Frage von xXxulTIMatexXx,

Religions- und Philosophieunterricht an Schulen

Warum ist eurer Meinung nach Religions- und Philosophieunterricht an Schulen wichtig?
Ich schreibe morgen zu diesem Thema eine Klausur und freue mich über gute Antworten ;)

Ein Hinweis zur Frage Support

Liebe/r xXxulTIMatexXx,

Beachte bitte, dass gutefrage.net eine Ratgeberplattform ist auf der Tipps und Erfahrungen ausgetauscht werden. Hausaufgabenfragen gehören dementsprechend nicht auf diese Seite.

Danke für Dein Verständnis und viele Grüße,

Tim vom gutefrage.net-Support

Hilfreichste Antwort von Ina2009,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo xxITMatex, ich finde diesen Unterricht wichtig, weil er sich inhaltlich mit den Werten in unserer Gesellschaft beschäftigt. In diesen Fächern kann - auch kontrovers - über grundsätzliches diskutiert werden, der Pioniergeist der Gründer wird gewürdigt und doch wird den Gepflogenheiten unserer modernen Gesellschaft Rechnung getragen. Leider haben diese Fächer viel zu wenig Raum im Stundenplan. Sollte m. E. ausgebaut werden. :-) Viel Erfolg bei der Arbeit morgen. Gruß Ina

Kommentar von xXxulTIMatexXx,

vielen Dank :)

Antwort von heinmueck,
8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

ReligionsKUNDLICHER Unterricht wäre wünschenswert um die Schüler über die Gefahren, die von religiösen Denkweisen ausgehen aufzuklären und zu warnen.

Propaganda von einzelnen Religionsgemeinschaften hat an Schulen nichts zu suchen. Leider hält sich dieses Vorrecht dieser religiösen Gruppierungen hartnäckig.

Kommentar von fourxxx,

so ist es!

Kommentar von dreadnought,

Antireligiöse Propaganda, verkauft als "Aufklärung" und "Warnung", wäre also religionskundlicher Unterricht? Na dann...

Kommentar von sandburgGbg,

Eines der Wichtigsten Dinge, die junge Menschen lernen sollten ist wach und skeptisch zu sein. Es muß gelernt/gelehrt werden Dinge zu hinterfragen. Mit dem Anwachsen von Information und des Informationsflusses muß umso mehr hinterfragt werden. Wikipedia ist eine feine Quelle, sofern sie nicht die einzige bei einer Recherche bleibt. Wenn der Religionsunterricht das Hinterfragen mehrerer Religionen anbietet ist dies bei weitem nicht mit Propaganda vergleichbar. Es ist das Recht eines jeden Menschen, sich selbst eine Meinung zu bilden, welche aus kritischer Information stammen sollte. Nicht umsonst ist das Recht der Meinungsfreiheit gekoppelt mit dem Recht die Meinung des Anderen zu hören.

Kommentar von fourxxx,

"Das Grundgesetz kennt nur zwei Erziehungsträger: die Eltern und den Staat.

Da es Aufgabe des Religionsunterrichtes ist, den jeweiligen Bekenntnisinhalt als zu glaubende Wahrheit zu vermitteln, kann solches grundsätzlich nicht im Rahmen einer staatlichen Veranstaltung geschehen, da seine Institutionen - auch nicht in Dienstbarkeit der Kirchen - keine Wahrheitsaussagen machen können.

(zitat aus humanistische union)

Kommentar von Raubkatze45,

Gottseidank geht es aber - noch nicht - nach der humanistischen Union. Wenn man auch langsam daran zweifeln könnte, ist Deutschland noch ein christliches Land und der Religionsunterricht ist deshalb in unseren Schulen noch verbürgt, ebenso die Bekenntnisschulen. Religion hat übrigens mit Wissen zu tun, denn auch Theologie ist Wissen und Religionsgeschichte lernt man überdies dabei auch. "Erziehungsträger" wie Eltern können ihre Kinder vom Religionsunterricht abmelden, so einfach ist das.

Kommentar von heinmueck,

@Raubkatze45: Du illustrierst sehr schön, was ich mit Gefahren, die von religiösen Denkweisen ausgehen meine: Religiöse Denkweisen verleiten einige Menschen sich unseren Staat als ein "christliches Land" vorzustellen. Das ist natürlich nicht so. Deutschland ist kein christliches Land sondern ein säkularer Staat. Mit Wissen hat der Kern von Religion auch nichts zu tun - selbst die meisten Anhänger der Religionen sehen ein, dass die Substanz der Religion aus Glauben und nicht Wissen kommt.

Es ist ganz sicher ein ganz wichtiges Ziel der schulischen Bildung den Unterschied zwischen Glauben und Wissen zu erkennen. Wer noch als Erwachsener diese beiden Begriffe durcheinander bekommt, wird leicht zur tragischen Figur.

Zum Abmelden aus dem Religionsunterricht der Kirchen ist übrigens nicht immer das Einverständnis der Eltern notwendig - Wer 14 oder älter ist, kann, und sollte sich abmelden. Zum Glück machen immer mehr religionsmündige Menschen davon Gebrauch.

Kommentar von sandburgGbg,

@heinmueck: Kann mich dem nur anschließen!

Kommentar von fourxxx,

hey, du hast echt köpfchen! ;)

Kommentar von drsnuggles1980,

daumen ganz ganz weit hoch

Antwort von askrenegade,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Das ist eine ganz schwierige Frage! Er ist insofern wichtig, dass besonders religiöse Familien übermäßig hohen Wert darauf legen. Aber auch den Kindern, denen zuhause kaum Religion vermittelt wird ein Einblick in die Welt dieser Menschen gegeben werden kann.

Es hilft insofern einer Spaltung der Gesellschaft entgegenzuwirken und religiöse Menschen von nicht-religiösen nicht zu trennen.

Antwort von fourxxx,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

zur ausbildung eines wertesystems und moralverständnisses

als hilfestellung bei der frage nach dem sinn der dinge, der frage nach dem woher komme ich, wohin gehe ich. damit ein instrumentarium zur entwicklung eines selbstverständnisses.

training zur fähigkeit, verschiedene ansichtsweisen nachzuvollziehen und zu vergleichen

anregung zum nachvollziehen und aufbau der fähigkeit komplizierter und komplexer gedankengänge

Kommentar von sandburgGbg,

Es braucht keine Religion um Moralvorstellungen zu bilden oder Werte zu vermitteln. Um hier Christopher Hitchens zu zitieren: (sinngemäß:) Nenne mir eine moralische Tat die von einer religiösen Person begangen werden kann, aber nicht von einem Atheisten. (schwierig) Nun nenne eine unmoralische Tat, die nicht von einer religiösen Person begangen werden kann.

Kommentar von fourxxx,

da stimme ich dir voll und ganz zu! vielleicht ging ich eher von einem ethik-, philosophie- und religionEN-unterricht aus. das ist eine frage der benennung. so SOLLTe es sein - ist es aber natürlich nicht ;)

Antwort von valenda,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Religion: Weil es einfach Geschichte und Tradition ist.

Philosophie: Weil es das Leben ist... Die Philosophie hilft zu vielen Erkentnissen, zur Selbsterkenntis usw.

Antwort von Lightwing,

Naja, das "und" würde ich persönlich weglassen. Philosophie finde ich äußerst wichtig, weil man dort - genauso wie in Mathe auch - lernt logische Schlüsse zu ziehen. Man führt hier häufig Diskussionen, mit Leuten die dies leider nie gelernt haben. Solche Diskussionen sind erstens anstrengend und zweitens traurig, weil es ganz klar ist wie schwer es diese Leute im Leben haben werden.

Religion sollte man meiner Ansicht nach aus den Schulen verbannen, weil es meiner Ansicht nach auf der selben Stufe wie Aberglauben steht. Es kann eigentlich nicht angehen, daß wir uns im 21.Jhd. immer noch an diesen Unsinn klammern!

Antwort von David0815,

Philosophische Grundbildung ist für eine dauerhaft funktionierende Kultur unerlässlich. Die Mundpropaganda reicht dort keineswegs aus, wie man an der Entwicklung dieser Gesellschaft hier deutlich sehen kann. Zumindest die Grundsätze der Logik (ja, Logik ist eine zentrale Disziplin der Philosophie, selbst das wissen nur die Wenigsten) und Ethik, müssen jedem klar sein, sonst sind konstruktive Diskussionen genau so wenig möglich, wie wissenschaftliches Herranhehen an unterschiedlichste Themengebiete und vor allem deren Verknüpfung.

Religion ist TEIL der Philosophie und sollte immer vorkommen, da sie den Rückbezug zu alten Lehren/Philosophien darstellt, jedoch keinen Vorrang genießen, da in diesem Staat zumindest rein theorethisch Staat und Religion GETRENNT stattfinden.

Besonders mit aktuellem Wissenschaftsstand größtenteils vereinbare alte Philosophen wie Kong-Fuzi (Konfuzius), Lao-Tse sollten in Verbindung mit Religion gelehrt werden, da dies eine humanistisch geprägte Kultur ist, sind Immanuel Kant und Ähnliche ohnehin Pflicht.

Antwort von timbo86,

Philosophieunterricht ist gerade deshalb wichtig, da er den Schülern in allen anderen Fächern hilft!

Philosophie als die Mutter aller Wissenschaften sollte daher auch weitaus früher gelehrt werden als es derzeit geschieht!

Religionsunterricht wäre hingegen als ein untergeordneter Teilbereich der Philosophie weitaus besser aufgehoben! Als Religionswissenschaft und nicht als die teilweise noch furchtbar gelehrte Bibelkunde!

Antwort von Elke55,

Wie schon geschrieben wurde, es geht um die Vermittlung von Werten. Werte die das Zusammenleben regeln, ohne die wir nur noch im Chaos leben würden.Im Grundgesetz sind bekennen wir uns zu den christlichen Werten, sie sind dort fest verankert. Die Würde eines Menschen ist unantastbar, das sind christliche Werte, die unbedingt in den Schulen weitergegeben werden müssen, aber auch gelebt, d.h. vorgelebt werden müssen. Kinder sind nur die Spiegel der Gesellschaft, ihrer ganzen Umwelt, in erster Linie ahmen sie erst einmal nach, was sie vorgelebt bekommen. Es ist egal im Grunde ob es ein christlicher Unterricht ist oder ein anderer, denn im Grunde predigen alle Religionen die Liebe, die eine Wahrheit, den Respekt und die Achtung vor jedem Geschöpf. Wie beim Regenbogen sind die einzelnen Religionen nur Teile der einen Wahrheit. Jeder Mensch sehnt sich selber danach so behandelt zu werden wie es in eigentlich allen Religionen auch gepredigt wird. In jedem Herzen ist doch eigentlich der göttliche Funke, der sich ausbreiten möchte.

Kommentar von sandburgGbg,

Nun, dem ist leider nicht so- und leider denken viele so oder ähnlich. Dadurch, dass wir mit der christlichen Religion aufgewachsen sind, setzten wir vorraus, dass alle anderen Religionen ähnlich aufgebaut sind. Es sollte - wenn Religionsunterricht überhaupt- dringend auch mal die Nase in den Koran gesteckt werden. Wer denkt, dass die Bibel ein blutrünstiges Buch ist (und das ist sie unbestreitbar in vielen, vielen Punkten) der lese den Koran. Der Islam ist, auch wenn vielerorts falsch zitiert, KEINE Religion des Friedens und der Nächstenliebe. Leider haben wir ein Problem damit sofort aufzuspringen und von Diskriminierung, Verleumdung und ähnlichem zu sprechen anstatt mal ein bisschen nachzulesen und mehrere Quellen anzuzapfen. Übertriebene political correctness kann vielerorts gefährlich sein.

Antwort von JoJoPiMa,

Weil Religion und Philosophie die Gesellschaften geprägt haben, bedeutende politische wie wirtschaftliche Vorgänge ausgelöst haben, soziale Bewegungen den Grund geliefert haben und die Religion unschätzbare Schätze von der Vergangenheit besitzt, und das noch nicht mal in Form von Gold. Ausserdem, und ob wir wollen oder nicht, sind Religion und Philosophie immer noch Teil der heutigen Gesellschaften und haben ihren Einfluss. Und das nicht nur in Form von Bücher. Die Werbung, zum Beispiel, bedient sich immer mehr bei philophischen Thesen.

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