Ich bin Rentner mit monatlich 1000 Euro und lebe alleine im kleinen Eigenheim. Bei einer meiner Töchter, die in der Nähe wohnt, gehe ich zum Essen (alle Mahlzeiten). Sie wäscht auch für mich und putzt, hält meine Wohnung und Kleidung in Ordnung ... da ich selber nichts mehr arbeiten kann. Wieviel Geld muß ich ihr wöchentlich geben? Der Haushalt dieser Tochter besteht aus vier Personen (Mann und zwei Kinder), sie kocht also mit mir für fünf Personen - da sind die Kosten pro Person für das Essen doch wohl nicht sehr hoch - und ihre Arbeit für mich sollte sie auch nicht allzu hoch "berechnen" - schließlich habe ich sie ja auch früher versorgt und großgezogen! Wie seht ihr das? Welcher Betrag für die genannten Leistungen wäre denn "angemessen"?

Ich würde monatlich 350 bis 400 Euro für durchaus angemessen halten! Wenn Du nämlich alle Leistungen anderweitig in Auftrag geben müsstest, käme es Dich wesentlich teurer und wäre unpersönlicher...
Selbstverständlich ist die "Hilfeleistung" Deiner Tochter aber auch nicht.
Da ich davon ausgehe, dass bei Deiner Tochter das Geld auch nicht so üppig ist, würde ich einen wöchentlichen Betrag von mindesten 70 bis 80 Euro für angemessen halten.
Eine wenig mehr Dankbarkeit inclusive! ihre Arbeit für mich sollte sie auch nicht allzu hoch "berechnen" - schließlich habe ich sie ja auch früher versorgt und großgezogen! Den Text hättest Du Dir meiner Meinung nach schenken sollen.
Nur weil man seine Kinder großgezogen hat, müssen Sie nicht aus Dankbarkeit dafür dann später alles zurückzahlen.
Kannst Du Dich denn auch als Unterstützung noch für sie einbringen ? Gärtnern, Babysitter etc. ?
Diana77 am 17. Juli 2009 23:56 hallo??? 70-80 Euro??? Das ist ja wohl etwas zu hoch gegriffen, findest Du das nicht?!
Bei Vollverpflegung, Wäsche machen und Haushalt putzen zuviel ???
Ich finde es genau richtig denn ihre Hilfe ist wirklich nicht selbstverständlich da sie mehr macht als notwendig!
Richtig! Und die andere Tochter ?
Was ist mit der anderen Tochter ?
Hier geht es um die Entlohnung von verschiedenen Dienstleistungen die erbracht werden.
Wenn es später mal um ein Erbe geht, ist die andere Tochter sicher wieder zur Stelle. Oder wie war Dein Kommentar zu deuten ?
70 - 80 Euro ist viel zu wenig, rechnet doch mal die Dienstleistungen zusammen, die sie alle erbringt. Das Pferd, was den Hafer verdient, bekommt ihn nicht. Wenn es ums Erben mal irgendwann geht, dann verlangen auch die alles, die sich nicht um die Person gekümmert haben.
Da stimme ich Dir vollkommen zu. Ich hätte den Betrag auch etwas höher noch angesetzt, wenn die Rente etwas üppiger wäre.

das du sie früher versorgt hast...wer hat sie denn gezeugt?ein kind kann sich nicht selbst versorgen.das kannst du nicht gegeneinander aufrechnen.gib ihr,soviel du willst,oder kannst.

ich würde, wenn es sich ausgeht, so 100 euro weiterleiten! wenn sie das nicht möchte, würde ich für die enkerl 2 sparbücher anlegen!
ClockworkPink am 17. Juli 2009 23:58 Super Idee!
Dass Kinder ihre Eltern im Alter versorgen (können!) ist heute aber auch nicht mehr selbstverständlich.
Und auch wenn die "Mühe" der Versorgung bestimmt nicht das Thema sein sollte, die Kosten für Nahrungsmittel, Wasser und Strom solltest du ihr schon zurückgeben.
Was musst du denn von den 1000 € im Monat bezahlen? Sooo viel kann es ja nicht sein wenn Essen wegfällt, die Wohung dir gehört (Eigenheim?) und du keine allzu hohen Nebenkosten hast. Da wäre es sicher nicht zu viel verlangt, deiner Tochter für die Hilfe ein Dankeschön zukommen zu lassen. Eine Putzfrau, die einmal die Woche kommt verlangt auch mindestens 30 € und dann ist man seeehr billig dabei - und die putzt bloß.
Von Arbeit berechnen kann hier also keine Rede sein.
Außerdem, mit den "Leistungen" die Eltern ihren Kindern zukommen lassen kann man das wohl kaum vergleichen. Kein Kind hat es sich ausgesucht geboren zu werden und ist auf Versorgung angewiesen.
Was ist denn mit deinen übrigen Kindern? Kümmern die sich gar nicht? Was sagen die denn dazu?
Schlussendlich, wenn dir schon ihre Mühe nichts wert ist, dann zahl wenigstens das was sie für dich ausgibt.
Danke für Deine ausgewogene Antwort. Die andere Tochter kümmert sich nicht um mich. Die mich versorgt hat zwei Kinder und geht daher nicht arbeiten. Sie hat ein Eigenheim und die Familie hat (mit Kindergeld) so 1800 Euro, da der Mann zur Zeit nur einen schlecht bezahlten Job hat. Sie "erwarten" von mir eine angemessene Kostenbeteiligung ...
Und damit haben sie ja auch recht! Überleg mal, eine 4 köpfige Familie, 2 wohl noch nicht allzu große Kinder wenn die Tocher nicht arbeiten geht. Das frisst einen Haufen Geld.
Und wenn dein Schwiegersohn gerade nur einen Job hat der nicht viel Geld einbringt, dann ist es ja nur mehr als fair, wenn du ihr die Hilfe angemessen entlohnst - denn würde sie sich auch nicht kümmern, wie die andere Tochter, dann müsstest du dir eine Haushaltshilfe anstellen, und unter mindestens (!) 400 € im Monat wäre da niemand zu bekommen, der die Arbeiten erledigt die im Moment deine Tochter macht.
Und schon allein in der wohl momentan nicht allzu rosigen Situation ist es sicher nicht zuviel wenn du ihr mit dem Geld unter die Arme greifst.

Mein Schwiegervater hat dreizehn Jahre lang bei uns in einer Einliegerwohnung gelebt und ich habe für ihn mitgekocht, seine Wäsche erledigt, seine Wohnung geputzt und ihn gepflegt, als er krank wurde. Es wäre mir nie eingefallen, dafür etwas zu verlangen. Dafür ist Familie da. Er hat mir im Gegenzug kleine Reparaturarbeiten im Haus erledigt, die für ihn noch möglich waren oder auch mal als Babysitter fungiert. Aber Geld hätte ich nie von ihm angenommen.

Verlangt Ihre Tochter dass ihre Leistungen bezahlt werden? Wenn nicht würde ich sie an Ihrer Stelle einfach mal fragen. Wahrscheinlich sagt sie sowieso dass sie kein Geld haben möchte. Ich denke, Sie waren für Ihre Tochter auch immer da, auch finanziell, da sollte es doch kein Problem sein, wenn Sie bei ihr essen und Sie ab und zu Ihren Haushalt erledigt. Wenn sie kein Geld möchte, akzeptieren Sie das am besten und bringen ihr ab und an eine kleine Aufmerksamkeit. Z.B. Pralinen oder einen kleinen Blumenstrauss
Frag Deine Tochter doch einfach, oder vielleicht kannst Du sie bei anderen Dingen unterstützen? Z.B. auf die Kinder aufpassen, oder mal den Rasen mähen.Ihr seit doch eine Familie, da muss man sich doch nicht gegenseitig bezahlen, aber der Anständigkeit halber würde ich sie fragen.

"Zahlen" in dem Sinne, wirst Du es ihr nicht können - genauso wenig wie sie Dir Deine Pflege, als sie sie noch benötigte, zahlen kann. Aber eine Anerkennung wäre mit Sicherheit in Ordnung. Dann weiss sie, das Du ihre Arbeit schätzt, und sie nicht für selbstverständlich hälst.

Anstandshalber würde ich ihr 300 Euro im Monat mindestens freiwillig geben - immerhin ist es doch eine große Belastung für so viele Leute da zu sein und sich - ich möchte es jetzt mal so nennen - aufzuopfern....
Mach ihr die Freude und gib ihr das Geld - damit sie sich auch mal was leisten kann, bei der vielen Arbeit, die Ihr alle ihr macht ....
Gratulation zu so einer Tochter ♥
meine frage wäre dann noch ,was machst du den ganzen tag?? könntest du nicht ein teil deiner hausarbeit selbst verrichten? oder bist du ein gewisser maßen pflegefall?

Bei der nicht üppigen Rente bleibt nicht viel Spielraum. Wenn sie auch die Mite bezahlt, bleibt nur ein angemessenes Taschengeld übrig.
Welche Miete soll sie bezahlen?
Die Rente ist im Vergleich zum Einkunft der Familie doch sehr üppig. 1000 Euro für eine Person im vergleich zu 1800 für 4 Personen?