Frage von Wc8686, 148

Relegion/Zweck?

Hallo ich würde mich gerne interessieren wieso ihr Relegionen vertretet was bringt das außer Krieg? Man kann auch ohne eine Relegion an Gott glauben wie ich.. ich mein das sind eh nur Bücher meine Persönliche Meinung.... wie sieht ihr das was habt ihr davon ?

Antwort
von Andrastor, 73

Um es mit den Worten von Sigmund Freud zu sagen:

Die Religiosität führt sich biologisch auf die langanhaltende Hilflosigkeit und
Hilfsbedürftigkeit des kleinen Menschenkindes zurück, welches, wenn es später seine wirkliche Verlassenheit und Schwäche gegen die großen Mächte des Lebens erkannt hat, seine Lage ähnlich wie in der Kindheit empfindet und deren Trostlosigkeit durch die regressive Erneuerung der infantilen Schutzmächte zu verleugnen versucht.

Sprich der Glaube an Gott und die Religiösität ist nichts weiter als die Suche nach einer schützenden, tröstenden Elternfigur, um sich in Sicherheit zu wiegen und Verantwortungen abgeben zu können.

In der Unterstützung eine Religion als Teil einer religiösen Gemeinschaft finden Menschen Zustimmung, sie bestätigen sich gegenseitig dass sie an denselben Fantasiefreund glauben, was ihnen ein Gefühl von Sicherheit und Zugehörigkeit verleiht.

Antwort
von SibTiger, 37

Ich vertrete keine Religion, ich denke, dass sie mit ihren Dogmen und Verhaltensvorschriften fast alle mehr oder weniger den Verstand vernebeln.

Das trifft in der heutigen Zeit insbesondere noch auf eine ganz bestimmte Religion aus dem Orient zu, die mit ihren höllischen Drohungen und "Scheinweisheiten" manchmal insbesondere junge, ungefestigte Menschen beeindruckt.

Bevor man sich zu sehr mit Religionen beschäftigt, sollte man sich erst einmal ein solides naturwissenschaftliches Grundwissen zulegen, dann ist es ziemlich einfach, die fragwürdigen Hintergründe der religiösen Aussagen zu erkennen.

Ich selber habe mir zwar eine Art von Rest-glauben bewahrt, aber mit den Dogmen der Religionen kann ich nichts anfangen.

Antwort
von Dackodil, 61

Man kann auch ohne Religion Krieg führen, wurde schon oft bewiesen.

Antwort
von JTKirk2000, 49

Zunächst einmal heißt es Religion, und nicht Relegion und Kriege werden nicht nur als religiösen Gründen geführt, eigentlich sogar nie oder fast nie. Eine Religion oder einen Gott als Vorwand für einen Krieg zu verwenden hat nun einmal besseren Klang für die Gläubigen, als wenn es heißen würde, dass da Leute umgebracht werden, damit andere mehr Land, mehr Rohstoffe, mehr Macht oder mehr Geld haben.

Der Zweck von Religionen ist sehr unterschiedlich, je nachdem wie die entsprechende Religionslehre und die entsprechenden Werte und die Art wie diese Lehre und Werte vertreten werden aussehen, aber allgemein haben sie wohl den Zweck der Gemeinschaft im Glauben und den entsprechenden Ansichten und Werten.

Kommentar von WeicheBirne ,

Eine Religion oder einen Gott als Vorwand für einen Krieg zu verwenden hat nun einmal besseren Klang für die Gläubigen

Das klingt aber so als wäre es ohne Religionen schwieriger Kriege anzuzetteln.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Das klingt aber so als wäre es ohne Religionen schwieriger Kriege anzuzetteln.

Wenn, dann nur dann, wenn es keine Berufsarmeen gibt, aber solange es solche gibt, macht es keinen Unterschied, ob es Religionen gibt oder nicht, denn wenn es auch nur eine gibt, kann es auch jene geben, die vermeintlich für ihren Glauben töten. Wenn es aber keine Religionen gibt, fallen vermeintliche Feindbilder dennoch nicht für Staaten oder Ideologien weg, weshalb es auch dann noch für beispielsweise die in meiner stehenden Interessen Kriege geben wird.

Kommentar von WeicheBirne ,

Wenn, dann nur dann, wenn es keine Berufsarmeen gib

Sollten wir also alle Berufsarmeen und alle Religionen abschaffen um den Welfrieden zu sichern?

Kommentar von JTKirk2000 ,

Ob das so eine grandiose Idee wäre, weiß ich nicht. Zunächst halten sich schon mal nicht alle daran, denn genau genommen müsste dies alles mit einschließen was irgendwie ermöglichen könnte, jemand anderen anzugreifen, zu unterdrücken und so weiter und zum Anderen hat auch die Vergangenheit gezeigt, dass sich auch an dem nuklearen Abrüsten keineswegs alle beteiligt hatten, sondern im Gegenteil manche da erst wirklich mit Atombombentests begonnen haben. Wenn dies nach demselben Muster mit Armeen oder auch nur bewaffneten Gruppen ähnlichen verläuft, dann ist man mit Berufsarmeen besser dran und wie ich bereits geschrieben habe, mag eine Religion oft als ein Vorwand hingehalten werden, aber in keinem Fall taugt diese als ein Grund für einen Angriffskrieg. 

Kommentar von WeicheBirne ,

Praktisch ist das sicher schwierig, aber mal theoretisch angenommen Du wärst der Herrscher der Welt, würdest Du dann alle Berufsarmeen und alle Religionen abschaffen?

Kommentar von JTKirk2000 ,

Das mit dem Herrscher der Welt erinnert mich an den Präsidenten der Galaxis aus Per Anhalter durch die Galaxis, der nicht dazu da ist, um Macht auszuüben, sondern von dieser abzulenken. Diesen Eindruck kann man durchaus auch schon bei der Bundeskanzlerin bekommen, und bei einem Herrscher der Welt, würde es wohl kaum anders aussehen. Außerdem greift auch das Sprichwort "Macht verdirbt" in diesem Fall insbesondere, denn absolute Macht verdirbt absolut.

Kommentar von WeicheBirne ,

Beantworte doch bitte meine Frage. Würdest Du alle Berufsarmeen und alle Religionen abschaffen wenn Du die Macht dazu hättest?

Kommentar von JTKirk2000 ,

Was ich dann tun würde weiß ich nicht. Ich weiß nur, was mir aus meiner gegenwärtigen Perspektive weise erscheinen würde, aber eben nicht, was dann ist, wenn ich eine entsprechend andere Perspektive hätte, womit ich noch nicht einmal den Einfluss einer solchen Macht auf meinen persönlichen Charakter meine, welche wohl den Charakter von jedem in irgendeinem Ausmaß beeinflussen würde. 

Kommentar von WeicheBirne ,

Würdest Du aus Deiner gegenwärtigen Perspektive heraus alle Berufsarmeen und alle Religionen abschaffen wenn Du könntest?

Kommentar von JTKirk2000 ,

Weder noch. Religionen bewirken auch viel Gutes, es gibt zwar auch in einigen fundamentalistischen Vorstellungen negatives, aber das gilt für einen verschwindend kleinen Teil der Gläubigen, denen man auch nicht ihre Grundlage nimmt, indem man Religionen verbieten oder abschaffen würde während Berufsarmeen immer einen Sinn darin behalten, das jeweilige Land bzw. das entsprechende Bündnis zu schützen, so lange es auf der Welt irgendjemanden gibt, der potentiell gegen diese sein könnte, und von denen gibt es mehr als genug auf der Welt. Ich glaube auch nicht, dass sich meine Meinung dadurch ändern würde, dass der von Dir angedeutete unwahrscheinliche Fall eintritt und sich dadurch meine Perspektive ändert. Vielleicht würde irgendwann mein Charakter nur durch eine derart andere Perspektive leiden, sodass ich vielleicht selbst zu einer Bedrohung werden könnte, auch wenn mir das äußerst zuwider ist. 

Kommentar von AaronMose3 ,

Das klingt aber so als wäre es ohne Religionen schwieriger Kriege anzuzetteln.

Ist es aber eben nicht. Würde es Religionen nicht geben, würden Menschen sich trotzdem gegenseitig den Kopf einschlagen. Die Menschheit würde immer irgendwelche Gründe für diesen Mist finden, im Moment ist es aber eben die Religion. 

Das heißt aber lange nicht, das die Religion auch automatisch daran Schuld ist. 


Kommentar von WeicheBirne ,

Ich habe ja auch nicht behauptet, daß Religionen immer an Kriegen schuld sind. 

Klar schlagen sich die Menschen ohne Religion auch die Köpfe ein. Aber so wie ich JTKirk2000 verstehe wäre es für sie ohne Religion schwieriger damit anzufangen. Sie haben dann eben einen Vorwand weniger.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Einen Vorwand weniger zu haben, bedeutet aber noch lange nicht, einen Grund weniger zu haben, und erst recht nicht, keinen Grund mehr zu haben. Würde man die Religion nicht vor den eigentlichen Gründen als Vorwand, also als dem Anschein nach eigentliche Grund vorschieben können, wäre es in der Tat schwieriger, einen Krieg herbeizuführen, aber es gibt dennoch Gründe wie Rohstoffe, Land, Macht, Wohlstand und ähnliches, für was es auch und gerade nach der Abschaffung von Religionen und damit verbundenen positiven Idealen, leichter zu findende Anhänger zu finden geben wird.

Es ist wahr, dass es dann einen Vorwand weniger gäbe, wenn es keine Religionen mehr gäbe, aber Gründe, die ohnehin schon vorher den Urhebern wichtig waren, würden damit nur der Allgemeinheit ebenso umso wichtiger werden. Schlussendlich würde es dann trotzdem vermutlich nicht weniger Kriege geben, sondern allenfalls schlimmere Handlungen aus (dem gemeinen Volk gegenüber bewussteren) niederen Beweggründen.

Kommentar von WeicheBirne ,

für was es auch und gerade nach der Abschaffung von Religionen und damit verbundenen positiven Idealen, leichter zu findende Anhänger zu finden geben wird.

Wieso daß denn? Es gibt doch auch positivistische Ethiken. 

Wenn Du behauptest, daß Atheisten sich im Durchsschnitt weniger ethisch und verantwortlich verhalten als religiöse Menschen, möchte ich darüber gerne eine Studie sehen. Wie kommst Du zu so einer Auffassung?

Kommentar von JTKirk2000 ,

Welche ethischen Werte sind nachweislich ohne jeden religiösen Einfluss entstanden? Ich denke nicht, dass man da so klar trennen kann, vor allem da im Laufe der Geschichte Religionen einen nahezu globalen Einfluss hatten. 

Kommentar von WeicheBirne ,

Darum geht es nicht. Es geht darum, daß Ethik spätestens seit der Aufklärung auch unabhängig von einer Religion existiert. Es geht nicht darum ob Ethik vielleicht nur aus Religion heraus entstanden ist.

Dein Zitat hier

für was es auch und gerade nach der Abschaffung von Religionen und damit verbundenen positiven Idealen, leichter zu findende Anhänger zu finden geben wird.

bezieht sich ja nicht darauf ob jegliche Ethik sich irgendwann mal aus einer Religion entwickelt hat. Es bezieht sich darauf ob wir positive Ideale verlieren wenn wir hier und heute alle Religionen abschaffen.

Also noch einmal mein Argument dazu:

Heute gibt es positivistische Ethiken. Darum könnten wir doch alle Religionen abschaffen, da sie ja nach Deinen eigenen Aussagen als gefährlicher Vorwand für Kriege herhalten können

Eine Religion oder einen Gott als Vorwand für einen Krieg zu verwenden hat nun einmal besseren Klang für die Gläubigen

Kommentar von JTKirk2000 ,

Darum geht es nicht. Es geht darum, daß Ethik spätestens seit der Aufklärung auch unabhängig von einer Religion existiert. Es geht nicht darum ob Ethik vielleicht nur aus Religion heraus entstanden ist.

Im Gegenteil geht es darum sehr wohl. Wenn jemand behauptet, die Menschheit wäre ohne Religion besser dran, dann schließt es mit ein, dass auch der Einfluss der Religion in der Vergangenheit dessen Meinung nach falsch wäre, einschließlich der moralischen Entwicklung und auch der ethischen Werte, die durch diese verbreitet wurden, unabhängig davon ob diese innerhalb oder außerhalb einer Religion weiter entwickelt wurden.

bezieht sich ja nicht darauf ob jegliche Ethik sich irgendwannmal aus einer Religion entwickelt hat. Es bezieht sich darauf ob wir positive Ideale verlieren wenn wir hier und heute alle Religionen abschaffen.

Zum Teil ist dies nicht nur eine Vermutung, sondern bereits Fakt. Man denke nur einmal an die Gebote, dass man nicht die Ehe brechen, nicht stehlen, nicht morden, und kein falsches Zeugnis geben soll. Und was geschieht immer wieder? Genau das Gegenteil ist in den Nachrichten zu sehen.

Heute gibt es positivistische Ethiken. Darum könnten wir doch alle Religionen abschaffen, da sie ja nach Deinen eigenen Aussagen als gefährlicher Vorwand für Kriege herhalten können

Echt jetzt? Wenn Du meinst, dass Stehlen, Ehebruch, Falschanklagen und Morde irgendwann selbstverständlich sein sollen, dann bitte schön, aber dann möchte ich einer der ersten sein die dann sterben, denn eine solche Welt ist für mich nicht mehr lebenswert.

Kommentar von WeicheBirne ,

Wenn jemand behauptet, die Menschheit wäre ohne Religion besser dran, dann schließt es mit ein, dass auch der Einfluss der Religion in der Vergangenheit dessen Meinung nach falsch wäre

Nein, das stimmt nicht. Es ist durchaus möglich zu argumentieren, daß die Menschheit früher mit Religion besser dran war, aber heute ohne Religion besser dran ist.

Ich möchte mit Dir über das hier und heute reden. Meine Frage ist ob Religionen heute für die Menschheit gut sind -egal ob sie früher eher positiv oder eher negativ waren.


Echt jetzt? Wenn Du meinst, dass Stehlen, Ehebruch, Falschanklagen und Morde irgendwann selbstverständlich sein sollen, dann bitte schön, aber dann möchte ich einer der ersten sein die dann sterben, denn eine solche Welt ist für mich nicht mehr lebenswert.

Meinst Du damit, daß Stehlen, Ehebruch, Falschanklagen und Morde bei Abschaffung der Religionen heute selbstverständlich würden? Das bezweifele ich stark. Wenn Du das behauptest möchte ich gerne sachliche Gründe sehen, die diese Behauptung untermauern.


Vorab möchte ich hierzu aber noch ein Gegenargument bringen: Schau Dir bitte mal diese Studie an, in der jeweils die 10 religiösesten und die 10 atheistischsten Länder der Welt aufgeführt werden:

http://www.wingia.com/web/files/news/14/file/14.pdf

Schau Dir bitte außerdem mal diese Statistik über Mordraten (pro 1 Millionen Menschen) für die Länder dieser Welt an:

http://www.nationmaster.com/country-info/stats/Crime/Violent-crime/Murder-rate-p...


Die Mordraten der 10 religiösesten Länder lauten

Ghana 157,77; Nigeria 121,83; Armenia 14,85; Fiji 28,08; Republic of Macedonia 19,03; Romania 19,6; Iraq 20,66; Kenya 199,44; Peru 102,61; Brazil 209,9

Im Durchschnitt ist das eine Mordrate von 89,377


Die Mordraten der 10 atheistischsten Länder lauten

China 10,02; Japan 3,97; Czech Republic 17,26; France 10,54; South Korea 25,32; Germany 8,44; Netherlands 10,83; Austria 6,32; Iceland 3,14; Australia 10,38; Ireland 12,07

Im Durchschnitt ergibt das gerade mal eine Mordrate von 11,829


Offenbar ist Mord in den 10 religiösesten Ländern dieser Welt selbstverständlicher als in den 10 atheistischsten Ländern dieser Welt. Die Behauptung, daß die Abschaffung von Religion Mord selbstverständlich macht ist daher haltlos.

Böse Zungen könnten auf Basis dieser Statistik übrigens behaupten, daß Religion Mord selbstverständlich macht.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Nein, das stimmt nicht. Es ist durchaus möglich zu argumentieren, daß die Menschheit früher mit Religion besser dran war, aber heute ohne Religion besser dran ist.

Dann hätte sich an den Religionen im Allgemeinen heute gegenüber in der Vergangenheit etwas maßgebliches verschlechtern müssen, dass die Welt heute ohne Religionen besser dran wäre, aber nicht damals. Die Tendenz ist im Allgemeinen aber eher umgekehrt.

Ich möchte mit Dir über das hier und heute reden. Meine Frage ist ob Religionen heute für die Menschheit gut sind -egal ob sie früher eher positiv oder eher negativ waren.

Und auch da ist meine Antwort ein definitives Nein. Sie wäre vermutlich im Mittelalter ohne den negativen Einfluss der angeblich christlichen Kirche besser dran gewesen, eben weil sie damals nicht gerade christlichen Werten folgte, aber diese Zeit ist bekanntlich vorüber.

Meinst Du damit, daß Stehlen, Ehebruch, Falschanklagen und Morde bei Abschaffung der Religionen heute selbstverständlich würden?

Das sind sie doch schon. Es geschieht immer wieder und mal ehrlich, wer heute nicht spätestens in der Schule schon mal gepoppt hat, gilt doch gleich als Außenseiter und das ist nur ein Beispiel.

Wenn Du das behauptest möchte ich gerne sachliche Gründe sehen, die diese Behauptung untermauern.

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/6728/umfrage/jugendliche-die-berei...

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/180321/umfrage/durchschnittliches-...

http://de.statista.com/themen/94/kriminalitaet/

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/197/umfrage/straftaten-in-deutschl...

Genügt das für den Anfang?

Die Mordraten der 10 religiösesten Länder lauten

Ghana 157,77; Nigeria 121,83; Armenia 14,85; Fiji 28,08; Republic of Macedonia 19,03; Romania 19,6; Iraq 20,66; Kenya 199,44; Peru 102,61; Brazil 209,9

Im Durchschnitt ist das eine Mordrate von 89,377

Die Mordraten der 10 atheistischsten Länder lauten

China 10,02; Japan 3,97; Czech Republic 17,26; France 10,54; South Korea 25,32; Germany 8,44; Netherlands 10,83; Austria 6,32; Iceland 3,14; Australia 10,38; Ireland 12,07

Im Durchschnitt ergibt das gerade mal eine Mordrate von 11,829

Also scherst Du alle Menschen eines jeweiligen Landes unter einem Kamm? Nur weil die Länder einen jeweiligen Anteil an religiösen Mitmenschen haben bedeutet dies zu keiner Zeit, dass automatisch diejenigen, die religiös sind andere Leute ermorden.

Kommentar von WeicheBirne ,

Ich mache hier mal für beide Gespräche, die wir führen weiter, da sie ja doch anfangen in ähnliche Richtungen zu laufen.

Dann hätte sich an den Religionen im Allgemeinen heute gegenüber in der Vergangenheit etwas maßgebliches verschlechtern müssen, dass die Welt heute ohne Religionen besser dran wäre, aber nicht damals.

Das muß nicht stimmen. Es ist auch möglich, daß es heute Faktoren gibt, die Religionen nicht mehr notwendig machen. Die Religionen können dann in ihrer Qualität heute im Vergleich zu früher völlig gleich geblieben sein.

Das sind sie doch schon. Es geschieht immer wieder und mal ehrlich, wer heute nicht spätestens in der Schule schon mal gepoppt hat, gilt doch gleich als Außenseiter und das ist nur ein Beispiel.

Laß uns zunächst bitte mal bei einem Beispiel bleiben. Das geht mir sonst im Gespräch zu sehr durcheinander. Du hast anfangs Stehlen, Ehebruch, Falschanklagen und Morde als mögliche Testparameter für den positiven Einfluß von Religion vorgeschlagen. Ich bin daraufhin auf Morde eingegangen, weil es dafür weltweit die meisten Statistiken gibt. Es würde mich also freuen wenn wir erst einmal darüber sprechen können.

Deinen Argumenten entnehme ich, daß in einer Gesellschaft ohne den Einfluß von Religion Mord selbstverständlich wird. Das müßte man erkennen können wenn man Mordraten mit der Stärke an Religosität vergleicht.

Ergo müssen wir in einer Analyse diese Verbindung herstellen. Wenn Deine Argumentation stimmt, müßten wir zeigen können, daß weniger Religiosität zu mehr Morden führt, oder umgekehrt, daß der Einfluß verstärkter Religiosität die Mordraten abschwächt.

Nachdem ich den Rahmen unserer Fragestellung so umrissen habe, möchte ich auf Deine Statistiken eingehen. Erst einmal zu dieser

http://de.statista.com/themen/94/kriminalitaet/

Das einzige was ich dieser Statistik entnehmen kann ist, daß es Mord und auch andere Straftaten in Deutschland gibt. Du lieferst aber absolut keinen Vergleich zur Religion. Daher können wir aus dieser Statistik allein keine Schlüsse für unsere Fragestellung ziehen.

Du mußt eine solide Vergleichsanalyse liefern, die zeigt, daß wir mit mehr Religion besser und mit weniger Religion schlechter dran wären. Aus dieser Statistik geht das so nicht hervor.

Dann mal zu dieser Statistik

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/197/umfrage/straftaten-in-deutschl...

auch hier fehlt jeder Vergleich zur Religion. Bitte führe eine stichhaltige Analyse durch. Was Du mit dieser Statistik allein bezwecken willst ist mir nicht klar.

Ich vermute einmal, daß Du die Zahlen von 1991 und 1992 irgendwie mit dem Rest vergleichen möchtest, der ja erheblich höher ist und mehr oder weniger um einen Mittelwert schwankt. Sollte das stimmen möchte ich Dich gleich vorab davor warnen.

Die Statistik gibt an, daß es sich um polizeilich registrierte Straftaten handelt. Die Zahlen stammen also aus der Polizeilichen Kriminalstatistik

https://de.wikipedia.org/wiki/Polizeiliche_Kriminalstatistik_(Deutschland)

Dazu ist für die Jahre 1991, 1992 und 1993 folgendes zu lesen:

Seit 1993 (Gesamtberlin seit 1991) wird auch in den damals neuen Bundesländern die polizeiliche Kriminalstatistik valide geführt. Die Daten der Jahre 1991 und 1992 sind aufgrund der Umstellungen nicht zur Darstellung geeignet.

Der Anstieg der Anzahl der Straftaten in Deiner Statistik resultiert also aus der zusätzlichen Erfassung der neuen Bundesländer, deren Straftaten 1991 und 1992 noch nicht (vollständig) in der Statistik erfaßt waren. Ein Vergleich von 1991 und 1992 zu den anderen Jahren ist damit nicht zulässig.

Um auf Deine Frage zu antworten

Genügt das für den Anfang?

Nein, es genügt nicht. Bitte bringe zulässige statistische Analysen, die Mordraten mit Religiosität vergleichen.

Jetzt noch einmal zu der Analyse, die ich geliefert habe. Diese Analyse vergleicht Mordraten mit Religiosität. Sie zeigt auf, daß Länder mit hoher Religiosität auch hohe Mordraten haben und daß Länder mit niedriger Religiosität auch niedrige Mordraten besitzen.

Das steht im absoluten Gegensatz zu Deiner Behauptung, daß Religion einen abschwächenden Einfluß auf Mordraten hat. Meine Analyse stellt keinen abschwächenden Einfluß fest. Ganz im Gegenteil, die Mordraten der religiösen Länder liegen höher.

Nimm bitte hier zur Kenntnis, daß ich weder behaupte, daß religiöse Menschen Mörder sind, noch daß ich behaupte, daß Atheisten Mörder sind. Ich prüfe einfach nur ob es einen positiven Gesamteinfluß von Religiosität auf ein Land gibt.

Hier möchte ich an unser Gespräch anknüpfen, das wir weiter oben führen. Auf meine Frage ob Du Religionen abschaffen würdest sagst Du ja

[..] Religionen bewirken auch viel Gutes, [..]

auf Mordraten wirken sie sich ganz offenbar aber schon mal nicht positiv aus.

Antwort
von klausog333, 25

Üblicherweise wird gerade hier bei GF das Schlechte gesucht, was aus einer Religion hervorgehen könnte. Das impliziert bereits deine Frage und bringt mal wieder sämtliche Gegner auf den Plan, die deine vorgefertigte Meinung untermauern werden.

Warum bringen Religionen nur Krieg? Tatsächlich berufen sich manche Kriegsparteien unserer Zeit auf ihr Religion. Macht und Unterdrückung sind aber ihr eigentliches Streben. Sie sind oft die schlechtesten Vertreter ihrer Religion und werden von der Masse der Gläubigen abgelehnt und verurteilt.

Religion dient hauptsächlich dem Zweck,dem Glauben an Gott einen gemeinschaftlichen Rahmen in dessen Ausübung zu geben. Ca. 85% der Weltbevölkerung (Erhebung der UN von 2015) glauben an einen oder mehrere Götter und gehören einer mehr oder minder großen Religionsgruppe an.

Hier kann ich nur für mich meine eigene sprechen. Jesus Christus, der uns das Reich Gottes verkündet und uns selbst ein Beispiel darin gegeben hat, befreite uns von der Last des Todes. Er hat uns eine Freiheit wiedergegeben, die wir durch die Sünde verloren hatten, uns dem Gesetz entrissen und uns der Gnade und Barmherzigkeit des Vaters übergeben.

Nur wer an ihn glaubt wird diese innere Freiheit begreifen, die zur vollkommenen Freude führt. Ein Christ fühlt sich durch seine Religion nicht eingeengt, sondern er freut sich am Herrn. In der Gemeinschaft der Gläubigen findet er eine Gemeinschaft der Freude.

Der Friede sei mit dir!

Antwort
von dbleoo, 78

die Bibel wurde von Gott inspiriert und dafür gibt es auch genügend Beweise. mit der Zeit haben Leute ihre eigenen Thesen und regeln in die Bibel mit reingemischt und so sind andere Religionen entstanden. manche sind auch durch komplette Verdrehung der Bibel entstanden oder komplett erfunden. 

Kommentar von Wc8686 ,

Was für Beweise denn ?

Kommentar von dbleoo ,

es gibt tausende Prophezeiungen die man schon nachgewiesen hat. zB hat ein Mann gesagt, es gäbe in Zukunft eine Stadt namens Babylon und Babylon ephrata. außerdem hat er noch dazugesagt wie Babylon ephrata übernommen wird. davon gibt es sehr viele. als er das prophezeit hat, gab es die Städte noch 100 Jahre lang nicht. Menschen können zB Vorhersagen dass nach der Nacht der Tag kommt aber so etwas nicht. und das Vorallem mehrere hundert mal. wir können das alles durchnehmen aber dann sitzen wir nächste Woche noch hier 

Kommentar von Wc8686 ,

Ein Mann? Welscher Mann ?

Kommentar von dbleoo ,

das weiß ich nicht mehr. müsste ich nachschauen, aber es steht dort und du kannst dich informieren wenn du möchtest 

Kommentar von WeicheBirne ,

@dbleoo Es ist nicht ok zu behaupten, daß es irgendwo steht und jeder es selber nachlesen soll. DU hast das Argument über Babylon ephrata gemacht. Darum bist auch DU in der Bringschuld seine Korrektheit nachzuweisen. Sonst ist es kein Argument, das wir ernst nehmen müssen.

Mal anders herum: Was würdest Du denn sagen wenn ich hier behauptete, daß Richard Dawkins eindeutig die Existenz Gottes widerlegt hat und daß Du das mal in seinen Büchern nachlesen sollst?

Kommentar von KilluaBankai ,

sicher das sich nicht jemand ausgedacht hat ,dass irgendjemand irgendwas prophezeit?

Kommentar von dbleoo ,

die originalen schriftrollen wurden "getestet" und man kann das sehr genau bestimmen, wann es geschrieben wurde. und nach hundert Jahren kamen erst die Städte. es kann also nicht sein dass es sich jemand einfach so 100 Jahre davor ausgedacht hat. 

Kommentar von Wc8686 ,

Sbleoo ne glaube dir danke der war ja hellseher

Kommentar von dbleoo ,

dann müssen aber alle Hellseher gewesen sein. die Bibel besteht aus 66 Büchern, die am ende zusammengesetzt wurden. die Bücher wurden von verschiedenen Menschen zu verschiedener Zeit an verschiedenen Orten geschrieben. und wo die Bücher ergänzen sich und überall ist der selbe Sinn gegeben 

Kommentar von Wc8686 ,

Also 66 hellseher??

Kommentar von dbleoo ,

es waren keine Hellseher, sondern Männer die auf einmal die Informationen von Gott im Hirn hatten, und diese haben die dann aufgeschrieben.

Antwort
von NatalieBlack, 55

Finde es unnötig und auch dumm das es diese Fächer in der Schule gibt un man Religion evangelisch, katholisch oder Ethik nehmen muss aber wenn man an nichts von allem glaubt weil das sowieso alles unlogisch ist und die Wissenschaft auch das meiste bezeugt (z.B Menschen stammen von Affen ab) verstehe ich nicht wozu das gut sein soll. Die wo an Gott glauben können trotzdem die Bibel lesen und in die Kirche gehen. Dazu brauchen sie keine Schule

Kommentar von Wc8686 ,

Meine Theorie wir stammen alle aus Afrika waren mal ne besondere Affen Art aber haben uns halt weiter entwickelt wie alle Lebewesen auf dieser Welt aber 100% bin ich mir nicht sicher und jo an gott glaube ich bisschen irgwndwas muss die Welt ja erschaffen haben aber das ist wieder krank.. unmenschliche kräfte 

Kommentar von NatalieBlack ,

Ich denke ein Urknalls hat die Welt erschaffen. Dann haben sich im Meer Bakterien und so kleine Sachen gebildet. Daraus dann später größere Fische,... Undspäter gab es landtiere.

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