Frage von Heidelberry, 433

Rentenversicherung lehnt Umschulung ab?

Hallo,

ich habe einen Ablehnungsbescheid der RV erhalten mit dem Hinweis, dass ich meinen zuletzt ausgeübten Beruf weiter ausüben könnte, was sich mit den Diagnosen meiner Reha-Klinik, meines Arztes und dem ärztlichen Gutachten des Arbeitsamtes widerspricht (psychische Krankheit).

Ich frage mich also wie die darauf kommen. Von einem Gutachter der RV wurde ich nicht eingeladen. Leider ist heute niemand mehr bei der RV erreichbar und ich kann mich nicht beruhigen und nun steht das Wochenende bevor.

Hat jemand Erfahrungen ob sich hier ein widerspruch lohnt? Oder sollte ich die Hoffnung aufgeben? Ist die RV bei ihren Entscheidung grundsätzlich kompetent?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von turnmami, 380

Versuchen kann man einen Widerspruch immer. Allerdings ist die Agentur für Arbeit an die Entscheidung der RV gebunden und nicht umgekehrt.

Die Ärzte allgemein sind hier auch etwas lockerer mit der Feststellung einer Erwerbsminderung oder einer Nötigkeit der Umschulung, als der medizinisch Dienst der RV den Gesundheitszustand beurteilt. Jeder Hausarzt bescheinigt gerne eine Erwerbsminderung/Umschulung und hat eigentlich keine Ahnung, wie diese bei der RV ermittelt wird!

Und nein, Freitag um halb 6 hat die DRV keinen Telefondienst mehr. Du kannst am Montag ab 8.00 wieder anrufen.

Antwort
von kabbes69, 343

Warst du in stationärer Reha und wie lange ist die her? Falls die bereits über die RV lief,  gibt es davon ja nicht nur Diagnosen, sondern auch einen Entlassungsbericht. Dann  solltest du dir den erstmal besorgen. 

Kommentar von Heidelberry ,

Ich war Januar bis Februar diesen Jahres auf stationärer Reha. Von dort aus wurde auch der Antrag für die Umschulung gestellt, nachdem festgestellt wurde, welche Arbeit mit meiner Krankheit "kompatibel" ist. Im Entlassungsbrief strand drin, dass ich in meinem alten Beruf nicht mehr arbeiten könne (weniger als 3 Std. täglich). Für andere Tätigkeiten kann ich 6 Std. am Tag arbeiten. Ich bin seit mehr als 2 Jahren krank und habe mehrere stationäre Aufenthalte hinter mir. Ich hoffe du kannst mir weiterhelfen.

Kommentar von kabbes69 ,

Ich kann dir auch nur  Tips geben. Entweder zum Anwalt und auch noch beim VdK vorsprechen. Zumindest bei uns,  sind die auch bei Neumitgliedern ziemlich kulant und helfen einem sofort. Ich würde mich auf jeden Fall bereits beim Widerspruch von jemandem unterstützen lassen,  evtl muss man ja nur einige Details umformulieren. Ich wünsche dir viel Erfolg. 

http://ratgeber-umschulung.de/fragen/

Antwort
von Dickie59, 289

Hallo,

ja, wenn du aus dem "wenn, hätte, aber" Gedanken rauswillst, mache einen Widerspruch und begründe Ihn mit allen dich bisher behandelnden Ärzten.

Ofmals wird durchaus ein Antrag abgelehnt, weil ....ich ahbe da schon Dinge erlebt.

Beim Widerspruchsverfahren muß alles nochmals genau geprüft werden, weil die DRV sonst eine Sozialrechtsklage von dir riskiert. Deshalb muss dann alles wasserdicht sein.

Beste Grüße

Dickie59

Antwort
von user8787, 301

Natürlich kann du schriftlich Wiederspruch einlegen . Anrufe werden dir nichts nützen, die Entscheidungen werden ganz oben getroffen, zusammen mit einem Amtsarzt .

Ob du Chancen hättest kann man aus der Ferne nicht beurteilen . Keiner kennt deine Unterlagen .

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