Frage von brinilalalala, 126

Rentenversicherung (Lösung)?

Wie könnten mögliche Lösungen für die Krise der Rentenversicherung aussehen?

Antwort
von kevin1905, 126

Mehr Kinder und Zuwandung qualifizierter Arbeitskräfte. Deren Integration muss entbürokratisiert werden.

Aufhören Dinge wie "Mütterrente" und "Rente mit 63" einzuführen, schon gar nicht, wenn diese beitragsfinanziert sind.

Private und betriebliche Vorsorge stärken. Mehr Wissen über Finanzen, Steuern und Sozialversicherung in den Schulen vermitteln und junge Menschen zur Eigenverantwortung erziehen.

Kommentar von Dickie59 ,

Rentenversicherung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe: in Deutschland können sich Freiberufler, Politiker und Beamte dieser entziehen. Diese haben auch Beiträge zu entrichten und bekommen dann entsprechend Ihrer Beiträge auch eine Grundrente (die Schweiz macht das sehr schön).

Politische Entscheidungen für Leistungen für Spätaussiedler u.ä. müssen dann steuerfinanziert werden und nicht aus dem Topf in dem die Versicherten nie eingezahlt haben.

Beste Grüße

Dickie59

Antwort
von turnmami, 114

Wenn einer von uns hier DIE Lösung wüsste, dann wären sämtliche Spezialisten und Profis überflüssig. Und selbst die wissen keinen Ansatz, um die Rente auf "bessere" Füsse zu stellen. Es ist halt Fakt, dass immer weniger Arbeitende immer mehr Rentner finanzieren müssen. Und die Kinder, die unserer Generation die Rente zahlen sollte, wurden leider nicht geboren. Ab ca 2030 soll ein Verdiener zwei Rentner "bezahlen". Geht aber leider nicht...

Antwort
von Lennister, 109

Umstellung auf ein steuerfinanziertes Grundrentensystem wie z.B. in Neuseeland. Es wird eine staatliche Grundrente von 850€( oberhalb der Armutsgrenze der OECD) eingeführt, die durch Steuern finanziert wird.

Ich habe das durchgerechnet- wenn diese Rente zu 70% über Besteuerung der Umsätze und zu 30% über Besteuerung der Einkommen finanziert wird, wäre das absolut finanzierbar.

Vorteile: Die Rente würde vor Altersarmut schützen, Arbeit nicht verteuern(keine Finanzierung über Lohnnebenkosten mehr!) und wäre solider finanziert.

Dazu müsste man natürlich weiterhin die demografische Basis der Finanzierung der Rentenversicherung sicherstellen. Dazu braucht es die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt, anhaltend hohe Zuwanderung und eine Erhöhung der Geburtenrate.

Kommentar von Abahatchi ,

Nun, die steuerfinanzierte Grundrente würde sehr gut funktionieren, so lange es genügend Steuern gibt. Lahmt die Wirtschaft extrem, dann wären weniger Steuern möglich. Die Rente mit dem Generationenvertrag war eigentlich keine schlechte Idee, denn sie hätte angefangen von vor 12 000 Jahren bis in die 90 Jahre super funktioniert. Das ist ein sehr langer Zeitraum. Nun ist es aber auch so, dasz vornehmlich seit der Pille, deutsche Frauen im Durchschnitt nur noch so viele Kinder bekommen, dasz rein mathematisch die Deutschen langfristig aussterben müszten. Auf so einen unnatürlichen Einflusz war das alte Rentensystem nicht vorbereitet. 

Nun gut, man könnte also die Rene pauschal auf Steuer umstellen. Das geht aber eben nur so lange gut, so lange eine Wirtschaft so gut funktioniert, dasz man diese Art von Steuern erheben kann, ohne das die Wirtschaft restlos den Bach runter geht. 

Vielleicht kennst Du auch den Spruch, vom Regen in die Traufe. Genau dies könnte mit einer reinen Steuerrente passieren. 

So man bei Geldanlagen nicht nur ein Pferd setzen sollte, so sollte man auch eine Rente möglichst so auf stellen, dasz, sollte die Steuer schlecht laufen, ein Teil der Renten über Geld drucken finanziert wird, läuft Geld drucken schlecht ein Teil durch den Generationenvertrag, läuft Generationenvertrag schlecht und auch Steuer, dann kann man auf das zu Lebzeiten angesparte Rentenpaket zurück greifen usw. 

Ich würde den Generationenanteil der Rente etwas zurück fahren und nur einen Teil aus Steuern erheben. Also die Rente generell auf mehr Beine stellen. Läuft eine Sache schlecht, geht die andere besser. Aber was solls, für mich ist da der Zug eh schon abgefahren.

Grusz Abahatchi

Kommentar von Lennister ,

Du vergisst in deinem ganzen Kommentar eine zwei wichtige Sachen: Erstens, man könnte in Zeiten wirtschaftlicher Not die Rente zumindest teilweise über Steuern finanzieren. Zweitens, Steuersenkungen sind nicht nötig, um eine Wirtschaftskrise zu beenden; das geht z.B. auch nachfrageorientierte Strategien, Deregulierung oder Senkung der Lohnnebenkosten.

Und, drittens, warum Steuerfinanzierung eben kein "Vom Regen in die Traufe" wäre: Steuern verteuern im Gegensatz zur bisherigen Finanzierung über Lohnnebenkosten(zu ca. 70%, der Rest wird sowieso schon über Steuern gemacht) Arbeit nicht. Damit sind sie weitaus weniger wachstums- und beschäftigungshemmend. 

Kommentar von Abahatchi ,

Erstens, man könnte in Zeiten wirtschaftlicher Not die Rente zumindest teilweise über Steuern finanzieren.

Dann zeige mir mal, wie gut dies jetzt in Griechenland oder Somalia funktionieren würde.

Zweitens, Steuersenkungen sind nicht nötig, um eine Wirtschaftskrise zu beenden;

Wirtschaftskriese ist also gleich Wirtschaftskriese? Kommt es nicht darauf an, was die Ursachen der Wirtschaftskriese sind? 

das geht z.B. auch nachfrageorientierte Strategien, Deregulierung oder Senkung der Lohnnebenkosten.

Senkung der Lohnnebenkosten, und was ist, wenn die Lohnnebenkosten Kosten sind, die man nicht einfach durch beschlossene "Senkung" in Luft auflösen kann?

Deregulierung, und was ist, wenn schon 10 Jahre zuvor bis aufs Messers Schneide alles dereguliert wurde?

Was sind bei Dir nachfrageorientierte Strategien? Was, wenn diese genau so in die Hose gehen wie in der DDR oder in Nordkorea?

Steuern verteuern im Gegensatz zur bisherigen Finanzierung über Lohnnebenkosten(zu ca. 70%, der Rest wird sowieso schon über Steuern gemacht) Arbeit nicht.

Hatte ich nicht geschrieben, auf mehrere Standbeine stellen? Hatte ich etwa gemeint, dasz man auf keinen Fall einen Teil über Steuern absichern sollte?

PS Wer zahlt am Ende mit Geld aus seinen Gehältern die Steuern, wenn alles Steuerfinanziert wäre? 

Grusz Abahatchi

Kommentar von Lennister ,

Dann zeige mir mal, wie gut dies jetzt in Griechenland oder Somalia funktionieren würde.

Ich meinte über Schulden. Und wir sprechen hier eben nicht über Griechenland oder Somalia, sondern über Deutschland.

Wirtschaftskriese ist also gleich Wirtschaftskriese? Kommt es nicht darauf an, was die Ursachen der Wirtschaftskriese sind? 

Ich weise ja weiter unten noch auf die unterschiedlichen Krisenursachen hin. Aber es sind schlicht keine Krisen bekannt, die durch zu hohe Steuern ausgelöst wurden; bekannt sind im wesentlichen Krisen durch Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage, durch zu hohe Kosten der Angebotsseite, schlechtes Investitionsklima durch z.B. Überregulierung oder durch Schocks(Finanzmärkte!). 

 und was ist, wenn die Lohnnebenkosten Kosten sind, die man nicht einfach durch beschlossene "Senkung" in Luft auflösen kann?

Lohnnebenkosten kann man durch beschlossene Senkung auflösen. Weist du überhaupt, was Lohnnebenkosten sind? Hier: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/personalnebenkosten.html

Es gibt genau zwei Arten, wie solche Kosten entstehen können: Entweder das Unternehmen nimmt sie freiwillig auf sich(tut es dann, wenn es sich wirtschaftlich lohnt; solche Kosten sind kein Problem) oder der Gesetzgeber ordnet sie an, um etwas zu finanzieren. 

Daraus sollte auch verständlich werden, warum Lohnnebenkosten/Personalnebenkosten beschäftigungshemmend sind: Weil es durch sie teurer wird, Arbeitnehmer zu beschäftigen.

Deregulierung, und was ist, wenn schon 10 Jahre zuvor bis aufs Messers Schneide alles dereguliert wurde?

Dann wird es auch nicht zu einer Krise durch Überregulierung kommen. 

Was, wenn diese genau so in die Hose gehen wie in der DDR oder in Nordkorea?

DDR? Nordkorea? Hast du eigentlich eine Ahnung, was nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik ist?

Hatte ich nicht geschrieben, auf mehrere Standbeine stellen? Hatte ich etwa gemeint, dasz man auf keinen Fall einen Teil über Steuern absichern sollte?

Hast du geschrieben. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass a)die Steuerfinanzierung an sich kein totaler Systemwechsel ist und b) Steuern nun einmal weniger beschäftigungshemmend wirken als Lohnnebenkosten. 

Wer zahlt am Ende mit Geld aus seinen Gehältern die Steuern, wenn alles Steuerfinanziert wäre? 

Ich wäre für 75% Finanzierung durch eine Steuer auf die Einnahmen von Unternehmen, 25% Steuer auf Einkommen der privaten Haushalte. Organisiert wird das ganze als Flat-Tax und ohne Ausnahmen. Nach meinen Berechnungen würden dabei für die Renten ein Steuersatz von 2,5% bei den Unternehmen bzw. von 3,6% bei den Haushalten. 

Kommentar von Abahatchi ,

Und wir sprechen hier eben nicht über Griechenland oder Somalia, sondern über Deutschland.

ich weis nicht, wie lange Du Deutschland kennst aber nach meinen Maszstäben war Deutschland schon in schlimmeren Verfassungen als Griechenland oder Somalia. Griechenland und Somalia stehen nur als Beispiele für einen möglichen Zustand den es je nach dem auch in Deutschland geben kann. 

Aber es sind schlicht keine Krisen bekannt, die durch zu hohe Steuern ausgelöst wurden;

und warum haben einige Deutsche dann vor vielen Jahren die schweizer Eidgenossenschaft gegründet. Und warum sollten hohe Steuern keine Krisen auslösen? Dir ist doch bekannt, was ein Handelsüberschusz oder Handelsdefizit ist. Hätte Deutschland nicht die letzen 20 Jahr so gehaushaltet wie es gehaushaltet hatte und sich schlechter gestellt, dann hätte es die Wirtschaftskriese in Portugal so nicht gegeben. Du denkst doch nicht etwa, dasz Deutschland mit den wirtschaftlichen Verstrickungen von dem Rest der Welt losgelöszt existiert? Vor 25 und 15 Jahren ging es Deutschland im Verhältnis zu Spanien und Portugal eher schlecht. So wurde an Gehältern gespart, was uns im Export wieder Vorteile brachte. Nun hat sich das Blatt gewendet. Wir sind keine Insel, siehe Bankenkrise.

Hast du eigentlich eine Ahnung, was nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik ist?

Du hattest von nachfrageorientierten Strategien geschrieben und wer sich schon früher mal mit dem Rest von Deutschland beschäftigt hätte, also der DDR, der hätte gewuszt, dasz die nachfrageorientierte Strategien hatten, die zu nichts führten. 

Ich wäre für 75% Finanzierung durch eine Steuer auf die Einnahmen von Unternehmen,

Könnte es dem Unternehmer nicht egal sein, ob er nun das Geld über den Umsatz abdrückt oder über die Zahlung von Gehältern. Natürlich wäre es gerechter, falls ein Unternehmen milliarden an Umsetzen hat aber nur einen Angestellten am Computer sitzen. Doch könnte es Gerecht sein, wenn diese Steuer von Umsatz abgezogen wird und nicht von der Gewinnspanne? Es gibt Unternehmen die haben gigantische Umsätze aber nur geringe Gewinne. Mit Deinem Vorschlag, den Umsatz zur Abgabe heran zu ziehen, würde man ganz schnell viele Unternehmen in die Insolvenz schicken. 

Vielleicht solltest Du das noch einmal nachbessern.

Kommentar von Dickie59 ,

wie wäre es, wenn dieser Dialog privat fortgeführt wird, da er der Frage nicht dienlich ist???

Kommentar von Lennister ,

kennst aber nach meinen Maszstäben war Deutschland schon in schlimmeren Verfassungen als Griechenland oder Somalia

Und wie gering ist die Wahrscheinlichkeit, dass Deutschland wieder in so einen Zustand gerät? Geht gegen Null. Und was wäre dann mit einem umlagenfinanzierten Rentensystem besser? Nichts.

und warum haben einige Deutsche dann vor vielen Jahren die schweizer Eidgenossenschaft gegründe

Aufgrund eines Konflikts um die deutsche Königswahl. Alles recherchierbar; habe daher mal wieder den Eindruck, dass du eigentlich nur willkürlich etwas schreibst, ohne irgendwelche Kenntnisse zu haben.

Dir ist doch bekannt, was ein Handelsüberschusz oder Handelsdefizit ist. Hätte Deutschland nicht die letzen 20 Jahr so gehaushaltet wie es gehaushaltet hatte und sich schlechter gestellt, dann hätte es die Wirtschaftskriese in Portugal so nicht gegeben

Und wieder habe ich den Eindruck, dass du keinerlei Verständnis vom Thema hast. Die Handelsbilanz bezieht sich auf Import und Export, sie hat nichts mit Steuern zu tun.

und wer sich schon früher mal mit dem Rest von Deutschland beschäftigt hätte, also der DDR, der hätte gewuszt, dasz die nachfrageorientierte Strategien hatten, die zu nichts führten

Falsch. Wer sich mit der DDR beschäftigt und weiß, was nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik ist- was du offenbar nicht weißt-, der weiß auch, dass diese in der DDR nicht angewandt wurde. Sie macht auch bloß Sinn, wenn man sie auf eine Marktwirtschaft anwendet.

Könnte es dem Unternehmer nicht egal sein, ob er nun das Geld über den Umsatz abdrückt oder über die Zahlung von Gehältern

Nein. Wenn er nämlich für einen Arbeitnehmer zusätzlich zu dem Gehalt noch Sozialabgaben in Höhe von 10% des Gehalts zahlen muss, dann wird es sich überlegen, ob er diesen Arbeitnehmer wirklich braucht.

Mit Deinem Vorschlag, den Umsatz zur Abgabe heran zu ziehen, würde man ganz schnell viele Unternehmen in die Insolvenz schicken

Falsch. Ich habe es durchgerechnet, es würde die Unternehmen entlasten, da die Lohnnebenkosten drastisch sinken würden.

Ich muss also nichts nachbessern. Aber bei dir habe ich das Gefühl, dass dir jedes grundlegende Verständnis für volks- und betriebswirtschaftliche Fragen fehlt. 

Kommentar von Abahatchi ,

habe daher mal wieder den Eindruck, dass du eigentlich nur willkürlich etwas schreibst, ohne irgendwelche Kenntnisse zu haben.

Mit der Gründung der "sogenannten" Schweiz ist das halt so eine Sache. Worum könnte es denn bei einer Königswahl gehen? Vielleicht um die Wahrung bzw. Wiedererlangung alter Autonomierechte? Was war den ein wichtiges strukturelles Mittel jener Zeit? Das Lehnwesen oder nicht? Ging es also nur um den Namen eines König oder ums Geld? Wo kommen den Steuern her, wie wurden sie erhoben und erwirtschaftet. Wer profitierte wie von wem? Kann man sich nur in geordneten Verhältnissen, die auch Macht durchsetzt, ordentlich auf seine Einnahmen verlassen? Damals wurden wohl kaum die Obrigkeiten von den Bauern gewählt, die dann mit Steuermitteln Aufgaben wie in einer heutigen Demokratie für Arme und Reiche erledigen. Es war wichtig sicher zu stellen, dasz man auch weiterhin die Macht hat, Menschen aus zu beuten. Wenn dies nicht gelingt, dies mit einem entsprechenden Kaiser zu wahren, dann musz man halt im Kleinen dafür sorgen. Meinst Du wirklich, dasz damals es den Nutznieszern der Zeit es nur aus Prestige um einen König hätte gehen können? 

Ich behalte den Hintergrund im Blick. Mir dann einfach Unkenntnis zu unterstellen ist unfein.  

Und wie gering ist die Wahrscheinlichkeit, dass Deutschland wieder in so einen Zustand gerät?

Aus meiner Lebenserfahrung heraus, geht es meist schneller als man denkt und vor allem immer dann, wenn es gerade mal wieder keiner für möglich hält.

Die Handelsbilanz bezieht sich auf Import und Export, sie hat nichts mit Steuern zu tun.

Es gibt Länder wie Süd-Korea, die haben massiv Schiffe billig gestützt. Hat also Einflusz auf Import und Export je nach Standpunkt. Es gibt Länder, die können zum Beispiel nicht einfach Autos mals so in die Türkei exportieren, weil die Einfuhrsteuern so hoch sind, dasz sich der Preis vor Ort praktisch verdoppelt. Somit werden in der Türkei ganz weinige Autos wie Ferrari importiert, weil sie nicht nur teuer sondern fast unbezahlbar sind. Was bedeutet diese türkische Einfuhrsteuer wiederum für andere Ländern bezüglich des Improt und Export. 

Wie könnte eine Handelsbilanz nicht auch durch Steuern beeinfluszt sein?

Falsch. Wer sich mit der DDR beschäftigt und weiß, was nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik ist

Die DDR existierte nach meinen Erinnerungen von 1949 bis 1990. Es ist dabei nicht wichtig, ob es "nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik" genannt wurde, sondern dasz es in den speziellen Fällen eine war. Ich rede nicht von der "Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik des Erich Honnecker.

Wenn er nämlich für einen Arbeitnehmer zusätzlich zu dem Gehalt noch Sozialabgaben in Höhe von 10% des Gehalts zahlen muss, dann wird es sich überlegen, ob er diesen Arbeitnehmer wirklich braucht.

Und wenn der Arbeitgeber aber auf Grund der höheren Abgaben auf Grundlage des Umsatzes sich keine weitern Arbeitnehmer mehr leisten kann bzw. weniger als zuvor, dann wird auch hier entlassen und wenn der Betrieb nicht mit weniger Arbeitnehmern aufrecht zu erhalten ist, wird der Betrieb halt zu gemacht. 

Du scheinst hoffentlich nicht auszer acht zu lassen, dasz es eben sehr unterschiedliche Betriebe gibt. Bei einigen ist es fast egal, wie teuer eine Arbeitskraft ist, wenn man bei millionen Gewinnen nach Steure eh nur ein oder zwei Leute braucht oder ob man einen sehr Arbeitskräfte intensiven Betrieb bei minimaler Gewinnspanne hat. 

Auszerdem hatte ich mit "noch mal nachrechnen" nicht gemeint, ob man nun noch zusätzlich 10 % irgendwo drauf schlägt, sondern ob man das Netto der Arbeiter auf dem Lohnzettel gleich läszt und dann von den Rentenbeiträgen (nur als Beispiel) 0,5 % abzieht und für Deine Steuer (welche auch immer) nimmt. So wäre direkt nach Umstellung die Belastung gleich, aber mit der stätigen Änderung der Rahmenbedingungen. würden die 0,5 % immer mehr zum Tragen kommen.

Falsch. Ich habe es durchgerechnet, es würde die Unternehmen entlasten, da die Lohnnebenkosten drastisch sinken würden.

ja, was denn nun? Also willst Du doch gleichzeitig einen anderen belastenden Teil zurückfahren? Wenn ja, warum erklärst Du es nicht so, wie Du es meinst?

bei dir habe ich das Gefühl, dass dir jedes grundlegende Verständnis für volks- und betriebswirtschaftliche Fragen fehlt. 

So lange es nur ein Gefühl ist. Vielleicht liegt es ja nur daran, dasz Du Dich nicht richtig erklären kannst, siehe "ja was denn nun?"! Sollte aber Deutschland wider Erwarten, aus welchem Grund auch immer, griechische Verhältnisse bekommen, dann nützt Deine rein Steuer finanzierte Rente auch nichts. Hätte die Rente aber auf mehreren Beinen gestanden und man hätte nun ein Teil als Gold und Diamanten im Tresor liegen.....

Antwort
von Leisewolke, 100

In dem ALLE in die Versicherung einzahlen!  Es gibt keine Bemessungsgrenzen mehr und auch Beamte zahlen ein. Geht aber leider nicht, da die Lobbyarbeit der betroffenen Klienten sehr gut ist.

Kommentar von Abahatchi ,

auch Beamte zahlen ein

Macht es Sinn, wenn Beamte vom Staat, also von Steuereinnahmen bezahlt werden? Hätten Beamte vor langer Zeit schon ein Teil des Gehaltes für die Rente abdrücken müssen, dann hätte man den Beamten auch mehr Geld bezahlen müssen, damit sie am Ende wie Beamte gestellt sind. Denn Sinn der guten Bezahlung von Beamten ist es, dasz sie durch das gesichert gute Einkommen es nicht nötig haben sich bestechen zu lassen. 

Hätte man also Beamte zur Zahlung von Renten mit herangezogen, dann wäre es rechnerisch nur eine Luftnummer gewesen. 100 Taler aus Steuern auf Gehalt rauf und gleich wieder runter. 

Macht keinen Sinn.

Kommentar von Samy795 ,

Es macht in sofern Sinn, dass dann diese Gelder zwingend für die Rente genutzt werden müssen und sie nicht von staatlicher Seite komplett anders verwendet werden können.

Kommentar von Abahatchi ,

diese Gelder zwingend für die Rente genutzt werden müssen

Gut, dann erkläre ich es mal anders. Beamte sind gehaltstechnisch zu 100 % aus Steuern und Gebühren finanziert. Brauchen Beamte mehr Geld, um in die Rentenkasse ein zu zahlen, dann bekommt der Staat das Geld von wem? Richtig, von den Steuerzahlern. Also musz er dann der Öffentlichkeit mehr Steuern abverlangen. Da aber Beamte ohnehin vom Staat im dem Ruhestand bezahlt werden, würden diese Ausgaben in Deinem Falle wieder wegfallen. Also kann er auf Steuererhöhungen verzichten. 

Beamte einzahlen zu lassen bringt eben nichts, weil das Geld einfach nur anders verbucht wird, aber in der Summe kommt so oder so für die Allgemeinheit kein Vorteil dabei heraus, wenn Beamte in die Rentenkasse einzahlen. 

Du könntest natürlich auch einfach von dem Gehalt der Beamten anteilig einen Betrag abziehen, der dann in die Rentenkasse abgeführt wird. Nur dann würden von einem Tag zum anderen die Beamten viel weniger verdienen. Nur wer von den Beamten würde es sich gefallen lassen, für so einen Hungerlohn zu arbeiten. Also wird er sich bestechen lassen und für gefälligkeiten die Allgemeinheit abkassieren. Das würde dann vermutlich für die Allgemeinheit sogar im Schwarzen viel teurer werden. Auszerdem wäre es ungerecht, die Gehälter der Beamten indirekt durch Abführung von Rentenbeiträgen vom Gehalt zu kürzen, weil die Gehälter der Beamten eben in der Höhe darauf abgestimmt sind, dasz sie von ihrem Gehalt keine Rentenbeiträge abführen. 

Grusz Abahatchi

Kommentar von turnmami ,

Dann hast du eine Million mehr Einzahler, aber auch eine Million mehr, die Leistungen wollen. Glaubst du im Ernst, ein System, das jetzt mit ca. 40 Millionen Einzahlern nicht läuft, dann mit 41 Millionen Einzahlern besser läuft?? Das ist eigentlich immer nur das "Neiddenken", weil DIE Beamten nicht einzahlen. Den Beamten wird seit 1957 ein Teil ihres Bruttogehaltes für die Pension eingehalten. Und warum kam man in Schleswig-Holstein sehr schnell auf die Beamten zurück? WEil ein aktiver Beamter für den Staat wesentlich billiger ist. Nur, hups ganz überraschend möchte der auch irgendwann eine Pension. 

Kommentar von Leisewolke ,

schön, nun haben einige ihre Kommentare zu den Beamten abgegeben, aber was ist mit der Bemessungsgrenze ??

Antwort
von Modem1, 89

Zum Beispiel. Systemfremde Leistungen ausgrenzen.

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