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Rettungshunde /Schäferhunde

gefragt von pezzipezzi am 03.05.2009 um 22:39 Uhr

hab neulich mal einen Hund beobachten können, der zusammen mit dem Schäfer eine Herde Schafe sicher in ein Gatter gebracht hat, der Hund ist nur so rumgewuselt und hat danach natürlich ein dickes Lob von seinem Chef bekommen.Das hat mich fast zu Tränen gerührt! Auch als ich mal bei einer Vorführung der Rettungshundestaffel war, musste ich mich fast abwenden, weil ich vor lauter Rührung am liebsten losgeheult hätte! Warum reagier ich da so extrem? Möchte mich nämlich nicht als expliziten Hundefreund ausweisen. Kann mir Heulsuse das jemand erklären!?

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lotta1lotta2
beantwortet von lotta1lotta2 am 3. Mai 2009 22:45
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wahrscheinlich hat dich so gerührt miterleben zu können, dass ein Tier einem Menschen mehr Achtung erweisen kann, als Menschen untereinander. Das ist ja auch das schöne an Tieren. Sie denken nicht materialistisch.


Engelchen46
beantwortet von Engelchen46 am 3. Mai 2009 22:44
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Du zeigst halt deine Gefühle offener als manch anderer Mensch. Damit bist du weder alleine, noch bist du eine Heulsuse. Ich finde es immer wieder gut, wenn jemand, egal ob Mann oder Frau, Gefühle zeigen kann.


pcfuzzi
beantwortet von pcfuzzi am 3. Mai 2009 22:43
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Du bist sehr sensibel und sehr emotional.


frederick
beantwortet von frederick am 4. Mai 2009 14:40
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Wenn ich mir das so durchlese, dann sehe ich das w. f. (aber das ist natürlich aus den wenigen Zeilen heraus nur ein unverbindlicher Hinweis auf das, was mir dabei auffällt!):

Der Hund ist emotional weit genug weg, damit Du Dich auf ihn einlassen kannst, Dich – besser gesagt – auf die emotionale Situation einlassen kannst, die da zwischen Mensch und Tier abläuft. Eine ähnliche Situation von Mensch zu Mensch blocktest Du wahrscheinlich eher ab und sähest sie eher wie ein neutraler Beobachter aus der Entfernung: unbeteiligt. Eben auch: emotional unbeteiligt. – Um Dich selbst zu schützen!

Was geht ab bei Euch daheim? Wie ist das Verhältnis Deiner Eltern zu Dir? Wie ist es um das Verhältnis zwischen Dir und Deinen Eltern bestellt (das ist nicht dieselbe Frage wie die vorhergehende!)? – Fragen, auf die Du selbst sehr weitreichend antworten kannst, ohne eine Psycho-Analyse zu machen!

Ich fürchte, dass Du Dir mehr Zuwendung Deiner Eltern an Dein tiefstes Inneres gerichtet wünschst und dass das Verhältnis zwischen Euch eher ausgekühlt ist. Ich fürchte, dass eine Nähe zwischen Dir und Deinen Eltern dadurch gestört ist, dass Du das Gefühl vermittelt bekommst (dann verhalten sie sich nur nach außen hin falsch), von ihnen nicht so angenommen zu sein wie Du bist – oder dass sie Dich tatsächlich so nicht akzeptieren können. Die hier gemachte Unterscheidung ist haarfein und wird vielfach von den jeweiligen Seiten vollkommen unterschiedlich bewertet, wobei die Eltern natürlich eher dazu neigen, ihr Unverständnis für den eigenen Nachwuchs nicht wahr haben zu wollen! – Das muss übrigens nicht beide Elternteile betreffen; dieser nothaft empfundene Akzeptanzmangel kann auch mit allen verheerenden Auswirkungen auf Deine psychische Situation nur von einem der beiden ausgehen. –

Aus der Perspektive der Familie ist das größte Experiment an der Pubertät nicht das Erwachsenwerden des Kindes/Jugendlichen! Sondern es ist die Frage, ob es den Eltern gelingt anzuerkennen, dass das bis dahin als "Kind" relativierte Wesen an ihrer Seite nun eine ausgeprägt eigenständige Persönlichkeit entwickelt. Denn zwar hat das Kind in seiner Grundstruktur auch bereits eine eigenständige Persönlichkeit – aber bei Problemen wird diese Persönlichkeit von elterlicher Seite fast durchgängig relativiert: Der kindliche Charakter gilt als formbar und somit werden Probleme überwiegend gar nicht ursachenorientiert angegangen, sondern zielorientiert. Nun bedarf es natürlich auch überwiegend erst einmal der Zielorientierung – aber die ursachenorientierte Aufarbeitung eines Problems DURCH die Eltern und MIT dem Kind bleiben dann aber meistens auf der Strecke. Das funktioniert noch, wenn das Kind ein Kind ist… Mit der Pubertät aber zerreißt die Leistungsfähigkeit des so ausgerichteten Ansatzes, Probleme in der Familie zu "lösen".

Übrigens ist es Eltern wohl überwiegend gar nicht bewusst, in wie weitreichendem Maße die Persönlichkeit des Kindes tatsächlich noch formbar ist – aber eben durch glaubwürdiges Vorleben bestimmter Grundwerte. Und eben WEIL Eltern das so oft nicht bewusst ist (bzw. ihnen nicht bewusst ist, WIE WEIT das tatsächlich reicht!!! – nämlich bis in die kleinsten Details des Lebens hinein, die das Kind ja alle irgendwie mitbekommt), deshalb zerreißt auch so oft und vielleicht überwiegend die Glaubwürdigkeit des vorgelebten Lebenskonzeptes. Da genau aber beginnt die Opposition des Kindes – und daran reibt sich schließlich mit revolutionären Ambitionen die Jugend!

Der langen Rede kurzer Sinn: Wo elterliches Vor-Leben nicht authentisch ist, da MUSS Jugend sich widersetzen. Aus der Lebens-Unerfahrenheit heraus kann natürlich Jugend noch keine durchgängig klaren Konzepte entgegen stellen – und je chaotischer das Leben der Eltern wirkt, desto schwerer ist es für die Jugend, Eckpunkte eines anderen Lebensentwurfes zu entwickeln. Dabei hilft aber keinesfalls ein starres Lebensmuster der elterlichen Vorbilder (die dann ein unterstelltermaßen "klares" Konzept zumindest abzubilden glauben) – sondern ein starres Muster, das an der Realität immer wieder im Kleinen oder Großen aneckt und immer wieder im Kleinen und Großen unpassende Kompromisse erfordert, wirkt dem Kind und Jugendlichen umso chaotischer!

Kommentar von Simple_avatar2smallgravelpit am 5. Mai 2009 08:15

hmmm... SEHR inspirierende, interessante Antwort, Frederick! Ist es ev. möglich, mir in diesem Zusammenhang kurz die Frage zu beantworten, ob diese Basis unser Gesamtverhalten mehr beeinflußt, als die "Veranlagung" extrovertiert, introvertiert, "left brain" oder "right brain" zu sein? Oder ist es eher "nur die Mischung" aus Genotyp und Lernerfahrung???

Kommentar von B43cf7f09ccc873c4150a65c83b6a129smallfrederick am 5. Mai 2009 11:19

Es ist der "Misch-Typ". Das auf jeden Fall! Aber in welcher Gewichtung, darüber streiten sich die Geister. Und ich denke auch, dass die Frage der Gewichtung, ob genetische Veranlagungen oder soziale Prägungen bzgl. des Charakters die ausschlaggebende Rolle spielen, stets strittig bleiben wird, weil zu viele Variable da hinein fließen.

Aber ich sehe das so: Der Grundcharakter ist genetisch veranlagt und wird durch seine späteren Erfahrungen (ggf. bis hin zu Traumatisierungen) in der einen oder anderen Richtung nur noch ausgeprägt, aber eben nicht mehr grundsätzlich verändert. Die Sozialisation eines jeden aber hängt überwiegend von den Einflüssen der sozialen Gemeinschaft auf das Individuum ab.

Denn zwar hängt es wieder mit dem Grundcharakter zusammen, wie zugänglich der einzelne für soziale Belange ist, aber andererseits kennt grundsätzlich der Mensch nur sich und seine eigenen Bedürfnisse, wenn er zur Welt kommt. Soziale Abhängigkeit herrscht in diesem Stadium ausschließlich durch die Notwendigkeit des menschlichen Kleinkindes, alle Bedürfnisse durch Hilfe von außen befriedigt zu bekommen. Dass sozialer Austausch von Nöten ist, das ist also erst eine spätere Erfahrung!

Kommentar von Simple_avatar2smallgravelpit am 5. Mai 2009 21:29

Ich danke Dir sehr für Deine Antwort! Umso mehr freue ich mich, daß Deine persönliche Ansicht meine Vermutung bestätigt. Unabhängig davon, ob nun wissenschaftlich belegt oder nicht.


stippy
beantwortet von stippy am 3. Mai 2009 22:46
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ich glaube das ist nicht weiter schlimm du bist halt nah am wasser gebaut und glaub mal da bist du nicht allein ICH kann nur sagen willkommen im club ich bin bei hunden da auch sehr empfindlich lg


anonym
beantwortet von Sandstorm am 3. Mai 2009 22:46
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Ich kenne das sehr gut, was Du da beschreibst.
Kann es sein, das es Dich "berührt", wenn Du siehst, das jemandem Zuneigung entgegen gebracht wird? Wenn jemand seine Emotionen einem anderem sichtbar mitteilt?
Woran es liegt, das einen das besonders berührt oder was die genaue Ursache hierfür ist, kann wohl nur eine individuelle Psycho-Analyse klären.


gravelpit
beantwortet von gravelpit am 4. Mai 2009 08:38
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Du bist sicher nicht unintelligent. Dir ist klar, daß Du gerade das Ergebnis von viel Arbeit und sehr, sehr viel gegenseitigem Vertrauen siehst. Das berührt jeden und besonders die, die es intellektuell erfassen. Schau mal dies hier an, aber suche Dir vorher Taschentücher ;-) http://www.youtube.com/watch?v=pgWD6F-paE4


anonym
beantwortet von Zimmermann74 am 3. Mai 2009 22:45
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Ich bin genauso.Immer wenn ich was Schönes sehe heul ich los.


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