Frage von DSaahne, 97

Riesen Drama mit Familienversicherung?

Hallo ihr Lieben,

ich habe mal wieder eine etwas kniffligere Frage. Es geht um meinen Freund und sein Problem mit der Krankenkasse, bei dem ich ihm leider absolut nicht helfen kann^^

Folgender Sachverhalt: Er ist über seinen Vater bei der Krankenkasse X familienversichert und studiert noch offiziell bis mindestes 2017. Er hat von Januar bis März 2015 einen Job als studentische Hilfskraft bei der Firma A für monatlich 459€ gemacht. Hiervon wude nur in die Rentenversicherung gezahlt, sonst keine Abzüge. Zusätzlich hat er für sein Studium ein Praktikum bei Firma B von Februar bis April gemacht, bei dem er jeweils 400€ Aufwandsentschädigung erhalten hat (Steuerklasse 6,  keine Sozialversicherungen gezahlt). Die Krankenkasse A wies ihn im März daraufhin, dass er nur familienversichert wäre, wenn er durchschnittlich im Jahr nicht mehr als 405€ Brutto monatlich verdienen würde. Er erklärte, dass es sich bei dem Praktikum um eine Ausnahme handelte und dass er die 405€ monatlich 2015 durchschnittlich nicht übersteigen würde (alle Nachweise wurden eingereicht). Von Mai - August übte er lediglich einen kleineren Nebenjob mit maximal 400€ in Firma A aus (Gesamtbrutto bei Firma A waren 1368€ in 2015). Seit September fing er ein neues Arbeitsverhältnis bei Firma C an. Dort bekam er einen studentischen Rahmenvertrag und es sah so aus, als würde er ab Oktober über den Satz von 405€ kommen. Da er mit der Krankenkasse X sowieso sehr unzufrieden war, schloß er zum 1.10.2015 vorsorglich eine eigene Krankeversicherung bei Krankenkasse Y ab. Die Mitgliedsbescheinigung legte er seinem Arbeitgeber der Firma C pünktlich vor. Die Krankenkasse X informierte er ebenfalls im August über seine Kündigung dort, diese entgegenete jedoch, dass er noch mindestens bis Februar 2017 bei ihnen Mitglied wäre. Da es sich jedoch lediglich um eine Familienversicherung handelte und er keinen Zwang darin sah, dort "richiges" Mitglied zu werden, ignorierte er dieses Schreiben und blieb Mitglied bei der neuen Krankenversicherung Y, wo er alle Leistungen von Oktober an bezog (Krankenhausaufenthalt, Arztbesuche etc.). Das Arbeitsverhältnis in Firma C endete Ende Dezember 2015. Seit Anfang Januar hat er nun einen Vollzeitjob in Firma D, wo er ebenfalls die Bescheinigung der neuen Krankenversicherung Y eingereicht hat. Diese Woche stellte sich heraus, dass Firma C die Änderung der Krankenkasse leider damals nicht bei den Abrechnungen vermerkt hat. Somit gingen die Beiträge von Oktober - Dezember noch an Krankenkasse X, die sich natürlich nicht beschwerte, da sie in dem irren Glauben blieb, mein Freund wäre dort weiterhin Mitglied. Krankenversicherung Y beschwerte sich nun zurecht, dass keine Beiträge angekommen wären (die von Januar von Firma D waren heute leider noch nicht im System einsehbar) und forderte eine Kündigungsbestätigung zum 1.10., die er natürlich nicht einreichen kann. Außerdem haben sie seine Mitgliedschaft vorerst deaktiviert.

Fragen s. Kommentar

Antwort
von MenschMitPlan, 61

Wie hoch war denn der Verdienst im September?  War der schon über 450 € bzw. vorausschauend klar, dass kein Minijob vorliegt, so lag ab September bereits Pflichtversicherung (und keine Familienversicherung!) vor. Da er weiterhin erst mal im September bei der "alten" KV blieb, kann er nicht im Oktober schon zu einer anderen KV wechseln. Er bleibt für 18 Monate Mitglied dieser KV, dann kann er wechseln. Oder bei Beitragserhöhung.

Kommentar von DSaahne ,

Vielen Dank für deine Antwort ;)

Im August hat er 595€ verdient, im September 492€ (also durschnittlich lag es zu dem Zeitpunkt immer noch unter 405€ pro Monat) und es war klar, dass er ab Oktober wesentlich mehr kriegen würde und die durchschnittliche Grenze dann überschreiten würde (Der Job hatte eine freie Stundenanzahl und er wusste, dass er ab Oktober mehr Zeit hatte und somit mehr arbeiten konnte). Im Oktober hat er dann 935€ verdient.

Eine Rücksprache heute mit der Krankenkasse X ergab, dass die sich einbilden er hätte dort 18 Monate Bindungsfrist. Ich kenne jede Menge Leute, die sich nach der Familienversicherung selbst eine neue KK gesucht haben und dies einfach nur telefonisch abgeklärt haben. Warum hat der arme Kerl jetzt solche Probleme?

Er hat niemals einen Vertrag oder so etwas bei Krankenkasse X unterschrieben und wollte seit Jahren zu keinem Zeitpunkt freiwillig Mitglied dort sein.

Antwort
von DSaahne, 57

Die Zeichenanzahl war leider erreicht, daher hier die Fragen:

1) Muss Firma D das falsch verbuchte Geld an Krankenkasse X zurückbuchen und Krankenkasse Y berweisen (für Oktober bis Dezember)? Wie kann man dies erreichen, da sie mehr als unzuverlässig sind?
2) Was könnte man Krankenkasse Y sagen, damit sie die Kündigungsbestätigung zum 1.10. rückwirkend ausstellen?
3) Ist eine Kündigungsbestätigung überhaut nötig und erübrigt sich die ganze Problematik sobald das Geld von Firma D bei krankenkasse Y ankommt?
3) Was macht mein Freund nun im Falle eine Arztbesuches (nächste Woche steht einer an)? Die alte Versichertenkarte von Krankenkasse X hat er vernichtet und die von Krankenkarte Y wird vermtulich zur Zeit nicht funktioneren?

Antwort
von DSaahne, 44

Falls es wichtig ist, heir noch das gesamte Einkommen von 2015:

Firma A: 1368€

Firma B: 1200€

Firma C: 2900€

Es wraen also ab Oktober durchschnittlich über den erlaubten 405€, er hat also alles richtig gemacht mit dem Einstieg in eine eigene Krankenversicherung.

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