Frage von dasWubo, 90

Reichweite der Wissenschaft?

Glaubt ihr, die Naturwissenschaft wird eines Tages unsere gesamte Welt erklären können?

Expertenantwort
von Hamburger02, Community-Experte für Physik, 27

In den Naturwissenschaften ist der Unvollständigkeitssatz des Schweizer Mathematikers Kurt Gödel allgemein anerkannt.

Dieser Unvollständigkeitssatz sagt im Prinzip aus, dass ein System niemals in Gänze von innen heraus beschrieben werden kann. Das trifft auch auf das Universum zu. Namhafte Physiker wie Roger Penrose behaupten sogar, der Unvollständigkeitssatz sei der wichtigste Satz der gesamten Mathematikgeschichte, weil er die prinzipiellen Grenzen unserer Erkenntnisfähigkeit aufzeigt. 

Expertenantwort
von Franz1957, Community-Experte für Physik, 20

Nein.

Etwas wissenschaftlich erklären bedeutet: Herleiten, warum etwas ist, wie es ist, indem man es aus Voraussetzungen begründet, die man als gegeben annimmt. Das nennt sich deduktive Methode.

Will man auch die Voraussetzungen der Erklärung erklären, und wiederum die Voraussetzungen der Voraussetzungen, dann setzt man eine lange verzweigte Kette von Erklärungsvorgängen in Gang. Das nennt sich Rekursion.

Egal, wie weit man nun mit dem Erklären geht, es bleiben immer unerklärte Voraussetzungen übrig. Will man alles erklären, dann geht die Rekursion des Erklärens also immer weiter, und von sich aus kommt sie an kein Ende. Das nennt sich infiniter Regreß.

Wenn man bei umfangreichen Problemen rekursiv vorgeht, ist die wichtigste methodische Frage, die man klären muß, die, wie man an ein Ende kommt.

Wenn man mit einem rekursiven Computerprogramm ein Rechenproblem lösen will, hört man am besten auf, sobald man die Lösung hat, oder, bei sehr zeitaufwendigen Problemen auch schon dann, wenn man eine annähernde Lösung hat, deren Genauigkeit ausreicht. Wenn man es versäumt, den Punkt zu definieren, an dem die Rekursion aufhört, dann können Sachen passieren, die man nicht wollte.

Es ist beim Prozeß des Verstehens der Welt unvermeidbar, daß man immer an irgendeinem Punkt aufhört, die rekursiven Erklärungsketten, zumindest vorläufig, abbricht und Voraussetzungen unerklärt läßt, weil man die Erklärungen für sie einfach nicht hat. Das nennt sich dann, für die Menschheit gesprochen: ungelöste Probleme. Oder, aus der Sicht des Individuums: Was ich nicht weiß.

Expertenantwort
von DepravedGirl, Community-Experte für Mathe & Mathematik, 18

Kommt darauf an, was du unter gesamte Welt verstehst.

1.) Versuche zum Beispiel mal sämtliche Variationen menschlichen Verhaltens zu erklären.

2.) Manche Wissenschaftler behaupten es könnte eine riesige Anzahl von Paralleluniversen geben, manche sprechen sogar von unendlich vielen Paralleluniversen. Wir werden kaum genug Zeit haben um allein unser Universum zu 100 % zu erkunden.

Antwort
von maxiixamst, 37

ich glabe nicht denn in der wissenschaft basiert viel auf theorien und theorin sind nur gedanken gänge
albert einstein hat zum beispiel denn vorgang vom nicht ins etwas singularität gennat (er wusste nicht wie das funktionieren sollte also nannte er es einfach so)

Kommentar von OlliBjoern ,

Wobei eine Theorie auch Vorhersagen machen kann. Das ist mehr als ein x-beliebiger Gedankengang. Einstein hat zum Beispiel die Existenz von Gravitationswellen vorhergesagt, und dies hat sich erst kürzlich (also viele Jahre nach seinem Tod) als richtig herausgestellt.

Das ist ein eindrucksvolles Zeichen dafür, dass der Gedankengang, der hinter dieser Theorie stand/steht, fundiert ist. Die Realität muss die Theorie bestätigen (und in diesem Falle tat sie das).

Kommentar von maxiixamst ,

stimmt aber es bleiben theorien by the way relativitäts theorie oder superstring theorie

Kommentar von ThomasJNewton ,

Eine Wissenschaftliche Theorie ist weit mehr als ein Gedankengang.

Und ich halte auch nicht unsere Gedanken für den begrenzenden Faktor, sondern unsere Messmethoden, bzw. begrenzte Resourcen.

Und natürlich die ungeheure Fülle an Wissen.
Man weiß nicht mal annähernd, wie viele Millionen Arten es auf der Erde gibt.
Und da jede Art mit vielen anderen wechselwirkt, sind es Milliarden von Wechselwirkungen.
Da kann Jahrhunderte lang die Menschheit zu 90 % aus Biologen bestehen, alles kann man nie wissen.

Antwort
von JOonasWOB, 59

Nein,denn sobald ein "Rätsel" gelöst wurde,ergeben sich daraus wieder neue Fragen

Expertenantwort
von mistergl, Community-Experte für Computer, 22

Definiere Welt! Wenn du sämtliche Planetensysteme im All meinst, wohl eher nicht.

Antwort
von Chaoist, 48

Nein.

Vorher wird irgendein verrückter Professor die Menschheit vernichten.

Ha! Haha! AH hahahaha!

Kommentar von DerFruchtKompot ,

O.O

Antwort
von Kisar09, 44

Nein!

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