Frage von lara3355, 89

Resturlaub nach Kündigung vom Arbeitgeber?

Hallo Leute,

ich habe eine Frage zur Berechnung vom Resturlaub nach einer Kündigung vom Arbeitgeber.

Laut meiner Recherche ist es so:

die letzten 3Bruttogehälter zusammenrechnen, durch 13(Arbeitswochen der 3Monate), durch 5(Arbeitstage je Woche) - ergibt dann den Brottowert je Tag, was dann halt mal der Urlaubstage gerechnet werden muss.

Beispiel: 1700€ Brutto * 3 = 5100€ Brutto : 13 = 392,31€ Brutto : 5 = 78,46€ Brutto * 8 (Urlaubstage, in meinem Falle) = 627,69€ Brutto.

Zudem habe ich eine Regelung das ich zusätzlich 20% auf einen U-Tag erhalte.

Jetzt zu meinen Fragen:

  1. Darf das ganze auf den anteiligen Lohn berechnet werden? (Ich war bis zum 15. beschäftigt, oder muss das komplett gesondert gerechnet werden?) Was man dazu sagen muss ist, das -zufällig- vergessen wurde mir meinen Resturlaub auszuzahlen. Bei der Nachberechnung wurde das halbe Gehalt dann dazugezogen.

  2. Ich habe monatlich eine extra Prämie erhalten, kommt diese auf den Bruttowert drauf, oder zählt diese bei der Berechnung nicht?

Ich danke schonmal im vorraus!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von sydney52012, 75

zu 1. Die beschriebene Vorgehensweise bei der Abrechnung ist üblich und korrekt. Die Urlaubsabgeltung gehört normalerweise als Einmalzahlung in den Austrittsmonat. Das ein bereits abgerechneter und ausgezahlter Betrag bei einer Korrektur dann im Minus steht, ist auch logisch. Sonst würdest du das Geld ja zweimal bekommen.

zu 2. Variable Gehaltsbestandteile gehören mit in die Berechnung. Deine Prämie muss also  bei einer Urlaubsabgeltung mit zu Grunde gelegt werden

Antwort
von DerHans, 89

Extra Prämie erhältst du höchst wahrscheinlich nur, wenn du auch tatsächlich für den betrieb tätig bist.

Die Urlaubsabgeltung erfolgt eher nach dem Durchschnitt eines kompletten Jahres, wenn nicht grundsätzlich auf das vertraglich festgelegte Gehalt.

Außerdem kann bei einer fristgerechten Kündigung meistens der Resturlaub als Freizeit gewährt werden. Dann erübrigt sich die ganze Rechnerei.

Kommentar von lara3355 ,

Bei meinen letzten 3Bruttogehältern habe ich ja die Präie erhalten. Demnach ja meine Frage, darf die mitberechnet werden bei der Abrechnung, oder nur der "reine" Arbeitslohn?

Und das ganze hat schon stattgefunden. Es muss also ausgezahlt werden.

Kommentar von DerHans ,

Dann warte einfach die Abrechnung ab.

Wenn du dich übervorteilt fühlst, kannst du ja klagen. Das ist vor dem Arbeitsgericht kostenlos, und du brauchst auch keinen Anwalt.

Kommentar von lara3355 ,

Die Abrechnung ist doch da. Habe ich ja alles aufgeschrieben...

Eigentlich hatte ich vor mir die ein oder andere fehlende Antwort hier zu holen und das ganze nochmals beim AG vorzulegen, um diesen eine Frist zu setzen. Da ich nicht wirklich ein Fan davon bin sofort zum Anwalt zu rennen.

Kommentar von Familiengerd ,

@ DerHans:

Die Urlaubsabgeltung erfolgt eher nach dem Durchschnitt eines kompletten Jahres, wenn nicht grundsätzlich auf das vertraglich festgelegte Gehalt.

Das ist falsch.

Das Bundesurlaubsgesetz BUrlG § 11 "Urlaubsentgelt" Satz 1, regelt, dass sich das Urlaubsentgelt nach dem durchschnittlichen Arbeitsverdienst der letzten 13 Wochen vor dem Urlaub bemisst.

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