Rückfall von Depression?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Du Fragst ob das Depressionen sein könnten. Obwohl ich kein Arzt bin, kenne ich mich mit der Thematik relativ gut aus und muss dir die Frage mit ja beantworten.

Du hast typische Symptome einer Depression. Wie die Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, Freudlosigkeit etc. zudem kommst du anscheinend schnell aus dem Konzept und es wird dir schnell alles zuviel (Weinerlichkeit wegen alltäglichen Dingen).

Ich empfehle dir, dich mit den wissenschaftlichen Kriteren einer Depression zu befassen. Manchmal hilft es einen Schritt zurück zu gehen und das Ganze objektiv zu betrachten.

Durch das wissenschaftliche Betrachten weisst du am ehsten wo du stehst. Eine Selbstdiagnose zu erstellen ist jedoch nicht möglich, dazu bedarf es einer Fachperson (Arzt, Psychiater, Psychologe). Du hast allerdings Anhaltspunkte ob du ev. eine Depression hast oder nicht. Eine wissenschaftliche Auflistung aller Symptome findest du hier: http://deprimed.de/depressionen/

Ich will dich trotz allem nicht beunruhigen. Wer einmal eine Depression erlebt hat interpretiert oft alles Mögliche in eine normale Stimmungsschwankung hinein. Dies hat vor allem mit der Angst von einer erneuten depressiven Phase zu tun. Wie soll man denn auch keine Angst vor dem Schlimmsten haben, was man kennt? Nur bringt einem diese Sichtweise nicht weiter und man steigert sich in etwas hinein, dass eigendlich nicht so schlimm ist.

Dennoch muss ich dir sagen, dass die meisten Depressionen rezidivierend (also wiederkehrend) verlaufen. Die meisten Menschen, welche einmal eine Depression hatten, haben regelmässige Rückfälle. Diese könnten meist durch eine Psychotherapie verhindert werden, wenn die Therapie richtig gemacht und auch in der symptomfreien Zeit weiterverfolgt wird. Mit richtig gemacht meine ich eine richtige Psychotherapie (z.B. analytisch) und nicht das Gespräch beim Arzt, welcher einem einfach Medikamente verschreibt. Eine richtige Psychotherapie ist eine intensive Angelegenheit.

In schwereren Fällen werden auch in der symptomfreien Zeit Medikamente eingenommen um allfällige Rückfälle zu verhindern. Vor allem Antidepressiva und sogenannte mood-stabilizers. Ich persönlich kann nur mit Medikamente leben, da ich ansonsten immer wieder neue Tiefs habe. Doch dies muss bei dir sicher nicht zwingend der Fall sein.

Falls du also einen Rückfall hast (und das ist alles andere als sicher), führe deine Psychotherapie fort, auch in der symptomfreien Zeit. Wenn gar nicht anders geht gibt es immer noch Medikamente.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich habe/hatte das selbe Problem.
Vor allem mit der Empfindlichkeit war es extrem. Bei mir ist es eine Depression. Bei dir dann wahrscheinlich auch. Dur Therapie hat geholfen, dass ist schon mal was positives. Es wäre bestimmt nicht verkehrt, den Therapeuten von damals nochmal zu kontaktieren. Kriegst du das hin?
Ansonsten solltest du dir des mal jemand Vertrautes in deiner Umgebung suchen, der dich dann auch motivieren kann. Aber es ist wichtig, dass du dich jemandem mitteilst.

Wenn du's beim ersten Mal rausgeschafft hast, dann schaffst du es auch beim zweiten Mal. Und diesmal langfristiger, hoffe ich:)

Alles Gute

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Jejeysparrow
04.11.2016, 09:23

Ja das bekomme ich hin.Habe auch schon dort angerufen und habe sofort Termin. Danke:)

0
Kommentar von FelinasDemons
04.11.2016, 14:00

Super:) Und bitte.

0

Hm, klingt danach. Aber wie sieht es mit anderen Depressionsindikatoren mit dir aus? Außerdem unterscheidet man auch die Schweregrade einer Depression. Aber wenn du so massive Schlafstörungen hast, wegen jeder Kleinigkeit heulst und keine Motivation für nichts mehr aufbringen kannst, deutet es schon auf eine Depression hin

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Dir kann hier keine eine Diagnose geben sondern nur Vermutungen. Also geh zum Arzt!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ja, das könnte durchaus sein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung