Hallo, mich plagt schon seit geraumer Zeit eine Frage: Was haltet Ihr von Religion? Ich meine nicht eine spezielle Religion, sondern das Konzept der Verehrung von etwas Übernatürlichem. Ist es nicht so, dass heutzutage Religion kaum noch mit Vernunft, bzw. Rationalität in Verbindung gebracht wird? Ich finde nämlich, dass im Verlaufe der Zeit der Spalt zwischen Religion und Wissenschaft immer größer geworden ist. Aber ich glaube auch, dass diese zwei Pfade, die sich einst gabelten, wieder zusammenfinden werden. Viele Wissenschaftler betonen die reinen Fakten und Beobachtungen zu einem sehr hohem Grade, aber ist es nicht so, dass Menschen in verschiedenen "Evolutionsstufen" verschiedene Schlüsse aus gleichen Beobachtungen ziehen? Kann der Mensch überhaupt die "reine Wahrheit" aus eigener Kraft erfahren? Oder braucht es dazu einer Übernatürlichen Leitung, die allwissend ist und mit dem Menschen kommunizieren kann?

Du verwechselt in deiner näheren Erläuterung deiner Frage die Religion mit dem Glauben. Religion ist das Bemühen, dass der Mensch aufbringt um Gott zu gefallen, egal welche Glaubensrichtung. Man ist versucht durch Leistungen und Rituale, die leider auch persönlichen Druck produzieren, alle Gebote, die die Religion vorschreibt zu erfüllen. Das ist auch ein Glaube, aber nicht der Glaube an Gott.
Die Frage nach Gott gibt es bereits fast schon seit es Menschen gibt. Fast heißt, dass es zum Anfang nicht so war, dass die Menschen in Zweifel gerieten,weil Gott persönlich mit ihnen sprach.
Den Glauben an Gott, wie ihn die Bibel als Wahrheit offenbart, kann man nicht beweisen, den muss man erleben. Nur weil du das nicht verstehst, heißt es doch nicht, dass es falsch ist.
Es sind Millionen von Christen auf dieser Welt und einige davon hier im Portal, die das bezeugen können.
Es gibt also einen Unterschied zwischen Religion und dem wahren Glauben an Gott.

Für mich als Christ ist die "Verehrung von etwas Übernatürlichem" kein Konzept, sondern eine Beziehung. Nicht in erster Linie ein Erklärungsmodell für alles mögliche, sondern eine persönliche Beziehung zu einem erfahrbaren Gott.
Die reine und ganze Wahrheit kann nur Gott kennen - kein einziger Mensch. Denn nur Gott kann das Gesamtbild sehen - wir immer nur einen winzigen Ausschnitt davon. Und da stehen wir uns meist noch selbst im Weg.
In der Bibel steht, daß Gott uns die Ewigkeit ins Herz gelegt hat.
Das bedeutet, daß allen Menschen die Sehnsucht innewohnt, mit Gott selbst in Kontakt zu treten.
Wer Jesus Christus (in ihm wohnt "die Fülle der Gottheit leibhaftig") nicht kennt oder ihn ablehnt, muß sich eben selbst einen Gott oder ein höheres Wesen basteln - das sind dann die Religionen. Diese sind dann der Einbildungsskraft entsprossen.
Aber tief im Inneren weiß jeder, daß da ein Gott ist.
Und in der Bibel hat er sich den Menschen offenbart, so daß wir ihn kennenlernen können.
Dann ist es an jedem selbst zu entscheiden, ob er diesem Gott sein Leben geben will oder nicht.
Interessant ist übrigens auch, daß z.B. im Aufbau der chinesischen Schriftzeichen etliches aus dem ersten Buch Mose enthalten ist. Das Wissen ist also da, fragt sich nur, was daraus gemacht wird.
"im Aufbau der chinesischen Schriftzeichen etliches aus dem ersten Buch Mose enthalten"? Woher hast Du DAS denn?
aus dem Buch "Erinnerungen an die Genesis"
Untertitel: Die Chinesen und die biblische Urgeschichte,
von C.H. Kang und Ethel R. Nelson;
herausgegeben von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen,
erschienen beim Hänssler-Verlag Neuhausen-Stuttgart.
http://www.wort-und-wissen.de/publikationen.html
klick Dich mal hier durch!
Gott /Götter - von Menschen erfunden, um die Welt zu erklären, die man nicht verstand, udn um Macht über andere Menschen zu gewinnen.
kiralee am 16. November 2008 08:55 DH

Religion, verstanden als intensive Beziehung zu Gott mit dem Ziel sich auf ihn hin zu entwickeln und ihm zu dienen, spendet nicht nur anderen und sich höchste Erfüllung, sondern beantwortet zusammen mit der Wissenschaft die wichtigsten Fragen der Menschheit. Dies liegt daran, dass Wissenschaft das Ist und Religion darüber hinaus das Kann und das Soll beantworten. Religion, richtig betrieben, setzt die fortwährende Arbeit an sich selbst voraus, um anderen optimal dienen zu können.
Sie ist vorwiegend rational und vernünftig, wenn sie die der Menschheit gegebenen Probleme angeht. Letztgültige und wegweisende Antworten können nur über die Beziehung zu Gott gegeben werden, da er den Menschen offenbart, wie sie die Welt nehmen sollen, wie er zu sehen ist, was er sich von uns wünscht bzw. wie die göttliche Ordnung aussieht.
Es ist dem Menschen äußerst eingeschränkt möglich Wahrheit aus eigener Kraft zu erfahren, da er sich in einem deterministischen Zirkel befindet, also einem ständigen Wechsel zwischen Determinismus und Indeterminismus. Bei völliger Freiheit würde er nämlich die merkwürdigsten Dinge tun, wenn er überhaupt wüsste, wie er eine Entscheidung herbeiführen kann (s. Benjamin Libet).
Gott, dem nichts fremd ist, sieht sich über seine zahlreichen Helfer unser Leben an und lässt sie bestimmen, wie sich unser Schicksal nach unseren Karma gestaltet. Die Entscheidung zwischen gut und böse stellt er uns nämlich im Wesentlichen frei. Er weiß allerdings nicht alles, kann aber alle dafür nötigen Bezüge bei Bedarf herstellen.
Er ist der, der alles erschaffen hat, was über das Vorgefundene hinausging. Eine ausführliche Darlegung findet man auf meinen Seiten unter relil dot eu und relil dot net.
Ich halte persönlich von Religion sehr viel. Wenn man sich die Menschen anschaut die sagen sie würden nichts glauben, erkennt man das sie schnell dem Aberglauben verfallen, da die Lücke die der fehlende Gaule lässt irgentwie gefüllt werden will. Und häufig werden dann dadurch irgentwelche (Schein)Magier, Zeichendeuter, Wahrsager reich. Es stimmt schon das Religion in der heutigen "aufgeklärten" Zeit etwas aus der Mode gekommen ist. Aber ich denke sogar der Atheismus ist eine Religion, bei der man daran glaubt das es keine höhere Macht giebt. Durch die Religio hat man auch gleich Werte und ich finde das ist i wichtig, da ein allgemeiner Werteverfall zu beobachten ist. Meine Relogion kommt eigentlich nicht mit der Wissenschaft in Konflickt, sondern wir versuchen auch aus ihr zu lernen. Ich finde ein Glaube/ eine Religion ist auch etwas, was eine Hoffnung giebt, woran man sich festhalten kann und worin man einen halt im Leben finden kann; jedenfalls geht mir das so. Ja, man mus sich schon entscheiden, den Schrit zu tun mit der höheren Macht Erfahrungen machen zu können. Und ja, es giebt den unterschied zwischen Religion und persönlichen Glauben, der persönliche Glaube ist das was man wirklich auslebt und die Religion sollte die Grundbasis dafür sein. Eigentlich ist das Bedürfnis nach Religion/ Glauben nicht tot. Warum giebt es dann soviele Sekten, Splittergemeinschaften, volle Kirchen? Doch nicht wenn wir Menschen kein Bedürfnis habenen dort hinzugehen und das alles vollkomener Schwachsinn ist.
civis am 16. November 2008 08:55 Bitte erklär mal den Unterschied zwischen Glaube und Aberglaube
heureka47 am 22. Februar 2009 11:30 Wer im wahren Glauben lebt, weiß, welche "Qualität(en)" Gott hat, was seine Eigenschaften/Fähigkeiten sind, was er zu "leisten" vermag - und auch, was er (trotz "Allmacht") auch NICHT tun kann. Aberglaube ist irgenwo abseits hiervon.

Jede Epoche hat ihren Glauben. Im Mittelalter wars die Religion bzw. Kirche, heutzutage eher die Wissenschaft und an was wir zukünftig glauben, weiß ich nicht. Denke mal, Religion will uns das erklären, was wir nicht bzw. noch nicht, verstehen können.
Es gibt Menschen, die brauchen eine Religion, welche ist im Prinzip eigentlich egal, hauptsache sie haben was

Hallo ibby1992,
Du hast Deine sehr interessante Frage ja schon weitgehend selber beantwortet. Ich habe versucht, auf die ähnliche Frage "Ist Religion eine veraltete Geschichte????" eine stark komprimierte Antwort zu geben. Vielleicht ist meine Antwort auch für Dich Interessant?
Gruß Gabi40

Religion wird als Kontingenzbewältigungsstrategie angesehen, also als eine Möglichkeit, die Unwägbarkeiten des Lebens (Tod, Krankheit, unnötiges Leid, Verlust usw.) aufzufangen und ihnen Sinn einzuhauchen. Diese Funktion wird Religionen zumindest von wohlwollenden Religionswissenschaftlern gegeben.
.
Kritische Köpfe sehen Religionen eher als Mittel der Kontingenzeröffnung: Erst durch das propagierte Weltanschauungssystem werden normale Vorgänge (Tod, Krankheit, Verlust usw.) zu etwas Besonderem, dem Sinn gegeben werden muss. Ohne Religion würde dies einfach zum Leben gehören und keine Sinnfragen aufwerfen. (Dies habe ich bestätigt gefunden durch unzählige Gespräche mit Menschen, die religionsfrei sind)
:-)

Das schöne am Glauben (Reigion) ist: man kann glauben - oder auch nicht
Hää? Warum?

dem kann ich mich anschliesen.Obwohl es unbestritten ist,dass es Personen in der Historie gegeben hat ,denen man dann später spirituelle Kräfte nachsagte.z.b. Buddha,Jesus,Mohammed,(alles Propheten in ihrer Zeit) und heute zu "Göttern erklärt,aber es waren ganz normale Menschen!
daddysdearest am 16. November 2008 13:44 Woher willst Du das wissen? Hast Du sie alle gekannt?
Masoud53 am 16. November 2008 15:10 ja ,indem gebildete Menschen Schriften und Aufzeichnungen lesen,da weiss man dann wer Buddha war!Du vielleicht nicht,schätze ich mal!!
daddysdearest am 16. November 2008 16:12 Angreifen statt antworten - das sagt ja eine Menge über die Fundiertheit Deiner Aussagen.
Masoud53 am 17. November 2008 07:28 weil es mal wieder die WAHRHEIT ist,plärrt wieder einer!!
sehr gute Antwort DH!
Warum glauben Christen, die einzig wahre Religion zu haben?
sind das nicht die Moslems???;von Christen hört man das selten,gibt ja auch wenig Fundamentalisten.
an albundysohn: Christen haben keine Religion. Was die Bibel lehrt, kommt nicht aus menschlichen Denken. Sie ist ein Produkt des Heiligen Geistes, der dritten Person der Gottheit. Im Christentum kommt Gott zu den Menschen, nicht umgekehrt.
@carola111
Die Bibel ist durch Inspiration scheinbar von Menschenhand geschrieben und soll das einzig Wahre sein? Die Bibel kann und wird von Menschen unterschiedlich interpretiert und da Mennschen fehlbar sind, ist Glaube nichts konkretes, sondern eine subjektive Angelegenheit. Ich denke keine Religion bzw. Glaube ist das einzig Wahre, Glaube hilft den Menschen aber, ihr Leben besser zu bewältigen. Glaube ist nicht Wissen, deshalb beruht dieser gesamte Glaube auf einer Annahme, die eigentlich noch nicht konkret bestätigt wurde.
DH, sehr gut erklärt...Danke