Restauration alter Vogelpräparate. Wer kann helfen?

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1 Antwort

Ich kann leider nur wenig beitragen (und beschäftige mich auch mit dieser Angelegenheit), habe aber mittlerweile immerhin herausgefunden, dass Wasser zum Reinigen dieser Art von Präparate angeblich eher ungeeignet ist, weil es den Schmutz eher verteilt, als ihn zu entfernen. Am besten wird es sein, Du versuchst, Staub etc. erst einmal mechanisch zu lösen (je nach Verschmutzungsgrad mit einem Pinsel, einer weichen Bürste oder auch einem Fön) und reinigst die Federn dann mit einem in Flüssigkeit getränkten Wattebausch. Woraus diese Flüssigkeit am besten besteht, darüber scheiden sich die Geister: Ich hab gehört, dass ein leichtes Alkohol-Wasser-Gemisch okay ist (bin mir aber nicht sicher, ob das stimmt, weil ich denke, dass Alkohol möglicherweise die natürliche Schutzschicht der Federn und folglich den Glanz angreift). An anderer Stelle las ich, dass verdünntes Lacklösemittel gut funktionieren soll. Ich würde aber unbedingt an einer unauffälligen Stelle (oder einem ohnehin nicht mehr zu rettenden Testobjekt) vorab überprüfen, was es bringt und ob es schadet! Wie Du die Federn nachcolorierst, kann ich Dir leider nicht sagen (da teste ich auch noch herum), aber falls Du abgebrochene Schnäbel etc. nachbilden musst, empfehle ich Apoxy Sculpt, das kann man hinterher auch bemalen. Zum Nachcolorieren von Schnäbeln, Füßen usw. nehme ich Acrylfarbe. Die funktioniert sehr gut und ist wasserfest. Ölfarbe geht auch (und bleibt länger feucht, d.h. Du bekommst Farbverläufe etc. besser hin), verschmiert aber auch leichter. Ich hoffe, ich konnte zumindest etwas helfen. Falls Du inzwischen irgendwas herausgefunden hast, poste es doch bitte - ich suche, wie gesagt, auch nach guten Tipps speziell bei der Aufbereitung präparierter Vögel.

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