Frage von HMilch1988, 72

Ritzen - Krankheit, oder ,,Modeerscheinung"?

Immer mehr Leute neigen zum ritzen. Sie sagen sie seien depressiv, spüren sich sonst nicht, sind sozial abgeschottet, oder sind schlicht mit ihrem Leben unzufrieden.

Nun liegt die Vermutung nahe, diese ,,psychische Krankheit" als Entschuldigung für ein Leben mit einigen Fehlern zu verwenden, oder wollen einfach Aufmerksamkeit erzwingen (durch Mitleid und Sorge). Das jeder seines eigenen Glückes Schmied ist, sollte doch klar sein.

Andere jedoch sind der festen Überzeugung das dies eine Krankheit ist. Auf einige wenige trifft dies mit Sicherheit zu (Meine Einschätzung: ca. 5 - 10 %), keine Frage, aber davon auszugehen, das JEDER der sich ritzt psychisch labil ist, kann man nicht glauben.

Warum war das ritzen nicht vor 50-80 Jahren so populär, als es den Menschen verhältnismäßig schlechter ging und diese nicht so viele Annehmlichkeiten genießen durften, welche wir heute haben? Man hat wirklich das Gefühl, es handle sich um einen Trend.

Was meint Ihr... Krankheit oder Modeerscheinung?

Antwort
von SennaPenna, 55

SVV ist vom Alter unabhängig und es gibt durchaus Überlieferungen aus der Antike davon.
Eine Krankheit.
Wenn jemand so ein Aufmerksamkeitsdefizit hat, dass er sich schneidet, oder sich selbst verletzt, ist er auf jeden Fall psychisch labil.

Antwort
von BlauerSitzsack, 53

5-10 %? Da liegst du aber weit daneben.

Die Sache ist: Die, die es nur machen, um Aufmerksamkeit zu errgen fallen eben mehr auf und verdrängen die, welche es wirklich aus tiefem seelischen Schmerz machen und das sind sehr viele.

Antwort
von Daoga, 43

Klar ist das ein Trend. Einer fängt an aus schierer Dummheit, und andere ziehen nach, aus schierer Dummheit. Selbstverletzung ist Symptom psychischer Leiden, die auf den Körper übertragen werden als lauter Ruf "Seht her, wie sehr ich leide!" Als ob das psychische Leiden an sich nicht genug wäre. Ich meine, was ist verkehrt an einem unverletzten, gesunden Körper? Den auch noch zu schädigen - egal ob es jetzt durch Ritzen ist, Alk, Rauchen, Koksen oder irgendwas anderes (auch frühere Zeiten hatten ihre Formen der Selbstschädigungen) ist konkret betrachtet eigentlich völlig vermeidbar und deshalb reine Dummheit. Heute ist es eben das Ritzen, Anfang 20. Jahrhundert war es das Koksen und Rauchen, als ersteres noch nicht verboten war.  

Kommentar von BlauerSitzsack ,

Wenn man nicht versteht, warum sich Leute selbst verletzen sollte man vielleicht einfach den Mund halten.

Kommentar von Daoga ,

Meinst Du, daß die Leute sich auch dann selbst verletzen würden, wenn niemand sie jemals sehen könnte?

Kommentar von Wannabesomeone ,

Den Abschnitt mit den Drogen und der Selbstverstümmelung dadurch fand ich ernsthaft toll, weil nur wenige Menschen Es so sehen. Die Motivation bei Borderlinern ist aber bei einem echten Krankheitsfall nicht "Aufmerksamkeit bekommen"

Kommentar von Daoga ,

Warum verletzen sie sich? Weil sie keinen anderen Weg sehen, den "inneren Drang" loszuwerden? Dann muß man die Frage stellen, warum sehen sie keinen anderen Weg? Sind ihre Augen so verkleistert? Wege gibt es jede Menge, man muß sie nur sehen und beschreiten (wollen). Niemand mit halbwegs gesundem Verstand geht auf seinen eigenen Körper los, um ihn zu zerstören. Nur Selbstzerstörerische tun das... die sich in der eigenen Haut nicht wohlfühlen und sie deshalb aufritzen und beschädigen wollen?

Kommentar von SennaPenna ,

Es ist eine psychische Krankheit, dass sie ihren eigenen Körper verletzen. Man...

Antwort
von Wuestenamazone, 28

5-10% ernsthaft krank? Nein mehr denn die verstecken es und reden nicht darüber. Die die allen sagen sie ritzen sich und die Narben zeigen sind auch Krank denn sie suchen auf diese Art Aufmerksamkeit.

Antwort
von Geisterstunde, 25

Meiner Meinung nach ist es beides.

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