Rettungsdienst? Bitte beantworten!!! :)
Hallo, der Freund meiner Cousine hat erzählt, dass er sich früher beim Rettungsdienst beworben hat, und dass es mit Stellen da sehr mau aussieht... deshalb ist er jetzt in der Krankenpflege tätig. Meine Frage stimmt das? Sieht es mit Stellen für Rettungsassistenten wirklich so schlecht aus? Oder ist das nur so dass es bei den großen Organisationen wie den Roten Kreuz oder den Maltesern so schlecht aussieht aber bei kleinen Privaten Rettungsdiensten sieht es besser aus... Falls es was hilft, ich lebe in Bayern. Danke! :)
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Der Rettungsdienst ist derzeit bewerbermäßig ABSOLUT überlaufen, viele Rettungsassistenten lassen sich gar darauf ein, auf schlechter bezahlten Rettungssanitäter-Planstellen eingesetzt zu werden, um vielleicht später doch "nach oben" nachrücken zu können.
Bei den "kleinen Privaten" bekommt man tendentiell trotzdem besser eine Anstellung, allerdings auch nur deshalb, weil dort die Arbeitsbedingungen mangels AN-Vertretung und Tarifvertrag oft (nicht immer!) schlechter sind und die Fluktuation deshalb größer ist. Ob man so eine Stelle will, ist dann was anderes.
Die schizophrene Situation "zuviel Bewerber, trotzdem laufend offene Stellen" gibt es auch allgemein im Rettungswesen, weil viele den Beruf "Rettungsassistent" und eine Anstellung oft nur als Zwischenschritt und Überbrückung bis zum Beginn eines Studiums einlegen und auch schnell wieder Stellen freimachen.
Mittlerweile ist eine Tätigkeit auch im Krankenhaus möglich, weil dort das Pflegepersonal ausgeht und RettAss gerade in notfallmedizinischen Bereichen (wie innerklinischem Patiententransport, Notaufnahme, Intensivstation, Anästhesie) sowieso fit sind. Als fertiger Rettungsassistent sieht die Chance für eine Anstellung also nicht ganz so übel aus, wenn man räumlich und organisatorisch etwas flexibel ist.
Einen Platz fürs Praktikumsjahr oder gar eine voll bezahlte Ausbildungsstelle zu bekommen, ist jedoch ein Lottospiel.
Gilt für Bayern und den Rest der deutschen Rettungswelt. Wir steuern allerdings angesichts einer umgedrehten Alterspyramide in allen Berufen auf einen Bewerbermangel hin, bei gleichzeitigem höher werdendem Bedarf in sozialen Berufen. Das wird auch aus steuerzahlender Sicht noch "interessant".
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Hallo Johann321, im großen und ganzen stimmt das schon, auch wenn es regional Unterschiede gibt. Die Tendenz geht imme mehr dahin Stellen befristet oder mit Praktikanten( gut ausgebildet und gnadenlos billig) zu besetzten. Da läuft es im Rettdienst nicht anders als in der "freien Wirtschaft", siehe Leiarbeiter,Minijober usw. Bei Privaten Rettdiensten ist es auch nicht besser, wird in der Regel noch besch....er bezahlt als eh schon! Viele Assistenten lassen sich auf Sanitäter stellen verpflichten um überhaupt Arbeit zu haben. Das freut natürlich die Arbeitgeber,die kommen vor Lachen nicht in den Schlaf! Deshalb ist die Idee mit der Krankenpflege nicht die schlechteste, wenn man will kann man immer noch ehrenamtlich Rettung fahren. mal sehen ob "baertel" oder "Londonernebel" sich zu dem Thema melden. MfG
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Generell sind Stellen im RD immer recht knapp oder werden bevorzugt mit 400Euro Kräften und Ausfilfen besetzt. Richtige Vollzeitstellen gibt es zwar auch, aber werden halt weniger. Arbeit findet man immer. Grade weil die Abwanderungsrate sehr hoch ist. Nur die gewünschte Gehaltsvorstellung ist meist nicht durchzusetzen.
Kommentar von Johann321Johann321 26.03.2012Also das Gehalt spielt für mich jetzt erst mal die 2. Rolle, mir geht es darum dass ich einen Beruf ausüben darf der mir sehr gefällt und der mich interessiert... auch wenn ich nur 500€ im Monat bekommen würde (nur als vergleich), würde ich die Stelle als RettAss auch annehmen ;-).
Kommentar von baertlbaertl 26.03.2012500€ pro 8h-Schicht? OK. :)
Ansonsten bitte die Preise nicht kaputtmachen...wir "Alten" wollen auch noch was verdienen.
Kommentar von Johann321Johann321 27.03.2012Ja das Geld spielt bei mir ja nur die 2. Rolle, ich komme aus eher reicheren Verhältnissen, mein Onkel ist Architekt, Mein Cousin hat eine bei uns regionale Online Community gegründet und war da Geschäftsführer, jetzt hat er eine Online Zeitung gegründet, ein Tochterunternehmen der DPA... da ist er jetzt Geschäftsführer, meine Schwester arbeitet bei Strabag als Abteilungsleiterin und mein Vater ist Geschäftsführer eines BMW-Autohaus. Wie man sieht ist eigentlich fast jeder in meiner Familie in einer höheren Berufs ebene, anfangs waren meine Eltern auch nicht so ganz überzeugt von Polizei oder Rettungsdienst, konnte sie aber noch überzeugen, also was ich mit der Aufzählung ihrer Berufe sagen möchte ist dass man erkennt an Geld fehlt es mir wirklich nicht, also würde ich den Beruf sogar für 500€ im Monat machen, das wichtigste ist mir dass es einer meiner top Traum Berufe ist, also Polizist oder Rettungsassistent, dann bin ich vollkommen zu frieden.
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schlecht sieht es nicht aus, aber die meisten organisationen wollen nur ehrenamtliche haben also ohne bezahlung
Kommentar von Agonie6Agonie6 26.03.2012Schlicht falsch!
Kommentar von baertlbaertl 26.03.2012Das ist sowas von richtig, dass das falsch ist. :)
D.h., "wollen" wollen sie vielleicht, aber es ist irrsinnig zu glauben, dass das möglich wäre und deshalb glauben das die Organisationen auch nicht realistisch.
Kommentar von Bianca90Bianca90 27.03.2012leider ist es nicht falsch!!
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Richtig ist, dass es viele Leute mit Rettungsdienstausbildung gibt und leider nicht so viele eingestellt werden können, wie die Ausbildung machen. Deshalb sind viele Rettungsassistenten als Rettungssanitäter eingestellt. Manche Rettugnsdienstler arbeiten auch in der Klinik, beispielsweise im Operationssaal und leiten die Narkose ein oder in Notaufnahmen. Ich denke das sagt schon viel darüber aus, oder?
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Das ist von Ort zu Ort wirklich komplett verschieden. Das was dein Freund da gesagt hat, kenne ich von vielen, die Früher einmal in Rettungsdienst gearbeitet haben, aber den Streß nicht mehr ausgehalten haben . Die sind dann in die Krankenpflege gewechselt. Gruß
Kommentar von Johann321Johann321 26.03.2012Ähm du hast da was verwechselt... er wollte sich im Rettungsdienst bei der Prachliziealen Notfallmedizin (KA ob ich Prach... jetzt richtig geschrieben habe^^) bewerben, wurde dann aber nicht genommen weil laut seiner aussage es mit Stellen recht auf deutsch gesagt scheiße aussieht/aussah... und dann hat er sich als Krankenpfleger beworben... :)
Kommentar von DennisgamerDennisgamer 26.03.2012Ich hab dich schon verstanden ;) Aber das kann man nicht verallgemeinern. Es wird immer irgendwo jemand gesucht und irgendwo gibt es keine Stellen. Das ist wie in jedem anderen Beruf auch ;)
Tatütata, ich bin schon da!
Ein Arbeitgeber hat übrigens nicht allzuviel davon, unbedingt einen RettAss auf einer RettSan-Stelle zu haben, Organisatorisch sinnvoll ist die Unterscheidung der Planstellen, der Betrieb muss gesetzliche Vorgaben erfüllen bei gleichzeitiger Pflicht zu wirtschaftlichem Handeln als Unternehmer (auch im Sinne seiner Angestellten). Und da hat er eben x RettAss-Stellen und y RettSan-Stellen in seinem Budget.
Nur kann er einen RettAss auf RettSan-Stelle zwar als RettSan einsetzen und bezahlen, aber eben nicht als RettAss "missbrauchen" - nimmt das "Einspringen" überhand, hätte der RettAss plötzlich das Recht auf die RettAss-Bezahlung, zumindest gute Chancen vor dem Arbeitsgericht! Das würde ein Loch ins Budget reißen und deshalb passen die AG auf wie die Schießhunde, dass das nicht passiert. Dass der RettAss eine höhere Qualifikation hat als seine Stelle eigentlich braucht, interessiert in der Praxis also eher weniger. Man kann ihn auch nicht anders einsetzen.
Ein Vorteil aus AG-Sicht ist allerdings, dass er eine freiwerdende RettAss-Stelle ggf. mit einem Nachrücker besetzen kann, den er bereits aus längerer Tätigkeit gut kennt. Aber das ist ja auch ein Vorteil für den Nachrücker.
Wußte doch, auf dich ist verlass! :-)