Frage von MissShio, 19

Richtige Kalkulation mit Posten ohne ausgewiesener USt.?

Hallo zusammen!

Eine kurze Verständnisfrage zur Kalkulation: Angenommen ich habe eine Firma, kaufe Teil A für 10 € ein und verkaufe es für 15 € (jeweils inkl. Steuer von 19 %) - dann habe ich einen Gewinn von 5€ brutto bzw. 4,20 € netto. Darauf komme ich sowohl beim Berechnen des Nettobetrages aus dem Bruttogewinn oder indem ich Brutto-EK minus Netto-EK rechne. So weit, so gut.

Wie sieht es aus, wenn ich im Einkauf einen Posten dabei habe, bei dem keine USt. ausgewiesen wird - wie kalkuliere ich dann? Ich meine, die Steuer entsteht ja, aber ich führe sie doch nicht ab, oder?

Also: Einkauf Teil A 10€ (brutto) und Teil B 5€ (keine ausgewiesene Steuer) Sind das Netto (10+5)/1,19 oder 10/1,19+5? Versteht jemand mein Problem? :D Je nachdem mit welchem Netto-EK ich rechne, fällt ja dann auch mein Gewinn anders aus.

Danke! :)

Antwort
von wfwbinder, 15

Du kalkulierst leider nicht wie ein Profi. Da ja auch noch andere Kosten (Betriebsausgaben) zu berücksichtigen sind, kalkulieren die Profis alle Netto udn schlagen die Steuer am Schluss drauf.

Also Einkauf ohne enthaltene Steuer (z. B. bei einem Kleinunternehmer) 5,- Euro + klakulationsaufschlag 50 % = Nettoverkaufspreis 7,50 + 19 %1,43 = Verkaufspreis 8,93 Euro

Einkauf inkl. Steuer 10,- Euro = Nettoeinkauf 8,40 Aufschlag 50 % 4,20 = Nettoverkauf 12,60 + 19 % Steuer 2,39 = Verkauf 14,99 Euro.

Antwort
von Dirk-D. Hansmann, 12

Du berechnest lediglich den Rohgewinn.

Gerade weil es unterschiedliche Behandlungen in der Umsatzsteuer geben kann, wird in der Kalkulation mit Netto-Beträgen gearbeitet.

Kauf beim Kleinunternehmer etwas oder mit Vorsteuerabzug und der Verkaufspreis verändert sich enorm.

Weil der Kalkulationsfaktor aber auch Aufschläge sich immer auf das Netto beziehen sollen.

Eine Kalkulation soll ja Unternehmen helfen. Beispielsweise ob bei Änderungen der Einkaufspreise sich entweder nur der Reingewinn ändert oder welche Folgen und Möglichkeiten sich überhaupt ergeben. Es ist also auch die Antwort auf die Frage, ob man bei Verhandlungen mit Kunden im Preis nachgeben kann oder will.

Wer dann die Aufwendungen trägt? Nehme ich die zu eigenen Lasten, berechne ich die Kunden weiter oder drücke ich soweit möglich einen Lieferanten. Gilt natürlich bei der Inanspruchnahme von Skonto und Rabatt im Bereich Einkauf genauso.

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