Frage von derwebpro, 135

Rennrad vorne/hinten unterschiedliche Luftdrücke?

Hallo zusammen

Ich habe mir heute überlegt ob es eine schlaue Idee ist das ich vorne den Luftdruck gegenüber dem Hinterrad um ca. 0.5 bis sogar 1 Bar absenke (Jetzt 7 Bar drin) um dann bessere Lenkbarkeit und Stabilität an der Lenkachse zu bekommen. Das finde ich etwas wichtiges, denn wenn man das verliert ist man schnell am Boden, hinten krieg ichs noch in den Griff. Zudem ist ja das Gewicht sowieso eher auf dem Hinterrrad.

Ist das jetzt sinvoll oder doch nicht, da ich dadurch auch etwas weniger Gefühl habe, bzw. inderekteren Fahrbahnkontakt und ich so auch unkontrollierter und unerwarteter die Haftung verlieren kann / bzw. Kurven/Lenkungen schwammig werden ?

Vielen Dank schon mal.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von biker30000, 94

Vorn mit etwas weniger Druck zu fahren ist sicher aus
Gewichtsverteilungsgründen möglich. Besser Gripp vielleicht, bessere
Lenkbarkeit eher nicht. Ich sehe es mehr unter Entlastung eines Reifens. Warum
den Reifendruck unnötig hochhalten, den Reifen unnötig belasten, speziell bei
Drahtreifen. Sie sind  zwar heute sehr sicher, aber wenn ein Reifen vorn
weggeht dann Gute Nacht.

Expertenantwort
von FelixLingelbach, Community-Experte für Fahrrad, 84

Ich achte immer drauf, dass sich Vorder- und Hinterrad gleich tief eindrücken auf der Standfläche. Mag sein, dass der Unterschied dann so ungefähr 1 bar ausmacht.

Nein, Chinafake, maximaler Druck bedeutet nicht minimaler Rollwiderstand, bzw. wenn, dann nur auf mathematisch ebenen Boden. Es sind die Auf- und Ab-Bewegungen, die bei knallhart aufgepumpten Reifen Energie saugen. Meine 28 mm-Reifen z. B. sind bis 8 bar zugelassen, sie laufen aber besser mit 6 oder sogar nur 5,5 (hinten). Bei meinen 60er Slicks ist es nicht anders.

 

Kommentar von chinafake ,

Der Fragesteller will den Luftdruck auf dem Vorderrad von 7 Bar um 0,5 Bar verringern. Und darauf bezog sich die Antwort. 

Antwort
von DocEmmetBrown, 72

Hallo hier Doc, ein schwammiges Fahrverhalten liegt am schlechten Rahmen. Man kann mit den Luftdrücken das Problem nicht kompensieren. Hatte auch mal so einen Rahmen, der sich bei Passabfahrten gefährlich aufschaukeln konnte. Noch ein kleiner schubs Seitenwind und das Ding fing an zu schaukeln. Bekahm man nur durch bremsen in den Griff. Der Rahmen hat sich verwunden bzw. verdreht. Doc

Antwort
von chinafake, 102

Mit dem verringertem Luftdruck erhöhst Du den Rollwiderstand und gewinnst etwas an Komfort (größere Auflagefläche der Reifen, daher bessere Traktion). 0,5 Bar weniger auf dem Vorderrad kann man machen. Es bringt Dir etwas mehr Grip was beim Fahren von Kurven von Vorteil ist.

Ich fahre bei z.B. mit unterschiedlichen Reifenstärken. Vorne 23mm und hinten 25mm (nutze tubeless Reifen).

Kommentar von biker30000 ,

So bin ich auch immer gefahren!

Ist aber doch genau umgekehrt wie Dein Vorschlag davor war! Übrigens haben Untersuchungen schon vor Jahren ergeben, dass ab 6bar der Rollwiderstand nicht mehr erheblich durch höhere Reifendrücke beeinflußbar ist.

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