Frage von Langsamdenker, 16

Relative Geradlinigkeit?

Auf der Seite http://homepage.univie.ac.at/franz.embacher/SRT/Geradlinigkeit.html ist ein Problem zur relativen Geradlinigkeit gezeigt.

Mein Problem: Wenn sich der Stab aus seiner Sicht unter der Verstrebung durch bewegt, dann müsste sich doch die ganze Straße und die Verstrebung aus seiner Sicht so verbiegen, dass er hindurchpasst? Dies funktioniert aber nur, da der Stab beschleunigt in y-Richtung. Er könnte aber auch unter Verstrebung aufhören mit beschleunigen und dann sich gleichförmig in y-Richtung bewegen. Dann wäre die Straße nicht mehr gekrümmt und der Stab würde nicht hindurchpassen. Aber er muss doch hindurchpassen? Wo ist mein Denkfehler?

Antwort
von WeicheBirne, 9

Wenn sich der Stab aus seiner Sicht unter der Verstrebung durch bewegt, dann müsste sich doch die ganze Straße und die Verstrebung aus seiner Sicht so verbiegen, dass er hindurchpasst?

Aus Sicht des Stabes verbiegt sich die Straße nicht, sondern aus Sicht des Stabes verbiegt sich der Stab. Die Straße verbiegt sich in keinem Inertialsystem.

Er könnte aber auch unter Verstrebung aufhören mit beschleunigen und dann sich gleichförmig in y-Richtung bewegen.

Aus Sicht des Stabes beschleunigen nicht alle seine Punkte gleichzeitig. Nur für einen außenstehenden Betrachter, der sich nicht bewegt sieht es so aus als würde der gesamte Stab gleichzeitig nach unten bzw. nach oben beschleunigen. Für den Stab selbst existiert keine gleichzeitige Beschleunigung. Gleichzeitigkeit ist etwas was vom Betrachter abhängt.

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