Religionsfreiheit seit Mailänder Vereinbarung ab 313 im Römischen Reich?

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4 Antworten

"Religionsfreiheit" ist ein recht schillernder Begriff - zwischen Tolerierung anderer Religionen und völliger Gleichstellung.

Oftmals in der Geschichte wurden andere Religionen geduldet, aber die Ausübung war mit Nachteilen verbunden - höhere Steuern oder Nichtzugang zu bestimmten Berufen oder gesonderte Wohngebiete.

Entgegen meinem Vorredner würde ich 1555 und 1648 gerade nicht als Beginn der Religionsfreiheit ansehen. Damals wurde den Fürsten erlaubt, die Religion ihrer Untertanen zu bestimmen und Andersgläubige aus dem Land rauszuwerfen, wovon noch im 19. Jahrhundert Gebrauch gemacht wurde (die Zillertaler Protestanten sind der letzte mir bekannte Fall).

Die Juden wurden erst Anfang des 19. Jahrhunderts mit den christlichen Bürgern gleichberechtigt (in Deutschland).

Noch heute, 2016, ist zB in Dänemark die lutherische Konfession Staatsreligion - auch wenn natürlich die Ausübung anderer Religionen erlaubt ist, haben lutherische Pastoren auch staatliche Aufgaben (Standesamt).

Noch bis 1918 konnte man zB als Katholik an der Uni Heidelberg (damals Großherzogtum Baden) keinen Lehrstuhl bekommen.

Volle Gleichberechtigung der Religionen in Deutschland würde ich nicht vor 1918 datieren.

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Kommentar von robi187
27.03.2016, 12:05

so spät? was ist mit

Mailänder Vereinbarung

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Religionsfreiheit gibt es auch heute nur in gewissem Rahmen und auch das nur auf dem Papier, man kann eben durch Gesetze nicht die Gedanken von Menschen ändern man kann Intoleranz nicht wegparagraphieren.

Die Römer interessierte einfach bevor sie fanatisch christlich wurden recht wenig wer welche Religion hatte, ob man das nun unbedingt Religionsfreiheit nennen will oder lediglich Desinteresse ich weiß nicht solange die Sklaven arbeiteten und der Handel florierte war es doch egal woran der jenige glaubte.

Damals brauchte man auch noch keine Ideologischen Feindbilder, denn die Welt war noch voll mit Menschen die sich aus ganz andern Gründen gewillt waren gegenseitig die Rübe einzuschlagen.

Garantiert gab es Römer die ihre griechisch gestohlene Religion genauso überernst nahmen wie Fundamentalisten anderer Religionen, aber das Reich an sich kratzte sich doch wenig an der Religion anderer.

Generell sind wohl polytheistische Religionen anderen religiösen Einstellungen über deutlich gleichgültiger eingestellt als monotheistische Religionen.

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Mit der Mailänder Vereinbarung wird das Christentum den bereits anerkannten paganen Religionen gleichgesetzt und es werden Entschädigungen für zerstörte Kirchengebäude festgelegt. Es ist eine Erweiterung des Galeriusediktes, das resigniert das Verbot des Christentums aufhob.
Religionsfreiheit gab es schon vorher. Die Römer ließen alle Religionen zu, die nicht staatsgefährdend waren. So gab es vor dem Christentum nur ein Verbot, das der Bacchanalien, aufgrund zu ekstatischer Ausübung.

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Kommentar von robi187
26.03.2016, 09:16

ja dann hat das christentum und viele religionen einen rückschritt vollbracht um wieder zurck zu kehren zu religonsfreiheit?

"Religion oder Weltanschauung ungestört auszuüben" =

https://de.wikipedia.org/wiki/Religionsfreiheit

ist das nicht toleranz des glaubens? wie kann dann wer sagen un-gläubiger? ja anders gläubiger ist möglich?

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Eigentlich wurde in Deutschland zunächst mit dem Augsburger Frieden (1555) und deutlicher noch mit dem Westfälischen Frieden (1648) eine mehr oder weniger freie Ausübung des (christlichen) Glaubens erreicht.

Leider klappt das insgesamt bis heute nicht so richtig. Mit der (sehr gerechtfertigten) Kampagne gegen Islamisten wird ja faktisch eine (völlig unchristliche und gegen alle Regeln der Religionsfreiheit gesteuerte) Hatz auf den gesamten Islam geführt. 

Hier soll der islamische Extremismus mit dem christlich-abendländischen Extremismus bekämpft werden.

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Kommentar von robi187
26.03.2016, 11:04

hier? na ja welche religonen sind für offenheit  nicht offen?

alles nur auf islam zu beziehen was hat das mit religosfreiheit zu tun? jede religion wer die bostschaft hat wer nicht für mich ist, der ist gegen mich ist in bezug auf religionsfreiheit bedenkelich auch z.b. nach martinluter gabe es auch viel schwarz weis denken?

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-12/hamed-abdel-samad-islam-islamismus-kritik-debatte

aber wie gesagt es geht um religionsfreiheit seit wann und wie wurde sie gepflegt oder nicht gepfegt ist meine frage?

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