Frage von JuliusSt, 50

Richtigkeit biologischer Aussagen bezüglich Evolutionstheorien?

Guten Abend liebe Comm,

könnt ihr mir bitte bestätigen, ob die folgenden Aussagen (nicht) richtig sind? Vielen Dank an alle, die sich die Mühe geben! <3 Die Aussagen haben meine Mitschüler zusammengestellt und manchmal finde ich den kausalen Zusammenhang nicht gut ausgedrückt.

  1. Darwin: "Alle Lebewesen stammen von früheren, EINFACHEREN Lebewesen ab."
  2. Darwin. "Durch ÜBERPRODUKTION kommt es zu einer Vielzahl an zufälligen VARIETÄTEN (Mutation)."
Antwort
von Andrastor, 23

Beide Aussagen stimmen so, auch wenn die Wortwahl nicht ganz vorteilhaft ist.

ad 1.: Die Wesen müssen nicht zwingend "einfacher" gewesen sein, auch wenn das zutreffend ist, wenn man nur weit genug zurückblickt. Besser ausgedrückt ist dass die Wesen anders angepasst waren.

Ein Mammut ist nicht einfacher als ein Elefant, auch wenn es dessen Vorfahren darstellt. Ein Mammut ist einfach nur an andere Bedinungen angepasst, nämlich genau die gegenteiligen an die ein Elefant angepasst ist.

ad 2.: Das Wort hier sollte "Überreproduktion" lauten. Also nicht "zu viel herstellen", sondern "zu viele Nachkommen". Theoretisch bräuchten die meisten Tierarten keine jüngeren Geschwister.

Wenn die Eltern bereits ein Mal ihre DNS erfolgreich weitergegeben haben, ist es in der Theorie nicht mehr nötig für die beiden weitere Nachkommen zu zeugen. Die DNS ist bereits gemischt und ein weiteres Junge würde sich genetisch nicht sehr vom Vorgänger unterscheiden.

Dennoch pflanzen sich auch die Eltern so oft als möglich weiter fort. Zumindest wenn möglich, bei einigen Arten ist es sogar so dass die Eltern nach der Fortpflanzung sterben und zur Gänze den Nachkommen die Bildfläche überlassen.

Das ist die erwähnte Über-Reproduktion, also das animalische Bestreben so viele Nachkommen wie möglich zu erzeugen. Das sorgt natürlich dafür dass die Chance auf Mutationen größer ist und damit steigt auch die Chance auf überlebensgünstige Mutationen.

Alle Klarheiten beseitigt?

Kommentar von JuliusSt ,

Danke :) stern gibt's leider erst später, wenn es möglich ist und ich es bis dahin nicht vergesse ;D^^

Kommentar von Andrastor ,

Keine Ursache, wart's noch ab, vielleicht kommt eine noch bessere Antwort ^^

Expertenantwort
von DiegoderAeltere, Community-Experte für Biologie & Evolution, 24

Zu 1: Die Evolution geht nicht zwingend mit steigender Komplexität einher. In manchen Fällen kann die Komplexität eines Lebewesens auch drastisch abnehmen, wenn es reproduktive Vorteile bringt, z.B. bei Parasiten, die unnötige Organsysteme reduzieren.

Zu 2: Es klingt hier so, als wäre die Überproduktion (von Nachkommen) erst die Ursache der Variation, es wird aber nur die absolute und nicht die relative Häufigkeit von Abweichungen erhöht. Die Mutation kannst du außerdem streichen, dieses Wort war Darwin unbekannt.

Antwort
von JaneJohnsson123, 23

"In einer Population bei der natürlichen Reproduktion kommt es zu zufälligen Mutationen in der DNA, durch die es zu den Varietäten zB. im Äusseren kommt und wodurch sich die Lebewesen zu spezifischen Organismen entwickelt haben."

Mutationen können ja sinnvoll sein oder sich als Fehler entpuppen.

Überproduktion würde ich das nicht nennen. Es muss einfach eine Population da sein, die sich natürlich fortpflanzt. Das reicht schon um Mutationen entstehen zu lassen

Kommentar von JaneJohnsson123 ,

Darwin hat übrigens nichts von Mutation gewusst. Das wurde erst im 20. Jh. in seine Theorie hinzugefügt. Er hat nur festgestellt, dass Gene plötzlich auftauchen und dann vererbt werden, wenn sie sich als sinnvoll erweisen (gute Anpassung an Umwelt,Überleben)

Kommentar von pandaboy6543210 ,

überpopulation ist richtig aber ich würde es anders ausdrücken. tiere gebären immer mehr "kinder" als eigentlich nötig. dies soll die art vor dem austerben schützen.

 bsp.: eine katze gebärt 5 kätzchen, 4 sterben, eins überlebt und kann die genetischen daten an die folgegeneration weitergeben. würde die katze weniger individuen gebären, so läge die chance, dass die folgegeneration ganz stirbt viel höher.

das ist ganz grob. versuche das mit der variität zu verknüpfen. suche am besten seine evolutionsregeln raus.

Kommentar von JaneJohnsson123 ,

Ja schon, aber ich hatte es so verstanden, dass Mutationen nur entstehen wenn Überpopulation herrscht aber das stimmt ja nicht. Es begünstigt nur, dass noch mehr Mutationen entstehen.

Vielleicht kann man schreiben: Überreproduktion führt zu vermehrten genetischen Varietäten.

Kommentar von NadarrVebb ,

Nein, die Überreproduktion wird NICHT dazu "gebracht" um mehr Mutationen zu erzeugen. Die Überreproduktion wird dazu gebraucht, um dem starken Konkurrenzkampf der Lebewesen untereinander entgegen zu wirken.

Antwort
von pandaboy6543210, 26

wenn du das so darstellst, dann denke ich dass das Zitate von darwin sind.dementsprechend muss das richtig sein

Kommentar von JuliusSt ,

Es sollen Thesen im Sinne Darwins sein. Darwin wurde mit der synthetischen Evolutionstheorie auch teilweise berichtigt. Das Darwin "richtig" bedeutet, zweifle ich an. Aber die Thesen kommen nicht von Darwin, also ist das sowieso egal :D was würdest du dann sagen?

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