Frage von zauberfee98, 118

Richterlicher Beschluss oder freiwillig?

Frage 1: was genau unterscheidet den richterlichen Beschluss von einer freiwilligen Einweisung in der Psychiatrie . ( also welche Auswirkungen hat das auf das Leben auf der Station und auf die Therapie )

Frage 2: unter welchen Bedingungen würden meine Eltern einen richterlichen Beschluss beantragen können ? Wird der immer genehmigt wenn Eltern sich sorgen machen ?

Also ich bin derzeit noch in der Klinik aber möchte gehen und meine Eltern wollen das nicht , weil sie mich nich Zuhause haben wollen und meinen ich brauch die Struktur der Klinik .

Antwort
von einfachichseinn, 75

Wenn du per Gericht in die Klinik kommst, kannst du nicht gehen, wann du willst und du hast vermutlich auch härtere Auflagen bezüglich des allgemeinen Ausgangs.

Soweit ich weiß kommst du allerdings nicht so einfach einen richterlichen Beschluß durch.
Also nur weil deine Eltern nicht wollen, dass du nicht mehr bei ihnen wohnst und weil sie der Meinung sondern, dass du in eine Klinik gehörst wirst du nicht direkt eingewiesen.

Antwort
von summersweden, 56

Beim richterlichen Beschluss kannst du nicht einfach so gehen. Erst mit der Erlaubnis des Richters wirst du entlassen. Ansonsten ändert sich eigentlich nichts beim Leben auf der Station. Wenn du freiwillig da bist, kannst du auch freiwillig jeder Zeit gehen.

Nur weil deine Eltern sich sorgen machen, bekommen sie keinen richterlichen Beschluss. Den gibt's nur bei Eigen- oder Fremdgefährdung, wenn der Patient sich nicht freiwillig behandeln lässt. Dann gibt es ein Gutachten und der Richter redet mit dir. Aber nur weil deine Elter nicht wollen, dass du heim kommst, gibt es sowas nicht.

Da sie nicht wollen, dass du heim kommst, kannst du im Moment ja nicht gehen. Ich empfehle dir, einmal mit den Ärzten zu reden. Es macht dich traurig und du bist abgelenkt. So klappt das mit der Therapie nicht optimal. Vielleicht findet ihr ja einen Weg, dass deine Eltern dich heim kommen lassen. Oder ihr findet einen Kompromiss, damit du glücklicher bist. 

Antwort
von Vernon, 32

Also ein richterlicher Beschluss ist nur die Genehmigung für Deine Eltern seitens des Gerichts, dass sie Dich geschlossen in der Psychiatrie unterbringen dürfen. Der Arzt ist daran nicht gebunden, wenn er keine Notendigkeit sieht, kann er Dich trotzdem (auch gegen den Willen Deiner Eltern) entlassen. Der Richter kümmert sich gar nicht mehr darum, er hat ja blos die Genehmigung erteilt, die allerdings nur gilt, solange Arzt und Eltern auch dieser Meinung sind. Prinzipiell kann man sagen, dass 3 verschiedene Parteien die Notwendigkeit sehen müssen (Eltern, Arzt und Richter). Wenn einer davon die Notwendikeit nicht mehr siehr, kann man Dich nicht (mehr) unterbringen. Gerichtliche Unterbringung bedeutet geschlossene Unterbringung. Sobald Du auf einer offenen Station bist, ist die Unterbringung automatisch beendet, das heißt, auf einer offenen Station kann man nur freiwillig sein.

Antwort
von newcomer, 81

wenn du einen richterlichen Beschluss hast kann der auch nur vom Gericht nach Anhörung eines medizinischen Gutachters aufgehoben werden.
Wenn du freiwillig dort hin gegangen bist reich es in der Regel aus wenn du sagst dass es dir besser geht und du die Therapie beenden möchtest

Kommentar von zauberfee98 ,

Rein theoretisch kann ich ja gehen , gegen den Rat von meinem Eltern und den Psychologen aber ich hab keine wohnmöglichkeit , weshalb ich mich nicht entlassen kann also praktisch gesehen  . Aber ich möchte einfach gehen

Antwort
von pritsche05, 21

Bei einer Richterlichen Einweisung kannst du nicht gehen wann du möchtest. Bei einer Freiwilligen einweisung kannst du jederzeit gehen.

Antwort
von Cassy97, 41

Hallo :) also meine Eltern haben diesen richterlichen Beschluss durch gedrückt, obwohl ich freiwillig in die Psychiatrie wollte. 

Es macht aber keinen Unterschied im Grunde ob du freiwillig dort bist oder nicht, denn die Leute behandeln dich genauso und du bekommst dieselbe Therapie wie andere auch (zumindest war das bei mir so). Solltest du aber Ärger machen, dann wirst du natürlich anders behandelt. 

Meistens ist der richterliche Beschluss nur auf einen Zeitraum von ein paar Wochen. Ich sollte eigentlich auch in die geschlossene für ein paar Wochen aber weil ich nicht wollte, durfte ich auf die Offene. Hatte aber dasselbe Programm wie all anderen.

Der einzige Unterschied war, dass wenn ich die Klinik verlassen wollte, sie mich gehen lassen mussten, weil es ja freiwillig ist, aber ich immer wieder zurück kommen musste nach einem Tag, solange der Beschluss gilt.

So ein Beschluss gibts aber nur wenn Eigen oder Fremdgefährdung "nachgewiesen" werden kann, wie äußerungen über Selbstmord oder so und der Richter/ die Richterin wird dann auch mit dir darüber reden. Das wird nicht über deinen Kopf hinweg entschieden.

Du bist nicht ohne Grund in der Klinik und ich würde sagen, dass du dich vllt mit deinem Therapeuten darüber berätst was er denn für sinnvoll hält. Ob du noch länger bleiben solltest oder nicht und wenn nicht dann kann er vielleicht auch mit deinen Eltern reden.

Wenn du dann dem Richter sagst dass deine Eltern dich nur nich zu Hause haben wollen dann wird denke ich nichts passieren außer dass vielleicht das Jugendamt eingeschaltet wird.

Alles Gute dir :)

Kommentar von zauberfee98 ,

Danke :)))

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