Frage von Schwesterwelle,

Rentner: Finanzielle hilfen ?

Wunderschönen Samstag Nachmittag,

Ich habe eine ganz wichtige Frage an euch, und hoffe das er eine oder andere sich da evtl. auskennt,

Es geht um einen 70 Jährigen Rentner bei uns, den wir damals Abends kennengelernt hatten, als dieser nach Falschen / Dosen sammelte bei uns, seitdem kommt er gerne mal Abends vorbei um mit uns zu reden, es hat sich sogar eine Art Kollegiale Freundschaft entwickelt mit ihm, da er als mensch echt ne ganz töfte Nase ist.

So, nun zu seinem Problem, er als Rentner, erhält natürlich seine Rente, kann aber aufgrund seiner Schulden, die er vor 2 Jahren aufgebrummt bekam, nachdem seine Frau gestorben war, und er aus Trauer, die Miete nicht mehr zahlen konnte (Finanzen regelte wohl grundsätzlich seine Frau), nachdem er die Wohnung verlassen musste, und sich in seiner neuen Wohnung nun befindet, die er aber durch das abzahlen der Schulden (um die 20.000 +) kann er seine jetzige Wohnung auch nicht mehr ab bezahlen, da er nach allen abzügen, zum Leben an guten Monaten 60 Euro hat.

Wie gesagt, er ist ne Arme Sau, hält sich ganz hart mit paar Falschen am Abend die er sammelt über Wasser, wir geben ihm auch immer, unser kleingeld, da wir auch wissen, das er nicht trinkt und auch nicht raucht, er freut sich auch über einen Euro wie ein Kind, also er hat es wirklich nötig!

So, jetzt zu meiner Frage, welche Finanziellen Hilfestellungen kann er vom Staat erwarten, außer Mietzuschuss von 70 Euro (das einzige was er überhaupt seit einen Monat bekommt). Er hat sein Leben lang gearbeitet, und durch den plötzlichen Tot seiner Frau nach fast 50 Jahren Ehe, brach bei ihm alles zusammen, und nun steht er ohne etwas da, anfragen beim Amt wurde ihm einmal damit beantwortet, das er, wenn er schon Sammelt, er halt zu großen Veranstaltungen fahren soll, da kann er mehr Sammeln (Sehr dubiose aussage, die ihn mit Recht auf die Palme bringt, heute noch)

Und zu dem Punkt Nahrung, was kann er da vom Staat erwarten, da er wirklich nichts zu Essen hat, wenn wir ihm nicht mal ne Tüte voll machen mit Brötchen etc.

Für jede Hilfestellung, Adressen etc. wäre wir sehr glücklich, vielleicht hilft ihm das ja, sein Leben ohne weiteren Stress ein wenig humaner zu gestalten.

Antwort von Sturmwolke,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich empfehle den Besuch bei einem Schuldenberater

Antwort von DerHans,
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Er muss sich einfach stur stellen und auf seinen Pfändungsfreibetrag bestehen. Dieser liegt bei 1.028 € monatlich. Davon kann er seine Miete zahlen und er hätte auch noch Geld zum Leben. Wenn er weniger Geld hat als 364,00 € plus der tatsächlichen Warmmiete, steht ihm Grundsicherung im Alter zu. Davon kann man natürlich auch keine Raten zahlen. Der (die) Gläubiger gehen dann eben leer aus.

Wenn das anders wäre, würde ja quasi der Staat die Schulden übernehmen. Damit könnten alle Kreditgeber auf eine Risikoprüfung verzichten, und munbter drauf los liefern, was das Zeug hält.

Antwort von Terrorpinguin,
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Er hat durch den Tod seiner Frau 20.000,00 € Schulden aufgebaut? Hmm.

Er könnte versuchen, sich einen Hilfsjob zu beschaffen, dann verdient er noch ein wenig dazu.

Es gibt in vielen Städten auch die Tafel, dort können wirklich arme Menschen sind preiswert bis kostenlos mit Lebensmitteln versorgen.

Das Wichtigste fehlt in Deiner Frage: Was hat er für ein Einkommen? Danach richten sich die vom Staat zu leistenden Zuschüsse. Diese sind nicht von aufgebauten Schulden abhängig.

Kommentar von Schwesterwelle,

Ja, Miete nicht zahlen können, dann Gerichtskosten, Anwaltskosten etc. dann noch wurden ihm die Möbel rausgeschmissen, und für den Standort muss er zahlen, da er die Möbel nicht verlieren will bei der Spedition, die durch den Gerichtsvollzieher beschafft wurde.

Rente bekommt er ungefähr Tausend Euro, mit Abzügen bleiben ihm 60 für Essen und Trinken.

bei der Tafel hat er sich schon einmal gewendet, da er aber für das Hin und zurück fahren 5 Euro blechen muss (die WIRKLICH WIRKLICH nicht hat) ist das auch keine Option für ihn.

Kommentar von Terrorpinguin,

Dann sollte er tatsächlich mal zur Schuldnerberatung gehen, ob eine Privatinsolvenz in Frage kommt.

Antwort von santolina,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Er kann in die Privatinsolvenz gehen. Dann ist er spätestens in 7 Jahren Schuldenfrei und hat in der Zwischenzeit so viel das er leben kann...

Kommentar von Schwesterwelle,

Ist eine Privatinsolvenz nicht immer damit verbunden, Schuldenfrei zu Leben und zu ARBEITEN? Mit 70 kann man den alten mann nicht mehr arbeiten schicken ...

Kommentar von santolina,

Schuldenfrei leben ja, das andere müsstet ihr in Erfahrung bringen. Definitiv weiss ich das auch Hartz 4 Empfänger in Insolvenz gehen und da ist ja auch nichts zu holen...Es gibt kostenfreie Schuldenberatung in jedem Ort...Toll das Ihr Euch kümmert...

Antwort von swatkatten,

Leider gibst Du nicht an, in welcher Stadt sich das abspielt. Hat er es mal beim Sozialamt versucht? Ich bin ja auch (Früh-)Rentner und bekomme außer meiner äußerst mickrigen Rente noch die 'Grundsicherung in der Rente und bei Erwerbsminderung' von der Sozi (hat die Sozialhilfe abgelöst), bringt aber kaum was, da die Rente als Einkommen zählt und angerechnet wird. So bleiben mir 360 Euro im Monat, von denen ich noch Strom und Providerkosten abziehen muß. Ich habe außerdem auch noch 'nen schwerbehinderten-Status (kann kostenlos mit Bus und Bahn fahren), das gibt immerhin 65 Euro extra von der Sozi. Lebensmittel hole ich mir alle 2 Wochen von der örtlichen Tafel, die von der Diakonie ausgerichtet wird. Gibt es bei euch sicher auch, dort sollte der Arme mal mit seinem Bescheid vorsprechen, da bekommt er auch 'nen Gratis-Kaffee und 'ne Suppe zum Essen. Bei uns gibt es da Obst und Gemüse bis zum Abwinken (ich kann garnicht soviel tragen, muß da meistens ablehnen) und eine große Tüte mit Lebensmitteln, wobei hin und wieder auch mal echte Delikatessen bei sind. - Aber 'nen Trolley müsste er da schon haben, denn die Sachen so einfach wegtragen geht schlecht, dafür ist es zu viel, oder er müsste auf einen Teil verzichten. Das ist, wie gesagt, bei uns so, es kann sein, daß es bei euch ein wenig anders gehandhabt wird.

Kommentar von swatkatten,

Ach so, ich habe noch erfahren, daß bei uns seitens der Tafel ein Bringdienst für Schwerbehinderte (also auch für mich) eingerichtet wird. Das ist natürlich eine enorme Erleichterung für mich. Nur wann genau das losgeht, weiß leider noch keiner... :-(

Kommentar von Schwesterwelle,

Spielt sich alles in BW ab, tafel und Bringdienst, hatte er auch mal gehört, und war glücklich wie Sau darüber, da er aber sich kein Ticket leisten kann, und er auch nicht Schwarzfahren will, was ja ganz gut ist, hatte er dort mal angerufen, die meinten, das sie ihm NICHTS bringen, er müsste kommen, er hatte denen aber gesagt, das er sich das Hinfahren einfach nicht leisten kann, und bat darum, das man ihm durch den Bringdienst, da entlastet, hatte die Dame aber ganz schorf abgelehnt und aufgelegt, was ich von allem, am schlimmsten finde, da meine Mutter z.B. ihre Lebensmittel (Einzelhandel) immer Spendet, naja, wer soll das schon verstehen, die arme -Sau- hat echt nichts.

Antwort von blondie1705,

Wie kann er denn plötzlich 20.000,-- Schulden haben, weil seine Frau gestorben ist? Nur die Miete kann das ja wohl kaum sein.

So einfach ist es auch wieder nicht. Jemand macht Schulden, warum auch immer und die anderen zahlen dann dafür.

Kommentar von Schwesterwelle,

Naja, so einfach ist das auch nicht, er hat sein Leben lang gearbeitet, hat also fast 50 jahre andere mit finanziert, wenn er mal Hilfe braucht, kommt dann sowas? So kann man sich es auch einfach machen ..

und 20 tausend sind nicht viel, wenn man Mietschulden der Wohnung + der Möbel bei der Spedition + Zinsen, + Gerichtskosten zahlen muss, seiner und der Gegenpartei + der kosten des Gerichts

Kommentar von blondie1705,

Von Gerichtskosten hast Du ja nichts geschrieben, ebensowenig von Möbeln bei einer Spedition. Hat er denn keine Kinder, die ihn unterstützen können oder bei denen er wohnen könnte?

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