Frage von ChaosCloud, 55

Religionen - Zusammenhalt oder Spaltung der Gesellschaft?

Hallo ihr Lieben, ich habe in der Schule Religionsunterricht und haben eigentlich jede Religion soweit gut durchgearbeitet. Letztenendes habe ich allerdings einige Fragen dazu? Glaubt ihr das Religionen genug tolleriert werden oder eher das Kinder diese auch aufgezwungen bekommen? Wie weit kann man Religion, vor allem durch zB. Terror akzeptieren ( Ich denke hierbei nicht nur an die Islamisten, sondern zum Beispiel auch an den Misshandlungen und Sexuellen Vergehen an Jungen durch Katholiken) Findet ihr das Freies Denken da aufhört, wo andere in ihrem Freien Denken eingeschränkt werden? Wie seht ihr das?

Antwort
von Andrastor, 20

Ohne die frühkindliche Indoktrinierung hätten Religionen wohl keine große Chance sich zu verbreiten. Die Zahl der Atheisten weltweit steigt seit Jahren stetig, genauso wie die Zahl derer die aus ihrer Religion austreten, was ein klares Zeichen dafür ist, das Menschen die ihren Verstand benutzen, sich von der Religion distanzieren.

Religion spaltet die Menschheit seit es Religion gibt. Mit Ausnahme einiger kleineren Aktionen, trichtern Religionen ihren Mitgliedern doch ein dass sie die einzigen wären, die Recht hätten und alle anderen falsch liegen würden.

Ich finde den von dir erwähnten Terror unvertretbar. Klerikale Würdenträger sollten, nach solchen Verbrechen sofort aus der Religionsgemeinschaft exkommuniziert werden. Sie haben ihr Amt, ihr Ansehen und das Vertrauen der Gemeinde missbraucht!

Aber stattdessen werden diese Verbrecher nicht einmal vor dem Gesetz bestraft.

Gleiches mit Terrorattentätern. Keine Ahnung ob sowasz.B. beim Islam überhaupt möglich ist, aber die Kleriker der Religionen von Attentätern sollten klare Statements abgeben und die Täter sofort (auch postmortem) aus der Religionsgemeinschaft ausstoßen.

Generell sollte das öffentliche Zeigen der Religionszugehörigkeit meiner Meinung nach verboten werden. Religion komplett aus der Öffentlichkeit verbannen, soll jede/r glauben was er/sie will, aber bitte zu Hause, wo's niemand sieht.

Kommentar von suziesext04 ,

"klare Statements abgeben"  klar gibts sowas im Islam, heisst Fatwa und wird von Rechtsgelehrten, Ayotollahs und Muftis als religiöses Rechtsgutachten abgegeben.

Leider ist es im Islam, wie im Christentum im Mittelalter, ohne irgend ne Wirkung, wenn sie sich denn gegenseitig verfluchen und aus der Umma ausstossen und gegenseitig als Kuffar verfolgen: Sunniten gegen Schiiten, Grossmufti von Kairo gegen den IS und der IS-Kalif gegen die Saudis, und die Schiiten gegen die 4 sunnitischen Rechtsschulen, und Sunniten gemeinsam mit Schiiten gegen die Ahmadiyya Mission. Und die alle drei gegen Aleviten.

Kommentar von Andrastor ,

großartig und da soll nochmal einer sagen dass Religion verbinden soll -.-

Antwort
von suziesext04, 23

hi ChaosCloud - ist doch logo, dass n Kind in ner religiösen Familie von klein auf ne religiöse Dressur kriegt, bloss die Freidenker, da warten manche ab und sagen, soll das Kind später entscheiden, für was.

Das Problem ist, wenn die Eltern ne Religion haben, wo ihr Glaube als der absolut einzig wahre und alle Glauben anderer Leute als völlig falsch und moralisch minderwertig angesehen wird, wie zb Islam oder christliche Fundis. Da wächst dann das Kind auf mit ner ziemlich schlimmen Dressur im Kopf, so n intoleranter Haberecht, der andere immer bloss bekehren will, dass er recht hat oder er hält sich total für was besseres als alle andern, bloss weil er n Rechtgläubiger ist.

So ne Religionsauffassung spaltet ne Gesellschaft natürlich. Wenn de aber ne Religionsauffassung hast, wo du hauptsächlich versuchst, dass du n guter Mensch sein willst durch dein Glauben, und auch zu Ungläubigen n ehrlich guter Mensch sein kannst, denn kann ne Religion auch was gutes bringen.

Kommentar von ChaosCloud ,

Ich finde die Tatsache immer wieder sehr faszinierend, wie stark die Gesellschaft und das Familiäre Umfeld Kinder beeinflussen.

Denkst du, dass eine Koexistens auf friedlicher Ebene möglich ist?

Kommentar von suziesext04 ,

friedliche Koexistenz? die christlichen Kirchen in Europa habens doch auch gelernt, zwar auf die harte Tour, aber immerhin sie habens hingekriegt.

Mit dem Mehrheitsislam, solang nicht eine einzige Fatwa existiert zu grundlegenden Menschenrechten für ALLE Menschen und solange Koran, Hadith und "Leben des Propheten" als zeitlos und global gültiges wortwörtliches Wort Gottes ausgelegt wird, statt im geschichtlichen Zusammenhang, da ist ne friedliche Koexistenz des Islam mit anderen völlig undenkbar. Und hats in der Geschichte des Islam nie gegeben. Ging immer nur um Herrschaft und Unterwerfung der Ungläubigen.

Antwort
von FooBar1, 19

Spaltung. Der Glaube an irgendwas hat noch nie für Zusammenhalt ohne Zwang gesorgt

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