Frage von ensuman, 39

Richtiges taktisches Verhalten bei vorzeitiger Kündigung eines bestehenden Arbeitsvertrages (Aufhebungsvertrag)?

Hallo zusammen, möchte hier kurz die Situation schildern. Ich suche ausdrücklich keine Rechtsberatung in dieser Sache, sondern eher Meinungen dazu, wie ich in dieser Situation taktisch klug vorgehen sollte:

Bin 47 Jahre alt und bei meinem derzeitigen Arbeitgeber schon 12 Jahre beschäftigt. Nun möchte ich wechseln, habe auch einen unterschriebenen Arbeitsvertrag meines zukünftigen Arbeitgebers, den ich annehmen möchte. Der neue Arbeitsvertrag würde am 01.05.2016 beginnen. Allerdings ist das Angebot befristet bis zum 17.02.2016, d.h. bis dahin muss ich mich entscheiden.

Mein laufender Arbeitsvertrag sieht eine Kündigungsfrist von 3 Monaten bis zum Quartalsende vor, d.h. ich könnte bei ordnungsgemäßer Kündigung erst zum 01.07.2016 wechseln. Ich möchte auf einen Aufhebungsvertrag hinwirken und sehe da grundsätzlich auch keine Hindernisse. Jedoch möchte ich meinen direkten Vorgesetzten von dieser Sache vorab gern persönlich informieren, zumal ich ja ein Interesse daran habe, mich in gutem Einvernehmen zu trennen und den Aufhebungsvertrag möglich zu machen. Den sehe ich aber persönlich frühestens am 15.02. Das könnte für die Ausarbeitung eines Kündigungsvertrags und rechtzeige Unterschrift meines neuen Arbeitsvertrags zu kurz sein. Mein nächsthöherer Vorgesetzter ist übrigens ebenfalls derzeit nicht erreichbar.

Deswegen interessiert mich hier eure Meinung. (1) Sollte ich eher mit meinem zukünftigen ARbeitgeber sprechen und bitten, die Annahmefrist um 2 Tage zu verlängern, so dass mein derzeitiger Arbeitgeber mehr Zeit bekäme umd den Vertrag organisatorisch in die Wege zu leiten? (2) Oder sollte ich meine Kündigung jetzt schon schriftlich einreichen und meinen derzeitigen Vorgesetzen nur per Mail oder telefonisch in Kenntnis setzen (was möglich ist)? (3) Oder gibt es evlt. noch einen anderen Ausweg, den ihr seht?

Die Entscheidung ist im Augenblick für mich nicht einfach. Ich möchte den neuen Vertrag auf jeden Fall, will ihn nicht gefährden. Andererseits möchte ich mich auch anständig von meinem derzeitgen Arbeitgeber verabschieden.

Vielen Dank im voraus, bin für jede Anregung in dieser Sache dankbar. ensuman

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Kündigung, 16

Rede mit dem zukünftigen Arbeitgeber.

Dieser möchte Dich gerne einstellen, es sollte ihm aber auch klar sein, dass Du eine Kündigungsfrist hast, die i.d.R. einzuhalten ist.

Ich vermute mal, er weiß auch, dass Du ohne Aufhebungsvertrag nicht am 1. Mai anfangen kannst zu arbeiten. Dass Du, um einen Aufhebungsvertrag zu erhalten, mit Deinem Noch-AG zuerst sprechen musst um ein Einvernehmen zu erzielen, liegt auch im Interesse des Neuen-AG.

Daher halte ich eine Fristverlängerung für gerechtfertigt und die beste Lösung.

Antwort
von ErsterSchnee, 19

Direkten Vorgesetzten anmailen,  dass kurzfristig etwas sehr Wichtiges besprochen werden muss mit der Bitte, dass er sich melden soll. 

Oder ist er im Urlaub?

Antwort
von Novos, 16

Ich empfehle Deinen ersten Vorschlag, dann kannst Du in "Ruhe" die  Situation im jetzigen Betrieb klären.

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