Frage von makingfrvr, 84

Riss im huf- was ist das?

Habe das heute bei meinem pony entdeckt was ist das?

Antwort
von WesternCalimero, 50

Ein Querriss kann verschiedene Ursachen haben.

Einerseits kann es sich um ein aufgegangenes Geschwür handeln, andererseits kann es aber auch ein Kronentritt gewesen sein.

In Deinem Fall tippe ich eher auf einen Kronentritt, denn das was darüber nachwächst verrät so einiges. Erstens gab es kurz danach ein verdichtetes Wachstum, was für einen Reparaturprozess spricht. Zweitens wächst in der Mitte eine Bahn Hufhorn, die leicht höher ist, als der Rest des Hufes. Damit scheint im Kronenrand ein leichter Defekt vor zu liegen. Der Riss ist erst später entstanden, denn er ist nicht parallel zum Kronenrand, sondern beginnt an der schadhaften Stelle in der Mitte und endet im verdichteten Wachstum.

Ändern kann man das nicht. Es wächst heraus (etwa 6-7 Monate). Damit kann man ganz normal reiten.

Was danach passieren kann, ist das der Huf zu einem Windriss in der Mitte neigt. Dann sollte der Hufschmied die Hufe etwas senkrechter stellen und vorne abflachen. Keinesfalls die Trachten kürzen - das macht es noch schlimmer und belastet die tiefe Beugesehne, die Hufrolle und die Fesselträger.

LG Calimero

Kommentar von makingfrvr ,

Sie ist schon 35 und ihre Hufe sind nicht mehr die besten und wachsen sehr langsam. Sie wird auch nicht mehr geritten:)

Expertenantwort
von Baroque, Community-Experte für Pferde, 41

Da war vermutlich zu dem Zeitpunkt, als sich das Horn gebildet hat, eine Verletzung am Kronsaum, sodass hier schwächeres Horn gebildet wurde oder sich gleich das so gebildet hat, aber dann hättest Du es sicher früher entdeckt. Vielleicht hat sich auch ein Abszess hier eröffnet, wäre aber bestimmt mit vorhergehender Lahmheit verbunden gewesen. Generell ist die Hufsituation deines Ponys nicht die beste - ich würde die Faktoren Hufbearbeitung und Fütterung / Stoffwechsel mal dringend einer Prüfung unterziehen, da gibt es auf alle Fälle Optimierungspotential.

Kommentar von makingfrvr ,

Sie ist schon 35 das habe ich vergessen zu erwähnen sie wird auch nicht mehr geritten und hat athrose und alles. Sie bekommt schon alles mögliche an futter und der TA schaut regelmäßig nach ihr aber das am Huf ist mir wie gesagt vorhin erst aufgefallen. Ich denke das es vielleicht eine Verletzung al Kronrand war die nun rausgewachen ist

Kommentar von Baroque ,

Das Alter hat damit jetzt nicht so viel zu tun, dass den Hufen deutlich was fehlt ;-)

Was mich wundert bei dem Gedanken an eine Kronsaumverletzung ... die wäre Dir sicher noch im Kopf, bei dem Ausmaß, das sie gehabt haben muss.

Mit 35 und Arthrose sollte sie meist nicht "alles mögliche an Futter" bekommen, sondern Heu (bzw. wenn die Zähne nicht mehr mitspielen, Heucobs), Mineralfutter und paar Hagebutten. Evtl. noch Medikamente für die Arthrose. "Alles mögliche" klingt so nach viel verschiedenem, von dem die Hälfte meist nicht so zielführend ist.

Gut, die Frage ist, was Du jetzt mit einer Änderung noch erreichst, das ist ja eh ein gutes Alter und bis eine Futterumstellung wirklich wirksam wird, dauert das lang.

Wenn ich natürlich das Huffoto so ansehe, das ja nicht so viel spricht, weil es nur ein Ausschnitt ist, dann waren da viele Umstellungen in den letzten Monaten.

Kommentar von makingfrvr ,

Mit "alles mögliche" meine icj nicht mal das mal das. Sie bekommt Heu und steht 24/7 auf der Koppel also hat rund um Gras zu verfügung. Dazu bekommt sie noch Müsli und Heucobs da sie das Heu nicht mehr so verwerten kann und ab und zu Mais Karotten Äpfel.

Kommentar von Baroque ,

Müsli, Mais, Karotten und Äpfel können durchaus mitschuld sein dran ... und meist bringt man damit den alten Exemplaren nicht mehr auf die Rippen, sondern nur mehr Muskeln weg, weil das alles mit seinem enormen Zuckergehalt dem Darmstoffwechsel schadet. Das ist daher alles mögliche ungesunde Zeug.

Zum Vergleich: das ist wie wenn man für einen alten Menschen einkaufen geht, weil er nicht mehr mobil ist und ihm partout nur wenig gesundes mitbringt, sodass er die viele Schokolade und die Bonbons, die man gekauft hat, essen muss, damit er nicht verhungert - damit erleichtert man ihm das Leben im Alter nicht, sondern macht ihn zu seinen Altersbeschwerden noch zuckerkrank.

Aber gut, es scheint ein robustes Exemplar zu sein, wenn es damit 30 wurde ;-)

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