer Anleitung durchmachen bzw. nachholen müssen.

Kommentar von DieimmerLacht ,

kumpel ist definitiv süchtig nach Cannabis ;)

Kommentar von aXXLJ ,

Nach Deiner Einschätzung ist Dein Kumpel "süchtig". Ganz sicher ist er es nicht nach einer fachärztlichen Einschätzung.

Aus Wikipedia:

Zur Diagnose eines Abhängigkeitssyndroms müssen nach der ICD-10 mindestens drei der folgenden Kriterien während des letzten Jahres gemeinsam erfüllt gewesen sein:

    1. starkes, oft unüberwindbares Verlangen, die Substanz einzunehmen

    2. Schwierigkeiten, die Einnahme zu kontrollieren (was den Beginn, die Beendigung und die Menge des Konsums betrifft)

    3. körperliche Entzugssymptome

    4. benötigen immer größerer Mengen, damit die gewünschte Wirkung eintritt

    5. fortschreitende Vernachlässigung anderer Verpflichtungen,
    Aktivitäten, Vergnügen oder Interessen (das Verlangen nach der Droge wird zum Lebensmittelpunkt)

    6. fortdauernder Gebrauch der Substanz(en) wider besseres Wissen und trotz eintretender schädlicher Folgen.
Antwort
von Wippich, 40

Dein Freund macht sich nichts vor,gute voraussetzung.

Antwort
von LittleBobV2, 44

Ich schätze ähnlich wie bei legalen Drogen auch ca. 30 - 50% Rückfallquote.

Antwort
von Miwalo, 54

Ich denke man sollte sich nicht nach irgendwelchen Quoten richten. Jeder Einzelfall zählt und wenn es von ihm selbst ausgeht hat er sicher sehr gute Chancen.

Kommentar von DieimmerLacht ,

Ja natürlich sehe ich ähnlich. Mich würde es wie gesagt einfach nur mal Interessieren

Kommentar von Miwalo ,

Ich habe dazu leider nichts vernünftiges finden können. Wichtig ist es auf jeden Fall alte Kreise in denen geraucht wird zu meiden und neue Entspannungsstrategien zu entwickeln.

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