Frage von Qochata, 63

Religionen aller Couleur Schwindel, Lug & Trug?

Die Lebenserfahrung, das Weltgeschehen, die Natur und auch die Wissenschaft sprechen eine ganz andere Sprache. Seien wir ehrlich und machen wir uns nichts vor. Es gibt weder einen Gott, noch eine Erleuchtung aus buddhistischer Sicht oder sowas ähnliches. Alles Wunschvorstellungen gläubiger indoktrinierter Menschen. Glaube an dich und vertraue nur dir. Auf alles andere und auf niemanden sonst kannst du dich wirklich verlassen.

Antwort
von Philipp59, 17

Hallo Qochata,

leider haben die Religionen in ihrer Gesamtheit einen denkbar schlechten Eindruck im Laufe der Geschichte hinterlassen, so schlecht, dass sich viele Menschen gerade deswegen von jeglichen religiösen Vorstellungen gelöst haben. Daher kann ich Deine Ansicht über Religion sehr gut verstehen. Zu viele schlechte Taten sind im Namen der Religion oder unter ihrem Deckmantel vollbracht worden, sowohl von den religiösen Führern als auch von ihren Anhängern. In der Zeitung Chicago Tribune war zu lesen: „Jede größere Glaubensgemeinschaft predigt Frieden, Brüderlichkeit und Barmherzigkeit, dennoch erfolgten in der Geschichte die grausamsten und unbarmherzigsten Unterdrückungen im Namen Gottes ".

Ganz sicher spielen auch die vielen religiösen Lehren über Gott eine Rolle, die ihn als grausamen, unversöhnlichen Despoten darstellen ( siehe z.B. Höllenlehre) oder als eine unerklärbare, mystische Dreieinigkeit. Außerdem sind die Religionen den Menschen die Antworten auf viele Fragen des Lebens schuldig geblieben, z.B. : "Was ist der Sinn des Lebens?", "Warum lässt Gott das Böse zu?" oder "Was geschieht beim Tod?". Hinzu kommen eine Menge von Behauptungen, die die Religionen aufgestellt haben, die in direktem Widerspruch zu wissenschaftlichen Tatsachen stehen.

All das und noch viel mehr hat in vielen eine Antipathie gegen Religion an sich entstehen lassen, was sehr gut nachvollziehbar ist. Ich möchte im folgenden einige persönliche Gründe nennen, warum ich mich nicht vom Religiösen abgewendet habe, obgleich ich die angesprochenen schlechten Früchte der Religionen selbst auch zutiefst verabscheue.

Ich habe einen Gott entdeckt, der anders ist, als der von vielen Beschriebene - ein Gott voller Liebe, Zuneigung und Barmherzigkeit, der kein Unrecht tut. Ich habe gemerkt, dass er nicht ein Gott ist, der uns Menschen fern ist, ein Gott der erfahrbar und erlebbar ist, der Gebete wirklich erhört.
Ich musste verstehen lernen, dass meine eigene innere Haltung und Einstellung ihm gegenüber ausschlaggebend dafür ist, ob ich einen persönlichen Zugang zu ihm erhalte. Mir wurde auch klar, dass jemand nur dann Gott finden kann, wenn er ein Suchender ist.

Da ich ein sehr realitätsbezogener Mensch bin, käme es nie für mich infrage, wissenschaftlich fundierte Tatsachen wegen irgendwelcher Glaubensvorstellungen zu ignorieren. Das hat mir mein Glaube auch noch nie abverlangt.

Meine Glaubensüberzeugungen verfestigten sich besonders dadurch, dass ich beobachten konnte, dass der Glaube an Gott Menschen zu besseren Menschen machen kann und es auch tatsächlich tut: aus verhassten Kriegsgegnern werden Brüder, die tiefe Zuneigung zueinander verspüren, aus verantwortungslosen Trunkenbolden werden treu sorgende Familienväter, aus aggressiven Bandenführern werden durch und durch friedliebende Bürger, aus Drogenkriminellen werden Menschen, die sich selbstlos zum Wohl anderer einsetzen. Menschen, die sich nie zuvor begegnet sind, opfern viele wertvolle Stunden zum Wohl des anderen auf, sind sogar bereit, ihr Leben für den anderen zu opfern. Ich begegne Menschen, die bis in den hintersten Winkel ihres Herzens ehrlich sind und auf die ich mich zu hundert Prozent verlassen kann, Menschen, die ihre eigenen Interessen ganz hinten an gestellt haben und sich für andere verausgaben. Ich erlebe Tag für Tag Liebe in Aktion und weiß, dass sich meine Erfahrungen millionenfach mit diejenigen multiplizieren lassen, die Gleiches und Ähnliches erfahren.

Wodurch sind diese Menschen das, was sie heute sind? Sie sind es nicht allein dadurch geworden, dass sie hart an sich gearbeitet haben oder einfach bessere Menschen aufgrund ihrer Veranlagung sind. Wenn sie an dieser Stelle aussagen könnten, dann wäre ihr Bekenntnis klar und eindeutig: weil es einen lebendigen Gott gibt, der ihnen die Kraft gegeben hat, neue Persönlichkeitsmerkmale und Charakteristika zu entwickeln. Dies selbst zu erfahren und an vielen anderen zu beobachten, zählt zu dem Überzeugendsten, das ich je an Religion erlebt habe und es prägt mich bis auf den heutigen Tag.

LG Philipp

Antwort
von derMannohnePlan, 16

Was aber genau ist die Frage? 

Benötigen Sie eine Bestätigung Ihrer Weltanschauung?

Ich möchte nicht gegen die Kirche und gegen organisierte Religion sprechen, das liegt bei Ihnen.

Ich gehöre keiner organisierten Religion oder Kirche an, weil es für mich keine Bedeutung hat.
Ich will nur aufzeigen, dass ein Mensch, der ernsthaft nach dem Wirklichen sucht, all das beiseite setzen muss; was noch nicht heißt, dass ich angreife. Wenn man angreift, muss man auch verteidigen. Ich möchte hier aber weder angreifen noch verteidigen.

Wir versuchen, das Daseinsproblem in seiner Gesamtheit zu verstehen, und dazu gehören auch Kirche und organisierte Religion.

Ich glaube nicht daran, dass eine organisierte Religion dem Menschen hilft, Gott oder die Wahrheit zu finden.

Religionen bedingen den Menschen, an Gott zu glauben; genauso wie ein Kommunist bedingt wird, nicht zu glauben; – es ist im Grunde dasselbe, ich sehe keinen großen Unterschied.

Der Mensch, der sagt: »ich glaube an Gott«, weil er von Kindheit an dazu erzogen worden ist, und der Mensch, der sagt: »ich glaube nicht an Gott«, weil er bedingt worden ist, solchen Unsinn zu wiederholen, – stehen beide auf derselben Ebene.

Wer aber selber etwas herausfinden möchte, fängt an zu untersuchen. Er wird keine Autorität, kein Buch, keinen Erlöser blindlings annehmen.

Wenn es ihm wirklich ernst damit ist, wenn er es täglich durchdenkt und untersucht, es in seinem Leben verfolgt und zu verstehen trachtet, – dann hat er auf irgendwelche Weise allen Glauben abgelegt.
Er ist ein wahrhaft Suchender ohne jeden Beweggrund; er ist ganz allein auf einer Entdeckungsreise. Und wenn er findet, bekommt das Leben eine ganz andere Bedeutung für ihn. Vielleicht kann er dann den Menschen helfen, frei zu werden?

Die Frage lautet weiter: »Haben die Religionen nicht viel Gutes getan?« Glauben Sie? Ich glaube, es gibt nur eine einzige organisierte Religion, die den Menschen nicht durch Krieg ins Elend gebracht hat, – und das ist bestimmt nicht das Christentum oder der Islam!

Die Christen haben möglicherweise mehr Kriege geführt als irgendeine andere Religionsgemeinschaft,— und stets im Namen des Friedens, der Liebe, Güte und Freiheit.

Sie haben hier wahrscheinlich mehr als die meisten anderen Völker unter den Schrecken des Krieges und der Erniedrigung gelitten; – während beide Seiten stets Gott für sich anforderten.

Sie wissen all das selber, auch ohne dass ich es wiederhole.
Ich fürchte, wir haben die Welt zu dem gemacht, was sie ist, – wir, Sie und ich, – sie ist nicht von Weisheit, Wahrheit oder Gott erschaffen worden.

Ehe wir uns nicht von Grund auf ändern, wird keine organisierte Religion der Menschheit Gutes bringen.
Religionen können oberflächliche Verbesserungen herbeiführen oder auf sozialem Gebiet Gutes tun; aber es hat Jahrhunderte gedauert, ehe die Religionen zivilisiert wurden, und es wird ebenso lange dauern, bis der Kommunismus zivilisiert ist.

Ein wahrhaft ernster Mensch muss von diesen Dingen frei sein; er muss über alle Erlöser und Götter hinausgehen, um das Wahre zu finden.

Kommentar von Qochata ,

Ggf. benötige ich plausible, nachvollziehbare Gründe, warum es überhaupt einen Gott geben sollte bzw. geben muss, wo doch zum einen die Welt/das Universum seine  eigene Mutter sein könnte (physikalisch jedenfalls möglich), während ich mich andererseits z.b. frage, was denn ein solcher Gott in der ganzen Zeit gemacht hat, bevor er die Welt erschuf. Bis heute sehe ich nur Gründe, die gegen einen Gott sprechen - nicht nur wegen dem ganzen Leid und Elend in der Welt.  

Kommentar von Qochata ,

P.S. Die Hauptursache aller Religionen und Glaubensrichtungen sehe ich eben darin, dass sich die Menschen zu früheren Zeiten wie auch heute noch, nicht erklären können, woher die Natur, die Welt, das Sein kommt, was denn nun die Ursache von allem ist.

Kommentar von derMannohnePlan ,

Plausible nachvollziehbare Gründe wird es kaum geben!

Stimmt etwas nur weil es logisch ist? Logik ist eine Krücke die sich der menschliche Verstand geschaffen hat um an den tatsächlichen Dingen nicht zu verzweifeln.

Die Welt, das Universum ist seine eigene Mutter. Zumal das Wort Mutter dem Wort Mater (Materie) entstammt.

Zu allem anderen habe ich meine Meinung in der Beantwortung Ihrer Frage kundgetan.

Kommentar von Qochata ,

Eine wissenschaftliche Tatsache  z.b. ist,  dass Energie weder erzeugt noch vernichtet werden kann - nur umwandeln lässt sie sich (1. Thermodynamischer Hauptsatz). Und das, was sich weder erzeugen noch vernichten lässt, hat ewigen Bestand.  So gesehen kann also Energie die Ursache von allem angesehen werden. Denn alles besteht letztendlich aus Energie (wobei Materie grob gesagt, als eine Art geronnene Energie bezeichnet werden kann). Menschen, Tiere, Pflanzen, Steine, Sterne und ganze Galaxien bestehen aus Energie. Die alte philosophische Frage, warum  es überhaupt etwas gibt und nicht vielmehr Nichts wäre damit beantwortet. Eben, weil es Energie gibt. Gäbe es sie nicht, dann gäbe es ein ewiges zeitloses Nichts. Nun gibt es aber diese Energie. Und sie kann sogar, aus den o.g. Gründen, keinen Schöpfer haben! Wozu braucht dann die Welt noch einen Gott?

Kommentar von derMannohnePlan ,

Wenn Sie selber eine Antwort auf Ihre gestellte Frage haben, warum positionieren Sie diese dann hier?

Kommentar von Qochata ,

vielleicht gibt es ja jemand, der mir die Frage plausibel beantworten kann, wozu die Welt einen Gott braucht

Antwort
von comhb3mpqy, 14

Ich bin Christ, ich glaube an Gott.

Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

Du kannst Dich mit den Meinungen der Kirche zur Wissenschaft beschäftigen. Viele Menschen sind der Meinung, dass sich Glaube und Wissenschaft nicht immer widersprechen müssen.

Antwort
von Sachse63, 19

Gewagte Thesen! Auch ich glaube an keinen der Götter , Propheten oder sonst was. Ich bin der gemeine Atheist. Die Menschen haben sich schon immer irgendwelche Heiligen oder Götter gewünscht die ihnen unerklärliche Dinge brachten und bei sogenannten Erscheinungen die Hand im Spiel hatten. Inzwischen hat aber die Menschheit jede Menge Dinge erforscht und kann erklären warum und wieso manche Dinge so funktionieren wie sie das tun. Trotzdem haben wir die gesamten physikalischen Eigenschaften der Natur noch nicht erforscht oder mangels Engagement und Geld noch nicht erforschen können. Wir waren schon auf den höchsten Bergen aber noch nicht in den tiefsten Meeren. Da warten bestimmt noch jede Menge Überraschungen auf uns. Mal sehen wann wir einen Hyperantrieb haben werden wie er in der Phantastik immer gern zu Sternenflügen verwendet wird. Leider ist das Leben eines Menschen viel zu kurz um das alles zu erfahren. Deswegen wäre ich aber vorsichtig mit der Äußerung zur Indoktrination bei Gläubigen. Natürlich gibt es Fanatiker die nur ihren Glauben als den Rechten anerkennen. Mit denen haben wir ja in der Welt gerade so unsere Probleme. Es gibt aber auch eine ganze Menge Leute, die im Glauben an Gott oder Allah oder irgendeinen anderen Propheten oder Heiligen oder was auch immer, ihren Frieden finden. Sie schalten dabei ab, murmeln ein zwei Gebete und schöpfen daraus Kraft sich selbst und der Welt das Seelenheil zu wünschen. Vielfach schließen sie dabei andere Personen in ihre Gebete ein und bitten entweder um Beistand gegen diese oder darum dass Gott (oder wer auch immer) ihnen verzeihen möge. Es geht in vielen Religionen nicht nur um den Götzen da ganz oben, sondern vielmehr um die eigene Person. Der Spruch Hilf dir selbst, so hilft dir Gott klingt in den Ohren so, dass Gott mir nicht helfen braucht wenn ich mir selbst geholfen habe. Nein, genau anders herum ist das gemeint. Du sollst zuerst versuchen dir selbst zu helfen, dich aufzuraffen und Gutes tun, ob nun für Dich oder auch für andere steht da nicht. Du sollst nicht vorzeitig und leichtfertig nach Gottes Hilfe rufen sondern erst selbst versuchen deine Probleme zu lösen. Also so falsch ist das nicht was in den alten Büchern steht. Vergessen wir nicht, alle Religionen habe ihre Ursprung in einer Religion. Sie können von ihren heren Zielen nicht so weit auseinander liegen.
Ich bin Atheist und lebe eigentlich nach allgemein gültigen christlichen Werten.

Antwort
von warehouse14, 6

Und was macht Dich so sicher, daß es nicht nur Dein indoktriniertes Wunschdenken ist, anzunehmen, es gäbe keinen Gott?

Nicht dieselbe Sprache sprechen hindert übrigens niemanden daran, dasselbe zu sagen wie der andere.

Und wenn die Lebenserfahrung der Gläubigen nunmal aussagt, es gibt Gott, dann gibt es ihn.

Sie haben es ja erfahren.

Du halt noch nicht.

Und "die" Wissenschaft stellt ja garnicht erst Fragen, auf die sie keine Antwort haben will. Weder die Biologie noch die Physik oder sonstwas beschäftigt sich überhaupt mit der Frage nach Gott. Kein Wunder also, daß sie nichts dazu sagen können.

Man kann sich letztendlich nicht einmal auf sich selbst verlassen. Zuviele Denkprozesse sind da unterbewußt.

Das einzig zuverlässige im Leben ist der Tod. Der kommt immer und pünktlich. ;)

warehouse14

Kommentar von Qochata ,

nachdem ich nun deine zeilen gelesen habe, bin ich mir noch sicherer

Antwort
von fricktorel, 5

Du hast das richtig erkannt:

Alle "Religionen" (2.Kor.4,4; Eph.2,2) sind trug, denn deren "Chef"  (Offb.12,9) ist ein Mörder und Lügner (Joh.8,44) von Anfang an.

Unser ewige Schöpfer (Jes.45,22) sagte uns das schon vor 2000 Jahren...

Antwort
von magda0611, 12

Und wo ist deine Frage ?

Kommentar von Qochata ,

hier

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