Religion kontra Agnostizismus - kontra - Atheismus. Oder alles eine Geschichte der Entwicklung innerhalb unserer Geschichte?

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3 Antworten

Religion ist eine bekennende Ideologie der Weltinterpretation genauso wie der Marxismus, die unterschiedlichen Agnostizimen (da gibt es ja unendlich viele) oder die unterschiedlichen Atheismen. Alle haben natürlich ihren Sitz in der jeweiligen Welt und dieser ist immer historisch gewachsen. Keine Ideologie, die Macht und Weltverfügbarkeit spendet ist frei von historischen Entwicklungen der Macht und Gewalt z.B. auch als Rechtfertigung. Die Interpretation des eigenen Seins in der Welt hängt stark ab von der Kräfteverteilung in der konkreten historischen Phase und ist einerseits diffus und wird andererseits durch Interpreten (oft Magier, Priesterkönige, Gurus, Priester, Ideologen) gebündelt. Schon Epikur kam zur Einsicht, dass es Götter gibt solange Götter (oder sonstige ideologische Vorstellungen) wirken und die Menschen sich von solchen Vorstellungen leiten lassen. Offensichtlich brauchen Menschen einen metaphysischen Unterbau zur Selbstidentität. Doch dieser Unterbau entwickelt sich historisch immer auch als eine Reflexion auf den jeweiligen Kenntnisstand und Umgang mit den Realitäten. So ist es kein Wunder, dass in unserer heutigen globalisierten Welt die Bandbreite der Interpretationen sehr groß ist und dass auch die Kämpfe um die Dominanz der eigenen Interpretation und des eigenen Machtanspruchs bei weitem nicht eingedämmt sind. Das mörderische weltweite Wüten zwischen Schiiten und Suniten gegeneinander und gegen den Rest der Ungläubigen muss da nicht verwundern.

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Kommentar von Respawn618
18.08.2016, 19:24

oder die unterschiedlichen Atheismen

Es gibt nur einen einzigen.

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Es gibt nicht "eine" Wahrheit, es gibt nur die Wahrheit.

Religion hat dem Fortschritt immer schon im Wege gestanden. Sie erfindet Lügen, Geschichten, Ausreden als Antwort auf wichtige Fragen und wer andere Antworten fand wurde nicht selten mit dem Tode bestraft.

Sogar heute noch behindern religöse Einstellungen von Wissenschaftlern ihre eigenen Forschungsarbeiten, was im Angesicht ihrer Erkenntnisse traurig ist. Sie sind oft nicht in der Lage ihr eigenes Potential voll auszuschöpfen, weil der Gedanke daran ihre Religion zu widerlegen sie in ihrer Forschung blockiert.

Alle Entdeckungen die wir gemacht haben, kamen von Menschen welche den Lügen der Religionen zu einem gewissen Grad nicht glaubten und herausfinden wollten wie es sich tatsächlich darum verhält.

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Kommentar von Meisterpepepo
16.08.2016, 17:28

"Religion hat dem Fortschritt immer schon im Wege gestanden (...)", so wie Gregor Mendel, Werner Heißenberg, Albert Einstein oder wie? Schon mal von Harald Lesch den Satz gehört, "wir irren uns empor?"

Wenn man versucht Behauptungen zu widerlegen, weil sie einfach nur plump wirken, dann kommt dabei oft Erkenntnis und etwas Vernünftigeres heraus. Wir können dankbar sein, dass best. Religionen so viel Quatsch von sich gegeben haben, sonst könnten wir wahrscheinlich heute auf nicht so viel Wissen zurück greifen, weil es sich manche zum Ziel machten, das eine zu beweisen oder auch zu widerlegen.

Und was soll denn bitteschön "Wahrheit" sein? Es gibt genügend Dinge, die außerhalb von Logik und Vernunft stehen, wobei es töricht wäre, diesen im Konter gegenüber zu stehen.

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Schwer zu sagen, wie etwas geworden wäre, wenn... oder?

Übrigens wird Buddhismus zwar in "Religion" eingeordnet, dabei glaubt ein Buddha nicht an einen Gott. Oder sollte man eher sagen, die Frage nach Gott, kennt keine Bedeutung im Buddhismus.

Zudem erbrachten Religionen beides. Entwicklung sowie Stillstand. Raserei und Frieden. Weil es an den Menschen liegt, was sie aus XYZ machen und sonst an niemandem. Religion ist nicht der Teufel. Religion ist eine Idee. Wenn, dann sind es die Menschen, die abdrehen - ob sie dafür einen Grund brauchen, zeigt lediglich, dass sie sich selbst nicht anders helfen können.

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Kommentar von berkersheim
16.08.2016, 10:06

Wer den Film "KUNDUN" - lief gerade gesten wieder - kritisch und aufmerksam gesehen hat, konnte sich verwundert die Augen reiben, dass der tibetanische Buddhismus vor 1950 alles andere als eine von Aberglauben und Machtanspruch freie "Religion" war. Es ist beklemmend, welche Unterwürfigkeit er bei seinen Gläubigen erzeugt hat. Mit dem Mao-Marxismus treffen da zwei extreme Ideologien aufeinander, eine religiös-feudalistische und eine lokalmarxistische. Die marxistische ist bis heute der Sieger. Ist aber auch gerade dabei, sich stark zu wandeln und es wäre kein Wunder, wenn nur verdrängte metaphysische Vorstellungen bei größerer Freiheit sich wieder Bahn brechen. Siehe Russland: Der erzkommunistisch erzogene Putin betet wieder - wenigstens öffentlich.

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Kommentar von AaronMose3
16.08.2016, 14:26

dabei glaubt ein Buddha nicht an einen Gott. 

Wie soll ich das (als Buddhist) verstehen ?

"Ein Buddha", meintest du das Siddharta Gautama nicht an Gott glaubte, oder das ein Buddhist nicht an Gott glaubt, oder redest du davon das ein erwachter Buddhist (Buddha) nicht an Gott glaube ?

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