Frage von Toastfail, 297

Ist Reiten kein Sport?

Findet ihr das reiten ein Sport ist oder nicht?

Antwort
von Unwissend123321, 113

Reiten ist vor allem ein Denksport. Der erfordert, den "Apparat Pferd" zu kennen und zu verstehen und logisch nachzudenken, was man eigentlich darauf tut. In Folge dessen muss man agieren, sprich, seinen Körper fein dosiert koordinieren. Das erfordert sämtliche Muskeln im gesamten Körper. 

Ich reite nie "mit Kraft", das ist nicht Sinn der Sache. Zwar bin ich beruflich mehrere Stunden am Tag auf dem Pferd, weswegen das bei mir sicherlich stärker bemerkbar macht, als bei jemandem, der zwei mal die Woche nen Stündchen reitet, aber dennoch - ich mache keinen anderen Sport nebenbei, trotzdem bestehe ich eigentlich nur aus Muskeln :D Nicht wie ein Bodybuilder, diese "Berg-Muskeln", eher diese langgliedrige, feine Muskulatur wie beim Ausdauersportler. Die ist aber durch jede engere Hose an den Beinen zb. erkennbar. Wäre Reiten kein Soort...ich wüsste nicht, woher die kommen sollte. Vom Weg von der Haustür bis zum Auto sicherlich nicht.

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde & reiten, 147

Das kommt darauf an, in welcher Form die es betreibst.

Man kann sich spaziere tragen lassen, Reitkunst betrieben ( wozu man allerdings erhebliche körperliche Voraussetzungen besucht) oder wirklich Sport treibe, zum Beispiel beim springe.

Zu dem Thema wird hier aber dauernd gefragt und bei ähnlichen Fragen findest du jede Menge , auch zum Kalorienverbrauch. Und 

Antwort
von beglo1705, 107

Ja und Nein. Ja weil man sich voll und ganz konzentrieren muss, was man da eigentlich auf´m Pferd macht, weil man seinen Partner Pferd ohne Worte verstehen und einzuschätzen wissen muss, weil reiten nicht bloß draufsetzen und rumtragen ist.

nein weil es viele nicht können. Weder von der Technik noch von der Einfühlung. Egal welches Pferd, egal mit welchen Eigenheiten, es ist und bleibt ein Lebewesen, welches Gefühle hat, Schmerz, Leid und Trauer empfindet. wer sein Pferd "lesen" kann, gehört in meinen Augen schon zur Profiliga, denn das ist so sehr selten geworden.

Ein Pferd einschnüren, aufrollen und mit Gerte samt Sporen zu Höchstleistungen zu treiben ist keine Kunst und in meinen Augen auch nichts wert, das trau ich bei entsprechender Instruktion fast jedem Anfänger zu.

Ein Pferd aber nur mit der Stimme punktgenau zu manövrieren, reiten ohne Zügeleinwirkung nur mit Gewichtshilfen und den Schenkeln, Pferden Vertrauen einzuhauchen wo vorher nur Misstrauen und Angst war, das versteh ich unter reiten. Da kann so mancher hochdatierte Reiter eigentlich einpacken.

Kommentar von ponyfliege ,

wie immer spitzen-antwort. DH!

Kommentar von beglo1705 ,

Bedank mich  *rotwerd*

Kommentar von Viowow ,

sehr gute antwort. nochmal DH!

Kommentar von beglo1705 ,

Vielen Dank. 

Antwort
von Viowow, 36

reiten ist kein sport, sondern kunst und eine lebenseinstellung... aber da kommen nur ganz wenige hin.
bzw wollen da überhaupt hinkommen.
den meisten reicht reiten als sport. da gehts dann darum "was abzuliefern" , und anderen zu beweisen "wie toll" man ist.
reiten für die gallerie nenne ich es gerne.
die wenigsten von den sportlern haben wirkliche ahnung vom individuum pferd...

Antwort
von 19Anonymous94, 70

Es kommt darauf an ob man sich im Schulbetrieb spazieren tragen lässt, wo ein Pferd hinter dem anderen her läuft oder ob du wirklich was machst.

Schon beim freizeitreiten, (wenn man wirklich alles korrekt machen will) muss man sich anstrengen und schwitzt auch ganz schön, wenn du mit deinem Pferd zusammen etwas erreichen willst.

Noch anstrengender ist es natürlich wenn du auf Turniere hintrainierst oder ein Pferd ausbildeSt. Und da ist es ganz egal ob du springen oder Dressur reitest. Beides beansprucht viele Muskeln. Wobei beim Dressurreiten meist noch dazu kommt, dass du überlegen musst wie du deinem pferd eine neue Lektion lernst. Denn auch wenn es viele bücher gibt und auch viele Trainer Tipps haben, ist es oft so, dass du nicht zu deinem Pferd durchdringSt und ihr quasi Kommunikationsprobleme habt.

Ich selbst kann jetzt nur vom englischen Reit-SPORT reden. Aber ich denke es ist auf jeden pferdesport ummünzbar.

Kann das Pferd natürlich schon alles und du brauchst quasi nur lenken ist es wieder fragwürdig ob das noch so eine große Anstrengung ist. 

Kommentar von CarosPferd ,

Auch wenn mein Pferd schon fertig ausgebildet ist muss ich selbst etwas mehr tun um gut durch zB einen Parcours kommen..., und im Vorfeld auch um die gute rittigkeit etc dauerhaft zu erhalten...

Das nur als kleine Kritik zum letzten Satz...

Kommentar von 19Anonymous94 ,

Ich mein damit die pferde die sich alles selbst einteilen und du quasi nur Passagier bist. Mein erstes Pony ist so ein "Professor". Außer ihn zu lenken muss man nichts tun. Er war auch top ausgebildet und dazu hatte er noch eine irrsinnige Freude am springen. Beispielsweise wenn wir auf der koppel ein Hindernis raus geben und du lässt ihn hinaus springt er immer mindestens 2 -3 mal darüber ohne dass ihn irgendwer treibt oder explizit das Hindernis zeigt.

Du hättest einen totalen Anfänger auf ihn setzten können. Wenn der "Reiter" alles sitzen hätte können, wäre er trotzdem einen M Parcours locker gesprungen. Er hatte sich immer alles eingeteilt, war hoch intelligent und einfach ein Traum für jeden Einsteiger um das Gefühl des springens kennenzulernen.

Heute ist er natürlich im Ruhestand und braucht nur mehr fressen und sich betüddeln zu lassen. :)

Sonst muss man natürlich immer trainieren, wenn man am besten Stand bleiben will. Wie man auch immer an einem selbst arbeiten muss um sich stets zu verbessern. Ich merk bei meinem jetzigen turnierpferd schon extrem wenn sich 1 Woche mal kein ausdauertraining bzw Gymnastik mit ihm ausgeht. Und auch ich merk wenn ich im Winter nicht radfahren kann, dass meine Kondition darunter leidet.

Aber es gibt halt auch solche "Professoren" die kleinen Kindern beim reiten das leben erleichtern.

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde & reiten, 118

es gibt leute, die reiten als sport sehen und das pferd als sportgerät.

es gibt leute, die reiten als sport sehen und das pferd als sportgerät und partner.

und dann gibts noch einige zwischennuancen und ein paar, die das genauso sehen wie ich:

für mich ist reiten KEIN sport, sondern dialog.

Kommentar von viomio82 ,

Beste Antwort 👍👍kann da nur zustimmen

Kommentar von ponyfliege ,

danke schön!

Antwort
von netflixanddyl, 79

Für mich ist ein anstrengender und schwieriger Sport, meiner Meinung nach der schwierigste den es gibt, da man ihn MIT einem Lebewesen macht. Pferde sind aber dennoch keine Sportgeraete sondern Freunde.

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 61

Vollendetes Reiten ist kein Sport, sondern Kunst.

Leider ist die Reitkunst zum Reitsport verkommen, wie man an den Reitern Gal, van Grunsven, Werth, etc... sehen kann.

Antwort
von horsegrete, 25

reiten ist aufjeden fall ein sport. Nur dass das Perd kein sportgerät ist sondern ein Partner ;)

Antwort
von MyLittlePrinces, 137

Wenn man es richtig macht dann ist reiten natürlich ein Sport. Dennoch bin ich der Meinung das man nicht alles 'reiten' als Sport zählen kann, es gibt ja immer ein paar, die wirklich nur drauf sitzen und das Pferd Alles machen lassen und dannach meinen sie hätten jetzt wirklich Hochleistungssport betreiben.

Kommentar von ponyfliege ,


wenn man es richtig macht, dann ist reiten natürlich ein sport.

ähm... nein. wenn man es richtig macht, ist reiten der feine dialog zwischen zwei lebewesen. das kann man eventuell als sport bezeichnen aber die meisten, die reiterei so betreiben, sehen das etwas anders.

es gibt ja immer ein paar, die wirklich nur draufsitzen und das pferd alles machen lassen...

die gibts. die nenne ich mal freundlich "passagier".  das mit dem passagier funktioniert aber bloss bei sehr gutmütigen pferden. und das mit dem "alles machen lassen" nur, wenn das pferd entsprechend ausgebildet ist und ein ziemlich dickes fell hat.

ein sehr sensibles pferd bittet seinen passagier früher oder später mehr oder weniger vehement, doch bitte abzusitzen. ob das im schritt, trab oder galopp geschieht, ist diesen pferden herzlich egal. wenns reicht, dann reichts.

und danach meinen, sie hätten jetzt wirklich hochleistungssport betrieben.

die meisten davon meinen das nicht. sie meinen höchstens, sie wären in der stunde gut geritten. 

ich betreibe hochleistungssport als dialog. jedes mal, wenn ich auf ein pferd klettere. die meiste zeit, die ich auf pferden verbracht habe, habe ich damit zugebracht, anständig schritt reiten zu lernen.

wenn du jetzt nicht verstehst, was daran hochleistungssport ist... shit happens...

Kommentar von Viowow ,

😂es gibt auch immer die paar die eine stunde in der woche unterricht haben, jedes wochenende auf turnier sind, sich für supertoll halten, aber nichtmal nen vollen wassereimer für ihr "sportpferd" von A nach B bekommen. wo ist da nun der "sport"? XD

Antwort
von Davinaxjosef, 91

Für mich ist reiten kein wirklicher Sport sondern eher ein sportlicher Lebensstil. Unter Sport versteht man ein Hobby,welches man 1-4 mal die Woche ausübt und das kann man auch mal auslassen. Ein Pferd kann man nicht stehen lassen man muss hin. Ob man krank,verletzt oder schlecht drauf ist. Reiten ist ein Lebensstil

Kommentar von Saiyna ,

Es muss ja nicht immer ein eigenes Pferd sein.

Kommentar von Kimmay ,

Das sehe ich nicht so. Ich habe selbst ein Pferd, welches im Offenstall und im Sommer 24h auf der Weide steht. Ich gehe meist nur 4-5x in der Woche hin. Wenn ich Klausurenphase habe manchmal auch gar nicht, dann kümmert sich ne Freundin oder meine Schwester ums Pferd.

Wenn ich mal kein bock habe, dann gehe ich auch nicht zum Pferd. Solange er nicht dringen Medikamente benötigt sehe ich kein Problem, wenn er mal einen Tag "steht".

Antwort
von SpicyMuffin, 127

Da es verflixt anstrengend ist und man davon Muskelkater bekommen kann, ist es wohl ein Sport. Es heißt ja auch Reitsport.

Kommentar von Dahika ,

Früher hieß es Reitkunst! Und dass es anstrengend ist, ist kein Beweis dafür, dass es Sport ist. Die Primaballerina, die den Schwan tanzt, strengt sich mehr an als jeder Reiter und würde dich töten, wenn du sagen würdest, sie treibt Sport.
Und wenn man Muskelkater bekommt, macht man was falsch. Dann reitet man mit viel zuviel Kraft.

Kommentar von Suomenleijona ,

Meine Kollegin, die Balett  getanzt hat, hat Balett immer als Sport bezeichnet. Sie mochte es überhaupt nicht, wenn jemand gesagt hat, dass es kein Sport sei.

Antwort
von kitcati23, 72

Einer der anstrengsten und am meisten können abverlangenden Sportart die ich kenne

Kommentar von ponyfliege ,

vor allem das ausmisten geht ab 20 zu versorgenden pferden mitunter echt an die substanz. und heu aufschütteln macht starke arme.

das ist zwar kein reitsport, aber der wahre PFERDEsport.

Antwort
von coskie, 15

Die Leute die reiten sagen ja😊.

Die Leute die anderen Sport betreiben sehen Pferde als Sportgerät.

Ich finde Pferde sind KEINE Sportgeräte😋

Antwort
von Chani1401ba, 18

Meine Reitlehrerin sagt immer: Wenn Reiten einfach wäre, dann wären die Tennisplätze lehr. :D 

also JA reiten ist ein Sport.

Antwort
von viomio82, 107

Teilweise ist es eher eine Qual für die Pferde. Wenn ich sehe, bei uns auf dem Gnadenhof wieviele ehemalige Turnierpferde schon mit 10 Jahren ihre Endstelle dort finden, bin ich erschüttert. Sehnen und Bänder dank des Springreitens kaputt. Pferde werden alt und so früh zum Schlachter zu müssen ist eine Schande. Der Gnadenhof kann ja nun leider nichts alle retten

Kommentar von sarlenklo ,

Stimme dir total zu! Helfe auch auf einem Gnadenhof, und es ist wirklich erschütternd, welche und wieso die verschiedenen Pferde dort hinkommen.

Kommentar von ponyfliege ,

...und es ist eine schande, wie viele besitzer sich damit aus der verantwortung schleichen.

in wenigen jahren kaputtreiten können die meisten. aber sich dann jahrelang mit dem ergebnis ihres tuns auseinandersetzen, die wenigsten. der gaul wird als beisteller "verramscht" und dann kommt das nächste ross in den stall, wird erst geritten, dann kaputtgeritten und immer so weiter.

alle diese pferde retten zu wollen, bedeutet, dass diese leute immer so weiter machen, weil sie dabei noch unterstützt werden.

Kommentar von beglo1705 ,

Ja so schaut die Sachlage aus. Leider ist so ein "Ramschpferd" nur schwer wieder alltagstauglich zu machen, das bedeutet viel Zeit, Nerven und auch Geld zu investieren.

Ich hab auch ein "Ramschpferd" gerettet, mit viel Zeit, Geduld und Ausdauer kann man ihn heute im Gelände oder in der Halle reiten, wobei es ihn manchmal einfach "überfällt" grundlos durchzugehen, vor Gerten (die einfach nur daliegen) zu scheuen oder einfach zu flüchten, wenn das falsche Auto in den Hof fährt. Das wird sicher noch dauern, bis wir hier am Ende der Reise sind.

kann mich noch gut dran erinnern, als ich "meinen" damals das erste Mal gesehen hab. Zwei Bereiter die ich kenne, haben mir von dem Pferd erzählt, das unreitbar, bösartig und geistesgestört sein soll, da war ich ganz neugierig und bin mit gefahren. Was ich gesehen habe, hat mir mein Herz bluten lassen: Aufgerollt mit Dreieck und Ausbindern bis zur Brust, ein so stolzes Tier das vollgeschäumt war, Angst hatte und den Blick mit den weit aufgerissenen weißen Augen werde ich nie vergessen, das war ein Hilferuf, lauter als jeder hier schreien könnte.

Hab mich kurzerhand dazu entschieden, den Pinto zum Schlachtpreis mitzunehmen. Bis wir dann endlich am Ausladen waren zu hause, hatte ich zwei gebrochene Finger und ein angebrochenes Mittelhandgelenk, dennoch möchte ich meinen Hengst um nichts in der Welt hergeben und den Rest schaffen wir auch noch.

Kommentar von ponyfliege ,

meins war ein - nicht vergessen, dass das damals alles tatsächlich noch erlaubt war und gerade DIESE tiere heute meist das beste ponyleben überhaupt haben...

also - meins war ein für einen jahrmarktsbetrieb "gehorsam geprügeltes" und regelmässig mittels "anschieben mit traktor und lkw" auf den hänger geboxtes jahrmarktspony, reitbar gemacht nach dem motto: schläge statt futter. dem war zeitlebens sein hass auf kinder nicht abzugewöhnen. ich hatte (mit 12 und 13) mehr als eine üble bissstelle in der schulter, dem arm, dem bein...

wir hatten das wahnsinnsglück, dass der eine eine hervorragende kinderstube genossen hatte: kopfsenken und maul auf, wenn die trense kam, füsse geben auf drehung mit dem kopf und sanftestes abstellen der füsse, beim putzen und satteln ein standbild. kein zupfen, kein zappeln, kein betteln.

das beissen auf der koppel war ihm zeitlebens nicht abzugewöhnen, das ernsthafte angreifen von eindrinlingen ebenfalls nicht, ein notorischer durchgänger, zum aufwärmen und lösen gabs rodeo anstatt leichttraben, der zwischenbesitzer hatte ihn ein halbes jahr in seinem mist im geschlossenen ministall stehen lassen, so dass er stalldämpfig war. ausserdem das welshponytypische: wenn mich menschen schlecht behandeln, mache ich aus frust jedes andere pferd platt. wir hatten also eine alleinhaltung (mit schafen). ausreiten mit anderen ging - alleinlassen oder auch nur näheres "kennenlernen" anderer pferde endete zweimal fast in einer katastrophe. danach haben wir keinen versuch mehr gemacht.

mein vater hat ihn damals 5jährig zum schlachtpreis gekauft.

behalten haben wir ihn bis an sein lebensende.

Antwort
von theaxx, 44

Ja, es ist auf jeden Fall anstrengend

Antwort
von smile0902, 97

Auf jeden Fall ja!!
Ich bin selbst eine leidenschaftliche Reiterin und habe öfters Muskelkater vom vorherigen training.
Viele meiner Freunde und Verwandten sagen,dass es kein sport sei... aber davon lasse ich mich nicht einschränken.
Reiten ist ganz sicher ein sport!

Glg smile :)

Antwort
von DieTrulla, 82

Klar, ist ein Sport.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community