Frage von Fruchtbeutel, 46

Rennrad schneller panne als ein normales Fahrrad?

Hallo :D ich hab ne frage. Ich war neulich in einer Diskussion mit meinem Vater, der nur Rennräder hat und sich kein normales Fahrrad zulegen wollte. Paar Tage darauf war ich in einem Fahrrad-Laden um ein neuen Schlauch zu kaufen und die eine Verkäuferin meinte zu mir, dass die Wahrscheinlichkeit dass ein Rennradreifen ein platten bekommt genauso hoch wäre wie bei einem normalem Fahrrad. Sie fügte hinzu, dass viele den Denkfehler machen und glauben, ein normales Stadtrad hätte eine reduzierte Chance, ein Platten zu kassieren. Stimmt das? Ist ein Rennradreifen genauso ,,stabil'' wie ein City-Bike? Sie meinte noch, dass das einzige, was man gegen das Platten-Risiko tun könnte, ein spezieller Mantel sei, der irgendwie mehrere und dickere Schichten hat oder so. Stimmt das auch?

Antwort
von WeiSte, 27

Das hängt nur vom Reifen ab und hat mit dem Fahrradtyp erst mal gar nichts zu tun, aber:

Für "normale Fahrräder", also Touren- oder Trekkingräder, gibt es Reifen mit extrem dicker und stabiler Pannenschutzeinlage (z.B. den Schwalbe Marathon Plus) mit denen es praktisch niemals eine Reifenpanne gibt.

Für ein Rennrad gibt es solche Reifen schon aufgrund ihres Volumens und Gewichtes nicht, außerdem sollen diese Reifen einen höheren Rollwiderstand haben.

Genau wie RobertLiebling fahre ich auch über 10.000 km pro Jahr mit dem Rad, allerdings mit dem Trekkingrad, und hatte mit dem Schwalbe Marathon Plus (bei 5,5 bis 6.0 bar) schon seit Jahren überhaupt keine Panne mehr!

Ich würde also sagen, wenn man im Hinblick auf Pannensicherheit den besten Rennradreifen mit dem besten Trekkingreifen vergleicht, dürfte der Trekkingreifen gewinnen. So gesehen hätte man dann mit einem Rennrad schneller eine Panne, als mit einem "normalen" Fahrrad. Umgekehrt ist ein guter Rennradreifen aber sicher vielfach besser gegen Pannen geschützt, als irgend ein billiger Trekkingreifen.

Kommentar von Traixrider ,

Kann ich so bestätigen.  Pannensicherster Rennradrennen ist der Durano Plus

Antwort
von treppensteiger, 26

Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass das, wenn der Luftdruck stimmt, dann nur noch vom Reifen abhängt. Hierbei sind preiswerte Reifen meist schlechter. Aber es gibt auch den Zustand von Reifen, wenn die selten gefahren aber schon sehr alt und hart sind, in dem die etwas pannensicherer sind. Die Reifen mit Pannenschutzeinlage kann man sich sparen, wenn man immer richtig aufpumpt, und, nachdem man durch Scherbenhaufen gefahren ist, auch mal den Reifen nach steckenden Splittern absucht. Meist braucht ein Splitter bei guten Reifen nämlich einige weitere Kilometer, bis er am Schlauch angekommen ist. Ob Rennrad Trekking oder MTB ist egal, es gibt lediglich für jeden Reifen eine typische Splittergröße welche besonders wahrscheinlich durchsticht.

Antwort
von RobertLiebling, 32

Das kommt auf den Reifen und den dort verwendeten Pannenschutz an. Ich fahre Rennrad mit Conti Grand Prix 4000 und hatte in den vergangenen Jahren maximal eine Panne im Jahr, bei mehr als 10.000 jährlich gefahrenen Kilometern.

Früher, als ich mit günstigen Trainingsreifen (Conti Ultra Sport) gefahren bin, hatte ich häufiger mal Pannen.

Auch über den Reifendruck kann man die Pannenanfälligkeit beeinflussen. Bei zu wenig Luftdruck steigt das Risiko für Durchschläge ("snake bite"). Rennradler achten vermutlich stärker auf den Druck im Reifen als City-biker.

Kommentar von FelixLingelbach ,

Ach - ich fahre den auch, den Conti, in 28 mm. Ich war damit mit meinen Kumpels im Wald, die mit ihren Trekkern. Übelste Wege, überall scharfkantige Basaltbrocken liegen da rum. Hat der klaglos ausgehalten. Ein super Reifen, schnell ist er auch.

Kommentar von RobertLiebling ,

Ich hab nur Erfahrung mit den 23 und 25 mm breiten Modellen (vorne 23, hinten 25). Mir scheint, dass die bunten Versionen etwas weniger robust sind. Der schwarze ist aber nahezu unzerstörbar.

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