Ritalin - Hilfe oder Tod?

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5 Antworten

Menschen mit ADS und ADHS haben Probleme sich zu konzentrieren bzw. sich auf eine Sache zu konzentrieren, deshalb bekommen diese Patienten dieses Medikament verschrieben. Ich nehme es schon seit 8 Jahren, wenn ich zur Schule bzw. Univorlesung gehe. 

Ich bin sehr froh, dass ich es verschrieben bekommen habe und würde es auch jedem ADHS Patienten empfehlen. Bei nicht ADHS Patienten ist es ja anders, da wirkt es nicht so gut. 

Klar Depressionen und Selbstmordgedanken hatte ich auch ab und zu, ich würde es aber nicht auf die Medikamente schieben, sondern eher auf mein Umfeld, welches ich während meiner Schulzeit ertragen musste.  

Vor allem war das lernen in der Schule deprimierend, wenn man Dinge lernen musste, welche einem überhaupt nicht interessiert hatten. Im Studium ist es wiederum anders, ich muss nicht mehr so viele Dinge wie z.B. Religion, Französisch, BWL, VWL lernen, was mich überhaupt nicht interessiert hat. 

Wie die Dosierung ist, kommt auf die Person an. So nehmen manche nur 10-20mg und andere wiederum 30mg-60mg pro Tag. Wenn man zu viel Ritalin nimmt, merkt man das auch. Man kann sich zwar sehr gut konzentrieren, aber man fühlt sich auch etwas benommen. Die Wirkung von Ritalin hält für ca. 3-4h. Wenn man aber die richtige Menge einnimmt, dann fühlt man sich ganz normal. Eine evtl. positive Nebenwirkung von Methylphenidat ist, dass es das Hungergefühl minimiert. So isst man über den Tag weniger, als wenn man kein Methylphenidat konsumieren würde. Man ist auch etwas zurückhaltend, wenn man auf Ritalin ist, man redet somit nicht mehr so viel. Dementsprechend meldet man sich auch nicht mehr so oft im Schulunterricht, was aber auch stark von der Person abhängt. So hat es zwar den Vorteil, dass man sich besser konzentrieren kann, aber die Epochalnote zu mindestens in der Schulzeit etwas darunter leidet.

Man muss natürlich einige Dinge beim einnehmen von Ritalin und Co. beachten, z.B. dass man es nicht mehr kurz vorm einschlafen nimmt. Man kann dann kaum noch schlafen, da dass Hirn die ganze Zeit "weiterarbeitet". Man muss auch beachten, dass man vor der Einnahme von Ritalin nichts essen und bei der Einnahme von Medikinet etwas essen sollte, da die Kapselbeschaffenheit unterschiedlich ist. Sonst wird der Wirkstoff zu schnell oder zu langsam freigesetzt und der gewünschte Effekt bleibt aus.

Methylphenidat hilft einem, sich besser auf die Arbeit bzw. aufs lernen zu konzentrieren. Man lässt sich nicht so einfach durch störende Nebengeräusche ablenken, was im Schulunterricht ja öfters vorkommt, z.B. wenn Schüler hinter einem reden.

An Methylphenidat kommt man nur mit Hilfe einer ärztlichen Verschreibung, aber es gibt auch nicht so legale Methoden, wie z.B. das Darknet. Die Preise von Methylphenidat im Darknet sind enorm, aber wofür braucht man das verschreibungspflichtige Methylphenidat, wenn es auch das einfach zu erhältliche und mit Methylphenidat verwandte Ethylphenidat gibt. Ethylphendat ist wie Methylphenidat und kann man einfach in RC-Onlineshops kaufen. Ich denke dass viele Studenten auch evtl. auf diesen Wirkstoff ausweichen.

Fazit: Ich bin sehr dankbar, dass ich Methylphenidat verschrieben bekommen habe. Früher in der Grundschule hatte ich enorme Probleme, was sich mit der Einnahme des Medikamentes minimierte bzw. kontrollieren lies. Nun habe ich sogar mein Abitur und studiere sogar. Methylphenidat eröffnet einem ADHS Patienten Türen und das erreichen großer Ziele ist leichter möglich. 

Nach meiner Meinung sollte man, wenn man ein Kind mit ADHS hat, ihm die Möglichkeit geben, Methylphenidat (Wirkstoff von Ritalin und Co.) auszuprobieren. Es gibt schließlich sehr viele Eltern, welche strikt gegen die Verschreibung von Ritalin sind, aber nur weil diese noch keine Erfahrung damit haben und sich sogar evtl. durch schlechte Mundpropaganda fehlleiten lassen.

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Kommentar von john201050
21.09.2016, 19:17

metylphenidat aka ritalin wirkt bei allen menschen gleich.

es ist einfach "nur" ein amphetamin und spielt etwas mit der biochemie in deinem gehirn. und auch in dem von allen anderen menschen. und zwar immer genau gleich.

wer vorher einen mangel hatte, der kann den mit ritalin evtl. ausgleichen. wer keinen mangel hat, der kommt über das basis-level.

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Ich habe es verschrieben bekommen. Aufgrund einer anderen Erkrankung die damals nicht bekannt war, war ich anstrengend. Folglich habe ich ritalin bekommen. Meine Leistungen waren nicht besser, aber ich konnte mich besser konzentrieren. Gefühlt ging einfach mehr . allerdings habe ich mich eingesperrt gefühlt in mir selbst. Ist etwas schwer zu erklären, aber ich konnte Wut z.b gar nicht mehr rauslassen. Die hat nur in mir drinne getobt wie ein Tiger im Käfig. Irgendwann habe ich das nicht mehr ertragen und es abgesetzt. Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Übelkeit, Herzrasen das alles kam auf mich zu. Dannach habe ich medikinet bekommen. Im Prinzip was ähnliches,nur das diesesmal auch meine Leistung deutlich besser wurde. Nach einer Zeit musste ich leider auf concerter wechseln. Wieder das seine Spiel wie mit dem ritalin. Gefühlt gab ich 110% aber keine leistungs Steigerung in den Noten. Auch das Gefühl eingesperrt zu sein kam wieder. Dazu fühlte ich mich ständig unwohl und hatte eine art tunnelblick. Rückwirkend bin ich echt sauer das ich das alles nehmen musste. Ritalin war nur der einstieg. Ich habe auch in Kliniken niemanden getroffen der gelogen hat um es zu nehmen zu können. Die Meisten wollten es nicht. Es spielt einem vor mehr zu können, es bietet dir Konzentration, und das Gefühl alles machen zu können. Es räumt deinen Kopf auf. Aber am Ende merkt man das es wie eine herrische haushaltshilfe ist die den Dreck nur unter den Teppich fegt. 

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Kommentar von Sacrilon
20.09.2016, 23:25

Vielen Dank für deine ausführliche Erläuterung. Hattest du nach den Absetzen von Medikinet auch solche Nebenwirkungen? Wie lange dauern die Nebenwirkungen eigentlich an? Wenn Medikinet besser als Ritalin war, weshalb musstest du dann umsteigen bzw. warum hast du es nicht wieder genommen?

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Ich habe es mal als Droge konsumiert, also nur zum Spaß und nicht zur Leistungssteigerung, gegen ADS/ADHS o.ä.

Bekommen haben wir es von jemand, der es für sein ADS verschrieben bekommen hatte, aber das Medikament bereits abgesetzt hatte.

Die Wirkung lässt sich irgendwo zwischen Pep (Amphetamin) und Ecstasy (MDMA) einordnen. Das Wirkungsspektrum zog sich von Euphorie über Wachheit, Stimmungsaufhellung, verstärkte motorische Aktivität, Rededrang bis zu leichten empathogenen Effekten, Gedankensprüngen und einer inneren "Geladenheit", welche zu kribbeln in den Gliedmaßen führte.

Die Dauer der Wirkung war nicht allzu lang, nur ca. 2-3h mit ca. 3h Afterglow.

Kurzzeitnebenwirkungen hielten sich in Grenzen im Vergleich zu anderen Drogen wie Pep oder Teile:
kurze Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, erweiterte Pupillen, leicht erhöhter Puls und Blutdruck.

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hab das mal zum lernen genommen.

hatte es von jemanden der jemanden kannte usw.

ja, es hat mir geholfen. hauptsächlich meine faulheit zu überwinden und nicht nach 5 minuten den stift weg zu legen. "schlauer" wurde ich nicht.

nichts was man mit der richtigen dosis! eines geeigneten anderen amphetamins nicht auch hin bekommen könnte.

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Ich würde dir davon abraten. Jetzt mal unabhängig von der Suchtgefahr:

Ich habe das auch genommen um meine Leistungen zu verbessern. Ich habe zwar ADS, aber habe oft mehr genommen, um voll dabei zu sein (10mg <-> 30mg alle 2 Tage). Das hat auch soweit ganz gut funktioniert. Bis ich es abgesetzt habe. Eine Zeit lang war ich komplett neben der Spur und hatte wahnsinnig starke Konzentrationsprobleme, welche sich in meiner Arbeitsleistung wiedergespiegelt haben. Gepaart war das mit extremen Depressionen und Selbstmordgedanken. Mitlerweile ist es schon besser, aber manchmal spüre ich noch die Nachwirkungen.

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Kommentar von Sacrilon
20.09.2016, 23:26

Ich habe nicht vor so etwas zu nehmen :) D.h. die Nebenwirkungen können sich auf einen langen Zeitraum (über mehrere Monate) erstrecken?

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