Frage von Flyyyyy, 121

Rückabwicklung der privaten Krankenkasse. Was tun zur Schadensbegrenzung?

Hallo alle, habe ein schwerwiegendes und selbstverschuldetes Problem.

Ich bin seit 2012 privat krankenversichert (ohne Beschäftigung als Hausfrau). Zuvor war ich regulär pflichtversichert als Angestellte bei der Barmer und danach 4 Jahre freiwillig dort versichert.

Nach meiner Hochzeit 2012 wollte mein Mann unbedingt dass ich mich privat versichern lasse (er ist das schon immer, ist Beamter). Also habe ich einen Antrag bei der gleichen Versicherung gestellt, in der auch mein Mann ist. Die Gesundheitsfragen wurden am Telefon in 2 Minuten abgewickelt. Nun kommt der Kracher, festhalten... Ich war ungefähr 8 Jahre vor Versicherungsbeginn noch im Substitutionsprogramm wg Heroinabhängigkeit und habe 3 Jahre vor Versicherungsbeginn eine Interferonbehandlung wegen Hepatits C gemacht. Diese wurde geheilt und ich bin quasi rückstandslos wieder gesund.

Genau das sagte ich dem Versicherungsvertreter der privaten Krankenversicherung. Er meinte dann, dass ist alles ja schon lange her und wenn die Hepatits nun ausgeheilt wäre und demnach keine Medikation oder sonstige Terapien erforderlich sind, spiele das keine Rolle.

Gutgläubig und naiv, weil ich dachte, wenn er das sagt, wird es wohl so sein, habe ich dann den Vertrag unterschrieben in dem natürlich dieser ganze Mist nicht erwähnt wurde.

Nicht schimpfen... glaubt mir ich bin jetzt schlauer und weiss dass ich selbst schuld bin.

Nun war ich eben 4 Jahre bei der privaten Versicherung und habe nun die erste Rechnung eingereicht (auch noch von einem Therapeuten !!! Nur weil ich unter nervösen Angstzuständen gelitten habe und dachte ich kann das ja mal in Anspruch nehmen vielleicht hilft das)

Beihilfe und Krankenversicherung haben auch schriftlich nach meiner Beantragung diese Therapie bewilligt.

Nun kommt die Katastrophe: Brief von Krankenversicherung, ich soll für die letzten 10 Jahre sämtliche Krankenkasse und Ärzte von der Schweigepflicht befreien, da ich dem bei Vertragsabschluss zugestimmt habe. Nun dämmerte mir langsam die anrollende Katastrophe.

Mir ist völlig klar dass die Versicherung den Vertrag rückabwickeln wird und ich in einen Basistarif einer anderen Versicherung muss.

Aber... bisher habe ich ja keine Kündigung. (Die nötigen Unterlagen kann ich erst nach den Feiertagen eintreiben... Barmer, Hausarzt, Therapeut.. solange ist das ja in der Schwebe) Kann demnach nicht zu einer anderen Versicherung (Basistarif)

Die Frage ist: Sicher wird mir arglistige Täuschung vorgeworfen. Der Vertag rückabgewickelt, Nachzahlung usw.. AAABER.. was passiert jetzt, wenn ich zB in dieser einen Schlaganfall bekomme? Oder einen Herzinfarkt oder ich habe einen Verkehrsunfall? Ich traue mich kaum noch einen Schritt zu machen. Wenn rückabgewickelt wird (sorry, kenne kein besseres Wort) übernimmt die aktuelle private Versicherung ja gar nichts.

Entschuldigt den langen Text, ich werde auch einen Anwalt aufsuchen, aber vielleicht hat einer von Euch schon was ähnliches erlebt oder kennt sich etwasaus.

Viele Grüsse

Antwort
von wilees, 58

Nimm erst einmal Kontakt mit Deiner vorherigen GKV auf. Wenn Du eine Teilzeitbeschäftigung aufnimmst könnte es möglich sein, dass Du wieder in die GKV zurückkannst. Frag einfach bei mehreren GKV nach.

Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung - Wechsel PKV GKV

www.krankenversicherung.net/rueckkehr-gesetzliche  

Solange noch keine Kündigung vorliegt, bzw. Zahlungsverweigerung der Therapiekosten, kann der Anwalt auch noch nichts machen.

Vielleicht bekommst Du auf diesem Portal eine Info?? 

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Freiwillige Versicherung in der GKV 2016:

Im Jahr 2016 gelten folgende Werte:

Das Mindesteinkommen

für sonstige freiwillig Versicherte in der GKV beträgt im Jahr 2016

968,33 Euro. Wer so eingestuft ist, zahlt im Jahr 2016 monatlich

137,57 Euro plus Zusatzbeitrag plus Pflegeversicherung.

        
Kommentar von Flyyyyy ,

Vielen Dank für Deine Antwort.

Telefonische Aussage der Barmer war, dass ich wieder zurück kann,wenn ich einen sozialversicherungspflichtigen Job habe.
Das wäre auch mein Ziel.

Hat man dann direkt ab dem ersten Arbeitstag Anspruch auf GKV?

Weiss jemand, ob jemand für die Kosten aufkommt, wenn mir jetzt etwas passiert. Denke bis die Rückabwicklung durch ist, dauert es sicher ein paar Wochen und vorher kann ich mich ja nicht anderweitig versichern.

Liebe Grüße

Kommentar von wilees ,

Mit erfolgter Anmeldung ab Arbeitsaufnahme. Noch hat die Versicherung nicht gekündigt. Wenn die eine Arbeit aufnimmst und dort als KK - Barmer angibst, dann erfolgt automatisch die Kündigung bei der PKV. Aber ein Anruf bei der Barmer wird Dir hier auch noch Sicherheit vermitteln. Solange seitens der PKV keine Kündigung vorliegt müssen sie noch für die Kosten aufkommen. Aber auch das müßte Dir die Barmer nochmal beantworten können.

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