Frage von JohannMaxZie, 64

Rentenversicherungspflicht und Befreiung von der Rentenversicherungspflicht?

Ich habe dazu zwei allgemeine Fragen: 1. Kann es sinnvoll sei sich von der Rentenversciherungspflicht befreien zu lassen ( z.B bei einer geringfügigen Beschäftigung (Mini/Midi-Job) als Student) 2. Wann ist eine Befreiung möglich, und ist diese abhängig oder unabhängig von der Höhe des Einkommens?

Antwort
von kevin1905, 46

Kann es sinnvoll sei sich von der Rentenversciherungspflicht befreien zu
lassen ( z.B bei einer geringfügigen Beschäftigung (Mini/Midi-Job) als
Student)

Nein. Als Student entstehen ansonsten keine Zeiten der Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung. Dies ist aber wichtig für evtl. Ansprüche z.B. auf Erwerbsminderungsrente, oder früheren Altersrentenbezug.

Ebenso eliminiert es die unmittelbare Förderfähigkeit zur Riester-Rente oder die Mögllichkeit der Einrichtung einer Minijob-bAV durch Entgeltumwandlung.

Wann ist eine Befreiung möglich

Jederzeit. Diese hat schriftlich zu erfolgen.

Kommentar von JohannMaxZie ,

ich denke ich muss mich nochmal genauer mit dem Thema auseinandersetzen

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Rente, 41

Wer abhängig beschäftigt ist, ist auf jeden Fall versicherungspflichtig.

Hinzu kommen einige selbständige Berufe, vor allem wenn sie als Einzelperson ausgeübt werden.

Antwort
von Dickie59, 33

Hallo,

da meinen jungen Kunden, die studiert haben und während des 450€ Job keine Rentenbeiträge abgeführt haben, da sie sich befreit haben, rentenrechtliche Zeiten fehlen und sie somit noch weitere Jahre aus der Reichweite von rentenrechtliche Versicherungsleistungen sind, kann ich das nicht empfehlen.

Entscheiden musst du das.

Über die Konsequenzen sollte man sich aufklären lassen was es heisst, wann die 60 Monate Wartezeit für SGB VI Leistungen erfüllt werden:

für berufliche und medizinische Reha-Leistungen und Anspruch auf Erwerbsminderungsrenten. Privatrechtlich für Förderung in der Riesterförderung.

Beste grüße

Dickie59

Antwort
von TreudoofeTomate, 48
  1. Ja und nein. Ich persönlich halte es für nicht sinnvoll, schließlich muss man auch an seine Rente und die Anwartschaftszeiten denken. Sinnvoll ist es nur, wenn man auf die paar Kröten, die der monatliche Beitrag kosten würde, dringend angewiesen ist.
  2. Im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung (also bis 450 EUR).
Kommentar von ellaluise ,

Eine Befreiung könnte auch sinnvoll sein, wenn eben das Einkommen aus dem Minijob sehr niedrig ist. Es wird nämlich dann von einem Mindestbetrag (um die 170€ Einkommen) gerechnet. Ansonsten kann man für ein paar Euro die Vorteile mitnehmen.

Dann kommen die 15%, die der Arbeitgeber zahlt, nämlich direkt dem Arbeitnehmer zugute.

Antwort
von eulig, 34

auf der einen Seite hat man einen minimalen finanziellen Vorteil. auf der anderen Seite verliert man wichtige Ansprüche auf Leistungen aus der Rentenversicherung. das ist nicht nur die spätere Rente (weniger Rentenpunkte), sondern auch auf Leistungen bei Erwerbsminderung, oder bei Rehabiliationen oder Umschulungen. eine Befreiung sollte gut abgewogen werden. ich persönlich würde mich davon nicht befreien lassen.

https://www.minijob-zentrale.de/DE/0\_Home/01\_mj\_im\_gewerblichen\_bereich/09\...

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