Rückfälle vermeiden (Depression)?

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5 Antworten

Hi,- für diese Übergangsphase benötigst du sinnvoller Weise eine passende Medikamentierung damit du nicht "verloren gehst" bis gesprächsbasierte Therapien, die nur auf lange Sicht funktionieren, Wirkung zeigen. Es wundert mich, daß du scheinbar diese nicht schon aus der Klinik hast und über eine niedergelassene psychiatrisch-psychologische Praxis weiterhin verschrieben bekommst. Allerdings ist auch die Wirkung von gesprächsbasierten Psychotherapien in ihrer Relevanz für eine Heilung - na sagen wir mal - zumindest sehr wenig datentechnisch erfaßt. Sie können, zusammen mit der Medikamentierung in einem Dreifach-Ansatz ein wichtiger Teil sein. Dabei ist das 3. Drittel die Veränderung deiner Lebensverhältnisse. Sprich: Selbstwerterleben durch die zwei Dinge von denen ein Mensch letztlich lebt - Sinn und Geborgenheit denn die machen das was man Selbstwerterleben nennt. Und das ist der zentrale Punkt an dem eine Depression angreift. - Die ersten 2 Drittel sollten dir helfen, wieder Kraftreserven zu entwickeln, um dein Leben so zu verändern, daß du das dritte Drittel suchen, finden, organisieren und ausbauen kannst damit du letztendlich die beiden anderen Drittel irgendwann nicht mehr brauchst.

Gruß

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Es ist völlig normal Angst vor einem Rückfall zu haben. Wie auch anders? Wiso sollte man keine Angst vor dem Schlimmsten haben, was man kennt?

Wichtig ist zu abstrahieren, also zu wissen, dass es nur die Angst ist und nicht zwangsläufig in eine erneute Depression münden muss. Sonst kommt man in einen Teufelskreis aus dem sich zu befreien immer schwieriger wird.

Was hilft ist, sich nicht zu verkriechen, auch wenn es schwer ist. Behalte unbedingt deinen Alltag bei, sofern dies möglich ist. Je mehr du dich zurück ziehst desto mehr Zeit hast du dich mit der Depression negativ zu beschäftigen.

Depressionen können rezidivierend (also immer wieder auftretend sein), umso wichtiger ist dem vorzubeugen. Normalerweise werden bei schwereren rezidivierenden Depressionen prophylaktisch Medikamente eingenommen (sogenannte Rezidivprohylaxe). Dies können Antidepressiva und/oder mood-stabilizers (wie z.B. Lamorigin) sein. Dies ist zwar nicht lustig, doch meiner persönlichen Meinung nach immer noch besser als diese depressive Hölle.

Längerfristig hilft i.d.R. nur eine Psychotherapie. Mit Psychotherapie meine ich eine richtige Psychotherapie und nicht das Gespräch beim Arzt, welcher einem nur Medikamente verschreibt. Bis eine Psychotherapie wirkt vergehen normalerweise jedoch Monate.

Bei vielen Menschen reicht es normalerweise, durch das richtige Verhalten (z.B. geregelter Tagesablauf und das lernen sich nicht in die Angst hineinzusteigern) eine Depression zu vermeiden. Bei einigen braucht es jedoch Medikamente. Dies zu entscheiden liegt bei dir und deinem Arzt.

Also: Ruhig bleiben, Alltag so gut es geht weiterführen, zum Therapeuten gehen.

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Danke für den Stern. Ich hoffe mein Beitrag kann sowas ähnliches für dich sein. ;-)

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Rückschläge sind normal. Wie geht denn die Einrichtung damit um? Wenn die Dir keinen Druck macht, solltest Du das auch nicht. Was ist schon eine Woche im Vergleich zum ganzen Leben? Du weißt doch genau, dass Du dekompensierst, wenn Du Dir zu viel aufbürdest. Also lass Fünfe gerade sein und versuche, jeden Tag so aufzustehen, wie Du es schaffst. Wenn Du Deine Betreuer bittest, Dich zu wecken und Dir zu helfen, machen die das sicherlich. Und suche das Gespräch, bevor Du in die nächste fette Krise schlitterst. Das dürftest Du mittlerweile ja kennen und merkst schon vorher, ob Du gerade im Auf- oder Abschwung Deiner depressiven Phase bist.

Aber die Antriebsarmut und evtl. Angstgefühle am Morgen sind u.U. auch ein Zeichen für zu niedrige Medikation. Sprich nächste Woche mit der Therapeutin und geh auch zu Deinem Psychiater wg. Medikationsanpassung. Und gib Dir Zeit, eine Woche ist gar nichts. Du hast jede Menge Ehrgeiz, das sieht man ja. Wenn Du genug Energie hast, greifst Du deshalb wieder an, da mach Dir mal keine Sorgen!

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Kommentar von mxxnlxght
13.04.2016, 14:08

Im Moment nehme ich keine Medikamente.. Aber meine Psychologin meinte, es wäre eine Option. Ich spreche sie nächste Woche mal darauf an!

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Hey,

leider ist es bei einer Depression nicht so wie bei einem gebrochenen Bein :-(

d.h. man braucht viel Zeit und Geduld. Lass`dich von deinen momentanen Gefühlen nicht entmutigen .. es wird immer "Ups and Downs" geben-ohne dass du gleich von Rückfall sprechen musst....

Ohne dich zu kennen ist es schwierig dir einen Ratschlag zu geben.

Mein Tipp wäre: Eine engmaschige (2xpro Woche) ambulante Therapie.

Dass du von zu Hause ausgezogen bist- ist ein wichtiger und richtiger Schritt. Das ist toll und ich wünsche dir weiterhin viel Glück und eine erfolgreiche Therapie. Lg

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Kommentar von mxxnlxght
13.04.2016, 14:05

Vielen Dank.. Ja, vielleicht ist es eher die Angst vor einem Rückfall. 

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