Frage von Midnight1999, 176

Ritze ich mich lebensgefährlich?

Ich (16) habe vor 1-2 Wochen angefangen mich zu ritzen. Und jetzt kommt mir bitte nicht mit "Rede mit jemandem." oder so, ich rede da nach den Ferien mit 1 Freundin drüber. Jedenfalls kam bei einem Test auf testedich.de raus, dass ich manchmal lebensgefährlich ritze. Ich ritze mich am Unterarm (halte aber genug Sicherheitsabstand zur Hauptschlagader) & auch nur so, dass es gerade mal blutet. Ist das wirklich schon lebensgefährlich? Erbitte schnelle & ernst gemeinte Antworten, ich hab noch kein Bock auf Sterben. 😘😘

Support

Liebe/r Midnight1999,

Deine Situation klingt besorgniserregend.

Sprich bitte mit einem Menschen darüber, dem Du vertraust. Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder auch eine Vertrauensperson aus der Schule sein.

Du kannst Dich zudem jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Dort ist rund um die Uhr jemand erreichbar und Du hast die Möglichkeit, ein anonymes und vertrauliches Gespräch zu führen. Telefon: 0800/1110111 oder 0800/1110222 (gebührenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz).

Oder schau mal hier: http://www.nummergegenkummer.de

Herzliche Grüße

Leif vom gutefrage.net-Support

Antwort
von Ellen9, 59

Wenn Du das nicht mit Jodsalbe behandelst, kann das zur Blutvergiftung führen, weil die Gefahr besteht, dass sich die Wunde entzündet; also lebensgefährlich werden kann. Eine Tetanusimpfung ist zwischendurch auch wichtig, wenn Du dich regelmäßig ritzt. Wenn Dich das lebensgefährlich treffen würde, bekommst Du das vermutlich mit und handelst hoffentlich rettend. Anbei gebe ich Dir dennoch zwei Links; vielleicht hast Du irgendwann mal das Bedürfnis anonym mit jemandem zu reden. Pass auf Dich auf. Alles Gute♡

http://www.nummergegenkummer.de

http://www.telefonseelsorge.de

Kommentar von Midnight1999 ,

Danke. Ich setz auf "Speicheltherapie" & bin geimpft.

Kommentar von Midnight1999 ,

Und wie merk ich das?

Kommentar von Ellen9 ,

Ich denke, dass Dein Selbsterhaltungstrieb trotzalledem gut funktioniert; also Alarm schlägt, wenn's über die Grenze hinausgeht. Instinkte etc.

Antwort
von allesklar7676, 34

Nein, sicherlich nicht.

Das was du machst ist ja nur sehr sehr oberflächliches Kratzen. Selbst wenn du  das über einer Arterie machen würdest, würdest du gar nicht bis zur Arterie durchkommen.

Zudem reicht das Durchtrennen einer Schlagader nicht aus um zu sterben, man muss sie etliche cm entlang schneiden und das nicht unerheblich tief. Und selbst dann fällt man nicht einfach tot um, verbluten braucht einiges an Zeit.

Einfach mal ein bisschen nachdenken und weniger Drama machen. Wenn du so wenig Ahnung hast von dem was du da machst, solltest du das sein lassen. Das solche ,,ritzer" immer meinen daraus so ein Weltdrama zu machen. 

Antwort
von Maddy9, 26

"Es kommt der Tag, an dem man mal daneben schneidet oder zu tief".... Infektionen bedacht?

Antwort
von TanjaStauch, 51

Mei, sowas nennt man "Depression".

Man will leben. Und will es gleichzeitig nicht.

Die Ursache ist meist Einsamkeit. So ist es zumindest bei mir und mindestens hundert anderen Menschen, die ich kenne.

Du brauchst nicht jemanden "zum Reden" sondern jemanden "zum Auskotzen". Zum miteinander weinen. Und sich dabei fest zu halten.

Das wirkt weitaus besser als jedes "Medikament", das die Pharma-Industrie auf den Markt wirft.

Und ja: Wenn solche Menschen leicht zu finden wären, gäbe es weit weniger depressive Menschen.

Gibt es aber.

Beides.

Massen von depressiven Menschen.

Und ein paar Menschen, die sich tatsächlich dazu eignen, sich bei ihnen auszukotzen.

Es kann einige Zeit dauern, bis du so einen Menschen findest. Bis dahin wird es eine Quälerei für dich. Aber danach bist du eventuell auch so ein Mensch. Und hilfst anderen mit dem selben Problem. Und davon gibt es in Wirklichkeit sogar sehr viele.

Gib nicht auf!

Falls es zu heftig für dich ist, versuch deinen Müll in eine Mail zu packen. Schick sie mir oder einer fitteren Person. Wirklich spürbar weinen kann ich nicht mit dir. Ich kann nur versuchen zu verstehen und dir klar zu machen: Du bist nicht ganz alleine! 

Liebe Grüße,

Tanja

Kommentar von schokocrossie91 ,

Ob das eine Depression ist kann nur der Facharzt ermitteln. Depressionen lassen sich gut medikamentös behandeln, die "böse" Pharmaindustrie ist ein Märchen von Verschwörungstheoretikern.Depressionen sind weit mehr als "ich muss mich mal auskotzen", sie sind eine psychische Krankheit mir entsprechenden neurobiologischen Änderungen im Gehirn.

Kommentar von Midnight1999 ,

Ich stopf meinen Körper nicht mit Medikamenten voll, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt.

Antwort
von kevin1981, 54

Ich würde Nein sagen, aber ich sehe keinen Sinn sich überhaupt zu ritzen. Man fügt sich nur Schaden zu und am Ende wenn man älter ist denkt man warum war ich früher so? 

Kommentar von Midnight1999 ,

Glaub mir, ich hab darin früher auch keinen Sinn gesehen. Aber irgendwann kommt halt der Punkt, an dem man nicht mehr kann. Ich weiß, unter "nicht mehr können" kann man sich alles und nichts vorstellen, aber es ist nunmal die beste Beschreibung.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten