Frage von Outlaw1, 191

Reifenservice/Selbstständig - Was für kosten kommen auf einen zu?

Hi ich hab an euch eine Frage ein Kumpel von mir ist sehr überzeugt das seine Geschäftsidee aufgeht,deswegen frage ich hier was ihr erfahrenen mein und ich ihm das hier zeigen kann bevor er sich ins verderben stürzt.

Er möchte in einer Garage anfangen einen Reifenservice zu eröffnen(draufmachen,auswuchten,Reifen entsorgen so zeugs)erstmal nebenher(Kleingewerbe)wenns läuft als richtiges Gewerbe anmelden.Möchte billiger sein alles alle anderen im Umkreis und dafür auch mehr Autos machen,die Arbeitszeiten wären im erstmal egal(muss auch sagen das er auch echt n Arbeits Tier ist).Er meint für 5000 bekommt er seine Maschinen stimmt das? Was für kosten kommen auf ihn zu? Wie hoch ist die Chance damit Geld zu verdienen ,zwecks der konkurenz? Was muss er alles beantragen und kosten? was braucht man noch so? was ich noch vergessen habe er  möchte noch dazu Autos aufbereiten ,meinte innen sauber machen u so zeugs,glaube aber auch nicht das es damit was wird oder?

Danke schon mal

Antwort
von Alpino6, 134

Solange er sein Standbein hat und keine Schulden machen muss um zu überleben.kann er dabei nix falsch machen.

Stimmt schon,mit 5000€ist er komplett ausgestartet.

Ich arbeite mittlerweile 28Jahren als Reifen Händler und monteur,und muss sagen es ist nicht ganz so einfach alle Reifen und ihre freigaben,Schlüssel zahlen zu kennen.ich lerne jeden Tag neue Größen und neu freigaben kennen.

Zudem kommt die neue Ventil Sensor Technik,die ist wirklich sehr kompliziert und sehr teuer.

Es stellt sich auch die Frage,wie vertraut ist er mit dieser Materie,mit einfach reifen runter und drauf ist es nicht getan.

Also 1 Jahr intensiv Erfahrungen im Reifen Dienst sollte mindestens da sein.

Na ja,solange er sein Arbeitsplatz behält,kann ja nix passieren.

Gruß

Kommentar von Outlaw1 ,

Naja Erfahrung nicht wirklich,ist halt n Schrauber sagen wir es mal so.Das mit der neuen Technik hat er bestimmt nicht mit bedacht

Antwort
von michi57319, 149

Jede Menge Geld, um die Zeit zwischen den Wechselmonaten zu überbrücken. Das ist ganz klar ein Saisongeschäft und lohnt sich kaum.

Kommentar von Outlaw1 ,

Denk ich auch fast

Kommentar von michi57319 ,

Denke es ganz und bewahre deinen Freund davor, sehenden Auges in den Untergang zu spazieren.

Abgesehen davon ist der Start eines jeden Unternehmens, sämtliche Kosten und mögliche Einnahmen gegenüberzustellen. Man nennt das Businessplan. Bei realistischer Einschätzung zeigt sich dann sehr schnell, ob es was werden kann, das Risiko lohnt, oder ob man es besser lässt.

Kommentar von Alpino6 ,

Du hast sicher recht mit dem Saison Geschäft,das die laue Monate überbrückt werden müssen.

Aber wir sind zu 3.und machen nur reifen.

Unser Jahres Stückzahl liegt bei ca,5000-6000Reifen im Jahr die wir verkaufen bzw,montieren.

Dazu kommt noch unsere Einlagerung von 320 Sätze,die müssen auch noch aufs Auto.

Diese Einnahmen reichen für uns das ganze Jahr.

Wir sind zwar keine Millionäre,aber wir können gut mit Leben.

Das wichtigste im Reifen Geschäft ist

Geduld und Erfahrung zu dieser Materie.

MfG

Kommentar von michi57319 ,

Diese Zahlen hattet ihr nicht von Geschäftseröffnung an. Auch ihr habt euch da langsam hochgearbeitet.

Die Einlagerung bringt auch nur eine überschaubare Summe ein, dagegen gerechnet werden müssen ja die Mietkosten für die benötigte Fläche. Ich zahle 16,81- 17,23 Euro netto pro Jahr pro Reifensatz in Autohäusern dafür.

Es gibt selten Existenzgründer, die von Anfang an gut von Ihren Einnahmen leben können.

Kommentar von Alpino6 ,

17€pro Saison,nicht im Jahr.also mal 2 !Plus Rad Wechsel

Logisch fängt es langsam an,deswegen Geduld.

Zudem hat er ja ein sicheres Standbein.

Antwort
von MISTERM3, 143

Er meint das die Geschäftsidee aufgeht, will billiger sein als die anderen usw ...will er auch irgendwann etwas verdienen???

Wohne in einer Kleinstadt und neben den normalen Autohäusern fallen mir bestimmt 30 kleinere Betriebe ein die Reifenservice bieten dazu auch noch einer der mit einigen Tankstellen zusammen arbeitet und dort wird eine bestimmte Literzahl mit den Kosten für den Reifenwechseln verrechnet!

Also ein paar Jahre im Minus arbeiten dann vielleicht aber hält er das so lange aus?

Kommentar von Outlaw1 ,

Er meint da macht es die Masse

Antwort
von Griesuh, 104

Zum einen es gibt kein KLEINGEWERBE. Du meldest ein Gewerbe an, koste je nach Stadt und Gemeinde zwischen 20 und 50€. Und fertig.

Es gibt die Kleinunternehmereglung nach § 19 UstG. Danach bist du bis zu einem Jahresumsatz von 17.500€ von der Zahlung der MwST zurückgestellt. Du darfst aber auch keine MwST für deine eingekauften Waren beim FA gegenrechnen und du darfst auch keine MwST auf deinen Rechnungen extra ausweisen.

Diese Reglung wird evtl. Geschäftskunden abhalten dir Auftäge zuerteilen, da diese Geschäftskunden dann auf der MwST sitzen bleiben und nicht geltend machen können , genauso wie du.

Deshalb ist diese § 19 UstG Reglung für gewerbetreibende sinnlos.

Sie hilft euch keine Steuern sparen, denn alle anderen Steuerarten und Abgaben bleiben von dieser Reglung unberührt.

Habt ihr eine Meisterausbildung?

Denn PKW und Fahrzeugservice gehört zu den Berufsgruppen die die Meisterausbildung für eine Selbstständigkeit erfordern.

Dann ist es mit einer einfachen Garage nicht getan. Ihr müsst Umweltschutzgesetze und Auflagen erfüllen, z. B. Ölabscheider, Lagerplätze für Öle, Benzine und Schmierstoffe müssen den Brandschutzgesetzen und Bestimmungen entsprechen, ihr müsst einen, entsprechend der Brandschutzbestimmungen, Lagerplatz für die Reifen ( Alt und Neu) vorweisen.

Und dann kommt noch dazu, das in bestimmten Wohnbezirken KEIN Gewerbe betrieben werden darf.

Einen Tipp an euch: bevor ihr euch ins Unglück stürzt besucht zum einen einen Kurs für Existenzgründer, zum andern fragt in euerer Stadt und  oder Gemeinde nach welche Auflagen zum betreiben des von euch beschrieben Gewerbes zu erfüllen sind.

Die IHK, bei der ihr so oder so Mitglied werden müsst ist auch ein guter Ansprechpartner für euch.

Und da du selbst schreibst: Erfahrung na ja, er ist halt ein Schrauber, könnt ihr das ganze so wie so vergessen. ( Siehe oben)

Kommentar von Griesuh ,

Nachtrag: Eine Garage darf nicht mal einfach so als Werstatt oder in anderer Weise genutzt  werden. Siehe dazu die entsprechenden Garagennutzungsordnungen der Länder, Städte u. Gemeinden.

Kommentar von Outlaw1 ,

ölschieber für bitte was?

Kommentar von Griesuh ,

Kein Ölschieber, sondern Ölabscheider.

Wer Fahrzeuge Aufbereiten will verursacht Schmutzwasser das auch Ölrückstände enthält. Um das Grundwasser nicht zu verunreinigen, oder dass dieses Schmutzwasser nicht direkt in das Abwasser gelangt wird mindestens ein Ölabscheider benötigt.

Hättest aber auch selbst drauf kommen können.

Kommentar von Outlaw1 ,

Hab das gerade nur aufs Reifenwechseln bezogen,da brauchst sowas nicht

Kommentar von Griesuh ,

Auch da brauchst du es. Denn überall wo an Fahrzeugen gearbeitet wird fallen Schadstoffe wei Öle, Schmierstoffe, Fette und Kraftstoffe  an.

Antwort
von FranchisePORTAL, 98

Hallo Outlaw1,

auf das Bauchgefühl alleine sollte man sich natürlich nicht verlassen, wenn man sich selbstständig macht. Dafür steht einfach zu viel auf dem Spiel.

Dein Freund sollte einen sog. Businessplan erstellen, evtl. mit Unterstützung eines Unternehmens- bzw. Gründungsberaters. Daran lässt sich gut ablesen, welche Einkünfte in der ersten Zeit zu erwarten sind. Hier wird das gut erklärt:

Vielleicht kommt auch ein Franchise- oder (in diesem bereich häufiger) Lizenzsystem in Frage: http://www.franchiseportal.de/franchise-kategorien/Auto-KFZ-Dienstleistungen.htm

Viel Erfolg!

Kommentar von Griesuh ,

Das Geld, das er an ein Franchis zahlt soll er besser in seine Ausstattung und seine Fortbildung investieren.

Kommentar von FranchisePORTAL ,

Hallo Griesuh,
ich hatte dir bereits hier https://www.gutefrage.net/frage/gruendung-einer-ambulanten-krankenpflege#answer-... auf deine Bedenken was Franchising betrifft geantwortet. Hier eine Ergänzung: Die Gebühren, die man als Franchisenehmer an einen Franchisegeber zahlt, sollten sich selbstverständlich rechnen. Das muss man vorher überprüfen. Im seriösen Franchising zahlt man z.B. eben genau für eine entsprechende Ausbildung und für weitere Fortbildungen. Deswegen eignet sich Franchising auch für Branchen-Quereinsteiger: Die Partner werden entsprechend geschult.

Antwort
von troublemaker200, 96

zu riskant. Reifenfirmen gibt es wie Sand am Meer.

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