Frage von Maximilianfreak, 72

RiesterRente Klassik mit monatlichen Beitrag von 158,75€ kündigen oder noch sinvoll?

Hallo,

immer wieder höre ich von Kollegen und älteren Menschen, dass die RiesterRente gescheitert ist. Ich bin 19 Jahre alt und Angestellter.

Stimmt das?

Ich zahle monatlich 158,75€ in diesen RiesterTopf ein, damit ich die Zulage vom Staat bekomme.

Aber lohnt es sich überhaupt noch?

Kann mir jemand gute Argumente liefern?

Mein Bank-Mensch sagt mir nur, ich soll nicht kündigen und es gäbe in absehbarer Zeit keine Einheitsrente. Natürlich sagt er das, da er ja auch davon profitiert, Vertragsabschluss usw.

Bitte um Rat.

Antwort
von kevin1905, 40

immer wieder höre ich von Kollegen und älteren Menschen, dass die
RiesterRente gescheitert ist. Ich bin 19 Jahre alt und Angestellter.

Nein ist sie nicht. Aber es gibt eben gute und schlechte Verträge. Es gibt bedarfsgerechte Angebote und bedarfswidrige.

Ich zahle monatlich 158,75€ in diesen RiesterTopf ein, damit ich die Zulage vom Staat bekomme.

Damit bist du ja fast am Höchstbetrag.

Gehe ich also recht in der Annahme, dass du letztes Jahr 51.475,- € verdient hast. Dementsprechend hast du neben der Zulage von 154,- € (354,- € im ersten Jahr) auch noch einen entsprechend hohen Steuervorteil durch die Beiträge (über 500,- € p.a.).

Mein Bank-Mensch sagt mir nur, ich soll nicht kündigen

Eine Kündigung ist auch nicht sinnvoll, es ist ein realisiertes Verlustgeschäft, völlig ohne Not.

Dir stehen bei Rentenbeginn mind. die Summe deiner gezahlten Bruttobeiträge und die erhaltenen Zulagen zur Bildung einer Rente zur Verfügung.

Außerdem

  • Welche Alternative hättest du denn ins Auge gefasst um der Thematik Altersarmut zu begegnen?
  • Wie hoch war dein Einkommen 2015? Wie hoch ist es dieses Jahr?
  • Was sind deine finanziellen Ziele kurz-, mittel- und langfristig?
  • Warum wurde dir seinerzeit zu einem Riestervertrag geraten?
  • Hast du deine Arbeitskraft abgesichert (Stichwort: Berufsunfähigkeitsversicherung)?
Kommentar von archibaldesel ,

Sehr gute und umfängliche Antwort. Ich würde wünschen, jeder Berater wäre so gut im Thema.

Kommentar von Maximilianfreak ,

Alternativen wären Gold, Tagesgeldkonto und Fond Sparpläne gewesen. Gehalt ist das selbe wie 2015. Warum? einfach so. Und BU habe ich auch

Kommentar von Dickie59 ,

Na dann nutze doch die Alterntiven, wenn du denkcst, das das bisherigen Produkt nicht zu dir passt.

Antwort
von MAB82, 38

Man kann nicht pauschal sagen ob die Riesterente schlecht oder gut ist. Es hängt individuel von den persönlichen Lebensumständen des Einzelnen ab.

Viele Verträge sind heute nicht mehr rentabel, weil beim Beschluss damals niemand eine jahrelange 0%-Politik kommen sehen hat.

Mit 19 hast du die Rente ja sicher noch nicht sehr lange, ob du sie aufgeben solltest um eine Alternative zu wählen, kann dir eigentlich nur ein unabhängiger Berater sagen, der deine persönliche Lage kennt.

Den YoutubeLink von derAntwort von "AntwortMarkus" solltest du dir mal in ruhe anschauen, den hätte ich sonst auch gepostet.

Antwort
von JTKitzel, 35

Wenn du dir den Beitrag bisher locker leisten konntest, würde ich die einfach laufen lassen. Den Großteil der Gebühren hast du bereits bezahlt (fallen in den ersten 5 Jahren an). Daher wäre es unschlau, sie jetzt zu kündigen. Lass dir von deinem Banker ausrechnen, wie hoch später die zu erwartende Rente aus dem Riestervertrag ist und wie hoch deine persönliche Rentenlücke ist. Dann wirst du sehen, dass ein Riestervertrag durchaus Sinn machen kann (nicht immer, aber oft).

Ansonsten hast du bei Riesterverträgen auch die Möglichkeit, die Besparung runter zu setzen oder sogar beitragsfrei zu stellen. Somit bleibt das angesparte Kapital (bis auf Kursschwankungen falls Wertpapiere drin sind) erhalten und du verlierst nicht die bereits gezahlten Gebühren (siehe oben).

Kommentar von constein ,

Riester ist ein Förderprodukt und nur zum Sparen nicht
geeignet. Nur die Kombi mit optimaler Förderung (Kinder) und geringes Einkommen
ist eventuell mit der richtigen Anlage ok. Dazu hat das Produkt zu viel Kosten
bzw. geht zu wenig Geld wirklich in die Überschüsse, da die Garantie verlangt
wird. Jede private Anlage erwirtschaftet im Alter für einen jungen Menschen mehr
Geld zum Leben. Dabei sind steuerliche Vorteile und Nachtelle(Rentenbezug)
berücksichtigt. Wir reden hier nicht über 2,50€ sondern über mehrere 10.000€.
Gerade jungen Menschen haben noch viele Jahre zum Sparen.

Einfach so wegen den Abschlusskosten weiter machen???

Antwort
von constein, 20

Hallo, Riester macht Sinn, wenn für dich ein Vorteil ersichtlich wäre. Mit 19 und 158 € Beitrag ist doch nicht ok?! 4 % vom deinem Bruttolohn minus 154€ ist der nötige Beitrag, um die volle Förderung zu bekommen. Der Staat verschenkt kein Geld. Im Alter muss alles voll versteuert werden. Um den richtigen Vorteil zu bekommen sind Kinder ein großer Vorteil. Dabei bitte aber muss aber auch die Anlage des Sparbetrages sinnvoll sein. Klassik sagt mir in verzinslicher Anlage. 3% Überschusszins sind für eine Altersvorsorge nicht zu gebrauchen. Die Inflation( 2% p.a.) des Geldes und die Kosten in dem Produkt( Abschluss und Verwaltungskosten) bleibt nichts für eine Gewinn für dich über. Auch sollte ein junger Mensch über sein Geld jeder Zeit verfügen können. Was nützt dir heute ein Vertrag auf Rente in über 40 Jahren, wenn du in finanzieller Notlage nicht auf das Ersparte zugreifen kannst. Das Produkt ist für dich , aus meiner Sicht, ungeeignet.
Er gibt bessere Möglichkeiten Geld zu sparen und daraus auch ein Gewinn zu bekommen. Lass dich unabhängig beraten. Finanz- und Versicherungsmakler sollten eine gute Adresse sein. Etwas zu sparen fürs Alter mit 50€  und die flexiblen Nutzung einer modernen Rentenversicherung sollten in deinem Alter ausreichend sein. Denn in den modernen Produkten kannst zuzahlen , aber auch Geld entnehmen. Meine Emfehlung Riester platt machen.Viel Glück. constein

Antwort
von archibaldesel, 38

Genau, Vertragsabschluss. Danach ist ihm eigentlich egal, ob du kündigst oder nicht.

Man kann nicht pauschal sagen, dass die Riesterrente gescheitert ist. Es kommt drauf an, welche Vertragsform du gewählt hast. Reine Fondslösungen waren, wie nahezu alle Aktienfonds, in den letzten Jahren hochprofitabel.

Eine Versicherung hingegen hat es im Moment schwer. Da es kaum noch Zinsen gibt, ist eine positive Wertentwicklung schwer.

Wenn du kündigst, musst du alle erhaltenen Prämien zurückzahlen, das ist dir klar, oder?

Kommentar von kevin1905 ,

Beim Wort "Klassik" würde ich davon ausgehen, dass hier keine Fonds irgendwie involviert sind.

  • Bliebe also eine Versicherung im Überschussmodell, keiner weiß zu welchem Rechnungszins abgeschlossen.
  • Oder ein Bausparvertrag (unwahrscheinlich, dann würde der Terminus irgendwo in der Frage auftauchen)
  • Oder ein Banksparplan

Daher auch meine Rückfragen in meinem Beitrag.

Im Bankenvertrieb sehe ich oft noch den Ansatz des reinen Produktverkaufs, nicht immer bedarfsgerecht. Echt ärgerlich.

Antwort
von Lionrider66, 40

Ich gehe mal davon aus, dass du den Vertrag schon länger hast. In dem Fall wäre es Blödsinn, diesen zu kündigen. In der jetzigen Lage ist ein alter Vertrag mit festgeschriebene Verzinsung Gold wert.

Antwort
von AntwortMarkus, 25

Wenn du später weniger Rente bekommst als die GrundRente dann wird die Riester Rente mit der Aufstockung bis zur Höhe der Grund Rente verrechnet.

Wer also später wenig Rente hat der hat nichts von der Riester Rente 

Wer später sowieso eine gute Rente hat der bekommt noch mehr oben drauf.

Siehe dir das Video an. Da wird es alles erklärt. 

Kommentar von kevin1905 ,

Eine Grundrente gibt es nicht.

Es gibt eine Grundsicherung nach SGB XII für Leute die bedürftig aber nicht arbeitsfähig sind, sei es wegen Alter, Erwerbsminderung, etc. und daher nicht unter das SGB II (Hartz IV) fallen.

Jede Art von Einkommen wird auf den Bedarf angerechnet, das ist korrekt. Zu 70% bis zur Hälfte der Regelbedarfsstufe I (aktuell 404,- € p.M.). Alles drüber wird voll angerechnet.

Einkommen ist u.a.(§ 82 SGB XII):

  • gesetzliche Rente
  • Rürup-Rente
  • Riester-Rente
  • betriebliche Altersvorsorge
  • private Altersvorsorge ohne Förderung
  • Kapitalerträge (Zinsen und Dividenden)
  • Mieteinkünfte
  • Unterhaltszahlungen
  • Arbeitseinkommen (z.B. aus Minijob oder selbst. Tätigkeit).

Der Politik ist dies bewusst und es wird drüber diskutiert die Restriktionen ein wenig zu lockern.

Das ist aber kein Argument gegen Riester sondern gegen Altersarmut und für zusätzliche Vorsorge.

Das Ziel von Altersvorsorge ist es, dass in der Kombination, z.B. bei einem ehemaligen Arbeitnehmer, gesetzliche Rente, betriebliche Altesvorsorge und ggf. privates eine monatliche Summe Netto steht, die über der Grundsicherung liegt.

Das ist auch sehr gut möglich bei der Mehrzahl der Leute, wenn man

  1. Die Thematik früh genug angeht
  2. Den Menschen bedarfsgerecht berät und betreut
  3. Nicht alles wieder kündigt, was man einst abgeschlossen hat. Wenn in deiner Bude der Wassehahn tropft, reißt du ja auch nicht das komplette Bad raus.
Kommentar von AntwortMarkus ,

GrundRente oder Grundsicherung. Nenne es wie du willst. Alters Armut verhindert Riester schon deshalb nicht weil es auf die Armutsrente voll angerechnet wird.

Du hast in jungen Jahren durch Riester weniger Geld durch die Beiträge umd im Alter freut sich der Staat das du so dumm warst und er weniger für dich aufkommen mußt. 

Kommentar von kevin1905 ,

Du hast meine Antwort entweder nicht verstanden oder nicht gelesen.

Nicht Riester wird angerechnet, weil es Riester ist, sondern jedes Einkommen wird angerechnet, weil es Einkommen ist. Und Einkommen reduziert die Bedürftigkeit.

Mit der Argumentation müsste man auch Leuten sagen, sie sollen nicht in die gesetzliche Rente einzahlen, da ja dadurch ihr Anspruch auf Grundsicherung sinken würde.

Aber das wäre ja gehirnamputiert, macht keiner.

Es gibt Fälle in denen es tatsächlich einfach zu spät ist. Wenn man mit 50+ erst anfängt und immer Geringverdiener war, wird man an der Grundsicherung nicht vorbei kommen, da kann man machen was man will. Solchen Leute sage ich das aber auch und dränge die nicht in Verträge, damit ich mal 500,- € Abschlussvergütung abgreife.

Aber der Fragesteller ist 19 und zahlt monatlich knapp 160,- € in eine Altersvorsorge ein. Rechne das mal durch (Zinseszinseffekt). Grundsicherung wird für ihn vermutlich nie ein Thema, es sei denn er wäre der totale Vollhonk in seinem Job und im Leben allgemein...

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Sry aber du versuchst hier etwas schön zu reden das man nicht schön reden kann.

Riester bringt denen was die viel verdienen und sonst niemandem etwas. (also außer der Versicherungswirtschaft) 

Warum? Ganz einfach, weil die Verwaltungskosten usw. 10 mal so hoch sind wie die der umlagefinanzierten Rente. 

Nicht umsonst gibt es diese tolle Zitat von Maschmeier das jedem die Augen öffnen sollte.

Kommentar von kevin1905 ,


Riester bringt denen was die viel verdienen und sonst niemandem etwas. (also außer der Versicherungswirtschaft) 

Was heißt "viel". Ab wenn verdient ein Mensch "viel"? Wenn er über 53.000,- € Bruttoeinkommen hat, wird ihm Riester auch nicht mehr viel bringen, weil er dann beim Höchstbetrag von 2.100,- € angekommen ist, aber wohl immer noch eine Versorgungslücke hat.

Da gibt es andere Optionen.

Die Versicherer wollen übrigens teilweise ihre Bestände loswerden, aufgrund der früher höheren Rechnungszinsen vergangener Tage. Da liegen Tausende Riester-Verträge mit Garantiezinsen von 2,75% und 2,25% Rechnungszins in den Beständen, dazu noch klassische Lebens- und Rentenversicherungen mit 4%.

Also über jede Kündigung eines solchen Altvertrags freut sich der Versicherer, da er das Leistungsversprechen (Langlebigkeitsrisiko) dann nicht mehr erfüllen muss.

Was aber dann aus dem Menschen wird verrät hier keiner. Ebenfalls verrät hier keiner wie er konkret dem Fragesteller in seiner Situation helfen würde. Es ist das Runterbeten von Im Internet und in den Medien kursiernder Halbwahrheiten.

Meinungen kann man diskutieren, aber das interessiert mich weniger. Mich interessiert was macht für den Fragesteller Sinn und unter den uns mitgeteiliten Informationen kann ich aktuell nur sagen: Vertrag so belassen und weiter bedienen.

Antwort
von Fielkeinnameein, 30

Hallo,

kommt drauf an wie viel du verdienst und natürlich ist die Riesterrente gescheitert. Du kannst ja mal die 40% der Bevölkerung fragen die 2000 Euro und weniger verdienen was denen Riesterrente bringt, nichts.

Mfg

Kommentar von kevin1905 ,

Bitte mal vorrechnen.

Und bitte die pauschale "Anrechnung auf Grundsicherung" Argumentation außen vor lassen. Jeder weiß, dass Einkommen angerechnet wird auf staatliche Transferleistungen.

Das Ziel einer Altersvorsorge, sei es Riester, betrieblich oder sonst wie, ist dafür zu sorgen, dass am Ende so viel Geld zur Verfügung steht, dass die Grundsicherung überhaupt kein Thema wird.

Da aber jeder Mensch anders ist in seinen Lebenszielen und seiner Erwerbsbiographie sind auch die Lösungen individuell.

Ich z.B. kann weder einen Riestervertrag abschließen (da ich nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahle) noch wäre er für mich sinnvoll.

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Das hat einfach was mit Hirn zu tun. Wenn man 2000 Brutto verdient und dann 43% des letzten Nettolohnes als Rente bekommt und Riesterrente auf staatliche Leistungen angerechnet wird, macht es 0 Sinn sich eine Riesterrente zu besorgen.

(da ich nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahle)

Womit wir schon beim Kernproblem wären. Wie können Leute über die Rente entscheiden die später keine bekommen? Das ist doch an Lächerlichkeit kaum zu überbieten.

Mal davon abgesehen, da sie in dem Gewerbe tätig sind, werden sie natürlich alles tun um die Riesterrente als doch nicht so schlecht darzustellen wie sie für den Normalbürger einfach ist.

Kommentar von kevin1905 ,

Dann rechne ich mal vor mit mir als fiktiven Arbeitnehmer und 2.000,- € Brutto. Inflation bleibt außen vor auf beiden Seiten.

  • 2.000,- € Brutto sind 1.379,- € Netto. Damit bin ich etwas unter Durchschnitt.
  • Bedeutet ich erarbeite mir jedes Jahr 0,66178 Entgeltpunkte.
  • Habe ich dies 45 Jahre getan habe ich 29,7791 EP.
  • 29,7791 EP entsprechen 906,77 € gesetzlicher Altersrente brutto.
  • Macht etwa 815,- € netto, damit wäre ich vermutlich gerade so drin in einem Anspruch auf Grundsicherung.

Jetzt schließe ich einen Riestervertrag in Form einer fondsgebundenen Rentenversicherung ab, ich bin heute 32.

  • Mein Monatsbeitrag beträgt 67,17 € für vollen Zulagenanspruch von 154,- €. Ich erhalte einen Steuervorteil von ca. 100,- € p.a.
  • Daraus ergibt sich je nach Anbieter und dessen Kosten ohne Fondsentwicklung, ohne Überschussanteile eine garantierte monatliche Rente von ca. 80 bis 100,- € (worst case).
  • Schlage ich die oben auf meine 906,- €. drauf wäre ich ja schon raus aus der Grundsicherung.
  • Steuerthematik nicht relevant, da ich auch inkl. Riester nicht in den Genuß komme Steuern zu zahlen.

Je weiter man versucht in die Zukunft zu extrapolieren, desto uneganuer wird man. Inflation, Gesetzgebung etc. lassen sich nur schwer voraussagen.

Aber wenn man nicht irgendwann mal irgendwo anfängt ist die Altersarmut das logische Ergebnis und ich denke im dem Punkt sind wir uns alle einig, dass man daran kein Interesse haben kann.

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Dann kannst du uns ja sicher auch ausrechnen wie alt man werden müsste, damit man das raus bekommt, was man eingezahlt hat und das ohne Berücksichtigung der Inflation oder einer evtl. Rendite von ein paar %.

Für den Normalbürger ist eine umlagefinanzierte Rente das einzig Vernünftige. Sry .. war .. 

Kommentar von kevin1905 ,

Die umlagefinanzierte Rente war niemals darauf konzipiert Lebensstandard zu erhalten. Von Beginn des Generationenvertrags 1957 war betriebliche und private Vorsorge vorgesehen.

Die Wertigkeit der drei hat sich etwas verändert. Demographie ist ein Themenpunkt darin, auch wenn dieser oft allein verantwortlich gemacht wird.

Rentenpolitik wurde über viele Jahrzehnte verschleppt und man hat sich auch mal aus der Rentenkasse bedient!

Wie lange es dauert, bis man sein eingezahltes Geld wieder raus hat, hängt vom Rentenfaktor ab. Es gibt einen garantierten und einen gemessen an Überschüssen.

Bei einer Versicherung werden zur Ermittlung dieser Werte Sterbetafeln herangezogen. Wie lange lebt ein Mensch statistisch. Und da Lebenserwartung steigt muss das eben berücksichtigt werden. Das gleiche Kapital muss länger halten.

Im o.g. Beispiel wären es 23,5 Jahre. Ergo bei Rentenbeginn mit 67 wäre ich vor meinem 91. Geburtstag im Plus. Werde ich so alt? Weiß ich nicht. Ist es wahrscheinlich, dass ich so alt werde? Ja. Statische Lebenserwartung liegt für mich bei etwa 87 Jahren. Der Rest ist Sicherheitsmarge für die Versicherung.

Kommentar von Fielkeinnameein ,
Ergo bei Rentenbeginn mit 67 wäre ich vor meinem 91. Geburtstag im Plus

Im Plus .. und jetzt noch mal das Alter mit Berücksichtigung der Inflation. Aber hey, wenn man beide Augen zu drückt werden bestimmt alle so alt das sich die Riester bei Ihnen lohnt xD 

Es redet auch niemand davon das die Rente den aktuellen Lebensstandard ermöglich soll. 

Ein umlagefinaziertes Rentensystem kann nicht kaputt gehen, wenn man es denn nicht kaputt macht. Dies hat Rot-Grün ja super hin bekommen. Demographie war nie der ausschlaggebende Punkt bei der Rente. Um das zu glauben muss man schon wirklich naiv sein. Wichtiger ist die Produktivität und die steigt jedes Jahr.

Und da Lebenserwartung steigt muss das eben berücksichtigt werden.

Natürlich natürlich. Oder man hofft das die meisten vorher das zeitliche segnen und die Versicherungen sich ne goldene Nase verdienen.  Was ja auch so ist.

Kommentar von Dickie59 ,

HAllo Fielkeinnameein,

Bevor du jemanden hier vorwirfst, das man Hirn haben muss, damit deine Betrachtungsweise zutrifft, muss man aber auch selber Hirn haben und in der Materie stehen. Gut, das dich jetzt Kevin informiert, wie was funktioniert. Zum Nachlesen gebe ich dir noch den Link:

Www.proriester.de

Beste Grüße

Dickie59 (der auch in diesem Gewerbe tätig ist)

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Toller Link. Besondern gefallen haben mir die Videos in denen Versicherungsvertreter ihre Riesterrente schön reden. 

Kevin hat mich über nichts informiert. Ich kenne die Thematik sehr gut und finde es widerlich wie man Menschen Versicherungen andreht die höchstwahrscheinlich keinen Nutzen haben werden. 

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