Frage von deleila1, 130

Religion und Homose.ualität wie vereinbare ich meinen Standpunkt (Meinung darüber)?

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht wie ich diese Frage formulieren kann und soll. Die homose. ist im Islam verboten und ich war auch eine ganze Zeit lang sehr Homophob und konnte gar nichts in die Richtung tolerieren. Jetzt irgendwie (und nein ich bin nicht ausgeschieden aus der Religion und habe es keinesfalls vor) möchte ich keinen Hass in mir tragen gegen über homos etc. ich versuche die Menschen zu verstehen und ihnen mit Akzeptanz entgegen zu kommen. alles schön und gut doch jetzt kommt das große ABER; ich habe das Gefühl das ich etwas Tue das mit gottes Wort nicht übereinstimmt. Ich fühle mich deswegen schlecht und schuldig. Einerseits will ich dass jeder seine Vorlieben  so auslebt wie er will und alle rechte dazu hat und andererseits hab ich das Gefühl ich sei völlig bescheuert denn was Gott verbietet und verflucht kann ich nicht für gut erklären.. Und Leute ganz wichtig: KEINER soll auf die Idee kommen den Islam schlecht zu machen oder mir versuchen weiß zu machen dass Religionen sch.... Sind! Es ist mir egal welche Position ihr Religionen oder Islam gegenüber habt, behaltet es also für euch. Ich will nur wissen ob ich tatsächlich etwas falsch mache und habe Gewissensbisse

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 57

Ich sehe das so:

Deine wahren Gewissensbisse sind deine Bedenken, andere Menschen wegen ihrer Sexualität zu diskriminieren. Damit legst du anerzogene Verhaltensweisen ab und dass du tolerant bist, gibt dir ein gutes Gefühl.

Deine Schuldgefühle sind dagegen anerzogene Reflexe. Vermutlich hattest du schon als Kind welche, wenn du versehentlich Gummibärchen gegessen hast - weil deine Eltern sie dir beigebracht haben. Das sind künstliche Gewissensbisse.

Sehen wir das ganze mal religiös:

Gott hat dem Menschen ein Gewissen und den Verstand gegeben, damit er prüfen kann, ob seine Handlungen gut sind und Gottes Willen entsprechen

Religiöse Lehren können von Menschen falsch, oder sehr radikal und intolerant ausgelegt werden - das von Gott gegebene Gewissen lügt dagegen nicht.

Wenn also dein Verstand und dein Herz sagen, dass Diskriminierung falsch ist, dann ist dies die Wahrheit und nicht, was irgendjemand in einem religiösen Buch geschrieben hat.

Ich selbst bin zwar kein Muslim aber ich denke, dass ein Gott - falls es ihn geben sollte - sich über jeden menschenfreundlichen Atheisten  mehr freut, als über einen menschenfeindlichen Gläubigen.

Antwort
von MarkusKapunkt, 50

Das wird jetzt schwierig. Ich soll dir sagen, dass du etwas sehr, sehr Falsches tust und denkst, darf dabei aber deine Religion nicht angreifen. Nun, das möchte ich auch gar nicht. Ich hoffe du nimmst es mir nicht übel, wenn ich dir nur eines dazu sage: Die meisten Religionen sind nunmal nicht mehr auf der Höhe der Zeit, und ganz besonders sind sie es nicht, was Toleranz angeht.

Meiner Meinung nach hat jeder Mensch ein universell gültiges Existenzrecht - da sind wir uns hoffentlich einig. Und dieses Recht hat er, unabhängig davon, wie er aussieht, was er glaubt, wo er herkommt oder wen er liebt. Man kann die Liste noch unendlich erweitern, zum Beispiel was er isst, welchen Fußballverein er toll findet, was für ein Auto er fährt, was für Musik er hört oder was für ein Handy er hat.

Religionen stehen bei dieser grundsätzlichen Sache leider etwas außen vor. Es ist ja für die meisten Religionen schon schwer genug zu tolerieren, dass sie nicht die einzige Religion auf der Welt sind. Zu tolerieren, dass es Menschen gibt, die nicht an sie glauben. Minderheiten zu tolerieren ist ebenfalls nicht gerade eine Stärke von Religionen. Aber man muss ja nicht jeden Sch*iß mitmachen, den eine Religion so vorgibt, oder?

Homosexualität ist etwas völlig Normales. Möglicherweise war das den Schreibern von Tora, Bibel und Koran nicht ganz klar. Möglicherweise haben sie sich ja geirrt, was das angeht. Möglicherweise haben sie nicht gewusst, dass Homosexualität auch bei Tieren (derzeit ist sie bei über 1500 Arten nachgewiesen) vorkommt. Möglicherweise gehören die heiligen Schriften an allen Stellen, an denen sie etwas Neatives über Schwule und Lesben schreiben, überarbeitet:

Gott hat nun einmal schwule Tiere und Menschen geschaffen. Kein Tier und kein Mensch kann sich aussuchen, ob er hetero-, homo-, oder asexuell ist. Die Sexuellen Ausrichtungen sind also gottgewollt. Also sind sie auch nicht böse. Und schlecht sind sie schonmal gar nicht, denn nichts, was Gott geschaffen hat, kann schlecht sein.

Antwort
von monrey, 59

Hallo :)
Ich finde du machst überhaupt nichts falsch :) klar ist es für dich im moment schwer das zu verstehn weil du es vorher eben nicht so gesehn hast, ich bin ebenfalls gläubig, aber ich denke nicht das es falsch ist wenn man auf das hört was einem das herz sagt und was einen Glücklich macht :) ich finde es gut das du jetzt anders darüber denkst und ich finde es ist auf keinen fall ein Fehler :) mach dir keine Gedanken falsch machst du nichts :)
LG :)

Antwort
von saidJ, 17

Esselamu alejkum

Du musst wissen das wir nicht auf dieser Welt sind um unseren Gelüsten nachzugehen .
Auch heterosexuelle Menschen haben sich bis zu der Ehe zu enthalten .
Wenn Allah s.w.t verbietet das die homosexuelität ausgelebt wird dann bedeutet das auch das es Möglich ist sie nicht auszuleben selbst wenn man homosexuell ist . ( wobei man nicht weiß ob man etwas für diese Neigung kann oder nicht ich persöhnlich bezweifle das man so geboren wird )
Allah s.w.t sagt im Koran das er uns keine Last auferliegt die wir nicht aushalten / tragen können .
Das heißt selbst wenn ein homosexueller Mensch homosexuell geboren wird ist es für ihn Möglich dieser Neigung nicht nachzugehen .
Der Islam verlangt von dir nicht das du jemanden hasst weil er homosexuell ist .
Du sollst aber nicht dafür sein das jemand etwas tut das Allah s.w.t verabscheut und das ist das ausleben der homosexualität .
Also kannst du auch nicht dafür sein das "jeder alles so auslebt wie er will " .
Dann lass uns Kanibalen ihre Neigung ausleben , oder Menschen die sich vom Inzest angezogen fühlen .
Die Ansicht "jeder soll machen was er will " ist definitiv falsch .
Nur unterscheidet es sich von Mensch zu Mensch was er oder sie als gut empfindet .
Wir haben von Allah s.w.t den Koran erhalten und über den Propheten s.a.w.s die Sunnah und aus diesen 2 Quellen kann man ganz klar entnehmen was die Wahrheit ist .
Wenn du also behauptet das es gut ist homosexualität auszuleben ist es eine falsche Einstellung wenn nicht sogar eine Sünde weil du etwas für gut heißt das Allah s.w.t verbietet.
Und er weiß besser als du oder ich was gut und was schlecht ist .

Kommentar von shadowhunter109 ,

also was passiert mit mir jetzt,weil ich homosexuell bin und es meinem heißen Freund gerne gebe ?

Kommentar von deleila1 ,

Ich ignoriere jetzt mal den Kommentar über mir aber bedanke mich für deinen ausführlichen Text denn genau das meinte ich. Ich bin wirklich dafür, aber fühle mich schuldig zu sagen dass ich nicht Dagegensein kann. Irgendwie ist es doch eine Sünde und die kann ich nicht befürworten. Möge Allah uns rechleiten. wa aleikum salam

Kommentar von saidJ ,

Richtig .
Bemüh dich trotzdem diesen Menschen nicht mit Hass entegegen zu treten .
Denjenigen der Analverkehr praktiziert egal ob mit Mann oder Frau wird Allah s.w.t am jüngsten Tag nicht einmal ansehen .

Antwort
von 261201, 30

In ziemlich allen Religionen ist es so, dass Homosexualität als Sünde dargestellt wird, jedoch erwähnt wird dass man jeden akzeptieren soll. 

Wenn du Homosexuelle akzeptierst, ist das auch mit deiner Religion vereinbar, da es nicht als Sünde angesehen wird, diese zu tolerieren. Du tust genau das richtige, in dem du jeden so akzeptiert wie sie sind. :D 

Antwort
von DerKleineRacker, 37

Eine der grundlegenden Fehler von vielen Gläubigen ist es anzunehmen, Homosexualität wäre eine Entscheidung. Denn um zur Sünde zu werden, bedarf es einem Vorsatz. Das widerspricht aber ganz einfach sämtlichen Erkenntnissen der Wissenschaft.  

Nicht nur das, es impliziert auch, dass sämtliche Männer potenziell homosexuell sind, und sich bloß für Allah nicht dafür entscheiden. Jetzt stelle dir mal ernsthaft die Frage (wenn du hetero bist): Würdest du, wenn Allah es erlauben würde, mit einem Mann schlafen? Wenn nein, dann musst du dir einige Gedanken machen. Denn das hieße ja, dass es zwischen dir und einem homosexuellen Mann einen grundlegenden Unterschied in der Sexualität gibt, für den er nichts kann, es ist nicht seine Schuld. Also kannst du ihn dafür auch nicht verurteilen. Du musst es ja nicht gutheißen wenn er mit einem Mann schläft, aber auch nicht verurteilen.

Antwort
von quopiam, 19

Akzeptieren ist nicht gleichbedeutend mit "gut finden". Es bedeutet einfach, daß Du einen Menschen sein läßt wie er ist. DU mußt ja nicht praktizieren, was Du nicht willst oder verantworten kannst. Was jemand anders tut hat er selbst zu verantworten - religiös betrachtet ist es eine Sache zwischen ihm und seinem Gott. Es geht Dich schlicht nichts an. Erleichtert das Dein Gewissen nicht? 

Wenn Du Dich fremdschämen mußt für Homosexuelle, dann mußt Du Dich eigentlich auch fremdschämen für alle, die andere Sünden (nach den Vorstellungen Deines Glaubens) begehen, nicht wahr? Und wenn das so ist, kommst Du aus den Gewissenskonflikten gar nicht mehr heraus... Gruß, q.

Kommentar von deleila1 ,

Ich würde gerne noch kurz hinzugefügten dass ich mich nicht fremdschäme für irgendwas in die Richtung. Es ist einfach ein komplexes Thema trotzdem danke

Antwort
von muhamedba, 8

Erst einmal sollte dir klar sein, dass das der richtige Weg ist (dein Verhalten). Hass hat im Islam nichts verloren und du verlierst den Hass in deinem Herzen, was ein gutes Zeichen ist. Ein weiterer Pluspunkt ist die Suche nach dem richtigen Weg.

Als Moslem musst du ein Vorbild sein, für jeden Menschen. Auf der anderen Seite darfst du nicht sagen "toll, weiter so! Hab kein Problem damit", denn damit würdest du indirekt "zustimmen", was dann gegen den Islam wäre. Jemanden zu respektieren bedeutet nicht seiner Meinung zu sein.

Ihr (Gläubigen) seid die beste Gemeinschaft, die unter den Menschen entstanden ist. Ihr gebietet, was recht ist, verbietet, was verwerflich ist, und glaubt an Allah. Wenn die Leute der Schrift (ebenfalls) glauben würden (wie ihr), wäre es besser für sie. Es gibt (zwar) Gläubige unter ihnen. Aber die meisten von ihnen sind Frevler.

3:110

Wenn du etwas siehst, was falsch ist, dann musst du handeln. Was richtig und was falsch ist entnehmen wir aus dem Koran. Du kannst es nicht verbieten, weil das nur möglich wäre, wenn du es sehen würdest und du wirst sicherlich nicht dabei sein, wenn die es tun.

Abu Said sagte: “…Ich hörte den Gesandten Allahs (s.a.s.) sagen: „Wer von euch etwas Übles (arab. munkar ) sieht, der soll es mit der Hand ändern. Wenn man dies nicht kann, dann mit der Zunge, wenn man auch dies nicht kann, dann mit dem Herzen. Und dieses letztere ist der schwächste Iman.“

Muslim 49

Und hier greift dann das, was für dich zählt.
Denk immer daran...

Dschabir (r) überliefert, dass der Gesandte Allahs (s) sagte: „Diejenigen, die ich am stärksten liebe, und die am Tage des Gerichts mir auch am nächsten sind, sind diejenigen, die das beste Benehmen besitzen. Diejenigen dagegen, die ich am meisten verabscheue, und die den Tag des Gerichts von mir am weitesten entfernt sind, sind die Schwätzer und Großmäuler und die, die den Hals recken." Man fragte ihn: „Oh Gesandter Allahs, wir wissen schon, was Schwätzer und Großmäuler sind, aber wer sind die, die den Hals recken?" Er antwortete: „Die Hochmütigen." At- Tirmidhi bestätigt diesen Hadith als gut (hasan) und erwähnt, dass Abdullah ibn al-Mubarak (rA) in seiner Erklärung zu „bestem Benehmen" ausführt: dass man über sein Gesicht strahlt, Gutes tut und sich von Schlechtem fern hält.

Allah liebt nicht, daß man laut vernehmbar (gegen jemand) böse Worte gebraucht, - außer wenn einem Unrecht geschehen ist (und er sich deshalb zur Wehr setzt). Er hört und weiß (alles).

4:148

Falls (passiert oft) die sagen "bei den Christen ist es nicht so"

Du sollst nicht beim Knaben liegen wie beim Weibe; denn es ist ein Greuel

Das dritte Buch Mose (Leviticus) 18:22

Achte genau deine Wortwahl und am besten beschreibst du es so, wie es ist. Es ist laut Islam ohne Zweifel verboten, genau wie homophobes Verhalten.

Ich hoffe dir ein wenig geholfen zu haben.

Selam


Antwort
von Almalexian, 58

Ob Homosexualität im islam verboten ist ist dem Koran nach Interpretationssache. Auf jeden Fall solltest du wenn du eine Meinung hast sie nicht dadurch ändern dass manche die deinen Glauben teilen anders denken. Du bist frei Homosexuelle nicht zu hassen und trotzdem ein echter Muslim zu sein.

Kommentar von deleila1 ,

Naja ich sehe da nicht viel Raum zum interpretieren. Es ist schon regelrecht verboten

Kommentar von Almalexian ,

Durch welchen Abschnitt?

Antwort
von IchbinPilotAB, 6

Ich bin auch homosexuell und muss euren glauben akzeptieren 

Antwort
von DerBuddha, 36

mal abgesehen davon, dass der monotheismus die grösste lüge der menschheit ist, und du schon selbst mitbekommst, dass da irgendwas nicht stimmen kann in deiner religion, solltest du einfach daran denken, dass es nicht darauf ankommt, wie ein mensch liebt, sondern wie er im herzen denkt und dann handelt...............

homosexualität ist nur eine form von liebe, denn es liebt ein mensch einen anderen menschen............. und wenn liebe wirklich von eurem märchengott stammen soll, dann ist auch DIESE form der liebe normal und gottgewollt, denn sonst hätte gott bei der liebe einen fehler gemacht........ da jedoch menschen vor 2000 jahren andere weltsichten und moralische werte hatten, ist es klar, dass viele dieser lächerlichen verbote/gebote mit der heutigen zeit kollidieren.......

im übrigen ist jeder mensch schon homosexuellen menschen begegnet, fand sie vielleicht sogar cool, menschlich, lieb usw........ also, WARUM sollte dann dieser mensch aufeinmal etwas anderes sein, wenn man dann weiss dass er/sie homosexuell ist?.............

denk mal drüber nach........:)

Antwort
von khidr2015, 25

Als Muslim/in darfst du niemanden hassen. Wenn Hass dann nur auf die tat selbst nicht auf den Menschen.

Antwort
von BTS10, 10

Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass, ist das dein Motto?

Du kannst nicht auf der einen Seite verlangen, dass man deine Frage beantwortet aber gleichzeitig verlangen, die Kontrahenten zu schonen, wie soll das gehen?

Kommentar von deleila1 ,

Dann enthalte dich doch einfach und gib den Senf nicht ab wenn er sowieso keinen Nutzen bringt

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