Ritalin / Methylphenidat erfahrungsberichte?

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10 Antworten

Für Nicht-Betroffene von ADHS (Missbrauch) unbrauchbar, da unangenehm aufputschend bis hin zu Panikattacken bei falscher Dosierung. Und suchtfördernd.

Bei Betroffenen oft sehr hilfreich, aber ohne Psychotherapie nicht so wirkungsvoll wie es sein könnte. Die Non-Responder-Rate ist mit 25% recht hoch.

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Ich nehme Mph jetzt ca. 6 Monate lang. Am Anfang hatte ich starke Nebenwirkungen wie einen sehr hohen Puls oder auch ein kleines hight. Dies verging jedoch relativ schnell.

Mph hat mir enorm bei meinem ADHS bzw. bei den Konzentrationsstörungen geholfen. Allerdings nehme ich nicht die retariderte Version, da mich das Medikament einfach zu sehr "auf den Boden hohlt".

Unter dem strich sicher empfehlenswert wenn eine AD(H)S Symptomatik vorliegt.

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Ritalin hat seine Daseinberechtigung als Medikament für ADHS. Da ist es durchaus sinnvoll und hilft sehr gut. (Soweit der Bericht eines engen Freundes der unter ADHS leidet und deshalb eigentlich ständig Tabletten dabei hat)

Bei Leuten die es nicht nötig haben, da sie nicht an einer Krankheit leiden die die Einnahme rechtfertigt ist es ein komisches Zeug. Hab es  selbst nicht genommen, aber kenne Leute die es einfach so genommen haben und die es als "Gleich einem starken Kaffee" beschrieben haben. Denke aber wenn man mehr als ne normale Dosis nimmt könnte es schon gut aufputschen.

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Ja, etwa 2-3 Wochen und eigentlich ging es von der Wirkung her. Ich konnte mich viel besser konzentrieren, das war gut, aber die Nebenwirkungen und allgemein das 24/7 neben der Spur sein war einfach viel zu viel für mich, dann hab ich es irgendwann nicht mehr genommen und geschauspielert dass es hilft vor meinem Arzt.

Ich würde lieber Kokain nehmen, obwohl ich eher ein Fan von Amphe bin.

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Kommentar von Getter5
01.05.2016, 01:01

Danke für deinen Bericht

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Hi,

ich nehme Ritalin bzw. Medikinet (Ritalin von einem anderen Hersteller) jetzt schon seit 17 Jahren und mir hat es sehr geholfen.

Das Wichtigste zuerst: Solltest du kein ADS/ADHS haben dann lass bloß die Finger davon, denn sonst schadet es dir nämlich wirklich.

Wenn doch, dann kann ich es dir nur empfehlen.

Du brauchst aber auf jeden Fall einen guten Artzt, also einen ADS/ADHS Spezialisten, der dich richtig beraten kann. Denn sonst wirst du keine guten Erfahrungen damit machen.

Auch hängen Dosis und Einahmezeit stark von Dir und deinem Gefül mit der Wirkung ab. Darauf solltest du achten und es mit deinem Artzt besprechen.

Zb. ist meiner Meinung nach Ritalin nichts für den Sozialen Bereich, da es dich leider sehr stark dämpft. Deshalb solltest du es nur zum lernen verwenden und nicht wenn du feiern gehst ;)

Ich musste vieles für mich selbst herausfinden, was ein echt langer Weg war.

Aber als ich es dann richtig verwendet hatte, habe ich mich von einem echt schlechten Hauptschulabschluss (+/- 4)  bis zum Abitur mit Abschluss 1,7 hochgearbeitet und studiere heute Informatik.

Mein Fazit: Wenn du gelernt hast mit den Nebenwirkungen umzugehen ( zb. Appetittlosigkeit, negative Emotionen, Schlafstörungen ), dann wird es dir sehr helfen und dich weit bringen. Aber nochmal du brauchst dafür einen Spezialisten und kein xbeliebigen Hausartzt, das ist das aller Wichtigste.

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Ich habe mph gut ein Jahr genommen und hatte nur so in der ersten Woche Kopfschmerzen. Ich habe aber von meinem Arzt den Tipp erhalten Traubenzucker zu essen, weil das hilft. Das habe ich dann gemacht und dann verschwanden die Kopfschmerzen.

Ansonsten hat es geholfen mich zu fokussieren und meine Umgebung viel detaillierter wahrzunehmen (auf ganz vielen Ebenen). Außerdem wurde ich auch viel weniger zappelig.

Lustig, frech und eigensinnig bin ich geblieben.

Ich bin dann nur auf ein anderes Medikamente umgestiegen, welches kein Methylphenidat, sondern Lisdexamfetamindimesilat enthält, weil die Wirkung länger anhält.

Da gilt bei der Wirkung genau das selbe.
Ich hatte davon aber keine Kopfschmerzen. Ich konnte nur in den ersten Tagen schwer einschlafen, was ich aber rasch gelegt hat. Geblieben ist die Nebenwirkung, dass ich kaum Hunger oder Appetit habe. So vergesse ich manchmal das Essen. Abends sobald die Wirkung nachlässt, kommt aber der Hunger und Appetit zurück, so dass ich das versäumte essen nachholen kann.

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Kommentar von einfachichseinn
01.05.2016, 01:32

mit welcher Begründung hat meine Antwort jetzt einen downvote bekommen?

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Wenn man MPH schon mit einer illegalen Substanz vergleichen sollte, dann eher mit Speed statt mit Kokain. Ist vom Körpergefühl her nämlich sehr ähnlich zu Dexamphetamin; Nur weniger "flauschig". 

Ich bin seit einem halben Jahr auf MPH eingestellt und mir hilft es enorm gegen meine Probleme, die als ADS klassifiziert werden. ^^

Ich kann mich wieder konzentrieren und fühle mich nicht mehr nur wie ein passiver Beobachter in meinem Leben. 

Aber natürlich sollte klar sein, dass Amphetamine in jeglicher Form auf Dauer über die Jahre starke Risiken mit sich bringen, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen.

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Kommentar von Getter5
01.05.2016, 02:07

Danke

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Ritalin ist ein Antidepressiva, macht auf Dauer abhängig und hat gefühlt 100 verschiedene Nebenwirkungen. Kannst dir ja mal den Beipackzettel im Internet angucken^^

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Kommentar von einfachichseinn
01.05.2016, 01:29

Es ist weder ein Anti-Depressiva, noch macht es abhängig und Nebenwirkungen haben alle anderen Medikamente auch.

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Kommentar von einfachichseinn
01.05.2016, 02:11

Wenn du es missbrauchst. In den minimalen Dosen, die ein Arzt verschreibt, kannst du nicht abhängig weden.

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Kommentar von Arogancki
01.05.2016, 11:18

Ihr könnt mir alles Erzählen was ihr wollt. Ritalin ist ein Antidepressiva, informiert euch doch mal bei eurem Arzt oder so..

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Kommentar von thxii
01.05.2016, 18:25

Methylphenidat hemmt die Funktion vonTransportern für die Neurotransmitter Dopamin undNoradrenalin. In seinem Wirkungsmechanismus hinsichtlich der Blockade der Dopamintransporter(DAT) ähnelt es dem Kokain.  Diese Transporter sitzen in der Zellmembran derpräsynaptischen Nervenzelle und dienen einer schnellen Wiederaufnahme der Neurotransmitter aus dem synaptischen Spalt. Infolge der Wiederaufnahmehemmung (Reuptake-Inhibition) ist die Konzentration dieser Neurotransmitter erhöht und länger andauernd. Dies führt zu erhöhtem Signalaufkommen am Rezeptor und unter anderem zu einer Erhöhung des Sympathikotonus. In geringem Maße sorgt Methylphenidat für die Freisetzung vonKatecholaminen, die große Erhöhung der Dopaminkonzentration wird aber in erster Linie durch Wiederaufnahmehemmung erreicht. Methylphenidat zeigt außerdem eine Affinität zum Serotonin-Rezeptor 5-HT1A und 5-HT2B (Das heißt eine Antidepressive Wirkung ist allenfalls eine je nach Person unterschiedliche Gegebenheit). Eine Wirkung als Agonist konnte jedoch nicht nachgewiesen werden.

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Als Kind sollte ich es nehmen, aber ich bin darauf nicht klar gekommen (schwitzen, Übelkeit Tunnelblick usw..), deswegen habe ich es damals vor 10 Jahren nach gut 2Wochen mit Einverständnis der Eltern abgesetzt. Seitdem gleiche ich mein Adhs mehr oder weniger erfolgreich mit Sport aus.

Alles in allem finde ich es nicht in Ordnung, dass man Kindern und Jugendlichen Substanzen verabreicht die in die Hirnchemie eingreifen.

Meine Meinung

LG Thxii

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Kommentar von 000111222333444
14.05.2016, 20:10

Gerechtfertigte und fundierte Meinung; Keine Frage. Nur würde ich noch zwischen freiwillig und unfreiwillig unterscheiden, denn ein kleines Kind kann sich nicht gegen solche Entscheidungen der Erwachsenen wehren (meistens jedenfalls nicht); Ein Jugendlicher, der seine Meinung vertreten kann hat es da leichter. LG

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