Frage von Fischmitproblem, 223

Reifen privat verkauft, Käufer gibt wütend Reifen zurück und nun?

Guten Abend,

ich habe per Ebay Kleinanzeigen 4 WReifen relativ günstig privat verkauft. Einer der Reifen war bereits mitgenommen, weswegen ich ihm empfohlen habe, ihn zeitnah zu erneuern. Dies sah er jedoch nicht ein, und hat es schlussendlich auch nicht getan bzw tun wollen. Garantie im Angebot sicherheitshalber ausgeschlossen. Mit den Reifen bin ich lange problemlos gefahren, habe mir jedoch neue zugelegt. Der Käufer hat sich die Reifen zuhause privat angeschaut und hat sie mir abgenommen. Ich persönlich habe dabei viel Ahnung von KFZ, da ich meine Wagen meistens persönlich repariere und Verwandten und Freunden auch sehr oft behilflich bin. Der Käufer war vermutlich gegen Mitte zwanzig und schien kaum Ahnung zu haben. Nun. Die Reifen waren einwandfrei in meinen Augen und auch er konnte zum Kaufzeitpunkt auch keine Schäden feststellen. Nun kam der Käufer wenige Tage später mit Begleitung und den Reifen zurück und warf mir Betrug vor, ich hätte ihn mit den Reifen unbringen wollen (Kaputte Reifen -> Unfall) etc. Wirklich sehr unfreundlich. Bei der Reifenmontage in seiner “Werkstatt des Vertrauens“ sind wohl plötzlich Blasen/Beulen auf einem Reifen aufgetaucht. Diese hat er mir auch gezeigt und ich konnte diese bestätigen. Jedoch bin ich mir zu 100% sicher das diese zum Zeitpunkt des Verkaufs, also einige Tage vorher völlig in Ordnung waren. Nun. Der Käufer hat sein Geld zurück verlangt aufgrund des “Betruges“, was ich jedoch nicht getan habe. Ich bot ihm trotz seiner extremst unfreundlichen Art 40% des Kaufpreises aus Kulanz an, was er jedoch nicht wollte. Schlussendlich hat er die Reifen alle hier auf der Straße wütend liegen lassen und ist weggefahren. Ohne Geld. Ich habe sie nun Ordnungsgemäß in meinem Keller wieder eingelagert und habe ihm per SMS geschrieben, er hätte 7 Tage Zeit es sich anders zu überlegen, ansonsten entsorge/verschenke ich diese.

Ich persönlich denke die Reifen wurden von irgendwem zu doll aufgepumpt, weswegen sich die Blasen gebildet haben.

Was sollte ich nun tun? Habe ich falsch gehandelt? Ist alles in Ordnung? Wie kann es zu dem Schaden plötzlich gekommen sein ?

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen Fisch

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Rechtsfrage. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Expertenantwort
von haikoko, Community-Experte für Ebay, 53

Dein Hinweis:"Ich persönlich habe dabei viel Ahnung von KFZ, da ich meine Wagen meistens persönlich repariere und Verwandten und Freunden auch sehr oft behilflich bin."

widerspricht nach meiner Ansicht Deine Aussage:

Einer der Reifen war bereits mitgenommen, weswegen ich ihm empfohlen habe, ihn zeitnah zu erneuern.

Das dürfte wohl, auch altersbedingt, kaum möglich sein:

https://www.adac.de/infotestrat/reifen/profil-kauf-und-montage/mischbereifung/

Dein Käufer müsste also zwei Reifen ersetzen. Abgesehen davon, bist Du in der Sachmängelhaftung und da hat der BGH eindeutig geurteilt:

http://www.t-online.de/computer/internet/id_61925884/bgh-urteil-gewaehrleistung-...

Also: Erstatte den Kaufpreis und entsorge den Schrott.

Expertenantwort
von ronnyarmin, Community-Experte für Auto, 60

Eine Garantie kann man nie ausschliessen. Man kann sie höchstens nicht geben. Du hast jedoch 4 einwandfreie Reifen verkauft. An diese Zusage bist du auch als Privatverkäufer gebunden

Da du anscheinend die Gewährleistung nicht ausgeschlossen hast, hast du darüberhinaus zugesichert, dass die Reifen auch nach dem Kauf keinen Defekt ausweisen.

Die Blasen entstehen nicht durch zu starkes Aufpumpen. Das solltest du als Fachmann wissen.

Die Blasen enstehen, wenn die Karkasse des Reifens beschädigt ist, was zweifelsfrei bei dir bereits geschehen sein muss.

Es hat nichts mit Kulanz zu tun, dass du dem Käufer eine Teilerstattung angeboten hast. Ganz im Gegenteil, er hat ein Recht darauf, von dir 4 einwandfreie Reifen zu erhalten. Da dir das nicht möglich ist, solltest du froh darüber sein, dass ER so kulant war und nur sein Geld zurückgefordert hat.

Leider haben bisher ausser 'Interessierter', dessen Antwort in die gleiche Richtung geht, bisher Alle Antwortenden die Rechtslage verkannt.

Kommentar von Interesierter ,

Absolut korrekt.

Eine Sache wurde noch nicht angesprochen: Schadensersatz!

Den vergeblichen Montageversuch sowie den Rücktransport und die Aufwendungen für Ersatzbeschaffung könnte der Käufer im Rahmen einer Schadensersatzforderung geltend machen.

Da der Verkäufer die Reifen zweifellos selbst gefahren hat, ist hier von einem Verschulden des Verkäufers auszugehen, welches die Schadensersatzforderung begründet.

Antwort
von Interesierter, 92

Aufgrund der vielen Falschmeldungen muss ich hier einiges klarstellen.

Sofern kein Ausschluss der Sachmängelhaftung (Gewährleistung) vereinbart wurde, stehst du in der Pflicht, mangelfreie Ware zu liefern. Daran ändert sich auch durch den Privatverkauf oder die Tatsache, dass es sich um gebrauchte Reifen handelte, nichts. Durch zu starkes Aufpumpen treibt kein Reifen, der in Ordnung ist, Blasen. Blasen und Beulen deuten auf innere Beschädigungen der Karkasse hin, die bei der Montage praktisch ausgeschlossen sind. Das heißt, der Reifen war schon bei Übergabe schadhaft. Ihr habt es beide blöd nicht bemerkt.

Die Beweislast für den Mangel liegt beim Käufer. Nur denke ich, dass dieser hier den Mangel beweisen kann. Der schadhafte Reifen liegt ja vor.

Aussagen wie "gekauft wie gesehen" bringen dich nicht weiter, denn damit kommst du aus der Gewährleistung nicht raus.

Eine Anzeige ist natürlich Quatsch, denn eine Straftat deinerseits liegt nicht vor. Zivilrechtlich jedoch stehen seine Chaauf Erfolg ziemlich gut.

Die Reifen zu entsorgen ist eine ganz schlechte Idee. Du schuldest ihm nach wie vor vier mangelfreie Reifen.

Kommentar von Interesierter ,

Darüber hinaus möchte ich anmerken, dass der Käufer zusätzlich zur Rückforderung des Kaufbetrages Forderungen auf Schadensersatz stellen könnte. Die dafür notwendigen Voraussetzungen liegen jedenfalls vor.

Ein Schaden (vergeblicher Montageversuch und Fahrtkosten) liegt ebenso vor, wie das Verschulden.

Kommentar von AalFred2 ,

Vor allen Dingen liegt die Beweislast dafür, dass der Mangel beim Gefahrenübergang bereits vorlag, beim Käufer. Wie soll er das denn machen, vor allen Dingen da er sie nach Ansicht so mitgenommen hat?

Kommentar von Interesierter ,

Dieser Nachweis dürfte einfach zu führen sein. Jeder Sachverständige wird bestätigen können, dass Beulen und Blasen auf innere Beschädigungen zurückzuführen sind, die so nur im Fahrbetrieb auftreten können. Sobald ein Montagefehler ausgeschlossen werden kann, geht die Sache unweigerlich mit dem Verkäufer heim.

Es ist ein gefährlicher Trugschluss zu meinen, man könne sich hinter der Beweislast verstecken. Beweise können auch erbracht werden.

Um ehrlich zu sein, der Sachverhalt ist doch hier offensichtlich.

Wenn wir die Sache dann noch auf die Spitze treiben wollen, können wir aus der Tatsache, dass der Verkäufer die Reifen selbst gefahren hat und nach seinen eigenen Angaben über sehr viel Sachverstand verfügt, auch noch den Betrugsvorwurf aufbauen.

Kommentar von AalFred2 ,

Und wie beweist man, dass das exakt der Reifen war, den man gekauft hat?

Kommentar von Interesierter ,

Dafür gibt es Indizien. Üblicherweise werden Reifen immer paarweise verkauft. Über die DOT Nr kann die Übereinstimmung der Hetstellungswoche geprüft werden. Sind diese paarweise oder komplett identisch, ist der Beweis praktisch erbracht.

Das Verstecken hinter der Beweislast ist oftmals eine schlechte Idee.

Kommentar von AalFred2 ,

Da hast du wohl recht. Bleibt abzuwarten, was der Käufer tut.

Kommentar von soedergren ,

Grundsätzlich gebe ich dir bezüglich Sachmängelhaftung und Ausschluss der Gewährleistung zwar recht, denke aber, dass dies hier aus dem Wortlaut des Fragestellers nicht abschließend beurteilt werden kann. 

Da steht nur "Garantie im Angebot sicherheitshalber ausgeschlossen", so dass uns weder der genaue Inhalt des Angebots (und die damit zugesicherten Eigenschaften) noch der "Garantie"-Ausschluss (bei dem natürlich nicht von Garantie die Rede sein dürfte) bekannt ist. Auch wissen wir nicht, was genau bei der Übergabe besprochen, ggf. zugesichert oder ausgeschlossen wurde.

Ich wäre bei solchen Fragen mit einer absoluten Beurteilung ohne Kenntnis aller Fakten immer sehr vorsichtig.

Kommentar von Interesierter ,

Die Fragestellung ist diesbezüglich eindeutig. Ein wirksamer Gewährleistungsausschluss geht daraus nicht hervor. Ich halte mich genau an die vorliegenden Fakten.

Auch in den weitergehenden Beiträgen steht nichts von einem Gewährleistungsausschluss.

Kommentar von soedergren ,

Na, wenn du das eindeutig nennst, dann kann ich dazu nur sagen, dass es a) "eindeutig" bei juristischen Themen sowieso so gut wie nicht gibt und b) hier aus der vorliegenden Schilderung zwar ein wirksamer Gewährleistungsausschluss nicht hervorgeht, ein unwirksamer aber leider genauso wenig. 

Auch gehen die tatsächlich zugesicherten Eigenschaften aus der Schilderung nicht hervor. Du gehst hier einfach davon aus, dass mangelfreie Ware versprochen wurde, das steht da aber nirgends. Im Gegenteil, bei einem Reifen wurde bei der Übergabe sogar auf einen relativ schlechten Zustand hingewiesen.

Sorry, für mich ist das jumping to conclusions. Für deine Schlüsse liegen dir einfach zu wenig Fakten vor.

Kommentar von AalFred2 ,

Naja. Der Interessierte geht hier aber von den bekannten Fakten aus. Nirgendwo ist ein wirksamer Ausschluss der Sachmängelhaftung erwähnt, also kann man ihn nicht vorraussetzen. Ebenso ist nirgendwo erwähnt, dass der Reifen mit Hinweis auf Mängel verkauft wurde. Also muss man eben den Verkauf einer mangelfreien Ware voraussetzen. Alle anderen Sachverhalte können doch gar nicht betrachtet werden.

Kommentar von soedergren ,

Notfalls muss man mal nachfragen. Im Text steht ua "Einer der Reifen war bereits mitgenommen, weswegen ich ihm empfohlen habe, ihn zeitnah zu erneuern." - hier kann man immerhin auf die Möglichkeit des Hinweises auf Sachmängel schließen. Und wie genau der "Garantieausschluss" formuliert ist, weiß auch keiner. 

Ich gebe ihm ja sogar weitestgehend recht, wäre aber mit den Formulierungen deutlich vorsichtiger.

Kommentar von AalFred2 ,

Auf welche Absolutaussage spielst du denn da an?

Kommentar von Interesierter ,

Nochmals zum Verständnis: Weder aus der Fragestellung, noch aus den weiter unten stehenden Beiträgen geht hervor, dass ein Gewährleistungsausschluss vereinbart worden wäre. Demnach können wir nur davon ausgehen, dass dies nicht geschehen ist.

Es ist zwar richtig, dass bei der Übergabe einer der Reifen als "mitgenommen" bezeichnet wurde. Das ist aber kein Freibrief für beschädigte Ware.

Ich persönlich würde sogar noch einen Schritt weitergehen, wobei ich anmerken möchte, dass dieser tatsächlich zum Teil spekulativ ist.

Der Verkäufer bezeichnet sich selbst als fachkundig. Den Käufer bezeichnet er als Laien. Dass der Reifen bei Übergabe bereits schadhaft war, ist unstreitig. Wir dürfen nicht vergessen, der Verkäufer hat die Reifen selbst gefahren. Das hätte der nach eigenen Angaben fachkundige Verkäufer bei seinen letzten Fahrten eigentlich merken müssen und ich gehe davon aus, dass er es gemerkt hat. Aus diesem Grund ist auch der Vorwurf der "arglistigen Täuschung" nicht vollkommen aus der Luft gegriffen.

Kommentar von soedergren ,

@AllFred2 - weniger auf die tatsächliche Antwort als auf einige der Kommentare. "Zunächst mal wurde kein Gewährleistungsausschluss vereinbart. Der Verkäufer muss daher mangelfreie Ware liefern.". Das ist mir zu absolut. 

@Interessierter - wie gesagt, prinzipiell bin ich da durchaus deiner Meinung, wobei ich die arglistige Täuschung dann doch für zu konstruiert halte (zumal einige der Kommentare des Fragestellers dann auch den Grad seiner tatsächlichen Fachkompetenz als vielleicht nicht ganz so hoch erscheinen lassen, wie von ihm selbst eingeschätzt). 

Aber wie auch immer, belassen wir es einfach dabei. 

Kommentar von Fischmitproblem ,

Die Reifen waren 100% zum Zeitpunkt des Kaufs in Ordnung. Und der eine Reifen war nicht kaputt, sondern einfach schon etwas abgefahren und ich ihm den Wechselvorschlsg als Hilfe gab, da er wirklich garkeine Ahnung hatte. Er dachte ein Reifen hält ewig. Den Reifen hätte man problemlos noch lange Zeit fahren können. 

Kommentar von matrix1984 ,

Die Beweislast liegt in unserem Fall gemäß §476 BGB beim
Verkäufer. ER, der FS muss beweisen, dass die Reifen beim Verkauf Mangelfrei waren. Da er (auch öffentlich) zugegeben hat, dass sie es nicht waren und er die Sachmängelhaftung nicht ausgeschlossen hat, ist dieser Beweis schier unmöglich...

Kommentar von AalFred2 ,

Und wieder ein Beleg deiner vollständigen Ahnungslosigkeit. §476 BGB gilt nur für den Verbrauchsgüterkauf. Informier dich doch erstmal, bevor du hier solchen Unsinn von dir gibst.

Antwort
von Paul42, 41

Gekauft wie gesehen, heisst noch lange nicht das verdeckte Mängel ausgenommen sind. Sollte er Dir deine Reifen zurück gebracht haben, gebe Ihm das Geld zurück und verschrotte die Reifen.

Oder willst du mit mangehaften Reifen Geld verdienen und dich dabei wohl fühlen. Ich hätte ein schlechtes Gewissen. Betrug ist Dir nicht vor zuwerfen. Hier geht es auch um die Moral.

Expertenantwort
von jloethe, Community-Experte für Auto & KFZ, 79

Du hast dich erstmal richtig verhalten denn  es gibt leider Menschen die auf diese Tour fahren wollen..  Wer so Dumm / unwissend ist der sollte nix gebrauchtes Kaufen..

Was nicht richtig ist  ist deine Annhame das der Reifen zu Doll aufgepumpt wurde und dadurch der Schaden entstanden ist..  Blasenbildung entsteht wenn sich Gummi Stellenweise vom Stahlgewebe löst und das passiert zum Beispiel wenn man mit der Reifenlauffläche am Randstein so parkt das der reifen eingedrückt wird. und das überlängere Zeit..  oder die Karkasse beschädigt ist oder war..

Das führt üblicherweise zu derartigen Schäden.. So ein Reifen kann beim montagebedingtem  Aufpumpen schon bis zu 6 Bar aushalten bis er richtig über den Wulst  / Humpp der Felge gesprungen ist..

 Du hast weder den Reifenzustand  mit Profiltiefe  noch den Hersteller der Reifen angegeben..   Bei Firestone würde ich das als Häuffig auftretenden Mangel bezeichnen denn kein Hersteller hatte in der Vergangenheit soviele Rückrufe  wegen Explosionsartigem Druckverlust  die eben dieser Hersteller.

Das der beschriebene Reifen eine Macke hatte ist wohl unstreitig  ob es aber der von Dir verkaufte war ist eine andere Sache..  denn gerade bei Ebay weist du nicht ob  einer gerade diesen Reifen  noch herumliegen hatte..

Hat er nur einen zurückgebracht  oder die gesammte Lieferung  also Vier Reifen wie ich das verstanden habe.. Mit einem Neuen den ich zukaufen müßte  und drei  50 % Reifen könnte würde ich auch nichts  anfangen wollen..

Ich hoffe du hast dies in deiner Auktion richtig beschrieben und Bilder hinterlegt den sonst gibts Ärger mit Ebay..  ob nun berechtigt ofder nicht.


Joachim


Kommentar von Interesierter ,

Ich kann deine Einschätzung nicht ganz nachvollziehen. Den technischen Sachverhalt hast du sehr schön beschrieben. Das bedeutet aber, dass der Reifen bereits bei Übergabe mangelhaft war.

Hier liegt jedoch kein wirksamer Gewährleistungsausschluss vor. Garantie und Gewährleistung sind zwei Paar Stiefel.

Deswegen hat der Fragesteller den Kaufpreis zurück zu erstatten.

Kommentar von jloethe ,

Risiko des Käufers

In diesem Fall eines privatverkaufes liegt keine Gewährleistungs oder Garantieverpflichtung vor denn wer gebrauche Reifen kauft und sich nicht entsprechend auskennt muß einmal lehrgeld bezahlen  um das zu lernen.   Das der Reifen macken hatte hat der Fragesteller  ja eingeräumt/ erklärt und sogar minderung des Preises angeboten..

Ob der Verkäufer jedoch beim verkauf vom Umfang  der Schädigungen wusste  ist nicht nachvollziehbar. / beweisbar..   Mir hat man auch schon vermeintlich  defekte gebrauchte Teile  zurückgebracht wobei ich jedoch nachweisen konnte das es nicht das von mir verkaufte Teil war.

Der hat einfach versucht mir sein Schadteil aufs Auge zu drücken... nach dem Motto man kanns ja mal versuchen , Dank versteckt eingebrachter Markierung  hab ich in Lange gesichter geschaut..  Joachim

Kommentar von Interesierter ,

In diesem Fall eines privatverkaufes liegt keine Gewährleistungs oder Garantieverpflichtung vor denn wer gebrauche Reifen kauft und sich nicht entsprechend auskennt muß einmal lehrgeld bezahlen  um das zu lernen.

Das ist so nicht korrekt. Sofern kein wirksamer Gewährleistungsausschluss vereinbart wurde, steht der Verkäufer selbstverständlich in der Sachmängelhaftung.

Der Ausschluss einer Garantie ist kein Gewährleistungsausschluss. Das gilt selbstverständlich auch für gebrauchte Reifen und auch für Privatverkäufe.

Antwort
von Rockuser, 91

Bist Du sicher, das er deine Reifen zurückgebracht hat? Ich würde nicht mehr auf ihn reagieren. Du hast dein Geld ja bekommen. Gekauft wie gesehen, würde ich in dem Fall sagen.

Kommentar von Fischmitproblem ,

Alle bis auf den defekten sahen wie meine aus, sagen wir könnte, könnte nicht, kann es mir jedoch bei der kleinen Summe nicht vorstellen, dass er was getauscht hätte.

Kommentar von peterobm ,

möglich ist alles

Antwort
von RexImperSenatus, 47

Du hast privat & ohne Garantie verkauft - warum die Reifen jetzt schadhaft sind kann keiner so ohne Weiteres nachvollziehen bzw. beweisen.

Soweit hast Du Dich richtig verhalten - nur - die Reifen hätte ich da liegen lassen, wo er sie "entsorgt " hat.

Ich weis nicht, ob du ÜBERHAUPT und wenn ja, wie lange du diese Reifen jetzt aufbewahren musst / kannst - da es sich ja theoretisch nicht mehr um DEIN Eigentum handelt. Aber - Du hast es jetzt an Dich genommen.

Deutschland - das Land der Unergründlichen Weiten von §§§ !!!

Wenn du seine Adresse hast, würde ich Geld für die Einlagerung verlangen und eine Frist setzen, bis zu der er sie abholen muss, sonst werden diese auf SEINE Kosten entsorgt. Notfalls mal einen Internet Anwalt anschreiben.

Antwort
von Margita1881, 71

Was sollte ich nun tun?

Nichts, oder hat er mit irgendwelchen Maßnahmen angedroht?

Habe ich falsch gehandelt?

m.E. nein, hast alles richtig gemacht

Ist alles in Ordnung?

Ja, Du hast doch das Geld

Wie kann es zu dem Schaden plötzlich gekommen sein ?

nachdem Du Dich gut mit Kfz auskennst, wird Deine Vermutung stimmen..."zu doll aufgepumpt"

Kommentar von Fischmitproblem ,

Am Handy sagte er sowas wie “das wird Ihnen noch hinten rauskommen“ oder so was. Als er dann vorbei kam hieß es nur ich müsste mit dem schlechten Gewissen leben, welches ich jedoch nicht habe.

Kommentar von Margita1881 ,

“das wird Ihnen noch hinten rauskommen“

naja, bei einem Reifen schwierig vorzustellen:))

ich müsste mit dem schlechten Gewissen leben..

das ist ja fast nett; wenn's weiter nix war. Du hast mit Deiner Vermutung Recht, er scheint eher ein schlechtes Gewissen zu haben, sonst würde er nicht so locker abziehen.

Kommentar von Interesierter ,

Auch du hast dir einen Bären aufbinden lassen.

Zunächst mal wurde kein Gewährleistungsausschluss vereinbart. Der Verkäufer muss daher mangelfreie Ware liefern.

Wenn sich der Fragesteller mit Autos wirklich auskennt, dann entlarvt das die Aussage " zu doll aufgepumpt" als Schutzbehauptung, die nicht wahr ist. Durch zu dolles Aufpumpen treibt ein Reifen keine Blasen und keine Beulen.

Blasen und Beulen entstehen durch das Ablösen des Gummi von der Stahleinlage. Das geschieht bei Beschädigungen durch Bordsteine oder Ähnliches. Als Fachmann weiss der Fragesteller das.

Die Aussage "Ja, du hast doch das Geld" ist zynisch. Der FS hat mangelhafte Ware verkauft und sollte dafür einstehen. Nun hat er Reifen und Geld. Der Käufer weiss sich anscheinend nicht zu wehren.

Ich halte dieses Verhalten des Verkäufers für äusserst schwach und moralisch verwerflich.

Kommentar von matrix1984 ,

Er hat alles richtig gemacht???? In was für eine Welt leben wir hier eigentlich??? Was ist aus der Moral vieler Leute geworden????

Da verkauft einer Schrottreifen an einem Ahnungslosen, der sich ggf. in Lebensgefahr gebracht hätte, wenn er die Reifen trotz des Mangels aufgezogen hätte und der FS hat alles richrig gemacht????? Man kauft sich in der Regel gebrauchte Reifen, weil man KEIN Geld für neue Reifen hat. Und dann macht man auch noch Geschäfte mit einen, der seine vergammelten Reifen los werden möchte.

Ich finde es, gerade als “Fachmann“ unverschämt und sogar kriminell abgefahrene und defekte Reifen zu verkaufen nur um die Verschrottungskosten zu vermeiden. 

Sie sollten sich schämen!!!

Antwort
von Alex92fromHell, 63

Ich bin kein Jurist, Daher kann ich auch keine garantierten Aussagen machen aber ich seh das ganze so:

Da er die Reifen persönlich abgeholt hat und sie auch kontrolliert hat, liegt hier keinerlei schuld von deiner Seite vor.
Selbst wenn der Reifen schon kaputt gewesen wäre, wäre das nur eine Straftat wenn du es verschwiegen hättest.

Alles was danach passiert liegt im Risiko des Käufers. Wenn man etwas (privat) kauft und es ein paar Tage wegen unsachgemäßer Handlung hin wird,...Pech gehabt...
Er müsste erstmal beweisen das der Schaden schon da war, und das geht sehr schwer bis gar nicht.

Ich hätte ihm nichtmal die 40% angeboten... Also von deiner Seite aus passt alles. Lass dich von ihm nicht einschüchtern.

Kommentar von matrix1984 ,

Da er die Reifen persönlich abgeholt hat und sie auch kontrolliert hat, liegt hier keinerlei schuld von deiner Seite vor.

Das Gesetz geht nicht davon aus, dass gebrauchte Waren stets von einem Fachmann gekauft werden. 

Selbst wenn der Reifen schon kaputt gewesen wäre, wäre das nur eine Straftat wenn du es verschwiegen hättest.

"NUR" eine Straftat? Da geht aber einer sehr lapidar mit unserem StGB um :-)

 Also eine Straftat nach dem StGB ist es nicht direkt. Wenn, so würde ich arglistige Täuschung vorwerfen. 

Alles was danach passiert liegt im Risiko des Käufers

Da die Sachmängelhaftung nicht ausgeschlossen wurde, muss auch der private Verkäufer haften.

Er müsste erstmal beweisen das der Schaden schon da war, und das geht sehr schwer bis gar nicht.

Nach § 476 BGB muss der Verkäufer 6 Monate nach Kauf beweisen, dass die Sache Mangelfrei war. Hier sind in der Tat aufgenommenen Fotos ein Indiz für die Mangelfreiheit. 

Fazit: Was ein einziges Wort (Gewärleistung) anrichten kann :-)

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Recht, 99

Bei privaten Verkäufen gilt regelmäßig:

"gekauft wie gesehen"

Wenn er sich übervorteilt sieht, kann er das als Lehrgeld abschreiben.

Eine Rücknahmeverpflichtung gibt es nicht.

Kommentar von Interesierter ,

Als Experte für Recht sollte dir klar sein, dass hier kein wirksamer Ausschluss der Sachmängelhaftung vorliegt.

Die Beweislast für den Mangel zum Zeitpunkt der Übergabe liegt natürlich beim Käufer. Über den Monteur der Reifen dürfte dieser Beweis aber erbracht werden können.

Die rechtliche Position des Fragestellers dürfte daher eher schwach sein.

Antwort
von Cab09, 66

Wenn das so ist wie beschrieben, hast du nichts verkehrt gemacht.

Ich würde dem Burschen mitteilen, dass er 7 Tage Zeit hat die Reifen abzuholen, ansonsten wird er die Rechnung für die Entsorgung erhalten.

Kommentar von Interesierter ,

Scherzkeks! Der Verkäufer hat so ziemlich alles verkehrt gemacht. Er hat mangelhafte Ware geliefert, er hat den Käufer darüber im Unklaren gelassen. Er hat die berechtigte Reklamation des Käufers zurückgewiesen.

Daher hat der Käufer nun Anspruch auf die Rückerstattung des Kaufpreises zuzüglich Schadensersatz für den vergeblichen Montageversuch und die Wegekosten.

Von wegen eine Rechnung für die Entsorgung schicken.

Kommentar von Fischmitproblem ,

ES WAR KEINE MÄNGELWARE

Kommentar von Cab09 ,

Ich glaube hier hat jemand die Frage/Beschreibung nicht richtig gelesen oder nicht verstanden!

Antwort
von RoBi2809, 65

Es war seine "Intelligenz", meiner Meinung nach hast Du alles richtig gemacht.
Ich würde nicht mehr darüber nachdenken ;)
Man sagt ja auch nicht umsonst -gekauft wie gesehen- ;)

Antwort
von skibbadeee, 19

Ein Problem könnte noch sein:

Es könnte eine Beschaffenheitsvereinbarung vorliegen. Auch mit Gewährleistungsausschluss greift dieser nicht für eine Beschaffenheitsvereinbarung. Wenn du beim Verkauf gesagt hast: "die Reifen sind in Ordnung" und nun stellt es sich heraus, dass sie es nicht sind, sieht es im Rahmen der Mängelhaftung eher schlecht aus. 

Aber der Sachverhalt ist eigentlich zu kurz, um dafür eine verlässliche Antwort zu geben.

Antwort
von dresanne, 58

Wie lange ist denn der Verkauf her?

Kommentar von Fischmitproblem ,

Wenige Tage.

Kommentar von dresanne ,

Nimm mirs nicht übel, aber ich denke, Du hast Dir neue Bereifung angeschafft und die alte nicht etwa entsorgt, sondern verkauft. Und sowie Du eine Zusage machst zur teilweisen Rückzahlung, ist das schon ein Eingeständnis Deiner Schuld. Ich an Deiner Stelle würde dem Käufer seine gezahlte Summer zurück erstatten und das nächste Mal überlegen, was ich verkaufe. Ebay ist keine Schrotthalde.

Kommentar von Fischmitproblem ,

Ich kenne mich mit KFZ sehr gut aus und bis auf wie den einen erwähnten Reifen waren diese vollkommen in Schuss. Ich habe nur in Freundeskreis günstig neue bekommen, weswegen ich meine “alten“ verkauft habe.

Kommentar von dresanne ,

Naja, irgend einen Grund wird es ja wohl haben, dass er die Reifen Dir vor die Tür "geschmissen" hat. Von einem begeisterten Käufer und guter Ware spricht das nicht gerade.

Kommentar von Fischmitproblem ,

Ich bin die Reifen selbst gefahren und fest von überzeugt das es nicht mein Verschulden ist. Wenn du einen Laptop hast, er einwandfrei funktioniert, du ihn dann verkaufst weil du einen neuen hast und der Käufer dann so nach einigen Tagen wiederkommt, findest du das also in Ordnung? Die Kulanz bot ich ihm nur an, weil seine tolle “Werkstatt des Vertrauens“ vermutlich falsch ausgepumpt hat, nicht er selbst.

Kommentar von Interesierter ,

Nun, es war definitiv dein Verschulden. Beulen und Blasen deuten nicht auf zu starkes Aufpumpen sondern auf Beschädigungen der Karkasse hin. Wenn du dich mit Autos auskennst, weist du das selbst sehr genau.

Da du der Einzige bist, der diese Reifen bisher gefahren hat, ist offensichtlich, dass diese Beschädigungen nur von dir selbst stammen können.

Kommentar von intello99 ,

Du darfst alles verkaufen, was du willst ... Der Käufer hatte ja die Möglichkeit die Ware vor dem Kauf zu prüfen. Höre bitte auf dir da irgendwelche Vorwürfe machen zu lassen.

Kommentar von dresanne ,

Ich mache mir ganz gewiss keine Vorwürfe

Kommentar von Fischmitproblem ,

Alles klar.. :)

Kommentar von Interesierter ,

Wenn du dich mit KFZ sehr gut auskennst, sollte dir klar sein, dass Blasen und Beulen nicht auf zu starkes Aufpumpen sondern auf innere Beschädigungen der Karkasse hindeuten.

Warum waren wohl drei Reifen gut und einer schlechter? Das hat einen Grund. Ob du diesen gesehen hast oder nicht, spielt erst mal keine Rolle. Du bist verpflichtet, mangelfreie Ware zu liefern. Das hast du nicht getan.

Kommentar von Cab09 ,

Du darfst bei eBay mit der passenden Beschreibung, "fast" alles verkaufen was du willst. Darunter zählen auch rundgelaufene bis aufs letzte abgefahrene Reifen. Die können sogar mit hunderten Nägeln durchzogen sein. Wenn du einen Käufer findest, der genau diese Ware mit dieser außergewöhnlichen Beschaffenheit sucht, kannst du sogar jeden Preis dafür nehmen die der Käufer dir dafür gedenkt zu zahlen. Und wenn der Käufer sich zur Beschreibung die Ware dann auch noch persönlich anguckt, so ist das doch ein einwandfreier und perfekter Verkauf.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community