Frage von michellew20, 102

Rentenlücke überhaupt zu schliessen?

Hallo zusammen, eine Bekannte hat 10 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt und dadurch nur einen geringen Rentenanspruch. Sie arbeitet aktuell seit 13 Jahren selbständig, hat aber nicht weiter freiwillig in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt und auch sonst keine private Rentenversicherungen abgeschlossen. Was kann sie jetzt überhaupt noch tun, um eine riesige Rentenlücke zu schliessen? Sie ist 40 Jahre alt, könnte im Monat ca. 50-100 Euro in eine Versicherung einbezahlen, mehr ist bei ihr leider nicht möglich. Wir haben das mal ausgerechnet, dass sie bei den niedrigen Beiträgen mit einer Zusatzrente von unter den jeweiligen Beiträgen rechnen könnte, also, im Prinzip kann sie sich das Geld auch gleich in den Sparstrumpf stecken, oder welche Möglichkeiten hat sie noch?

Antwort
von Konrad Huber, 13

Hallo michellew20,

Sie schreiben:

Rentenlücke überhaupt zu schliessen?

Hallo zusammen, eine Bekannte hat 10 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt und dadurch nur einen geringen Rentenanspruch. Sie arbeitet aktuell seit 13 Jahren selbständig, hat aber nicht weiter freiwillig in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt und auch sonst keine private Rentenversicherungen abgeschlossen. Was kann sie jetzt überhaupt noch tun, um eine riesige Rentenlücke zu schliessen?

Antwort:

Von nichts kommt nichts!

Niemand hat eine Kristallkugel und kann vorhersagen, wie die persönliche Situation Ihrer Bekannten in Zukunft ausschauen wird!

Blauäuigkeit bei der Vorsorge und Absicherung provoziert aber früher oder später Existenznöte = Altersrmut! 

Diese Art von Lebensstil ist leider nicht selten und stellt die meisten Betroffenen früher oder später vor große Existenzprobleme, denn es fehlt den Leuten an eigenverantwortlichem, vorausschauendem Denken!

Selbstständig heißt, wie der Name schon sagt "Selbstständig!"

https://de.wikipedia.org/wiki/Selbst%C3%A4ndigkeit

Auszug:

Selbständigkeit  (auch Selbstständigkeit oder Eigenständigkeit) steht für:

Autarkie, die Umweltunabhängigkeit einer Gruppe oder eines Individuums

Autonomie, die Selbstbestimmung bzw. Eigengesetzlichkeit 

Selbständigkeit  (beruflich), = Berufstätigkeit auf eigenes finanzielles und soziales Risiko

Kleingewerbe

heißt klein

und dürfte für die richtige Vorsorge zuwenig abwerfen!

Die meisten Selbstständigen verfügen leider nicht über unternehmerisches Denkvermögen und vegetieren gerade so dahin, dafür gibt es aus der Praxis unzählige Beispiele!

Der Hinweis, daß da noch ein Ehemann existiert, welcher angeblich gut verdient, besagt leider gar nichts!

So eine Beziehung ist, wie man weiß, auf gar keinen Fall in Stein gemeißelt!

Laut Statistiken scheitert fast jede zweite Ehe!

Des weiteren weiß niemand, wie sich die gesundheitliche Komponente Ihrer Bekannten tatsächlich weiterentwickelt!

Wenn Ihre Bekannte in den letzten 13 Jahren keine Beiträge in die Deutsche Rentenversicherung abgeführt hat, dann besteht für den Fall der nicht vorhersehbaren Erwerbsminderung kein Anspruch auf Erwerbsminderungsrente, da die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt werden! Da nach dem 2.1.1961 geboren, besteht in der gesetzlichen Rentenversicherung außerdem kein Vertrauensschutz wegen Berufsunfähigkeit! Auch eine ggf. vorgezogene Altersrente wegen einer nicht vorhersehbaren Schwerbehinderung kommt nicht in Betracht, wenn die dafür erforderlichen Wartezeiten nicht erfüllt werden!

Die meisten Frühverrentungen, gerade bei Frauen, erfolgen aus psychischen Gründen, gefolgt von Krebs und.........und........!

Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung dürfte ausscheiden, weil der Ehemann gut verdient und das gemeinsame Haushaltseinkommen auf den Prüfstand kommen wird!

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publica...

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/258148/publica...

Die 10 Jahre Beiträge in die DRV werden demzufolge frühestens dann aktiviert, wenn das tatsächliche Renteneintrittsalter mit derzeit 67 Jahren erreicht wird und über die Höhe der dann anfallenden Alters-Rente sollte man sich keine Illusionen machen!

Bevor also über irgendwelche privaten Zusatzanlagen nachgedacht wird, sollte die Basis in Form der Deutschen Rentenversicherung auf ein solides Fundamemt gebaut werden, damit wenigstens im Fall einer schwereren gesundheitlichen Attacke eine Grundabsicherung vorhanden ist!

Hier empfiehlt es sich ggf. diese wenig lukrative Kleingewerbe-Existenz aufzugeben und ein versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis anzustreben, damit zumindest die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen in der gesetzlichen Rentenversicherung für eine Erwerbsminderungsrente sichergestellt werden!

Als nächster Schritt oder parallel müßte das jederzeit präsente Risiko der Berufsunfähigkeit durch eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abgesichert werden, was ja auch im Interesse des Ehemannes sein müßte! Denn wenn dessen Frau gesundheitliche Probleme bekommt und keine Absicherung existiert, dann geht das auf seine Kosten!

Zudem gelingt der Abschluß einer privaten BUV in der Regel nur in gesundem Zustand! Mit zunehmendem Eintrittsalter steigen die Beiträge!

Alles in Allem sieht die dargestellte Situation so aus, daß für die beiden Eheleute kein ausgewogener, kein gemeinsamer Plan für die Gesundheits-/Altersvorsorge existiert!

Hier sollte von den Beiden Betroffenen eine gründliche Beratung durch einen kompetenten und seriösen Berater angestrebt werden um einen lückenlosen Bedarfsplan auszuarbeiten und schnellstmöglich die Weichen richtig zu stellen!

http://www.finanztip.de/berufsunfaehigkeitsversicherung/

http://www.finanztip.de/altersvorsorge/

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Antwort
von casybeny, 35

Hallo

Es gibt mehere Möglichkeiten in eine private Altersvorsorge zu investieren .

Das mit den minus ist insoweit richtig wenn man die Inflationsrate  und nur den Garantiezins berechnet .

Dieser wird ab 01.01.2017 noch weiter auf nur noch 0,9% sinken .

1994 lag er noch bei 4% . Das heist bei einer durchschnittlichen Inflationsrate von 3,5 % gab es immer noch Gewinn am ende.

Wenn sie dieses Jahr noch etwas macht bekommt sie noch 1,25 %.

Ich emphele meinen Kunden eine DAX Rente . Die liegt im Durchschnitt bei 4-6% in den letzten 15-20 Jahren. Auch wenn er mal tief fällt , klettert er wieder hoch .

Bei einer Einlage von 100 € / Monat käme sie garantiert auf 103,33 € und bei 6% auf 306,99€ monatliche rente oder einer kapitalabfindung von 72427,00 € .

Bei weiteren Fragen stehe ich gerne zur verfügung , um auch ander Wege zu besprechen .Wie immer ist eine vorherige Analyse und Beratung wichtig .


LG

casybeny



Kommentar von Dickie59 ,

Bitte mit Nettorendite rechnen, also mal die Kosten herausrechnene, dann bitte belegen ob die "DAX Rente" in den letzten 10 Jahren durchschnittlich 6% Bruttorendite erreicht hat.

Es ist schon brutal immer noch 6% Rendite ohne Erklärung, was das ist, anzubieten

Kommentar von casybeny ,

Hier mal ein Link zur Rendite  des DAX .

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/377471/umfrage/dax-renditedreieck...

Meine obigen Ergebnisse ergeben sich aus den vorgegebenen Angaben. ( Kosten sind schon abgerechnet )Und selbst wenn er mal im Jahresdurchschnitt im minus ist , wird es in anderen jahren ausgeglichen . Und sollte der ganze DAX komplett weg brechen , dann haben wir andere Sorgen als unsere Rente .

Antwort
von Apolon, 18

@michellew20,

Sie arbeitet aktuell seit 13 Jahren selbständig, hat aber nicht weiter freiwillig in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt und auch sonst keine private Rentenversicherungen abgeschlossen.

Dies besagt uns doch schon, dass für viele Menschen die Selbständigkeit der falsche Weg ist. Gerade als Selbständige muss man für sein Alter entsprechend vorsorgen und kann ja schließlich auch die Beiträge für eine Altersversorgung steuerlich absetzen.

Sie ist 40 Jahre alt, könnte im Monat ca. 50-100 Euro in eine Versicherung einbezahlen

Dies wird ihr nicht viel helfen, die Versäumnisse nachzuholen.

Bei diesem niedrigen Betrag der ihr zur Verfügung steht, frage ich mich ob es für sie nicht sinnvoller wäre, die Selbständigkeit zu beenden um einen Job als Arbeitnehmerin zu suchen, denn ihre Einkünfte können ja nicht so hoch sein, dass sich ihre derzeitige Tätigkeit überhaupt lohnt.

Um hier weitere Tipps geben zu können, müsste man zumindest wissen, wie es familiär bei ihr ausschaut.  Verheiratet oder Ledig. Wenn verheiratet - welche Einkünfte hat der Ehemann.  Sind Kinder vorhanden für die sie noch aufkommen muss.

Wie ist sie denn überhaupt krankenversichert?

In der GKV oder PKV?  Hoffentlich hat sie nicht auch noch die PKV gewählt.

Denn nach deinen Informationen, hat sie sicherlich auch dafür keine Rücklagen gebildet - was bedeutet - dass sie diese Kosten im Alter auch nicht aufbringen könnte.

Sie sollte einen Spezialisten für Anlage + Vermögensplanung aufsuchen.

Antwort
von kevin1905, 25

Ich würde hier tendenziell sagen Immobilien wären interessant, aber wenn du sagst sie hat maximal 100,- € liquide im Monat, dürfte es schwierig werden eine Bank zu finden, die eine Finanzierung mitmacht. Vermögen scheint auch nicht vorhanden zu sein.

Eine konkrete Beratung ist hier unausweichlich.

Sie soll doch bitte mal einen Finanz- und Versicherungsmakler in ihrer Nähe aufsuchen und eine Bedarfsanalyse machen. Vielleicht kann man irgendwo noch Gelder freibekommen, denn 100,- € sind bereits bei einem 30-jährigen oft nicht ausreichend...

Antwort
von constein, 30

Hallo,  eine Rentenlücke sollte man richtig berechnen und dann mit dem Ehemann zusammen. Geht man von dem jetzigen Nettoeinkommen aus wird es eine große Lücke geben. Hat man aber mietfreies Wohnen mit überschaubaren Kosten kann man auch mit weniger Geld auskommen. In der Regel ist mit Betrachtung der Inflation immer eine Versorgungslücke im Alter. Um eventuell mehr Geld im Alter nutzen zu können, bieten moderene Altersvorsorgeprodukte auch die Möglichkeit die Verrentung des Geldes bis zum 80-85. Lebensjahr rauszuschieben. Durch eine ratierliche Entnahme des Geldes mit gleichzeitiger atraktiver Anlage des Geldes sollte mehr Geld als eine Verentung ermöglichen bevor der Vertrag endet oder verentet werden muss. Auch gibt es Produkte, wo sie mir ihrem Partner gemeinsam eine Police abschließen und genau diese Vorteile der Geldentnahme nutzen können. Verstirbt ein Partner bleibt das Restkapital für den 2. Partner erhalten. Auch kann bei beiden Möglichkeiten jeder Zeit eine Verentung vor dem Ablauf (80.-85.) erfolgen. Die Art der Rente muss dann auch erst festgelegt werden. Sparen hat hat noch nie geschadet. Wichtig ist die richtige Geldanlage zu finden. 4-6 % p.a sollten immer möglich sein. In der modernen Rentenversicherungen sind mehrer Möglichkeiten der Geldanlage enthalten und können jeder Zeit verändert werden. Auch kann in der Ansparzeit immer Geld entnommen und eingezahlt werden. Gruss constein

Antwort
von Dickie59, 12

Hallo,

es gibt mehrere Möglichkeiten, es ist nur müßig hier alle Wege zu beschreiben.

Es wäre wichtig, welches Risiko des Beitragserhaltes oder auch nicht zu der bestmöglichen Rendite, steuerlichen Vorteilen in der Einzahlungs- und Auzahlungsphase gewünscht ist.

Daher macht es Sinn eine Fachkraft für Versicherungen (Makler) und Banker (nur bei Aktien und Investmentkauf) anzusprechen. Beides zusammen bei einem gekauft, gibt immer ein negatives Produkt.

Beste Grüße

Dickie59

Kommentar von michellew20 ,

Hallo, wir wissen schon wieder näheres. Sie hatten in der letzten Woche einen Termin bei der Bank, wegen der privaten Rentenversicherung. Man ist zum Entschluss gekommen, dass ihre Lücke von ca. 800 Euro nicht mehr zu schliessen ist. Die Bank hat sie gefragt, welches Modell für sie interessant wäre, Garantiezins, bzw. niedrige Zinsen, oder etwas mit Invest. Da hat man ihr natürlich ein Produkt angeboten, dass in den ersten 5 Jahren erstmal einen Teil der Provision für den Verkäufer bezahlen soll. 

In Ihrem Beispiel sind sie von 100 Euro monatlich ausgegangen.

Was garantiert dann 104 Euro Rente bringen soll.

Von den Kosten und Provisionen, die auf sie zukommen würden, hat der Berater natürlich nichts gesagt.


Im Internet hat sie folgendes dazu gefunden:

Das ist das Musterbeispiel mit einem Betrag von 150 Euro monatlich:



Zitat:


Dem Vertrag werden in den ersten 5 Jahren 1.575 € an Abschlussprovisionen entnommen 


Pro Jahr fallen zusätzlich 126,00 € fixe Verwaltungkosten an Hinzu kommt ein variabler Kosten-Anteil: 0,50% pro Jahr des Vertragsguthabens
Bei Zuzahlungen werden sehr hohe 9,5% Kosten in Abzug gebracht Im Rentenbezug werden marktübliche 1,5% Kosten fälligDie Effektivkosten betragen laut Angebot hohe 1,11%
Der Versicherer R+V gilt als hervorragend bewertet

Die Zahlen beziehen sich auf einen Vertrag R+V PrivatRente IndexInvest mit 150 € monatlicher Einzahlung über 35 Jahre. Versicherungebeginn ist der 01.03.2016. 

Der Musterkunde ist am 01.03.1984 geboren. Eine Dynamik ist nicht vereinbart. Die Rentengarantiezeit beträgt 10 Jahre. Die Effektivkosten beziehen sich auf eine gleichbleibende Jahresrendite von 6,00%. Es handelt sich um den Provisionstarif.





Zitat:

Fazit:

Die R+V IndexInvest wird überwiegend in Banken angeboten und ist auf Grund der hohen Abschlussprovision auch lukrativ für den Verkäufer. Sparer werden aber insbesondere in den ersten 5 Jahren mit hohen Provisionen belastet.

Zudem sind die laufenden Verwaltungskosten hoch. Kosten die immer auf Kosten der Erträge für den Sparer gehen. Bei der R+V IndexInvest gegen Einmalbeitrag werden bei Einzahlung sofort 5,8% Kosten in Abzug gebracht.

Besser sind daher provisionsfreie Alternativen, da dort weniger Kosten in Abzug gebracht werden und so für den Sparer eine höhere Auszahlung erzielt werden kann.


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Sie sagt, sie hat ehrlich gesagt auch nicht damit gerechnet, dass der Bankberater ihr etwas anderes vorschlägt, seine Provivison wäre sicher. Unterschrieben hat sie natürlich nichts.







Kommentar von Dickie59 ,

Achtung:

exklusiv aus dem Haus R+V:

es macht keinen Sinn mehr in die Indexrente nach dem vorliegenden Modell zu investieren. Da lediglich die Überschüße in Fonds invenstiert wird und die derzitgen Rendite lediglich die Beitragssicherung zulassen, der Cap in den letzten zwei Jahren lediglich 3 mal erreichtwurde und somit eine positive Rendite, die wiederum von den restlichen neagativen Renditen verzehrt wurde (somit lediglich nur die Beiträge gesichert wurden) macht die Indexrente nach dem Modell LV 1871, Volkswohlbund, Condor, Allianz, R+V, AXA, DBV ...derzeit keinen Sinn.

Interessant wäre das Modell der Stuttgarter zu zerlegen, da sie mit einer monatlichen Indexpatizipation arbeiten...

Außerdem: wer kauft beim Schuster Brötchen???

Also in der Bank Versicherungen?

Im Übrigen, nicht jede Bank bekommt vom Versicherer soviel Provision, die neue leben hatte schon immer nur max 34 Promille Provision, wobei die anderen Gesellschaften bei 42 Promille angefangen haben und bis an 50 Promille angeboten haben, wenn viel Umsatz geamcht worden ist.

Mit dem neuen Gesetz sind diese Provisionen um die Hälfte gesunken, das sollte dem Endverbraucher zu Gute kommen, kommt bloß nicht an, jedoch die Reduzierung ist beim Vermittler angekommen...

Fazit:

Die Indexrente scheint ein totgeborenes Kind zu sein.

Kommentar von casybeny ,

Ja das mit den Provisionen ist leider so , das sie nicht beim Kunden ankommen . Dennoch soll  bei einem Berater immer der Kunde im Mittelpunkt stehen . Wie das bei den Banken abläuft weiß man aus internen Kreisen ja bescheid .

Und zum Thema Stuttgarter :

Die Stuttgarter index-safe beinhaltet im Standardtarif hohe Kosten in Form von Provision und laufenden Verwaltungskosten. Kosteneffizienter sind provisionsfreie Alternativen.

Aber wie wir alle schon gesagt haben hier ist eine unabhängige Beratung nötig .

Kommentar von Dickie59 ,

Jede Dienstleistung kostet Geld, wenn es ein provisionsfreier Tarif ist, dann wird ein Honorar fällig. Kosten für die Führung des Vertrages innerhalb von Unternehmen (von Banken oder Versicherungsgesellschaften) gibt es immer.

Die Kosten der Provision sind mit dem Lebensversicherungsgesetz neu gedekclet und sind bei der Stuttgarter nicht höher als bei einer anderen Gesellschaft. Wie berechnest du die laufenden Verwaltungskosten?

Bei einem Vergleich liegt die Stuttgarter bei 10 Gesellschaften (Allianz, Condor, LV 1871, Stuttgarter, Alte Leipziger, Volkswohlbund, Canada life, Nürnberger, HDI, Helvetia) an 5ter Stelle (bezogen auf Nettorente)  mit 9 ter Stelle im Gesamtkapitalhöhe. Fazit: Die Kosten sind gegenüber anderen nicht so hoch.

(Berechnungsbeispiel Mann, 50 Jahre 15. Jahre Laufzeit, 100.000€ Einmaleinzahlung)

Antwort
von Gerneso, 38

welche Möglichkeiten hat sie noch?

Wenn die Selbständigkeit nichts abwirft das sie nicht fürs Alter vorsorgen kann ist ihr Konzept nicht durchdacht. 

Am besten wäre gut heiraten wenn sie an dem schlechten Geschäft festhalten will.

Kommentar von michellew20 ,

Verheiratet ist sie. Ihr Mann ist leitender Angestellter. Sie hat ein Kleingewerbe.

Kommentar von Gerneso ,

Na dann ist doch prima. Im Scheidungsfall profitiert sie vom Versorgungsausgleich. Im Todesfall von der Witwenrente.

Wenn man gut verheiratet ist kann man eine Selbständigkeit betreiben die rein wirtschaftlich als Hobby anzusehen wäre.

Kommentar von michellew20 ,

Aber, damit sie selbst auch etwas eigenes bekommt, macht es doch für sie Sinn etwas abzuschliessen? Oder kann sie sich im Prinzip die 50-100 Euro im Monat sparen, die sie für eine eigene Rentenversicherung ausgeben könnte?

Kommentar von Gerneso ,

Klar sollte auch eine verheiratete Frau eigene Ersparnisse und Rücklagen bilden.

Aber sie hat sich ja entschieden nicht richtig zu arbeiten sondern nur als Kleinunternehmerin "etwas dazu zuverdienen".

Sie könnte sich ja monatlich Taschengeld vom Gatten geben lassen. Wenn der gut verdient und sie nur geringfügig arbeitet stünde ihr das auch zu.

Kommentar von michellew20 ,

Sie arbeitet ja richtig in diesem Kleinunternehmen, sie zahlt auch ihren Krankenkassenbeitrag selbst, sie ist nicht in der Familienversicherung mit versichert. Taschengeld bekommt in sie in dem Sinne zwar nicht, sie kann aber über das Geld des Ehemannes verfügen.

Kommentar von Gerneso ,

Kleinunternehmer bedeutet wenig Verdienst. Sonst wäre es kein Kleinunternehmen.

Wenn sie also dafür viel Zeit aufwändet ist das nicht wirtschaftlich kalkuliert.

Entweder sie will eigenes richtiges Geld, dann muss sie anders arbeiten oder sie ist zufrieden dass der Gatte gut verdient und sein Geld auch ihr Geld ist.

Kommentar von michellew20 ,

Ihre genauen Einkommen kenne ich jetzt nicht, aber, sie sagt immer, es ist auf jeden Fall mehr in der Geldbörse als sie früher als Zahnarzthelferin verdient hat. Reich wird sie mit dieser Selbständigkeit nicht, dass ist wohl war. Sie hat in den nächsten Wochen mit ihrem Mann zusammen einen Beratungstermin bei der Hausbank und da geht es dann wohl um ihre Rentenversicherung und sie wollte vorher gerne wissen, was sie tun kann. Die Bank will nur ihre Produkte verkaufen, dass ist ja leider so.

Kommentar von Gerneso ,

Jedenfalls klagt Deine Freundin auf hohem Niveau. Da ist genug Kohle Zuhause.

Kommentar von michellew20 ,

Klagen auf hohem Niveau würde ich nicht sagen, Eigentum haben sie nicht. 

Kommentar von Gerneso ,

Eine ledige Frau die nicht in die Rentenkasse einzahlt und nicht privat vorsorgt hat ein Problem.

Sie ist gut verheiratet und bekommt die Hälfte der Rentenpunkte die der Ehemann während der Ehe angesammelt hat.

Kommentar von michellew20 ,

Was bedeutet das denn genau mit diesen Rentenpunkten? Wann bekommt sie die? Der Ehemann arbeitet seit 30 Jahren auf Steuerkarte.

Kommentar von Gerneso ,

Die bekommt sie im Trennungsfall bei der Scheidung: Versorgungsausgleich 

Im Todesfall dann als Witwenrente.

Kommentar von michellew20 ,

OK, also braucht sie jetzt eigentlich nicht in Panik geraten, dass sie selbst nur eine kleine Rente bisher erwirtschaftet hat. 

Kommentar von Gerneso ,

Genau so ist es.

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