Frage von xXSunnyDay, 163

Rheuma dominant oder rezessiv vererbt?

(Frage steht im Titel)

Antwort
von Pangaea, 145

Die Neigung zu Rheuma ist kein monogenetischer Erbgang wie die Bluterkrankheit oder die Mukoviszidose.

Kommentar von xXSunnyDay ,

Also bedeutet das, dass man das nicht genau sagen kann - wenn ich das so richtig verstanden habe? :)

Kommentar von Pangaea ,

Ja, genau. Bei monogenetischen Erbgängen hat man entweder das Gen oder eben nicht. Ist es ein dominantes Gen, dann reicht bereits die Heterozygotie, um die Krankheit zu haben (Beispiel Achondroplasie), bei rezessiven braucht man zwei "kranke" Gene, muss also homozygot sein (Beispiel Mukoviszidose). Ausnahme ist der X-chromosomal rezessive Erbgang, da können Männer bereits bei einem "kranken" Gen erkranken, obwohl es rezessiv ist.

Aber sehr viele andere Merkmale werden wesentlich komplizierter vererbt, da spielen mehrere Gene mit und hinzu kommt oft eine "Lifestyle"-Komponente. Dazu gehört die Neigung zu Rheuma ebenso wie die zu Krebs oder zu Allergien oder zu Fettstoffwechselstörungen. Man kann dann nur sagen, dass Menschen aus Familien mit vielen Rheumapatienten ein statistisch erhöhtes Risiko haben - aber ob sie dann auch tatsächlich erkranken werden, lässt sich nicht vorhersagen.

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