Frage von KisakiKaiba, 66

Religion - meine Theory und Gedankengänge?

Meine Theorie ist es, dass wir kurz nach dem Tod eine Art luzides (bewusstes) Träumen erleben. Die Menschen, die sich vor der Hölle fürchten, werden eine Art Hölle sehen. Die Menschen, die an einen Gott glauben, werden ihn sehen. Wer seine verstorbenen Mitmenschen vermisst, wird diese sehen... So sind alle Religionen gleichzeitig wahr und falsch.

Die Menschen, die in den Heiligen Schriften, egal welcher Religion etwas "magisches" erlebt haben, haben dies vor langer Zeit getan. Vieles war damals noch nicht erklärbar. Nun kann man Religionen aber auch für die eigenen Zwecke benutzen. Seien wir mal ehrlich, wenn ich möchte, dass etwas passiert, wird es nur wenige interessieren, wenn man aber sagt, dass Gott es will, haben viele Menschen Angst, dass etwas Schlimmes geschieht, wenn man diese Bitte nicht erfüllt. Diese Angst vor einem Gott wird noch heute in einigen Religionen zum eigenen Vorteil genutzt. Natürlich kann man dies auch für Gutes benutzen, doch leider wird dies selten der Fall sein

Was ist mit einem "unsichtbaren Freund"? Wenn ein Kind sagt, dass es einen unsichtbaren Freund hat, finden viele dies merkwürdig. Manche Eltern gehen mit dem Kind dann auch zu einem Psychologen. Wenn das Kind aber zu einer religiösen Famiilie gehört und diesen Freund "Gott" nennt, finden das die meisten in Ordnung und nennen das Kind fromm.

Was haltet ihr davon?

Antwort
von Dxmklvw, 19

Diese Überlegung ist sehr gut beschrieben.

Tatsächlich gibt es auch im gegenwärtigen Leben Anhaltspunkte dafür, daß es tatsächlich so sein könnte.

Jeder Mensch hat erfahren, daß es neben dem sog. Wachbewußtsein auch noch diverse andere Bewußtseinszustände gibt. Einer dieser unterschiedlichen Bewußtseinszustände ist das Traumbewußtsein, von dem man ab und zu auch noch in einen weiteren Zustand rutschen kann, z. B., indem man träumt, daß man einschläft, und dann etwas träumt.

Wenn wir unsere wache Gegegenwart als etwas betrachten, daß auf irgendeine Weise auch noch Gesetzmäßigkeiten unterliegt, die für alle Bewußtseinsbereiche gültig sind, dann wäre unser gegenwärtiges Leben ebenfalls als luzides Träumen zu betrachten.

Das Ganze steht noch nicht einmal im Widerspruch zu den Bibelaussagen des NT, in denen sich Jesus zu etwas geäußert hat, denn auch er sprach von einer geistigen Welt und gelegentlich auch davon, daß in der physikalischen Welt über die Glaubenskraft so manches ganz anders sein kann, als es üblicherweise angenommen wurde.

Immerhin würde das, was in der Frage als luzides Träumen beschrieben wurde, auch zu den psychischen Regeln passen, nach denen wir uns im Diesseits verhalten. Wen wir nicht mögen, den meiden wir, und wen wir lieben, dessen Nähe suchen wir, und wenn die Betreffenden verstorben sind, dann erscheinen sie uns gelegentlich auch in unserem Kopfkino oder in unseren Träumen.

Insgesamt würde das alles bedeuten, daß wir uns im Jetzt durch unseren Glauben und unsrere Gesinnung "Schätze im Himmel" (oder auch in der Hölle) aufbauen können, nämlich genau das, woraus sich die Zukunft jedes Einzelnen nach seinem "Tod" (ich setze ihn bewußt in Anführungszeichen) individuell zusammensetzt.

Mit dazu gehören müßte dann aber noch die Korrektur genau desjenigen Bergs, der sich in Form von "in die eigene Tasche lügen" angesammelt hat, so daß das Prinzip des wieder logisch werdens eingehalten wird.

Auf diese Weise wäre das Danach tatsächlich gerecht.

Kommentar von KisakiKaiba ,

Ja das mit dem Traum im Traum wird ja auch in dem Film "Inception" gut dargestellt und ja ich hoffe, dass es so sein wird. So könnte man sich eine eigene Welt erträumen und jeder könnte irgendwann glücklich sein. In dem Film "Hinter dem Horizont" wird das was die Frau gezeichnet hatte ja wahr und so ähnlich stelle ich es mir auch vor. Es muss ja nicht heißen, dass nach kurzer Zeit alles vorbei ist. Ich denke, dass es auf jeden Fall etwas wie eine Seele gibt, denn jedes Lebewesen tut auch Dinge, die es nicht unbedingt tun muss um zu überleben (zb Zeichnen, Singen...). Wir alle haben ein Bewusstsein und handeln nicht zufällig. 

Kommentar von wildcarts2 ,

Tatsächlich gibt es auch im gegenwärtigen Leben Anhaltspunkte dafür, daß es tatsächlich so sein könnte.

Tatsächlich gibt es keine Anhaltspunkte für derartiges, sondern nur Fehlinterpretationen von Menschen, die sich nicht ausreichend mit der Thematik befasst haben.

Jeder Mensch hat erfahren, daß es neben dem sog. Wachbewußtsein auch noch diverse andere Bewußtseinszustände gibt.

Irrelevant! Denn Bewusstsein jeglicher Art endet mit dem Tod. Bzw. der Tod ist das Ende des Bewusstseins.

Das Ganze steht noch nicht einmal im Widerspruch zu den Bibelaussagen des NT, in denen sich Jesus zu etwas geäußert hat,

Jesus hat sich zu nichts geäußert, weil er nur eine erfundene Figur jüdischer Sektierer ist.

Insgesamt würde das alles bedeuten, daß wir uns im Jetzt durch unseren Glauben und unsrere Gesinnung "Schätze im Himmel" (oder auch in der Hölle) aufbauen können, nämlich genau das, woraus sich die Zukunft jedes Einzelnen nach seinem "Tod" (ich setze ihn bewußt in Anführungszeichen) individuell zusammensetzt.

Das ist unlogisch. Mit Glauben kann man nichts erreichen, weil Glaube das Fürwahrhalten von DIngen ist, die man nicht beweisen kann. Kurz gesagt: Glaube ist reine Fantasie und Wunschdenken.

Wenn es einen Gott gäbe, so müsste es auch einen Leitfaden geben, wenn es Bedingungen für ein Leben nach dem Tod geben würde. Ist das nicht der Fall, wäre dieser Gott der größte Feind des Menschen, weil es sadistisch ist jemanden für Dinge zu bestrafen, von denen er keine Möglichkeit hat uu wissen, dass sie falsch sind.

Aber darüber muss man sich keinen Kopf machen, weil es Fakt ist, dass es weder Götter noch ein Leben nach dem Tod gibt.

Antwort
von AndyG66, 32

Ich finde deine Theorie sehr interessant.

Die Frage  die sich stellt wäre aber - was würde dies für das jetzt und hier bedeuten. An was würdest du glauben wenn es so wäre? Immer vorausgesetzt du hast die Gewissheit das an was du glaubst in einem Leben nach dem Tode auch stattfindet.

Und wenn es so wäre - kannst du auch nicht ausschliessen das du bereits tot bist und die ganze Welt und dein Leben auschliesslich eine Manifestation deines persönlichen luziden Traumes sind.

Und wer bin ich dann in deinem Traum? 

Also ich finde die Theorie gefährlich :-)

Kommentar von KisakiKaiba ,

Das sind gute Fragen. Es gibt sogar eine ca 27 % Wahrscheinlichkeit, dass alles, was wir erleben nur virtuell ist. Niemand kann sagen, ob es nur ein Leben gibt und ob wir bereits in einem neuen Leben sind.

Wenn dem wirklich so wäre, würde ich mich nicht vor dem Tod fürchten, denn man könnte dann das tun und sein, was man will. Ich denke, dass selbst die gläubigsten Menschen irgendwo Zweifeln.

Warum trauern Christen, wenn jemand stirbt? Denken sie, dass der Tote vielleicht doch nicht in den Himmel gekommen ist oder Zweifeln sie selber ein wenig an Gott? Würden sie zu 100% an ihren Gott und das Paradies glauben und wüssten, dass der Verstorbene ein guter Mensch war, könnten sie sich auch freuen, dass er nun im Himmel ist und keine Schmerzen bzw Sorgen mehr hat, doch jeder Mensch hat Zweifel.

Kommentar von AndyG66 ,

Menschen trauern um ihren persönlichen Verlust. Nicht um die verstorbene Person. Kommt der Tod überraschend - wird die Trauer von Wut überlagert.  Man hadert mit Gott/Schicksal/Universum und fragt sich warum gerade diese Person (und nicht eine andere)..

Das sind alles eigentlich egoistische Emotionen. Trotzdem trösten hier religiöse Konzepte eben schon. 

Natürlich zweifelt jeder irgendwann an seiner Überzeugung/Glauben. Sogar ein 100% Atheist hat hin und wieder seine spirituellen Momente des Zweifels.

Aber allen gemeinsam ist doch ein inneres Wissen dass da mehr ist wie einfach nur Wasser, Aminosäuren und Sauerstoff.

Kommentar von wildcarts2 ,

Es gibt sogar eine ca 27 % Wahrscheinlichkeit, dass alles, was wir erleben nur virtuell ist. Niemand kann sagen, ob es nur ein Leben gibt und ob wir bereits in einem neuen Leben sind.

Es gibt lediglich eine 100%tige Sicherheit, dass deine Aussage kompletter Blödsinn ist ;)

Solche Ideen sind einfach nur sinnfrei und unlogisch und entbehren jeglicher Grundlage. Mich würde ja mal interessieren in welcher Fernsehrsendung du diesen Unsinn aufgeschnappt hast...

Menschen trauern um ihren persönlichen Verlust. Nicht um die verstorbene Person. Kommt der Tod überraschend - wird die Trauer von Wut  überlagert.  Man hadert mit Gott/Schicksal/Universum und fragt sich warum gerade diese Person (und nicht eine andere)..

Diese Gefühle und Fragen sind aber unlogisch. Schließlich muss jeder Mensch sterben und wenn es einen Gott gäbe, wäre er Schuld daran. Er hätte ja auch ein anderes Konzept erstellen können.

Es macht keinen Sinn, dass wir hier leben, aber eigentlich in ein "wahres Leben" gehen sollen. Wozu dieser sinnfreie Schritt?

Menschen trauern über den Tod, weil sie von Natur aus wissen, dass der Tod endgültig ist.

Sogar ein 100% Atheist hat hin und wieder seine spirituellen Momente des Zweifels.

"Spirituell" sicherlich nicht, denn so etwas gibt es nicht.

Selbstverständlich stellt sich auch ein Atheist Sinnfragen, aber eben losgelöst von religiösen Ideen, da er diese Konzepte nicht kennt.

Übrigens: JEDER Mensch wird als Atheist geboren, also als Gottloser/Ungläubiger. Erst wenn ihm jemand solche Märchen erzählt kann er sich derartige Gedanken machen.

Aber allen gemeinsam ist doch ein inneres Wissen dass da mehr ist wie einfach nur Wasser, Aminosäuren und Sauerstoff.

Definitiv nicht. Denn tatsächlich sind wir nur Biomasse, mehr nicht. Niemand hat ein "inneres Wissen" das da mehr ist. Es gibt lediglich die Fantasie des Menschen, die gerne für die eigenen Fragen, Ängste und Hoffnungen herhalten muss.

Kommentar von AndyG66 ,

@wildcarts2

Du bringst hier KisakiKaiba posting und meins durcheinander...Zu meinen Antworten:

Natürlich sind diese Gefühle unlogisch aber menschlich. Ich versuchte aufzuzeigen dass es hier um egoistische Emotionen geht und nicht um ein religiöses Konzept. Dieses aber durchaus Trost spenden kann (Himmel, Nirvana...)

"Menschen trauern um den Tod weil sie wissen dass der Tod endgültig ist"

Nein. Sie trauern weil sie einsamer zurückbleiben hier im Leben.

"Spirituelle Momente des Zweifels"
Natürlich gibt es diese. Spirituelle Erfahrungen/Eingebungen welche vorallem bei einem Atheisten Zweifel hervorrufen. Ich verteidige hier übrigens nicht eine Religion. Spirituelle Erfahrungen haben nichts mit einem vom Menschen gemachten religiösen Konzept zu tun. Werden aber meist falsch resp nach eigenem Glauben interpretiert. 

"Definitiv nicht. Denn tatsächlich sind wir nur Biomasse,"

Hast du dich schon bemüht den Gegenbeweis zu versuchen? Sinne können trainiert werden. Denkst du nicht dass wenn dieses innere "Wissen" nicht vorhanden wäre. Nicht seit Anbeginn der Menschheit ja sogar die Neanderthaler - keine religiöse Konzepte entwickelt hätten?

Erklär mir das es kein einziges Naturvolk auf der Erde gibt - welches nicht an ein Dieseits/Jenseits / Andere Dimension "glaubt".




Antwort
von Monstrus87, 30

Das sind sehr kluge Gedankengänge. Nur das mit dem luziden Träumen hoffe ich, ist nicht wahr.

 Weil dann wäre ja in Wahrheit nach kurzer Zeit der Fernseher aus und alles vorbei. Gruselig! Aber bezüglich deinen Gedanken zu unsichtbaren Freunden und so solltest du "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins lesen. Da steht noch viel mehr drin. Das würdest du sehr interessant finden.

Antwort
von Andrastor, 30

So wie du es beschreibst, finden ungefähr Nahtoderfahrungen statt. Es sind Halluzinationen die sich auf die individuellen Erfahrungen und Gedanken der betreffenden Individuen beziehen, mit Ausnahme der körperlichen Reaktionen.

Auch in Bezug auf unsichtbare Freunde hast du Recht, zumindest in einigen Fällen, es wird sicher Kinder geben die trotz der Begründung "Gott" zu Psychologen geschickt werden, während es ebenfalls Kinder gibt, denen dieser Weg erspart bleibt, trotz anderer Bezeichnungen für ihre Freunde.

Was die heiligen Schriften betrifft: Der Tanach ist nichts weiter als eine Sammlung von Mythen und Märchen der Völker rund um und im antiken Ägypten und die Bibel nimmt diese Märchen und Mythen und vermischt im Neuen Testament Julius Cäsar mit Horus um daraus Jesus zu machen, während der Koran nichts weiter ist als die Neuinterpretation der Bibel.

Diesen Schriften muss man nicht den geringsten Glauben schenken, heutzutage würde man sowas "Fanfiction" nennen.

Antwort
von MarkusPK, 21

Ich finde deine Theorie sehr anregend und interessant. Und vielleicht ist sogar sehr viel Wahres dran.

Antwort
von 666Phoenix, 10

Was haltet ihr davon?

Es gäbe noch mehr zu sagen, aber grundsätzlich stimmt es:

wenn ein Kind seinen Eltern erklärte, es sehe nachts ständig vermummte und fratzige Gespenster, dann wäre der Gang zum Seelenklempner vorprogrammiert.

Erzählte es aber seinen religiös-gläubigen Eltern, dass "Gott" oder "Jesus" nachts ständig im Kinderzimmer vorbeikomme, dann wäre das für die Eltern in der Regel "normal" und sie würden "Hosianna" rufen!

Antwort
von Maarduck, 7

Ja, deine Gedanken find ich gut. So wird es wohl sein.

Antwort
von Lazybear, 16

Klingt nicht schlecht, aber es bleibt eine phantasie! Lg

Kommentar von KisakiKaiba ,

Ich denke, dass niemand zu 100 % sagen kann, was nun wirklich sein wird und was nicht. so ist es auch mit den Religionen. Am interessantesten sind Menschen, die wirklich schon eine Nahtoderfahrung hatten

Kommentar von Lazybear ,

ja, da hast du natürlich recht, es kann keiner genau sagen, nur in dem fall ist es ja klar, dass es nur phantasie ist! hmm finde nahtoderfahrungen nicht interessant, da ich das erlebte der menschen für träume halte, vor allem, weil der mensch nicht wirklich tot war! tot ist für mich, wenn das gehirn und herz aus sind! lg

Antwort
von wildcarts2, 5

Deine Hypothese ist de facto falsch!

NACH dem Tod passiert gar nichts mehr, da der Tod das Ende der Existenz bzw, des Lebens ist. Gedanken, Gefühle, Wissen etc. sind nur Biochemische Prozesse in unserem Gehirn. Sobald man stirbt, zerfallen diese Dinge SOFORT zu Biomasse und sind unwiederuflich verschwunden.

Es kann also gar nichts derartiges mehr passieren wenn wir tot sind. Das Bewusstsein endet mit dem abbrechen der Energieversorgung unseres Gehirns.

So einfach ist das.

. So sind alle Religionen gleichzeitig wahr und falsch.

Religionen können niemals "wahr" sein, da ihre Inhalte nachweislich alle frei erfunden sind. Die Inhalte von Religionen sind völlig irrelevant, weil sie nur Gesetze und Regeln transportieren sollen, hübsch verpackt in Geschichten die mit den Ängsten und Hoffnungen der Menschen spielen.

Antwort
von Viktor1, 10

Was ist deine Frage ?

Kommentar von KisakiKaiba ,

Es ist einfach die Frage, wie andere meine Sicht sehen, also nichts spezielles.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community